ARCHIV FÜR MTTJE&ESCHICHTE. GEGRÜNDET VON A. F. A. WIEGMANN, FORTGESETZT VON W. F. ERICHSON, F. H. TROSCHEL UND E. VON HÄRTENS. HERAUSGEGEBEN VON Prof. Dr. F. HILGENDORF, CUSTOS DES K. ZOOLOG. MUSEUMS ZU BERLIN. SECHSllNDFUNFZIOSTER JAHRGANG. U. B a u d. Berlin 1890. ^ICOLAlSCHE VERLAGS-BUCHHANDLUNG R. STRICKER. Inhalt des zweiten Bandes. Erstes Heft. (Ausgegeben Juni 1893.) Seite Dr. Ernst Schaff. Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der S^äagethiere während des Jahi-es 1889. Allgemeines 1 Anatomie und Physiologie 3 Entwicklung 26 Biologie (Land- und Forstwirthschaft) 32 Geographische Verbreitung und Faunen 43 Fossile Säugethiere 50 Systematik 62 Ant. Reichenow. Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 1. Geschichte, Litteratur, Museologie, Taxidermie 81 2. Anatomie, Embryologie, Physiologie 84 3. Hautbedeckuug, Pterylographie, Flugvermögen 90 4. Mauser, Abänderungen, Bastarde 91 5. Palaeontologie 93 6. Geographische Verbreitung, Wanderung, Faunistik 94 7. Lebensweise 125 8. Jagd, Schutz, Pflege, Hausgeflügel 131 9. Systematik 136 Prof. Dr. Oskar Böttger. Bericht über die Leistungen in der Herpe- tologie während des Jahres 1889. Reptilia. Allgemeines 159 Anatomie, Ontogenie, Biologie, Palaeontologie (vergl. auch die einz. syst. Abtheil.) 162 Faunistik (desgl.) 178 IV Seite Systematik (Lacertilia, Rhiptoglossa, Pythoiiomorpha, Ophidia, Omithosauria, Dinosauria, Crocodilia, Chelonia Sauropterygia, Ichthyopterygia, Rhynchocephalia, Thero- mora) 186 Batracliia. Allgemeines 235 Anatomie, Ontogenie, Biologie, Palaeoutologie (vergl. auch die einz. System. Abth.) 237 Faunistik (desgl.) 242 Systematik (Ecaudata, Caudata, Apoda, Stegocephala). 246 Dr. F. Hilgendorf. Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie während des Jahres 1888. Allgemeines 275 Anatomie und Physiologie 275 Entwicklung (incl. Phylogenie) 300 Biologie 317 Nutzen und Schaden. Fischerei und Fischzucht 320 Faunen 323 Fossile Fische 332 Systematik (Acanthopteri, Pharyngognathi, Anacanthini, Physostomi, Lophobranchii, Plectognathi, Gauoidei, Dipnoi, Selachii, Cyclostomi, Leptocardii) 336 Dr. Joh. Thiele und Dr. W. Kobelt. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen im Gebiete der ülalakolog^ie während des Jahres 1889. I. Bericht über All^., Physiol., Auat. u. Entwickl. v. Dr. Thiele. Zeitschr., Jahresber., Sammelwerke, Lehrbücher u. Vermischtes . 381 Vermischte Mollusken 385 Amphineura 391 Scaphopoda 393 Cephalopoda 394 Lamellibranchiata 397 Gastropoda 406 II. Bericht üb. die ^eogr. Yerbreitung, Systematik, Biologie etc. You Dr. Kobelt. Verzeichuiss der Publikationen 425 1. Geographische Verbreitung 436 2. Systematik 446 3. Biologie, Verwendung, Zucht etc 468 Zweites Heft, (Ausgegeben August 1890) Dr. Ph. Bertkau. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen im Gebiete der füiitoniologie während des Jahres 1880. Allgemeines 1 Arachno'idea 26 Linguatulina 28 V Seite Acarina 29 Pantopoda 36 Opiliones 37 Chernetina 38 Pedipalpi 38 Scorpiones 39 Araneae 40 Solifiigae 57 Myriapoda 57 Peripatina 60 Ohilognatha 61 Chilopoda 63 Insecta 64 Thysanura und Collembola 64 Rhynchota 64 Orthoptera 81 0. Genuina 88 0. Pseudonenroptera 91 Neuroptera 98 Diptera 100 Aphaniptera 126 Lepidoptera 128 Hymenoptera 187 Coleoptera 214 (Der Bericht über die Ci'nstaceen für 1889 erscheint im folgenden Jahrgang.) Drittes Heft. (Ausgegeben November 1893.) Dr. Aut. Colliii. Bericht über die Brachiopoden-Litteratur des Jahres 1889. 1. Verzeichnis der Publikationen (mit Bericht über Anatomie und Entwicklung) 1 2. Uebersicht nach dem Stoff 3 3. Faunistik 3 4. Systematik 4 Dr. Ant. CoUin. Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Tnnikaten während der Jahre 1888 und 1889. 1. Verzeichnis der Publikationen (mit Bericht über Anatomie und Entwicklung) 5 2. Uebersicht nach dem Stoft' 12 3. Faunistik 12 4. Systematik 13 VI Seite Dr. C. Matzdorff. Jahresbericht über die Bryozoen für 1889. A. Anatomie, Physiologie, Biologie 15 B. Systematik, Faunen 22 1. Marine Formen 23 2 Süsswasser-Formen 35 C. Palaeontologie (Verzeichnis der Publikationen) 37 Dr. Aut. Collin. Bericht über die Rotatorien-Litteratur im Jahre 1889, mit Nachträgen aus den Vorjahren. 1. Verzeichnis der Publikationen (mit Bericht über Anatomie und Entwicklung 89 2. Uebersicht nach dem Stoff 51 3. Faunistik 52 4. Systematik 54 Dr. von Linstow. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Naturgeschichte der Helniintlien im Jahre 1889. Allgemeines 56 Nematoden 62 Gordiaceen und Mermithen 75 Acanthocephalen 78 Trematoden 79 Cestoden 85 Dr. Ant. Collin, Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Naturgeschichte der freilebeudeu Wiiriiiei" während des Jahres 1889. 1. Verzeichnis der Publikationen (mit Bericht über Anatomie und Entwicklung) 97 2. Uebersicht nach dem Stoff 126 3. Faunistik 127 4. Systematik 131 Dr. Maximilian Meissner. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Naturgeschichte der licliiiiodernien während des Jahres 1889. 1. Verzeichnis der Publikationen (mit Bericht über Anatomie und Entwicklung) 135 2. Uebersicht nach dem Stoff 149 3. Faunistik 150 4. Systematik 150 Dr. W. Weltner. Bericht über die Leistungen in der ^pons;ioIog;ie während der Jahre 1888 — 91. Litteraturverzeichnis (recente Spongien) 161 Allgemeines 175 vir ^ Seite Methode der Untersuchung 177 Schwammzucht und -G-ewinnung 179 Anatomie und Histiologie 180 Nadelnomenclatur 193 Physiologie 194 Ontogeuie 199 Phylogenie 207 Systematik und Faunistik 210 Fossile Spongien (Litteratur- Verzeichnis) 255 Bericht über die Leistungen in der Naturgeschiclite der Säugetiere während des Jahres 1889. Von Dr. Ernst Sehäff, Berlin. Allgemeines. Bodington, A., The Mammalia: Extinct Species and Surviving Forms. — Journ. Microsp. Nat. Sc. (2) Vol. IL p. 33—57. Mit 2 Tfln. (Büchner), Wissenschaftliche Resultate der von N. M. Prze- walski nach Central - Asien unternommenen Reisen. Zoologischer Teil. Bd.I. Säugetiere, bearb. von Eug. Büchner. Liefg. 2 und 3. St. Petersburg 1889. Es werden die Nagetiere weiter fortgesetzt. Vergl. unter Systematik, Muridae. Besonders schöne Farbentafeln sind dem Werk beigegeben. Chauveau, A., Traite d'anatomie comparee des animaux domestiques. 4. Edit. revue et augm. avec la coUaboration de S. Arloing. Avec 455 figg. Paris, J. B. Bailliere et fils. 1889. Dogiel, A. S., Eine neue Imprägnationsmethode der Gewebe mittelst Methylenblau. — Arch. mikrosk. Anat. 33. Bd. p. 440—445. Mit 1 Tfl. Verf. berücksichtigt vielfach Säugetiere. (Studer), Die Forschungsreise S. M. S. „Gazelle" in den Jahren 1874—1876. III. Teil. Zoologie und Geologie von Th. Studer. BerHn 1889. p. 88 — 92 enthält Mitteilungen, meist biologischer Natur, über die Säugetiere von Kerguelen. Beobachtet wurden Mus invscidus L. Ogmorliinus hptonyx Blainv., Macrorhinusleonhws L., Ärctocepludus gazelln Peters, BaJaena austraUs Desmoul., Glohiceplialus melas TrailJ., Delphinus sp.f Junge ^ von Macrorh. hon. zeigen bei einer Länge von 1,75 mtr noch keine Spur eines Rüssels. Derselbe entwickelt sich, wie auch die grossen Eckzähne, erst mit eintretender Geschlechts- reife im Alter von 6 — 8 Jahren, p. 209 — -211 werden einige all- Arch. f. Natuigesch. Jahrg. 1890. Bd.U. H. 1. 1 2 Dr. Erust Schaff: Bericht über die Leistungen gemeine Bemerkungen über die Säugetiere Timors gegeben. Erwähnt werden Ceri-us Peronii Wagti., Sus sp., Macacus cynomolgiis L., Fara- doxurvs musanga Raffl. Pteropvs Mockloti Tem.^ Pf. funereus Tem., ferner Pferd nnd Hund. p. 256 u. 257 giebt Verf. Mitteilungen über die Haustiere im Bismarck-Archipel. Der Hund in Neu -Hannover und Neu-Mecklenburg stimmt im Schädel mit dem Canis famüians pah(8tris Rütim. überein, woraus Verf. den Schluss zieht, dass ersterer eine Rasse darstellt, „die ursprünglich in Europa in uralter Zeit ge- halten wurde und die den Stamm zahlreicher moderner Hunderassen bildet." Die Schweine, schwarz und weiss geÜeckt, schliessen sich an Sus vittatus an. Colorirte Abbildungen von Pterojms capistratus Peters, Hapalotis macrura Peters, Aretocephahis gozeUa Peters und A. elegans Peters. Von letzteren beiden Arten sehr schöne Schädel — und sonstige osteologische Abbildungen. Endlich DeJphinns {Ste7i6) perspiciUatus Peters, ganzes Tier und Osteologie. (Tfl. 1 — 2 und 9 schon früher abgedruckt). Haeckel, Ernst, Natürliche Schöpfungsgeschichte. Achte um- gearbeitete und vermehrte Auflage. Berlin 1889. Abgesehen von dem allgemeinen, auch für die Säugetiere geltenden Inhalt behandelt im II. Teil der XXVI. Vortrag die Stammesgeschichte der Säugetiere. Imhoff-Blumer und Keller, 0., Tier- und Pflanzenbilder auf Münzen und Gemmen des klassischen Altertums. Behandelt auch eine Anzahl von Säugetieren, wie Delphine, See- hunde, Elefanten, Nilpferd, Kameele, Ziegen, Rinder, Affen u. s. w. Möbius, K., erläutert Methoden zur Herstellung von Metall- ausgüssen von Lungen, Nieren und Gehörlabyrinthen. — Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde. Berlin 1889 p. 31—33. Moreno, E. P., Breve Resena de los Progresos del Museo la Plata durante el Segundo Semestre de 1888. — Boll. Mus. la Plata 1889, p. 1-44. N ehrin g, A., macht einige kurze Mitteilungen über altägyp- tische Tiermumien von Beni Hassan und Siut. — Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde Berlin, 1889, p. 144—145. Nicholson, H. A., and Lydekker, R., A Manual of Palaeon- tology, for the üse of Students. 3. edit. re-written and greatly enlarged. 2 Vols. Edinburgh 1889. Enthält p. 1245 — 1474 die fossilen Säugetiere. North American Fauna. Unter diesem Titel erscheinen seit Okt. 1889 in einzelnen Heften, herausgeg. vom ü. S. Department of Agriculture, Division of Ornithology and Mammalogy, Abhandlungen über nordamerikanische Tiere. Vergl. Hart Merriam unter Rodentia. Patzig, V., Die Tierproduktionslehre. Bearb. für Landwirt- schaftsschulen. Marienburg 1889. Pfitzner, W., Erfahrungen über das Teichmann'sche Knochen- mazerationsverfahren. — Anat. Anz. IV. Jahrg., p. 687 — 703. Eingehende Beschreibung des Verfahrens, Hervorheb uno; seiner Vorteile, Angabe einiger geringer Modifikationen. in dei^ Naturgeschichte der Säugetiere währeiul des Jahres 1889. 3 Solger, B., Säugetier -Mitosen im histologisclien Kursus. — Arcli. mikrosk. Anat. Bd. 83, p. 517 — 518. Verf. empfiehlt zur Demonstration der Mitosen von Warmblütern das Amnion der Ratte, in wässeriger concentr. Pikrinsäure und Al- kohol gehärtet, mit Ehrlich's saurem Hämatoxylin gefärbt. Steinmann, Gust,, und Döderlein, Ludw., Elemente der Paläontologie. Leipzig 1889. Mit Illustr. Stoss, ., Anleitung zu den Sectionen und Präparirübungen an unseren Haustieren. München 1889. Thomas, Oldfield, Mammals in: Aitchison's Zoology of the Afghan Delimitation Commission. — Trans. Linn. Soc. London. (2) Vol. V, p. 55—65. Weber, M., Mededeelingen over Zoogdieren. — Bijdr. Dierk. 1888, part V. Mit 2 Tfln. Willoughby, J. C. , East Africa and its Big Game. London 1889. Illustr. Zimmermann giebt eine Methode zur Imprägnirung von Knochenschliffen mit Anilinfarben an. — Verhandl. anat. Gesellsch. III. Vers. Berlin 1889, p. 142. Kleinere tierpsychologische und biologische Beobachtungen ver- öffentlichen im Zool. G. XXX, p. 252 B. Langkavel, p. 254 Noll, p. 316 derselbe, Anatomie und Physiologie. Allgemeines. Bardeleben, Karl, Präpollex und Prähallux. — Verhandl. anat. Gesellsch. III. Vers. Berlin, 1889, p. 106—112. Mit 6 Figg. Verf. hebt unter Berücksichtigung seiner früheren Arbeiten be- sonders die Hand von Pedetes caffer hervor, welche normal einen sechsten Finger mit starkem, plattem Nagel trägt. Beddard, Frank E., Some Notes upon the Anatomy of the American Tapir (Tapirus terrestris). - — Proc. Zool. Soc. London 1889, p. 252—258. Mit 3 Figg. Verf. beschreibt Eingeweide und Gehirn eines etwa 2 Monate alten Tap. terrestris. Folgende Charaktere der Eingeweide scheinen den amerikanischen von dem indischen Tapir zu unterscheiden: Mangel wohlentwickelter Valvulae conniventes oder wenigstens ge- ringere Entwickelung derselben. Gegenwart eines ,,moderator band" im Herzen. Form der glans penis. Längeres durch 4 Bänder ein- geschnürtes Coecum. Das Gehirn ist einfacher gebaut als bei den verwandten Formen. Es deutet dies, wie auch bekanntlich andere Befunde, auf eine niedrigere Stellung des Tap. terr., wenn auch bei dieser Gelegenheit zu bemerken ist, dass bei den Perissodactylen die sonst gültige Regel nicht zutrifft, dass kleine Arten einer Tier- gruppe ein einfacher gebautes Gehirn haben als grosse. 1* 4 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Brown- Sequard et d'Arsonval, Nouvelles recherclies de- montrant que la toxicite de l'air expire ne depend pas de l'acide carbonique. — C. R. Acad. Sciences, T. 108, p. 267—272. Darstellung einer Reihe von Versuchen, welche ergaben, dass Kohlensäuregehalt die Giftigkeit ausgeathmeter Luft nicht beeinflusst. Dieselben, Recherches montrant que la mort par Inhalation du poison que contient l'air expire n'est pas activee par les ema- nations de vapeurs provenant de l'urine et des matieres fecales des animaux soumis a cette Inhalation. — Ebenda, p. 1294 — 1296. Ein grosses Kaninchen blieb ohne Nachteil drei Monate in einem Käfig, der stark mit den Ausdünstungen von Urin und FäkaHen erfüllte Luft erhielt. Hierdurch wird der Einwurf entkräftigt, dass bei den Versuchen der Verff. über das Gift ausgeathmeter Luft die oben genannten Ausdünstungen der Tiere tötlich wirkten. Dubois, Raphael, Contributions a l'etude physiologique de rhibernation. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser., T. 1, p. 205 — 206. Durchschneidung der beiden Nerv, phren. bei einem in völKger Winterstarre befindlichen Murmeltier hat eine plötzliche Steigerung der Zahl und Grösse der Erustbewegungen zur Folge. Nach einer mehr oder minder langen Zeit treten jedoch mehr und mehr markirte Schwankungen der Temperatur ein und bald folgen regelmässig Perioden der Erstarrung und des Wachens. Derselbe, Le sommeil hibernal est-il le resultat d'une auto- intoxication physiologique? — Ebenda, p. 260 — 261. Verf. kommt entgegen den Ansichten Errera's zu dem Schluss, dass der Winterschlaf nicht das Resultat der Thätigkeit narkotischer Produkte ist, welche der Organismus erzeugt und welche durch die Niere oder den Darm ausgeschieden werden können. Derselbe, Sur la Ventilation pulmonaire chez les hibernants. — Ebenda, p. 280—282. Das Erwachen der Winterschläfer ist von einem raschen Steigen der Körpertemperatur begleitet. Diese Temperaturerhöhung steht in keinem Zusammenhang mit der grösseren Menge der in den Lungen circulirenden Luft. Derselbe, Sur le mecanisme du roveil chez les animaux hiber- nants. — C. R. Acad. Sciences, T. 109, p. 820—823. Verf. legte bei 2 Marmotten eine Blasenfistel an, so dass der Urin frei abfliessen konnte. Die Tiere zeigten keine Unterbrechung des Winterschlafes, wie sie bei normalen Tieren in ziemlich regel- mässigen Zwischenräumen vorzukommen pflegt. Verf. schliesst hieraus, dass durch den Reiz des in der Blase angesammelten Urins das Er- wachen aus dem Winterschlaf hervorgerufen wird. Duges, A., Note sur les effets d'une morsure de Sarigue. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser., T. 1, p. 239—240. Verf schildert die Folgen des Bisses einer wütenden D/'de/p/it/s californica Benn. und wirft die Frage auf, ob der von dem Tier reichlich abgesonderte Speichel von Einfluss auf die fatalen Wirkungen des Bisses gewesen sei. in der Naturgeschichte dei' Säugetiere währeud des Jahres 1889. 5 Hericourt, J. , et Riebet, Cli., Influence de la transfusion peritoneale du sang de chien siir l'evolution de la tiiberculose chez le lapin. — Ebenda, p. 157 — 163. Aus den Versucben der Verff. ergab sich, dass bei peritonealer Transfusion von Hundel)lut in Kaninchen letztere sich widerstands- fähiger gegen Tuberkelbazillen, welche ihnen eingeimpft wurden, zeigten. Aehnliches hatten die Verf. schon früher bei Versuchen mit einem anderen Mikroorganismus, Staphylococcus pyosepticus, be- obachtet. Leisering, A. G. T. , und Hartmann, H. M., Der Fuss des Pferdes in Rücksicht auf Bau, Verrichtungen und Hufbeschlag. 7. Aufl., in ihrem den Hufbeschlag betreffenden Theile umgearbeitet von A. Lungwitz. Mit 249 Holzschn. Dresden 1889. Netter, Transmission intra-uterine de la pneumonie et de l'in- fection pneumonicjue chez riiomme et dans l'espece animale. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser. T. 1. p. 187 — 194. Verf setzt aus einander, dass beim Menschen und bei Tieren Pneumokokken, sowie die jMehrzahl der pathogenen Mikroben über- haupt, durch die Placenta von der Mutter auf den Foetus übergehen können. Bei den Nagern scheint dieser Uebergang stets einzutreten. Pouchet, Ct., et Beauregard, H., Note sur une tete de jeune Cächalot. — - Ebenda, p. 553 — 555. Verff. beschreiben das Aeussere (Hautfarbe, Lage und Grösse des Auges, Ohres, Spritzloches etc.) eines 1,47 mtr, langen Cachelot- kopfes, sowie das Organ, welches das Spermaceti liefert. Dasselbe liegt unter der Haut au der Oberseite des Kopfes in Form eines hohlen, aus einer Aponeurose gebildeten Cylinclers von 1,20 mtr. Länge und 4 — 5 cm. Dicke. Erfüllt ist dieser Cylinder von einer gelblichen, schwammigen Substanz, einer Form des Fettgewebes, welche das Wallrat absondert. In der Mitte verläuft eine Arterie. Roger, G.-H., Deuxieme note sur l'inoculation du charbon symptomatique au lapin. — Ebenda, p. 242 — 244. Verf. weist nach, dass man durch gleichzeitige Uebertragung mehrerer Mikroben ein Tier, welches gegen einen bestimmten Mikroben allein immun ist, für letzteren empfänglich machen kann. Rosenthal, J., Calorimetrische Untersuchungen an Säugetieren, Zweite Mitteilung. — Sitzgsber. Akad. Wiss. Berlin. 1889, p. 245 —254. Ein Tier lässt sich so ernähren, dass es weniger, oder dass es mehr Wärme abgiebt als der Verbrennungswärme der aufgenommenen Nahrung entspricht. Ersteres tritt vorübergehend ein, wenn die Nahrungsmenge gesteigert wird, dauernd, wenn dauernd reichlich ge- füttert wird. Der zweite Zustand lässt sich nur vorübergehend her- stellen, wenn nämlich das Nahrungsquantum plötzlich vermindert wird, oder das Tier hungert. Bei einem längere Zeit gleichmässig und ausreichend nur mit Fett und Eiweiss ernährten Hunde fand Verf , dass die mittlere V,"ärmeproduktion der aus den Verbremiungswärmen der Nahrungsstoffe berechneten Wärmemenge entspricht. Die innerhalb ge- Q Dr. Erust Schaff: Bericht über die Leistungen wisser Grenzen stets vorhandenen Schwankungen der Wärmeproduktion kommen dadurch zu Stande, dass bei geringerer Produktion relativ weniger, bei höherer relativ mehr Fett verbrannt wird als dem Durchschnitt der Nahrung entspricht. Bezüglich des Einflusses der umgebenden Wärme auf die Wärmeproduktion des Tieres wurde constatirt, dass letzteres im Allgemeinen bei höheren Temperaturen weniger Wärme produzirte als bei niedrigen; doch entsprach nicht etwa jeder bestimmten Umgebungstemperatur eine bestimmte Wärme- produktion. Kleinere Tiere sind gegen den Wechsel der Umgebungs- temperatur sehr viel empfindlicher als grössere, Kaninchen z. B. viel mehr als Hunde. Sanchez-Toledo, Experience sur la transmission de la tuber- culose de la mere au foetus. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser. T. 1, p. 3-24-327. Zahlreiche Versuche mit Meerschweinchen ergaben, dass Tuber- kulose sich nicht von der Mutter auf den Foetus verbreitet. Struthers, John, Memoir on the Anatomy of the Humpback Whale, Megaptera longiraana. Reprinted from the ,, Journal of Ana- tomy and Physiology 1887—1889. Edinburgh 1889. Mit 6 Tfln. Die im Journ. Anat. Phys. 1887 — 1889 zerstreuten Arbeiten des Verf über das angegebene Thema gesammelt in Buchform. Westling, Charlotte, Anatomische Untersuchungen über Echidna, — Bihang til K. Svenska Vet. Akad. Handlingar Bd. 15. Afd. IV Nr. 3. 7 pp. und 6 Tfln. In der Einleitung spricht sich Verf. zu Gunsten der von 0. Thomas geäusserten Ansicht aus, dass die bisher als Arten be- schriebenen Formen Non Echidna nur als vorzugsweise durch klimatische Verhältnisse hervorgerufene Varietäten anzusehen seien und dass somit nur 1 Art, E. aculeata, existirt. Beim Integument wird die Mammar- drüse des Männchens kurz besprochen, ebenso die Sporendrüse. Entgegen den landläufigen Angaben besitzt Echidna eine Ohrmuschel, wenn auch von sehr einfacher Form. Bezüglich des Unterkiefers wird darauf aufmerksam gemacht, dass seine Lage von derjenigen bei den andern Säugetieren merklich abweicht, sofern nämlich am vorderen Drittel des Unterkiefers die sonst den Seitenflächen ent- sprechende Teile zur Dorsal- resp. Ventralfläche geworden und die ventralen Kieferränder gegen einander gewandt sind. Der hintere Teil des Unterk. hat eine etwas schiefe Richtung, so dass der Proc. angularis anstatt ventralwärts medialventralwärts gerichtet ist. — Von den beiden untersuchten Expl. von Echidna zeigte das aus- gewachsene 15, das jüngere 16 Brustwirbel. — Ausführlich werden die Muskeln behandelt, ebenso die Nerven, Die Verschiedenlieiten in der Muskulatur und den peripherischen Nervensystem zwischen Echidna und Ornithorhynclius werden tabellarisch zusammengestellt. Horns and Antlers. — Science Gossip. Vol. XXV. p. 28 — 30. Mit Abbildgn. Auszug aus einer Abhandlung von Flower in den Trans. Middlesex Nat. Hist. and Sc. Soc. 1889. in der Naturgescliicbte der Säugetiere während des Jalires 1889. 7 Haut. Vergl. Blanchard unter Biologie, Krankh. ; Coester unter Gefangensch. Flower, William Henry, demonstrirte die Kopfhaut eines RJmioceros hicornis 3 mit einem dritten, abnormen Hörn. Dasselbe stand 4 Zoll hinter dem zweiten Hörn und hatte eine Höhe von 5V2 Zoll bei 171/2 Zoll Basis-Umfang. Die Oberfläche war rauh und rissig, das obere Ende breit und abgestumpft. (Proc. Zool. Sog. London 1889, p. 448—449, mit 1 Fig.) Leboucq, H., über Nagelrudimente an der fötalen Flosse der Cetaceen und Sirenier. — Anat. Anz. IV. Jahrg., p. 190 — 192. Mit 2 Fig. Verf. fand bei dorsovolaren Schnitten durch die Flossen von Foeten von Delphinus delphis, Delphinus sjj., Glohiocephalus melas und Halicore dugong dorsalwärts von der letzten Phalanx und gegen- über dem distalen Ende derselben eine Einbuchtung der Hornschicht, welche er als rudimentäre Nagelanlage deutet. Es ergiebt sich hieraus, dass bei Cetaceen und Sirenen die typische Fingerspitze mit dem Flossenrand zusammenfällt, während bekanntlich bei den Pinni- pediern sich die Flosse noch über die distale Phalanx mit dem Nagel fortsetzt. Skelet. Bar de leben, Karl, On the Praepollex and Prae- hallux, with Observations on the Carpus of Theriodesmus phylarchus. — Proc. ZooL Soc. London 1889, p. 259—262. Mit 1 Tfl. Verf. erörtert und bildet ab einige von ihm im Britischen Mu- seum untersuchte Fälle, welche seine Ansichten über Präpollex und Prähallux stützen (^Pedetes capensis, Bathyergus maritimus). Sodann stellt er seine Auffassung des Theriodesmus phylarchus dar, welche von der Seeley's abweicht. Von den 3 Centralien des englischen Forschers ist das erste nach Bardeleben das Lunatum, das dritte das proximale Stück des Präpollex und das zweite setzt sich nach B. aus 2 Stücken zusammen, welche als Centralia anzusehen sind. Baur, G., Bemerkungen über den Carpus der Proboscidier und der Ungulaten im Allgemeinen. — Morph. Jahrb. Bd. 1.5, p. 478—482. Mit 1 Holzschn. Verf. constatirt das Vorkommen eines Centrale im Carpus von Elephas und erörtert die Bedeutung dieser Thatsache für die Gene- alogie der Huftiere. Derselbe, Neue Beiträge zur Morphologie des Carpus der Säugetiere. — Anat. Anz. IV. Jahrg., p. 49 — 51. Mit 4 Fig. Verf. erörtert kurz, dass das Radiale der Säugetiere kein eigent- liches Radiale, sondern ein Centrale sei, da es dem betr. Element der Schildkröten, speziell bei Chelydra, homolog, letzteres aber eben ein Centrale sei. Das wirkliche Radiale der Säugetiere sei das ge- wöhnlich als ,, radiales Sesambein" bezeichnete Element. Zum Schluss erklärt Verf., dass Heptadaktylie bei Säugetieren nicht existire. Clark, J. W., On the Skeleton of Rhytina gigas, lately acquired for the Museum of Zoology and Comparative Anatomy, with some 8 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen accoiiut of tlie liistory and extinction of tlie animal. ~ Proc. Philos. Sog. Cambridge. VI, p. 340-342. Cunningham, D. J., The proportion of bone and cartilage in the lumbar section of the vertebral column of tbe ape and several races of men. — The Journ. Anat. and Phys. New Ser. Vol. 4, p. 117-126. Beim Uebergang von der vierfüssigen zur aufrechten Haltung verkürzen sich die Wirbelkörper der Lumbarregion und in demselben Maasse nimmt die Dicke der intervertebralen Knorpelscheiben zu. Sowohl Alter als auch Geschlecht beeinflussen die Lcänge der Lumbar- wirbel. Neue Methode zur Ermittlung des „Lumbar- Sagitto-Vertikal- Durchmessers. DoUo, L., Sur le centre du Proatlas. — Bull. Soc. Anthrop. Bruxelles. Vol. VII, p. 241—251. Mit Fig. Lavocat, A., Cotes et Sternum des Vertebres. — Mem. Acad. Sc. Toulouse. (9) T. I, p. 39—55. Loder, E. G., demonstrirte ein montirtes Skelet von Haploceros montanits und hob besonders die Kürze der Metacarpalia hervor. (Proc. Zool. Soc. London 1889, p. 59.) von Mojsisovics, August, Über einen seltnen Fall von Poly- daktylismus beim Pferde. — Anat. Anz. IV. Jahrg., p. 255 — 256. Verf. beschreibt bei einem ungarischen Bauernpferd das Auf- treten einer Zehe 2. an der innneren Seite der 3., normaler Weise entwickelten Zehe der Vorderbeine. Die überzählige Zehe bestand aus einem 20,7 cm langen, durchschnittlich 2 cm breiten Knochen nebst den drei sich anschliessenden Phalangen, deren distale einen stark entwickelten Huf trug. Wunderbarer Weise lagerte dem Meta- carpale II ein „Griffelbein" an, vom Verf. als Metacarpale I be- zeichnet. (Ob es sich nicht möglicherweise um eine Doppelbildung der 3. Zehe handelt, wobei dann das Metacarpale I des Verf. als das normale Metacarpale II anzusehen wäre ? Ref.) Pouchet, G., et Beauregard, H., Note sur le squelette du Cachalot femelle. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser. T. 1, p. 201—204. Verff. erörtern die Länge des Skelets bei weiblichen im Verhältniss zu derjenigen bei niännlichen Potwalen. Die Weibchen sind etwa um ein Viertel kleiner als die Männchen. Die Form des Schädels nähert sich bei erwachsenen Weibchen derjenigen von jungen Männchen. Ein sexueller Unterschied beruht darin, dass bei den Männchen die sechs auf den freien Atlas folgenden, zu einer Masse verschmolzenen Halswirbel mit dem ersten Rückenwirbel verwachsen, « während dies bei den Weibchen nicht der Fall ist. Auch sonst bieten die zum „os cervicaP' verschmolzenen Halswirbel Geschlechts- Unterschiede dar. Die Rückenwirbel sind beim Weibchen höher im Verhältniss zur Breite als beim Männchen, die Seitenflächen der Wirbelkörper bei ersterem mehr ausgehöhlt als beim Männchen u. s. w. (Vcrgl. auch Pouchet et Beauregard unter Systematik.) in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 9 Roeder, Heinr., Beobachtungen bei der Gehörnbildimg des Rehwildes. — Zool. Garten XXX, p. 250—251. Von 3 im Frühling 1888 gesetzten männlichen Rehen zeigte Ende Mai 1889 der erste ein Spiessgehörn, der zweite ein Gabel- gehörn, der dritte ein Sechsergehörn. Die 3 Böcke wurden unter gleichen Bedingungen gehalten. Rollet, Etienne, Les os longs des grands Singes, — C. R. Acad. Sciences. T. 101), p. 75—78. Verf. mass die Skelette von 13 Gorillas, 27 Chimpansen, 2 Orangs und stellte die Durchschnittsgrösse , sowie die obere und untere Grenze der Körperlänge fest. Für den Gorilla wurde die oft angegebene Grösse (Höhe) von 2 mtr. nicht gefunden, nur 1,30 bis 1,70 mtr. Sodann wird constatirt, dass, während beim Menschen der rechte Humerus meistens grösser ist als der linke, bei den grossen Affen, wenn überhaupt Ungleichheit sich zeigt, meistens der hnke Humerus den rechten an Länge übertrifft. Endlich folgen Mitteilungen über das Verhältniss der Länge der Knochen bei den grossen Affen im Vergleich zum Lenschen. Schaff, Ernst, Über individuelles Variiren des Schädels von Urs'us arctos L. — Sitzgsber. Ges. naturf Freunde. Berlin 1889, p. 94—96. Vorläufige Mitteilungen über die folgende Arbeit. Derselbe, Über den Schädel von Ursus arctos L. Vergleichende Untersuchung einer Reihe von Schädeln des gemeinen Landbären (Ursus arctos L.) nebst Bemerkungen über die Gray'sche Gattung Myrmarctos. — Arch. f. Naturgesch. 1889. L p. 244—268. Mit 2 Tfln. Verf. untersucht eine Reihe von 35 Bärenschädeln, welche alle aus einem und demselben Revier stammen, auf das Variiren innerhalb der Art und zwar ganz besonders auf das von Lokalität, Alter und Geschlecht unabhängige, rein individuelle Variiren. Am auffälligsten tritt dies im Verlauf der Profillinie (flachstirnige und hochstirnige Schädel) hervor, sowie in der Beschaffenheit des letzten Molars und des oberen Reisszahns. Von den durch Gray für seine Gattung Myrmarctos (die noch 1885 von Lydekker berücksichtigt wird) aufgestellten Merkmalen wird der Reihe nach gezeigt, dass sie für U. arctos passen. Am Proc. mastoideus von ü. arct. befindet sich eine Epiphyse. Derselbe spricht über die Grösse des Schädels ausgewachsener Fischottern und erörtert die Ursachen der Grössenverschiedenheiten. — Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde. Berlin 1889, p. 114 — 116. Struthers, John, On some points in the anatomy of a Megaptera longimana. — The Journ. of Anat. and Phys. New Ser. Vol. ni, p. 308—335 und 358—373. Part. IV. The Skull. Ausführliche Masstabelle und eingehende Beschreibung des Schädels unter Berücksichtigung verwandter Arten. (Vergl. Ber. f. 1888 p. 5—6; ferner diesen Ber. p. 6. Symington, Johnson, The vertebral column of a young ]0 Dr. Ernst Schaff: Bericlit über die Leistungen Gorilla. — The Journ. of Anat. and Phys. New Ser., Vol. IV, p. 42—51. Mit 1 Tfl. Beschreibung der Wirbel und der Curvatur der Wirbelsäule bei einem 24 Zoll grossen mit vöUigem Milchgebiss versehenen, auf 2 Jahre geschätzten Gorilla. Wirbelformel wie in Flower's Osteologie d. Säuget, angegeben, doch scheinbar 3 Lendenwirbel anstatt 4, da der vierte in seiner äusseren Beschaffenheit dem ersten Beckenwirbel entsprach, was beim Gorilla sehr oft vorkommt, beim Menschen selten. Wie oft beim Chimpansen (nach Gunningham) ist die Knorpelscheibe zwischen dem letzten Lumbar- und dem ersten Sakralwirbel sehr dünn. Alle 4 Schwanzwirbel sind gleich- massig verknöchert — Gegensatz zum Menschen. Eine Lumbar- Curvatur ist vorhanden, wie beim Menschen. Tornier, G., Giebt es ein Prähallux-Rudiment? — Sitzgsber. Ges. naturf Freunde. Berlin 1889, p. 175—182. Verf. zeigt an einigen Säugetieren (^CercopitJiecus griseovindis, Procyon cancriv., Ursus arctos, Arctomys bobac, Custor fiher^ Para- doxurus ti/pics, P. musanga, Lutra vulg., L. plateasis, L. patagonica), dass die an der Medialseite des Fusses vorkommenden überzähligen Knochen postembryonal angelegt werden und daher nicht Reste eines rudimentären Fingers sein können. Zachariades, Paul-A. , Recherches sur la structure de l'os normal. — Comptes rendus Sog. Biol. 9. Ser. T. 1. p. 207 — 208. Verf. giebt 2 Methoden an, durch welche er nachweist, dass die Wände der Knochen -Körperchen und -Kanäle sich nicht, wie Broesicke angegeben, leichter durch Reagentien auflösen als das intercellulare Knochengewebe, sondern im Gegenteil schwerer. Derselbe, Recherches sur la structure de l'os normal. Du contenu des canalicules osseux. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser. T. 1, p. 245—246. Verf. erörtert, dass die grosse Mehrzahl der Knochenkanälchen im frischen Zustande Fortsätze enthält, welche man durch Kalilauge leicht isoliren und durch Chinoleinblau und Eosin färben kann. Derselbe, Recherches sur la structure de l'os normal. Des cellules osseuses et de leurs prolongements. — Ebenda, p. 597 — 598. Forts, der vorigen Arbeit. Die erwähnten Fortsätze sind proto- plasmatischer Natur; sie sind Ausläufer der Knochenzellen. Derselbe, Recherches sur la structure de l'os normal. De la membrane des cellules osseuses. — Ebenda, p. 632 — 633. S. d. vor. Arbeit I Muskelsystem. Beddard, Frank E., and Treves, Frederick, On the Anatomy of Rhinoceros sumatrensis. — Proc. Zool. Soc. London, 1889, p. 7—25. Mit 10 Fig. Es werden hauptsächlich die Muskeln der Vorder- und Hinter- extremität beschrieben und abgebildet; die Eingeweide stimmen mit der von Garrod gegebenen Beschreibung überein. Eine tabellarische Uebersicht der Aehnlicldieiten und Verschiedenheiten der Extensoren und Flexoren bei Rhinoceros, Pferd und Tapir. iu der Naturgescbiclite der Säugetiere während des Jahres 1889. H Grub er, W. L. , Monographie des Musculus flexor digitorum brevis pedis und der damit in Beziehung stehenden Plantarnmskulatur bei dem Menschen und bei den Säugetieren. Mit 2 Tfln. — Denkschr. math. phys. Cl. K. Akad. Wissensch. Wien 56. Bd. 2. Abtlg. 1889. Oviatt, B. L., Cardiac Muscle-Cells in Man and certain other Mammals. — Proc. Am. Micr. Soc. IX, p. 283—298. Mit Fig. (1888!) Pearson, L. , The Muscular Coats of the Oesophagus of the Domesticated Animals. — Ebenda, p. 128 — 139. Rothschuh, Ernst, Ueber die Fussmuskehi der Primaten und des Menschen. Eine vergi. anatom. Studie. Mit 1 Tfl. München 1888! Süssmayr, G., Ueber die Gesichtsmuskehi einiger Primaten. (Eine vergl. anatom. Studie.) Diss. München 1888! Mit 1 Tfl. Thyroff, Em., Ueber die Handmuskeln des Primaten und des Menschen. Eine vergl. myolog. Studie. Mit 1 Tfl. Diss. München 1888! Nervensystem. Amstein, Karl, Ueber die Nerven der Schweissdrüsen. — Anat. Anz. IV. Jahrg., p. 378—383. Mit 1 Ab- bildung. Verf. untersuchte an der Katze und am Aifen die Nerven der Schweissdrüsen und fand feine Nerven dicht an der membrana propria der Drüsenröhre. Diese Nervenstämmchen begleiten die Drüsenröhren auf grössere Strecken und anastomosiren unter einander durch dünne Zweige, welche wiederum oft mit knopfförmigen Verdickungen endigende variköse Fäden entsenden. Besonders schön zeigten sich diese Verhältnisse am Nagelgliede eines Affen nach Injektion von Methylenblau in die Art. axillaris und nachheriger Behandlung mit pikrinsaurem Ammoniak. Zum Schluss giebt übrigens Verf. zu. dass diese Untersuchungen noch nicht als abgeschlossen gelten können, da die geschilderten Verhältnisse sich dadurch kompliziren, dass unter den die membrana propria durchdringenden Nerven sich neben den sekretorischen auch motorische (zu den Muskelzellen) und vaso- motorische (zu den Kapillaren) befinden. Babes et Marinesco, Sur la pathologie des terminaisons nerveuses des muscles des animaux et de l'homme. — C. R. Acad. Sciences T. 109, p. 575—577. Cuccati, Giov. , Nuove osservazioni intorno ad distribuimento e alla terminazione delle fibre nervosi nella vesica urinaria di alcuni anfibi, rettili et mammiferi. — Mem. R. Accad. Sc. Istit. Bologna, S. 4, T. IX, p. 577—588. Mit 1 Tfl. Von Säugetieren gewöhnliche und weisse Hausmaus, sowie Kaninchen untersucht. Forel fügt zu obiger Arbeit einige Bemerkungen, dahin zielend, dass die Beständigkeit der Nerven -Elemente während der Lebens- dauer des Organismus sich mit grosser Wahrscheinlichkeit ergäbe. (Ebenda p. 532—533.) Giacomini, C., Sul Cervello di un Chimpanse. — Atti R. Accad. Sc. Torino. XXIV, p. 798—820. Mit 1 Tfl. 12 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Eingehende Beschreibung eines Chimpansengehirns (makro- skopisch). Verf. konstatirt eine ziemlich beträchtliche Variabilität hinsichtlich der Furchen und Windungen. Gley, E., Procede de destruction complete de la moelle chez les Mammiferes, Application ä l'etude analytique des actions vasomo- trices. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser. T. I, p. 110 — 113. Zerstörung des gesamten Rückenmarks bei Säugetieren ver- mittelst eines lieissen Wasserstrahls, nachdem am Vorder- und am Hinterende eine Oeffnung nach aussen im Wirbelkanal hergestellt ist. Jelgersma, G., über den Bau des Säugetiergehirns. — Morphoh Jahrb. Bd. 15, p. 61-84. Mit 1 Tfl. Im I. Teil zeigt Verf., dass das Charakteristische im Bau des Säugetiergehirns in den Folgen besteht, welche mit der Entwicklung des Hirnmantels einhergehen, und welche in der Bildung eines be- sonderen Systems von Leitungsbahnen und Centren bestehen, deren eines Ende im Hirnmantel liegt, während das andere sich in den Hemisphären des Cerebellum befindet. Die Entwicklung dieser Bahnen vollzieht sich parallel mit derjenigen der allgemeinen Hirn- organisation. Der II. Teil behandelt das Entstehen der Windungen im Klein- und Grosshirn. Hier kommt der Verf. zu folgenden Schlüssen. ,,Das Entstehen von Windungen und Furchen im grossen sowohl als im kleinen Hirn ist unabhängig vom Schädelwachstum, unabhängig vom Verlauf der Blutgefässe, sowie überhaupt von Allem, was ausserhalb des Hirns selbst liegt; die Windungen müssten ent- stehen, selbst wenn gar kein knöcherner Schädel vorhanden wäre. 2. Die Bildung von Windungen und Furchen ist einfach die Folge der Neigung der an der Oberfläche befindlichen Lagen zur Flächen- ausdehnung und einer gegenseitigen Raumaccomodation der grauen Substanz und der weissen Leitungsbahnen. Am Kleinhirn sind diese Verhältnisse am deutlichsten zu demonstriren." Die bisherigen Theorien beschäftigten sich fast ausschliesslich mit dem Grosshirn und waren nicht auf das Kleinhirn anzuwenden. V. liCnhossek, Michael, Über die Pyramidenbahnen im Rücken- marke einiger Säugetiere. — Anat. Anz. IV. Jahrg., p. 207 — 219. Mit 12 Abbildgn. Verf. schildert die Pyramidenbahnen bei Maus, Meerschweinchen, Kaninchen, Katze. Die Grösse des Querschnitts derselben im Ver- hältniss zum Querschnitt des Rückenmarks in der Mitte des Hals- teils bildet eine von der Älaus zur Katze in der angegebenen Reihen- folge sich steigernde Reihe von Werten. Der höchste kommt dem Menschen zu. Die Lagerung der Pyramidenbahnen ist bei ver- schiedenen Tieren verschieden. Derselbe, Untersuchungen über die Entwickelung der Mark- scheiden und den Faserverlauf im Rückenmark der Maus. — Arch. mikrosk. Anat. Bd. 33, p. 71 — 124. Verf. fand durch seine Untersuchungen, dass sich das Rücken- mark der Maus ,,in Betreff der Markentwickel img ganz so verhalte wie dasjenige des Menschen. Auch hier erhalten die die weisse Sub- in der Naturgeschichte der Sängetiere während des Jahres 1889. 13 stanz zusammensetzenden Bündel zu verschiedenen Zeiten ihre Mark- scheiden und stimmt auch die Reihenfolge, in welcher sie myelin- haltig werden, im Ganzen und Grossen mit der für den Menschen erkannten überein". Verf. erklärt es für höchst wahrscheinlich, „dass das Auftreten der Myelinscheiden in den nervösen Central- organen der Wirbeltiere und namentlich der höheren denselben Ge- setzen folge". Derselbe, Über den Verlauf der Hinterwurzeln im Rückenmark. — Ebenda, ßd. 34, p. 157—197. Mit 1 Tfl. Nach dem Verf. sind die an Säugetieren angestellten Unter- suchungen noch ohne zulängliche Resultate geblieben. Möller, Johannes, Ein interessanter Befund am Chiasma n. o. des Chimpanse. — Anat. Anz. IV. Jahrg., p. 539-545. Mit 4 Ab- bildungen. Verf. beschreibt einen geschlossenen Fasciculus von ungekreuzten Fasern an der Oberfläche des Chiasma n. o., welcher constant beim Chimpanse auftritt. Moussu, Les nerfs excito-sr'crotoires de la parotide chez le cheval, le mouton et le porc. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser. T. 1, p. 343-345. Der auf die Parotis wirkende Nerv ist beim Pferde ein Zweig des Trigeminus oder besser des oberen Temporaiis, beim Schaf und beim Rind des Buccalis. Beim Schwein, dessen Parotis zweiteilig ist, wird die obere Hälfte vom N. temporalis superficialis, die untere vom mylo-hyoideus aus innervirt. Derselbe, De l'innervation des glandes molaires inferieures, nerfs excito-secretoires. — Ebenda, p. 395 — 398. Die unteren Backendrüsen sind nach dem Verf. keine Speichel-, sondern Schleimdrüsen. Sie werden innervirt von der motorischen Wurzel des Trigeminus. Untersucht an Rind, Schaf und Hund. Munk, Hermann, Über die centralen Organe für das Sehen und das Hören bei den Wirbeltieren. 7. Weitere Versuche am Hunde und Affen und am neugeborenen Kaninchen. Hauptergeb- nisse. — Sitzgsber. Akad. Wiss. Berlin 1889, p. 615—632. Verf. zeigt im Anschluss an frühere Arbeiten, dass dem Gross- hirn für das Sehen eine ganz andere Bedeutung beim Säugetier und Vogel zukommt als bei den niederen Wirbeltieren. Diese sehen ohne Grosshirn, jene sind ohne dasselbe vollständig blind. Es ist jedoch bei den Säugetieren nicht an das ganze Grosshirn die Lichtempfin- dung gebunden, sondern nur an die Rindenpartie des hinteren und oberen Endes jeder Hemisphäre. Zum Schluss bekämpft Verf. den Widerspruch Wundt's gegen die Lehre von den spezifischen Sinnes- energien. Paterson, A. Melville, The position of the Mammalian limb; regarded in the light of its Innervation and development. — The Journ. of Anat. and Phys. New Ser. Vol. EI, p. 283—299. Mit 3 Figg. Verf. kommt zu dem Schluss, dass die Segment -Spinalnerven 14 Dl'. Ernst Schaff: Beiiclit über die Leistungen den besten Aufscliluss über die ursprüngliche Lage der Gliedmassen geben. Es ergiebt sieb bei der Betrachtung der Nerven, dass die Lage der Säugetiergliedmassen in Bezug auf die Körperaxe nicht constant ist. Die Lage der Vorderextremität variirt nur wenig, doch neigt letztere dazu, nach hinten zu rücken. Noch mehr ausge- sprochen ist dies bei der Hiirterextremität. Wenn bei einem Säuge- tier eine abnorme Zahl von Halswirbeln vorkommt, so rührt dies nicht von einer Einschiebung oder einem Verschwinden von Wirbeln, sondern daher, dass die Gliedmassen nach hinten gerückt sind. Die Sacralwirbel eines Individuums entsprechen wegen dieser Lagever- änderung der Extremitäten nicht immer denen eines andern Indivi- duums. In gewissen Ausnahmefällen, wie beim Menschen, findet sich eine Tendenz der Hinterextremität, nach vorn zu rücken zusammen mit einer Verkürzung der Wirbelsäule. Schiller, H., Sur le nombre et le calibre des fibres nerveuses du nerf oculomoteur commun, chez le chat nouveaune et chez le chat adulte. — C. R. Acad. Sciences. T. 109, p. 530—532. Die Zahl der Fasern des Oculomotorius ist bei der erwachsenen Katze dieselbe oder fast dieselbe wie bei der neugeborenen. (Die scheinbar überzähligen beim erwachsenen Tier rühren wahrscheinlich daher, dass sie beim neugeborenen wegen ihrer Feinheit übersehen wurden). Die Dicke der Fasern ist dagegen bei der erwachsenen Katze 6 — 8 Mal so bedeutend wie bei der neugeborenen. Tenchini, L., et Negrini, F., Sulla corteccia cerebrale degli equini e bovini studiata nelle sue omologie con quella dell'uomo. — Circonvoluzioni, scissare e solchi — Sviluppo — Circolazione arteriosa. Parma 1889. Mit 8 Tfln. Tornatola, S. , Contributo alla conoscenza della struttura del chiasma nei Mammiferi superiori e nell' uomo. Con tav. Messina 1889. Resume darüber in: Ann. di Oftalmol. Pavia 1889, f. 3, p. 229 bis 230. Waldeyer macht einige kurze Bemerkungen über den Verlauf der hinteren Nervenwurzeln im Rückenmarke des Menschen und des Gorilla. — Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde Berlin, 1889, p. 116. Young, Alfred H., and Robinson, Arthur, On the anatomy of Hyaena striata. Part. IL — The Journ. of Anat. and Phys. New Ser. Vol. III. p. 187—200. Enthält die Myologie, welche in manchen Punkten von den An- gaben Cuvier's und Laurillard's abweicht, sowie die Nerven der Hintergliedmassen. Zander, R., lieber die sensibeln Nerven auf der Rückenfläche der Hand bei Säugetieren und beim Menschen. — Anat. Anz. IV. Jahrg. p. 751— 759 und 775—785. Verf. constatirt, unter eingehender Berücksichtigung der Litteratur, dass die Nervenverteilung an der Rückenfläche der Hand viel kom- plizirter ist als bisher angenommen wurde. Es ist nicht eine vom N. radialis und eine vom N. ulnaris versorgte Hälfte zu unterscheiden, sondern jeder dieser Nerven greift mit seinen Verzweigungen in das in der Naturgescliichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 15 Gebiet des andern über. Die ursprünglichen bei fünffingerigen Säugetieren vorhandenen Verhältnisse sind beim Menschen mehr oder minder verwischt. Sinnesorgane. Grassi, Battista, und Castronovo , A., Beitrag zur Kenntniss des Geruchsorgans des Hundes. — Arch. mikrosk. Anat. Bd. 34. p. 385-390. Mit 1 Tfl. Mittheilungen über die Nervenendigungen in der Riechschleim- haut. Sehr complizirte Verzweigungen, aber keine Anastomosen. Gray, Robert, The external auricular opening and the ex- ternal auditory meatus in the Greenland-Right Whale, Balaena mysticete. — The Journ. of Anat. and Phys. New. Ser. Vol. III, p. 300—302. Mit 1 Fig. Verf. beschreibt und bildet ab (schematisch) den äusseren, sehr schwer zu findenden Gehörgang eines etwa 40 Fuss langen B. my- sticetu.s. Die Ohröffnung liegt etwa 16 Zoll (engl.) hinter dem hinteren Augenwinkel und ein wenig tiefer. Der anfangs sehr enge Gang er- weitert sich nach innen zu. Hess, Carl, Beschreibung des Auges von Talpa europaea und von Proteus angnineus. — Graefe's Arch. f Ophthalm. Bd. 35. Abtlg. 1. p. 1 — 19. Mit 1 Tfl. Klingberg, A., lieber den physikalisch-optischen Bau des Auges der Hauskatze. — Arch. Ver. d. Freunde d. Naturgesch. Mecklenbg. 42. Jahr. p. 119—132. Wesentlich physikalischen Inhalts. Verf. constatirt das Zusammen- fallen des schwächer gekrümmten Hornhautmeridians mit der Richtung der Pupillenspaite, sowie Uebereinstimmung der Lage der Cardinai- punkte des Katzenauges mit der Lage derselben im Löwenauge. Vergl. auch Nicati unter Anat. u. Phys., Exkret. Romanes, George, J., On the Mental Faculties of the Bald Chimpanzee (Anthropopithecus calvus). — Proc. Zool. Soc. London, 1889 p. 316—321. Ein weibl. Chimpanse in London zeigte eine bemerkenswerte Fähigkeit, gesprochene Worte zu verstehen. Auch waren ihm Zahlen- begriife geläufig. T ucker mann, Frederick, The gustatory organs of Belideus ariel. — The Journ. of Anat. and Phys. New Ser. Vol. 4 p. 85 — 88. Mit 1. Tfl. Anatom. Beschreibung mit Hinweisen auf die Phylogenie der Geschmacksorgane. Derselbe, The gustatory organs of Vulp es vulgaris. — Ebenda, Vol. III, p. 201—205. Beschreibung der äusseren Beschaffenheit, sowie der anatom. Befunde, Papillen etc. Am Schluss eine tabellarische Uebersicht der Geschmacksorgane von 15 Säugetieren (incl. Homo). Derselbe, On the Gustatory Organs of Arctomys monax. — Anat. Anz. IV. Jahrg. p. 334—335. Verf beschreibt die äussere Beschaffenheit der Zunge (an der Spitze zweiteilig; Pap. fungiformes gleichmässig über Rücken und \Q Dr. Ernst Schaff: ßericlit über die Leistungen Seiten der Zunge verteilt, auf dem hintern Teil 3 — 5 im Dreieck an- geordnete Pap. circumvall.. die Pap. foliatae 8mm. lang) sowie etwas genauer die Pap. circumvall. und Pap. fol. Derselbe, An undescribed Taste Area in Perameles nasuta. — Anat. Anz. IV. Jahrg. p. 411—412. Mit 1 Fig. Verf. beschreibt ein von Poulton nicht erwähntes Geschmacks- organ an der Seite der Zungenbasis bei Perameles nasuta. Dasselbe besteht aus einer Einsenkung, welche unter einem Saum grosser fleischiger Pap. filiformes verborgen liegt, sich mit einem schmalen Spalt öffnet und in seinen Wänden Tastkörper enthält. Verf. hält dies Organ für eine Pap. foliata in einfachster Form. Cirkulationsorgaiie. Brown, Macdonald, The construction of the Ventricles in the Mammalian Heart. — The Journ. of Anat. and Phys. New Ser. Vol. III. p. 250—255. Verf. untersucht besonders das im rechten Ventrikel befindliche, von King als ,,moderator band" bezeichnete Muskelband, welches bei einer grossen Zahl untersuchter Säugetiere stets vorhanden war, be- sonders stark beim Ochsen. Es entspringt nahe oder direkt an der Basis des vorderen Papillarmuskels, setzt sich schräg nach aufwärts und einwärts fort und heftet sich ungefähr in der Mitte des Septums an. Die Grösse des Bandes und die Art seiner Anheftung am Septum variiren, während die Verbindung mit dem Papillarmuskel constant ist. Das Band wurde bisher meistens übersehen. Wahr- scheinlich spielt es eine Rolle bei der Contraktion des rechten Ventrikels. Contejean, Gh., Sur la circulation sanguine des Mammiferes au moment de la naissance. — C. R. Acad. Sciences T. 109, p. 980 —981. Aus den Untersuchungen des Verf. an Hunden und Katzen er- gab sich, dass der Ueberga.ng des fötalen Kreislaufs in den defini- tiven ein plötzhcher ist und nicht allmählich eintritt. Hayem, G., Du mecanisme de la mort des lapins transfuses avec le sang de chien. — Ebenda, p. 415 — 418. Transfusionen von Hundeblut, normalem und geronnenem, sowie auch von Serum, bewirken in Dosen von 5 — 7 cbcm. pro kgr. Kaninchen in wenigen Minuten den Tod von Kaninchen unter eigen- tümlichen Erscheinungen. Die Section ergiebt stets Anwesenheit grosser Mengen geronnenen Blutes in der rechten Herzhälfte. Hericourt, J., et Riebet, Gh., De la transfusion peritoneale et de la toxicite variable du sang de chien pour le lapin. — Ebenda, p. 623— 625. Die Verff. erörtern, dass die Grösse der Gaben von Hundeblut, welche den Tod von Kaninchen herbeiführen, z. T. von der Con- stitution etc. des Kaninchens, z. T. von dem Zustand des Hundes (hungernd, mit Fleisch ernährt, mit Brot ernährt u. s. w.) abhängt: Vergl. oben Hayem! Hoyer, Heinrich, Beitrag zur Kenntniss der Lymphdrüsen. Arch. raikrosk. Anat. Bd. 34. p. 208—224. Mit 2 Tfln. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 17 Verf. untersuchte das reticuläre Gewebe und die in den Lymph- drüsen des Hundes vorkommenden Zellformen. Bezüglich des ersteren wurden dieselben Ergebnisse gewonnen, wie sie v. Recklinghausen und Ranvier erzielt hatten. Fünf verschiedene Zellformen werden im Anschluss an Heidenhain's Untersuchungen festgestellt und be- schrieben. Klinckowström, Axel, Quelques recherches morphologiques sur les arteres du cerveau des Vertebres. — Bihang til K. Svenska Vet. Akad. Handlingar. Bd. 15. Afd. IV. Nr. 10. Mit 2 Tfln. Verf. zeigt, dass hinsichtlich der Verhältnisse der Gehirn-Arterien Schlangen und Säugetiere mehr Verwandtschaft zeigen, als letztere zu den Vögeln. Diese übereinstimmenden Punkte sind: 1) Die Anastomose der Rami cerebrales der Vertebralarterien mit der Basi- laris. 2) Die Existenz eines Ramus communicans anterior und einer Art. cerebralis anterior media. 3) Die Art. cerebri profunda schickt Blut zu den Hemisphären. 4) Die Art. cerebelli superior ist ent- wickelt. Kulczycki, Wladimir, Die Hautarterien des Hundes. — Anat. Anz. IV. Jahrg. p. 276—282. Verf. zeigt, dass die Hautarterien keineswegs so ordnungslos zur Haut gelangen, wie man es vermuten könnte, sondern dass ge- wisse Hautdistrikte beständig durch dieselben Hautarterien versorgt sind. Die rechte und die linke Hälfte der Haut sind genau sym- metrisch hinsichtlich der Verzweigung ihrer Arterien. Charakteristisch ist ferner das Vorhandensein stark entwickelter Anastomosen zwischen den einzelnen Stämmchen. Zahl und Verteilung der Hautarterien des Stammes entsprechen im Allgemeinen den Metameren des Körpers. Zum Schluss werden die hauptsächlichsten Hautarterien aufgezählt. Laulanie, F., Sur les effets cardiaques consecutifs des excita- tions centrifuges du nerf vague chez les Mammiferes. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser. T. 1, p. 436—438. Der Rythmus der Herzschläge bleibt gewöhnlich unter dem normalen Wert, in selteneren Fällen wird er gesteigert. Petrone, Luigi M., Istologia normale del sangue della Lepre. — Anat. Anz. IV. Jahrg. p. 478—480. Rojecki, F., Sur la circulation arterielle chez le Macacus cyno- molgus et le Macacus sinicus, comparee ä celle des Singes anthro- pomorphes et de l'homme. — Journ. de l'Anat. Phys. 25. Annee. p. 343—386, 513—581. Mit 2 Tfln. Zimmermann, W., Ueber einen zwischen Aorten- und Pul- monalbogen gelegenen Kiemenarterienbogen beim Kaninchen. — Anat. Anz. IV. Jahrg. p. 720. Verf. fand bei einem 11 Tage alten Kaninchenembryo zwischen dem Aortenbogen und dem Pulmonalbogen einen bisher nicht beob- achteten Kiemenarterienbogen, wie er ihn ähnlich bei einem 7 mm. langen menschhchen Embryo nachgewiesen hatte. Wahrscheinlich ist dieses Verhalten auch bei den übrigen Säugetieren zu finden. Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd.H. H.l. 2 18 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Terdauimgsorgane. Bizzozero, Giulio, Ueber die schlauch- förmigen Drüsen des Magendarmkanals und die Beziehungen ihres Epithels zu dem Oberflächenepithel der Schleimhaut. Erste Mit- teilung. — Arch. mikrosk. Anat. Bd. 33. p. 216—246. Verf. untersuchte I. die Rectumdrüsen und II. die Colondrüsen des Kaninchens. Die Colondrüsen bilden in einer Entfernung von 20 cm vom Coecum ein Uebergangsstadium von den Drüsen des Colonanfanges zu denjenigen des Rectums. Ihre tiefere Hälfte gleicht mehr derjenigen der ersteren , die oberflächliche mehr der ent- sprechenden Hälfte der zweiten; ebenso wechselt der secernirte Schleim allmählisch seine chemische Constitution, wie man vom Rectum nach dem Dünndarm geht. Die Verschiedenheiten der schleimbereitenden Zellen in beiden Drüsen lassen sich nur erklären, „wenn man eine fortschreitende Evolution und ein Hinaufrücken dieser Zellen aus dem blinden Grunde bis zur freien Oberfläche der Mucosa annimmt." Im blinden Ende findet besonders Vermehrung durch Mitose statt. Certes, A. , Note sur les micro-organismes de la pause des Ruminants. — Bull. Soc. Zool. de France. Vol. XIV, p. 70— 73. Weitere kurze Mitteilungen über Infusorien in Wiederkäuer-, besonders Ziegen-Magen. Verf. meint, dass diese Infusorien bei der Verdauung eine Rolle spielen. (Vergl. Zool. Jahrb. 1887). Edelmann, Vergleichend anatomische. und physiologische Unter- suchungen über eine besondere Region der Magenschleimhaut [Cardia- drüsenregion] bei den Säugetieren. — Deutsche Zeitschr. f, Tier- med. u. vergl. Pathol. Bd. XV. p. 165— 2U. Mit 1 Tfl. Vergl. auch Dybowski unter Ontogenie. Galippe, V., Examen d'une molaire d'elephant et de ses moyens de fixation au maxillaire. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser. T. 1. p. 559—564. Derselbe, Examen d'une molaire d'elephant et de ses moyens de fixation au maxillaire. — C. R. Acad. Sciences, T. 109, p. 162 —164. Im Zahnfleisch fanden sich zahlreiche Pacini'sche Körperchen. Die Befestigung des Zahnes in der Alveole geschieht wie beim Menschen. Zum Schluss Beschreibung einer pathologischen Er- scheinung an einem Elefanten-Molaren. Hamburger, Ernst, Beiträge zur Kenntniss der Zellen in den Magendrüsen. — Arch. mikrosk. Anat. Bd. 34, p. 225 — 235. Mit 1 Tfl. Untersucht wurden Hund, Kaninchen, Meerschweinchen. Verf wendet sich z. T. gegen die Ansichten von Nussbaum und Stöhr bezüglich der Pylorusdrüsen und untersucht besonders die eigentüm- lichen Vacuolenbildungen in den Belegzellen des Fundus, welche mit der Thätigkeit der Magendrüsen in Zusammenhang steht, Vergl. auch Humphreys unter Entwickl., Allgem. Lataste, Fernand, Considerations sur les deux dentitions des Mammiferes, — Journal de l'Anat. Phys. 25. Annee, p. 200 — 222. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 19 Verf. unterzieht die Arbeiten von Fl o wer über das Gebiss der Beuteltiere und von 0. Thomas über dasjenige der Dasyuriden einer kritischen Betrachtung und kommt zu dem Schluss, dass weder das Milchgebiss noch das Dauergebiss der Säugetiere als das ur- sprüngliche angesehen werden dürfe, sondern dass beide Gebisse gleichalterig wären, dass die Vorfahren der Säugetiere ebenfalls beide Arten des Gebisses besassen. Die typischen Säugetiere sind also 5 1 4 4-4 diphyodont; ihre typische Zahnformel wird als -r- + ^ + . an- gegeben. Das Gebiss der Säugetiere ohne Zahnwechsel wird zum definitiven Gebiss, also zur zweiten Bezahnung gerechnet. Leche, Wilhelm, lieber Hornzähne bei einem Säugetiere. — Anat. Anz. IV. Jahrg., p. 499—501. Mit 1 Abbildg. Verf. fand an einem 39 mm langen Embryo von Myrmecohius fasciatus auf dem knöchernen Gaumen jederseits eine der Pars alveolaris des Oberkiefers parallele knöcherne Leiste, welche sich während der individuellen Entwicklung zurückbildet. In der Gaumen- schleimhaut fanden sich, besonders nach hinten zu und in der Nähe der knöchernen Leiste, eigentümliche Haufen von reihenweise liegenden Hornzähnchen, wie sie bisher bei Säugetieren noch nicht beobachtet wurden. Wahrscheinlich stehen Leiste und Zähnchen in Beziehung zu einander. Weitere Untersuchungen werden folgen. Möbius, K. , bespricht einen abnormen Eckzahn aus dem rechten Unterkiefer eines Hippopotamus amphihius L. — Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde Berlin 1889, p. 113. Montane, De la dualite des elements des glandes gastriques. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser., T. 1, p. 233—234. Verf. beschreibt bei Pferd und Hund beobachtete Fortsätze der Pepsinzellen des Magens, welche amöboid zu sein scheinen. Ferner bemerkt er, dass bei Einhufern an der Grenzlinie zwischen der Schleimhaut des Oesophagus und der eigentlichen Magenschleimhaut sich keine Pepsinzellen finden und dass keine Uebergänge zwischen den Pepsinzellen und den Hauptzellen vorhanden seien. Es sei daraus auf völlige Selbständigkeit jeder der beiden Zellformen zu schliessen. Montanier, De la differation des elements des glandes gastriques chez les foetus. — Ebenda, p. 314—316. Nach dem Verf. diiferenziren sich die Drüsen -Elemente des Magens schon in frühen Embryonalstadien, nicht erst, wie meistens angegeben wird, von der Geburt an. Pouchet, G., et Beauregard, H., Sur l'estomac du Cachalot. — Ebenda, p. 92—94. Der Magen des Cachelots ist ausgezeichnet durch das Fehlen einer Einschnürung zwischen der ersten Abteilung (jabot) und dem eigentlichen Magen, andrerseits durch eine Einschnürung ohne Sphinkter zwischen den beiden Duodenaltaschen. Vergl. auch Roetter unter Ontogen. 2* 20 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Sanson, Andre, Recherches experimentales sur la puissance digestive comparee du cheval, de l'äne et du mulet. — Journ. de l'Anat. Phys. 25. Annee, p. 46—66. Verf. zeigt, dass Maultiere merklich mehr Trockensubstanz des Futters verdauen als Pferde. Sie haben die Fähigkeit vom Esel vererbt, welcher sie in noch höherem Grade besitzt. Es empfiehlt sich daher, wo es möglich ist, statt der Pferde Maultiere zu ver- wenden. Southall, Gertrude, and Haycraft, John Berry, Note on an amylolytic ferment found in the gastric mucous membrane of the pig. — The Journ. of Anat. and Phys. New Ser. Vol. III, p. 452—454. Die Schleimhaut sowohl des Cardia- sowie des Pylorusteils des Magens vom Schwein ist im Stande, Stärke zu verdauen; doch ist dies nicht immer gieichmässig der Fall, sondern scheint davon ab- zuhängen, in welchem Stadium der Verdauung das betr. Tier ge- tötet wurde. Stöhr, Philipp, Ueber die Lymphknötchen des Darmes. — Arch, mikrosk. Anat. Bd. 33, p. 255 — 283. Die Lymphknötchen des Darmes entstehen in der Tunica propria und in den angrenzenden Teilen der Submucosa durch mitotische Teilung der dort befindlichen rundlichen Zellen (Leucocyten). Ihr weiteres Wachstum vollzieht sich vorzugsweise in dem in der Sub- mucosa gelegenen Körper. Ein grosser Teil der Arbeit ist kritisirender und historischer Natur. Turner, Wm. , Additional observations on the stomach in the Ziphioid and Delphinoid Whales. — The Journ. of Anat. and Phys. New Ser. Vol. III, p. 466—492. Mit 5 Figg. Verf beschreibt und bildet z. T. ab den Magen von Micropteron (^Mesoplodon) bidens, Hyperoodon rostraUts, Phocaena communis, Delphinus delphis, Delphinus {Lagenorhynclms) alhirostris, Monodon monoceros, Delphinaptenis leucas. Zuntz, N., und Lehmann, C, Untersuchungen über den Stofi*- wechsel des Pferdes bei Ruhe und Arbeit. Unter Mitwirkung von 0. Hagemann. — Landw. Jahrbücher, herausg. von H. Thiel. XVIIL Bd., p. 1—156. Mit 3 Tfln. Aus den Versuchen der Verf. ergab sich, „dass von absolut konstanten Beziehungen zwischen Stoffverbrauch und Arbeitsleistung nicht die Rede sein kann, dass die ganze Organisation des Tieres, sein individuell und zeitlich verschiedenes Verhalten, seine ver- schiedene Ernährung u. s. w. grosse Unterschiede in der ökonomischen Verwendung seiner Kräfte bedingen, selbst bei Leistung der näm- lichen Arbeit. Gleichfalls bedingen Qualität und Intensität der Arbeit erhebliche Unterschiede." Es dürfte ferner feststehen, dass für verschiedenartige Arbeit niemals derselbe Mittelwert für die Einheit geleisteter mechanischer Arbeit zu erwarten ist. Athmungsorgane. Bewies, R. L., Observations upon the mammalian pharynx, with especial reference to the epiglottis. — in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 21 The Journ. of Anat. and Phys. New Ser. Vol. III, p. 606—615. Mit 9 Figg. Verf. konstatirt beträchtliche Verschiedenheiten in der Bildung des Schlundes (Epiglottis etc.) je nach dem Alter des Menschen und der Säugetiere, sowie individuelle Besonderheiten, Ganz besonders variirt die Epiglottis des Schweins. Die intrauariale Lage der Epi- glottis beim Kaninchen scheint ein normaler Befund zu sein; die Tiere können nur durch die Nase athmen. Vergl. auch Dubois unter Anat. u. Phys., Allgem. Howes, G. B., Rabitt with an intra-narial epiglottis, with a Suggestion concerning the phylogeny of the Mammalian respiratory apparatus. — Ebenda, p. 263—272. Mit 1 Fig. Verf. sieht den vorliegenden Fall der nach vorn gerückten, vom Gaumensegel umfassten Epiglottis als Rückschlag auf frühere Zu- stände an, da sich Aehnliches bei den niederen Säugetieren findet. Derselbe, Additional observations upon the intranarial epiglottis. — Ebenda, p. 587—597. (Vergl. oben). Verf. zählt auf und erörtert z. T. eine grosse Zahl von Fällen intranasaler Epiglottis, soweit sie bisher bekannt gemacht worden sind. Er verteidigt sodann seine in der vorigen Arbeit geäusserte Ansicht, dass das Aufwärtsrücken der Epiglottis in den Schlund nicht ein sekundärer Prozess sei, sondern eine ursprüngliche Er- scheinung. Zum Schluss tabellarische Uebersicht der bekannten Fälle. Pouchet, Developpement de l'event du Cachalot, — Comptes rendus Soc. BioL 9. Ser. T. I, p. 149—150. Verf. sah an Schnitten durch den Kopf eines 30 cm langen Cachelot-Embryos, dass der rechte Nasengang sich in den linken und dieser direkt nach aussen öffnet. An der rechten Kopfseite war je- doch eine äussere Rinne zu bemerken, welche vielleicht als Rest einer früheren rechten Nasenöffnung anzusehen ist. Walker, Mary L., On the Larynx and Hyoid of Monotremata. — Studies Mus. Zool. Dundee. I. Nr. 3. Zawarykin, Th., Ueber das Epithel der Tonsillen. — Anat. Anz. IV. Jahrg., p. 467—472. Mit 2 Abbildgn. Verf beschreibt im Epithel der Tonsillen des Hundes beobachtete kolbenförmige Hohlräume, welche Leukocyten enthalten und wahr- scheinlich das Auswandern der letzteren vermitteln. Exkretionsorgane. Vergl. Cuccati unter Nervensyst. Czerny, Adalbert, Das Giraldes'sche Organ, nach Unter- suchungen an Kaninchen, Hunden und Katzen. — Arch. mikrosk. Anat. Bd. 33, p. 445-461. Mit 2 Tfl. Verf. untersuchte zunächst die Dauer des Rückbildungsprozesses und die Lage des Giraldes'schen Organs. In den ersten 6 — 8 Lebens- wochen findet man bei Kaninchen, Hunden und Katzen noch be- deutende Ueberreste, zunächst noch aus den gewundenen Kanälchen mit Malpighi' sehen Körpern bestehend, welche letzteren jedoch früh degeneriren, so dass man bald nur Kanälchen findet. Von diesen 22 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen können einige während des ganzen Lebens der Tiere bestehen. Ein streng anatomisch abgrenzbarer Sitz lässt sich für das Gir. Org. nicht angeben. Es folgt alsdann eine Beschreibung der mikroskopischen Beschaffenheit der Kanälchen und ihres Inhaltes. Vergl. auch Ebstein und Nicolaier unter Biologie, Krankh. Hutchinson, Procter S., The suborbital pits of the Indian Antelope. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 177—179. Mit 1 Abb. Nichts Neues (Thränendrüsen bei A. cei'vicapra). Klemperer, F., über die Veränderung der Nieren bei Sublimat- vergiftung. (Von der Berliner med. Facultät gekrönte Preisarbeit). — Arch. f. pathol. Anat. u. Physiol. Bd. 118 (1889), S. 445—503. Verf. untersuchte besonders an Kaninchen, ferner auch an Mäusen, Meerschweinchen und Hunden die Frage, ob Sublimat Ver- änderungen in den Nieren hervorruft und ob die Sublimatniere eine anatomische Diagnose auf die betr. Vergiftung gestattet. Nach ein- gehender Berücksichtigung der Litteratur werden 18 Versuche mit subcutaner Anwendung von Sublimat eingehend geschildert. Die an den Tieren gewonnenen Resultate sind folgende: Bei acuten Vergiftungsfällen findet eine starke Fluxion nach den Nieren statt; anatomisch bemerkt man nur die starke Hyperämie. Trat der Tod nach etwa 5—10 Stunden ein, so finden sich Blutungen in's Nieren])arenchym und es macht sich eine beginnende Trübung der Epithelien geltend. Bei längerer Dauer der Vergiftung prägt sich die parenchymatöse Entzündung deutlicher aus, welche in den gewundenen Rindenkanälchen schnell zur Zellnekrose führt. Meist besteht eine geringe Glomerulonephritis, seltener eine Zellvermehrung in den Capillaren. Bei der chronischen Vergiftung ist die parenchyma- töse Entzündung weniger ausgeprägt. Die Zellnekrose in den Tu- bulis contortis besteht in meist geringem Grade, Verkalkungen (wie sie bei acuter Vergiftung bisweilen in den gestrekten Kanälen ein- treten) fehlen, die interstitielle Entzündung ist stärker entwickelt. Bei Hunden ist der Ausgang der parenchymatösen Nephritis nicht Nekrose, sondern fettige Metamorphose; die Kalkablagerungen sind selten und vereinzelt. Verf. erklärt die Verhältnisse menschlicher Nieren bei Sublimatvergiftung für ziemKch analog mit denen der Kaninchennieren. Die Frage, ob die Sublimatniere die Diagnose auf Sublimatvergiftung gestattet, wird verneint, da es keine Verände- rungen giebt, welche als charakteristische Wirkungen des Sublimats angesehen werden können. Verschiedene andere Substanzen veran- lassen ganz analoge Erscheinungen. — Lapicque, Louis, Recherches sur la quantite de fer contenue dans la rate et le foie des jeunes animaux. — Coraptes rendus Soc. BioL 9. Ser. T. 1, p 510—512. Während die Milz junger Tiere arm an Eisen ist, enthält die Leber nach Entfernung des Blutes eine beträchtUche Menge. Nicati, W., Sur la disposition et le fonctionnement normal et pathologique d'un veritable appareil glandulaire dans l'oeil des in der Naturgeschichte der Sängetiere während des Jahres 1889. 23 Mammiferes (epithelium des proces ciliaires et organes annexes). — C. R. Acad. Sciences. T, 108, p. 865—866. Kurze Angaben über einen eigentümlichen Drüsenapparat im Auge der Säugetiere (Kaninchen), welcher humor aqueus abscheidet, unter normalen Umständen unmerklich, dagegen in grösserer Menge nach künstlicher Entfernung von hum. aq. Intracranielle Section des Trigeminus ist ohne Einfluss auf die Sekretion, Durchschneidung der Ciliarnerven verlangsamt sie, totale Abtragung der Iris lässt sie auf- hören. Stilling, H., über die compensatorische Hypertrophie der Nebeimieren. — Arch. f. pathol. Anat. u. Phj'sioh Bd. 118 (1889), p. 509—575. Verf. führt einige neue Fälle für die bereits früher von ihm mitgeteilte Thatsache an, dass bei Exstirpation einer Nebenniere bei Kaninchen eine compensatorische Hypertrophie der anderen Neben- niere eintritt. Bei unvollständiger Exstirpation entwickelt sich der zurückgebliebene Rest allmählich bis zur Grösse einer normalen Nebenniere. Dieser Fall tritt nicht selten ein, wenn man das rechts- seitige genannte Organ durch Zerquetschen mit einer Pincette zer- stören will, wobei oft kleine, der Cava aufsitzende Stückchen unbe- merkt bleiben. — Trutat, E., Recherches pour servir ä l'histoire du Desman des Pyrenees. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Scr. T. 1, p. 286 — 289. Verf. weist nach, dass Mijogale pyrenaica entgegen den Angaben Dobson's im vorderen Drittel des Schwanzes an dessen Unterseite Moschusdrüsen besitzt. Eingehende Beschreibung dieses ,, Moschus- apparates". Fortpflanzungsorgane. Vergl. Bonnet unter Ontogenie. Duval, Mathias, Le placenta des Rongeurs. — Journ. de l'Anat. Phys. 25. Annee, p. 309- 342, 573—627. Mit 2 Tfln. Eingehende anatomische Beschreibung der Kaninchenplacenta. Griffiths, Joseph, Observations on the function of the Pro- state Gland in Man and the lower Animals. Part H. — The Journ. of Anat. and Phys. New Ser. Vol. IV, p. 27—41. Mit 2 Tfln. Verf. zeigt, dass sich die Prostatadrüsen der Säugetiere in gleicher Weise wie die Hoden verhalten, sich in gleichem Maass wie diese zur Brunstzeit entwickeln und mit Beendigung derselben wieder zurückbilden. Ebenso degeneriren sie bei castrirten Tieren. Ferner Untersuchungen über den Mechanismus des Austreibens des Sekretes aus den Tubuli der Prostatadrüse vermittelst glatter Muskelfasern. Vergl. auch Heinricius unter Ontogenie. Hermann, F., Beiträge zur Histologie des Hodens. — Arch. mikrosk. Anat. Bd. 34, p. 58—106. Mit 2 Tfln. Von Säugetieren wird die Maus untersucht, im wesentlichen hin- sichtlich der Spermatogenese. Verf. macht auf ein eigentümliches Chromatingerüst in den Kernen der Spermatoblasten aufmerksam, untersucht ferner die feinere histologische Beschaffenheit der Drüsen- epithelien, die Umwandlung der Spermatiden in Spermatozoen und 24 Dl"- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen das als Nebenkern bezeichnete, in den Samenzellen befindliche Gebilde. Derselbe, Die postfoetale Histiogenese des Hodens der Maus bis zur Pubertät. — Ebenda, p. 429—437. Mit 1 Tfl. Der mit der Bildung von Spermatogonien beginnende und mit der Bildung von Spermatiden endigende Prozess, welcher sich beim erwachsenen Tier zur Regeneration der Spermatiden wiederholt, ist beim jungen Tier zunächst mit Schluss der 4. Lebenswoche vollendet. Dann beginnt in der 5. Lebenswoche der eigentliche Samenbildungs- prozess. In den Details stimmt Verf. mit v. la Valette St. George überein, abgesehen davon, dass jener in der die noch nicht reifen Hodenkanälchen ausfüllenden Substanz keine strukturlose Eiweiss- masse sieht, sondern eine deutlich aus Zellen bestehende Proto- plasma-Masse. Vergi. auch Latter unter Biolog., Krankh. Ferner Martin unter Entwickig., Ontogen. Morau, H., Des transformations epitheliales de la muqueuse du vagin de quelques Rongeurs. — Journ. de l'Anat. Phys. 25. Annee, p. 277—297. Mit 11 Figg. Verf. beschreibt und bildet ab die verschiedenen Vorgänge im Schleimhautepithel der Vagina während der Dauer der Trächtigkeit bei mehreren Nagern. Retterer, Ed., et Roger, G.G., Anatomie des organes genito- urinaires d'un chien hypospade. — Ebenda, p. 113 — 124. Mit 1 Tfl. Stirling, E. C, On some points in the Anatomy of the Female Organs of Generation of the Kangaroo, especially in relation to the acts of Impregnation and Parturition. — Proc. Zool. Soc. London 1889, IV, p. 433—440. (Erschienen April 1890). Verf. constatirte an einem Präparat der weiblichen Geschlechts- organe von einem Osphranter erubescens Sei. die höchst interessante Thatsache, dass der Embryo bei der Geburt durch die sogen, dritte Vagina hindurchgeht. An einem zweiten, wie das eben erwähnte bildlich dargestellten Präparat erörtert Verf. die Frage, welchen Weg der Same bei der Begattung geht, ob die seitlichen Vaginen oder die mittlere. Es wird festgestellt, dass im vorliegenden Fall nur die beiden seitlichen Vaginen zur Leitung des Spermas dienen. Sie waren von grossen Mengen zähflüssiger Samenflüssigkeit förm- lich aufgetrieben, während die ,, dritte Vagina", nur eine ganz geringe, offenbar durch Zufall von den seitlichen Vaginen her eingedrungene Quantität von Sperma enthielt. Das Exemplar von Macropns major, dem das Präparat entnommen war, wurde geschossen unmittelbar, nachdem ein Begattungsakt beobachtet worden war. Hinter der Mündung der Urethra fand Verf. an der ventralen Wand des Sinus urogenitalis eigentümliche Blindsäcke, welche sich nicht in den Sin. u. öffneten, überhaupt gänzlich geschlossen waren. Eine Erklärung dieser bisher noch nicht beobachteten Gebilde ist vorläufig noch nicht zu geben. — in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahies 1889. 25 Strahl, H., lieber die Plaeenta von Putorius furo. — Anat. Anz. IV. Jahrg., p. 375—377. Mit 1 Abbildg. Dem Mesemetrium gegenüber findet sich ein Bluterguss zwischen seröser Hülle und Uteruswand in einer Anzahl beuteiförmiger Ein- stülpungen der serösen Hülle. Eine dieser Ausstülpungen ist be- sonders gross. Das Blut in den Beuteln ist nicht fötalen, wie Bischoff für die Fischotter annahm, sondern mütterlichen Ursprungs. Im Uebrigen gleicht die Plaeenta von Putorius furo in mancher Be- ziehung der des Hundes, doch fehlt z, B. die spongiöse Drüsenschicht. Derselbe, Zur vergleichenden Anatomie der Plaeenta. — Ver- handl. anat. Gesellsch. 3. Vers. Berlin. 1889. p. 15 — 16. Verf. legt dar, dass das stark färbbare Syncytium in den Placenten der Raubtiere nicht zur Nahrung für den Foetus dient, sondern dazu bestimmt ist, einen Ueberzug für die einwachsenden Zotten zu liefern. Bezüglich der am Rande oder inmitten (Frettchen) der Plaeenta zu beobachtenden Blutextravasate ist Verf. der Ansicht, dass dieselben durch vorgehende Syncytiumbildungen des Placentar- epithels hervorgerufen werden. Turner, William, The placentation of the Halicore dugong. — The Journ. of Anat. and Phys. New Ser. Vol. III, p. 640 — 641. Kurze Beschreibung der Placentation von Hai. dugong^ in einiger Beziehung von der Darstellung P. Harting's abweichend, so z. B. hinsichtlich der Plaeenta. Waldeyer, W., Die Plaeenta von Inuus nemestrinus. — Sitzungs- ber. Kgl. Preuss. Akad. Wiss. XXXV. (11. JuH 1889). Verf. untersuchte die, wie bekanntlich bei den meisten catar- rhinen Affen ausser den Anthropomorphen , doppelte, aus einer vorderen und einer hinteren Partie bestehende Plaeenta eines in vorgerücktem Stadium der Schwangerschaft befindlichen J . nemest. Hauptsächlich wurde der Inhalt der Zwischenzottenräume und das Zottenepithel untersucht, sowie die Frage, ob zwischen dem Bau dieser Affenplacenta und der des Menschen bemerkenswerte Unter- schiede zu constatieren wären. Unter Berücksichtigung der Litteratur, insbesondere der Arbeiten Turner's, wurden vom Verf. folgende Er- gebnisse festgestellt: 1) Die Bestätigung der von Turner zuerst er- wiesenen grossen Aehnlichkeit , man könnte sagen: Gleichheit der Structur der Affen- und Menschenplacenta , welche noch grösser bei Inuus zu sein scheint als bei Macucus, insofern bei ersterem die spongiöse Schicht in ihrer Entwicklung mehr der des Menschen gleicht. 2) Der Nachweis eines continuirlichen Endothel-Ueberzuges an der placentalen Fläche der Decidua und des Uebergangs desselben einerseits auf die foetalen Zotten, andrerseits in das Endothel der mütterlichen Placentargefässe. 3) Der Nachweis eines doppelten Chorion- und ^ottenbelags. 4) Der Nachweis vom normalen Blut- gehalt der intervillösen Räume. 26 Dl". Brust Schaff: Bericlit über die Leistungen Entwicklung. Allgemeines. Humphreys, J., Evolution illustrated by Teetli. — Journ. Brit. Dent. Assoe. 1889. p.? Ontogenie. Benda, C, Die Entwickelung des Säugetierhodens. — Verhandl. anat. Gesellsch. 3. Vers. Berlin. 1889. p. 125—130. Samen- und Fusszellen des funktionirenden Hodens entstammen derselben Organanlage, dem Keimepithel. Frühzeitig bilden sich die indifferenten Zellen nach zwei Richtungen aus. Nach Vollendung der Organanlage geben die epithelartigen Zellen nur noch epithel- artigen, die geschlechtszeUenartigen nur noch solchen den Ursprung. Erstere, welche man in ihren verschiedenen Formen als ,, vegetative Hodenzellen" zusammenfassen kann, wandeln sich für die Pubertät in die Fusszellen des reifen Kanälchens, die zweite Art, die ,,germi- nativen Hodenzellen", in Samenstammzellen und deren Abkömm- linge um. Bianchi, S., Alcune particolaritä della cariocinesi studiate negli inviluppi fetali dei Mammiferi. Parma 1889. 12 p. Blaauw, F. E., On the development of the horns of the White- tailed Gnu (Catoblepas gnu). — Proc. Zool. Soc. London 1889, p. 2—5. Mit 4 Figg. Bis zum Alter von 11 Wochen wachsen die Hörner des Gnus gerade heraus, nach den Spitzen etwas divergirend, dann wenden sie sich gleichzeitig nach vorn, unten und seitwärts. Mit 19 Monaten bildet sich der breite Basalteil, der von demjenigen des andern Horns durch einen immer schmaler werdenden Zwischenraum ge- trennt ist. Die Basalteile sind bis zum Alter von etwa zwei Jahren glatt, dann beginnen sich zunächst Längsfurchen zu zeigen, welche allmählich von Querfurchen gekreuzt werden. Bonnet, Die Eihäute des Pferdes. — Verhandl. anat. Gesellsch. 3. Vers. Berlin. 1889. p. 17—38. Mit 7 Figg. Verf. weist nach, dass auch dem Pferde (wie nach Selenka der Didelphys virg. und nach Strahl den Raubtieren) eine ,, Dottersack- plazenta" zukommt. Born, G. , Beiträge zur Entwicklungsgeschichte des Säugetier- herzens. - Arch. mikrosk. Anat. Bd. 33. p. 284-378. Mit 4 Tun. Nach einer Einleitung giebt Verf. eine ausführliche Darstellung seiner Untersuchungen an Kaninchen-Embryonen von 0,95 cm. Kopf- länge an und giebt dann eine Zusammenfassung seiner Resultate, wobei sich verschiedene Abweichungen von den Angaben von His fanden, so z. B. hinsichtlich der Bildung der Scheidewände in den Vorhöfen, der Sinusklappen u. s. w. Vergl. auch Contejean unter Anat. u. Phys., Gefässsyst. Dy^bowski, B. , Studien über die Säugetierzähne. — Verh. zool. botan. Gesellsch. Wien XXXIX. Bd. (Abh.) p. 3-7. Mit 8 Figg. Verf. entwickelt folgende Theorie der zusammeugesetzten Säuge- tierzähne: Einem jeden vierjochigen Säugetierzahne liegen 24 ein- in der Natiirgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 27 fache Papillen zu Grunde, aus welchen ebenso viele Pfeiler ent- stehen. Indem nun je drei Pfeilen (Papillen) mit einander ver- wachsen, entstellt je ein Halbjoch (resp. Jochwand und Jochbogen), die ihrerseits unter einander verwachsend, je ein Zahnjoch bilden. Aus dem Verwachsen einzelner Zahnjoche mit einander kommt eben der zusammengesetzte, vierjochige Zahn zu Stande. Durch das Ver- kümmern einzelner Pfeiler (respective Papillen) erklärt sich das Verkümmern oder gar das Fehlschlagen der einzelnen Zahnjoche. Frommel, R., Zur Entwicklung der diskoidalen Placenta. — Sitzgsber. phys. med. Soz. Erlangen für 1888 p. 37 ff. Heinricius, G., lieber die Entwickelung und Struktur der Placenta beim Hunde. — Arch. mikrosk. Anat. Bd. 33. p. 419 — 439. Mit 2 Tfln. In den ersten Stadien der Schwangerschaft schon teilt sich die Mucosa die üterinwand in drei Schichten, von denen die äussere Drüsenschicht und die bindegewebige Schicht sich ziemlich unver- ändert halten, während in der inneren Drüsenschicht die mütterliche Placentar-Entwicklung vor sich geht. Weitere Untersuchungen nach etwa 18tägiger Schwangerschaft ergaben, dass ein Hineinwachsen der Chorionzotten in die Uterindrüsen beim Hunde zu Anfang nicht geschieht. Die Zotten dringen in das Bindegewebe ein, welches sich unter dem verschwundenen mütterlichen Epithel findet. Wenn der Embryo eine Grösse von 3cm. erreicht hat, dringen die Zotten tiefer ein und erstrecken sich nunmehr bis in die cystisch erweiterten Drüsenräume. Das Chorionepithel erhält da, wo es deji Sinus late- ralis bekleidet, die Fähigkeit, in sich rote Blutkörperchen aufzunehmen und diese wahrscheinlich so zu verändern, dass sie weiterhin als Nahrung dienen können. Derselbe, Die Entwicklung der Hunde-Placenta. — Sitzungsber. Kgl. Preuss. Akad. Wiss. VIII. 14. Febr. 1889, p. 111—117. Die Uterinschleimhaut des Hundes enthält zweierlei Drüsen, oberflächliche Krypten und bis zur Muskelhaut des Uterus hinab- reichende, längere Drüsen. Beide zeigen auffallende Veränderungen, sowie das befruchtete Ei in den Uterus gelangt. Die Krypten ver- grössern sich und erhalten seitliche Verzweigungen, die längeren Drüsen erweitern sich in der bindegewebigen Zwischenschicht (im Niveau des unteren Endes der Krypten) zu cystischen Aussackungen, von denen schmale Verbindungsgänge zu den unteren Enden der Drüsen gehen. — Sobald das fötale Ektoderm mit der Uterinwand in Be- rührung tritt, geht an der Berührungsfläche das Uterinepithel zu Grunde. Es gehen dann vom fötalen Ektoderm plus der ihm anliegenden Mesodermschicht die fötalen Zotten aus, welche in die Bindegewebs- septen der Kryptenschicht hineinwachsen. Hiernach sind also nicht die Krypten dazu bestimmt, die Zotten aufzunehmen, wie dies Fleisch- mann annimmt. Mit dem weiteren Vordringen der Zotten geht das diesen benachbarte Epithel der Krypten und Drüsenschläuche zu Grunde und es bildet sich um jede Zotte ein Syncytium, in welchem sich Gefässe zeigen. In einem weiteren Stadium sind die tiefe 28 Dl'- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Drüsenschiclit und die bindegewebige Zwiscbenscbicht noch unver- ändert, doch ist die oberflächliche Drüsenschicht völhg zur Placenta materna fm engeren Sinn umgewandelt. Während die fötalen Zotten bis zu den Cystenräumen vordringen, werden diese nicht zerstört, sondern übernehmen besondere Funktionen. In einem Stadium, wo der Embryo etwa 2 cm lang ist, entsenden nämhch die den Drüsen- raum auskleidenden Cylinderzellen Protoplasma -Ausläufer, welche sich ablösen, dann frei im Drüsenraum liegen und wahrscheinlich als Nahrung für den Embryo (Uterinmilch) von den Zotten absorbirt werden. — Bei einer Länge des Embryo von etwa IV2 cm bemerkt man um beide Pole ein Paar schmale, dunkel gefärbte Zonen, welche später die als Sinus laterales bezeichneten lacunären Blutanhäufungen darstellen. Das Chorionepithel erhält, wo es mit den Sin. lat. in Berührung tritt, die Eigenschaft, in sich rote Blutkörperchen aufzu- nehmen und diese wahrscheinlich so zu verändern, dass sie als Nahrung dienen. In Folge dessen hat das Chorion an solchen Stellen eine ganz andere Beschaffenheit als sonst. Die gleiche be- sondere Beschaffenheit erhalten später auch die Enden der Zotten, wenn sie die Cystenräume erreichen, wahrscheinlich um auch die Zellprodukte derselben als Nahrung aufzunehmen. Es spräche dies wie auch das oben Gesagte zu Gunsten der verschiedentlich be- strittenen Uterinmilch, wenigstens beim Hunde. Die mütterhchen Gefässe scheinen beim Aufbau der Placenta nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. Hepburn, David, The development of diarthrodial joints in birds and mammals. — The Journ. of Anat. and. Phys. New Ser. Vol. III p. 507—522. Mit 1 Tfl. Hubrecht, A. A. W., Studies in MammaHan Embryology. 1. The Placentation of Erinaceus europaeus, with remarks on the Phylogeny of the Placenta. — Quart. Journ. Micr. Sc. Vol. XXX, p. 283—404. Mit 3 Tfln. Klever, Ernst, Zur Kenntniss der Morphogenese des Equiden- gebisses. — Morphol. Jahrb. 15. Bd., p. 308—330. Mit 3 Tfln. Verf. kommt durch seine Untersuchungen zu dem Schluss, „das Pferd durchlaufe während der Entwicklung der Milchprämolaren seines Oberkiefers ein Paloplotherioid- und ein Merychippoidstadium. Zugleich ergiebt sich eine Bestätigung der namentlich von Lydekker und von Marie Pavlow gegen die herrschende Anschauung über die Abstammung des Pferdes von Hipparion geltend gemachten Ein- würfe." Lataste, Fernand, Theorie de la gestation extra-utcrine. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser., T. 1, p. 113—116. Verf weist nach, dass die bisherige Theorie der extra-uterinen Trächtigkeit auf sehr schwachen Füssen steht. Er setzt auseinander, dass ein solcher Fall nur möglich ist bei Eiern, welche auf einem ganz bestimmten Entwicklungsstadium stehen, nämlich am Schluss der Periode, wo dieselben sich durch Endosmose durch ihre Hüllen nähren und vor der Bildung der Placenta. Eine doppelte Reihe von in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 29 Versuchen ist unternommen, um die Richtigkeit der neuen Theorie zu beweisen. Vergl. auch v. Lenhossek unter Anat. u. Phys., Nervensyst. Martin, Zur Entwicklung der cavernösen Körper des Penis und der Harnröhre. — Deutsche Zeitschr. f. Tiermed. u. vergl. Pathol. Bd. XVI, 1889, p. 133—136. Mit 1 Fig. Mehnert, Ernst, Untersuchungen über die Entwicklung des Beckengürtels bei einigen Säugetieren. — Morphol. Jahrb. Bd. 15, p. 97—112. Mit 1 Tfl. Ilium, Ischium und Pubis legen sich bei Säugetieren gesondert an. Das Ilium entsendet 2 Acetabularfortsätze , das Ischium einen. Das Pubis behält seine primitive stabförmige Gestalt und entsendet keinen Fortsatz; es bleibt auch am längsten selbständig. Die dorsale Hälfte des Acetabularbodens entsteht durch eine zwischen den Acetabularfortsätzen des Ilium sich ausbreitende ,,Acetabular- platte des Ilium", die ventrale durch eine entsprechende Bildung des Ischium. Die auf Grund einer Hypothese A. Bunge 's ange- nommene Fensterung des Beckengürtels der Säugetiere bestätigt sich nicht. Im primitivsten knorpeligen Zustand zeigt der Beckengürtel der Säugetiere mit demjenigen der Vögel in Bezug auf Gestalt und Lagerung der drei Teile grosse Uebereinstimmung, welche auch der Beckengürtel der recenten saurierartigen Reptilien und der sauropoden Dinosaurier zeigt. Diese Form des Beckengürtels mit drei sternartig gruppirten, selbständigen Radien ist als Grundform des Beckeugürtels der Amnioten aufzufassen (Gegensatz zu Huxley). Minot, Charles Sedgwick, Segmentation of the Ovum, with especial reference to the Mammalia. — Americ. Naturalist. Vol. XXIII, p. 463—481 und 753—769. Mit 20 Abbildgn. Verf. giebt zunächst eine allgemeinere Darstellung der Ei- furchung und schildert dann genauer diese Vorgänge bei den Säuge- tieren, grösstenteils nach den Arbeiten anderer Forscher. Montane, De la cytodierese dans le testicule des Solipedes. — Comptes rendus Soc Biol. 9. Ser., T. 1, p. 680—682. Die Bildung der Spermatoblasten geht im Hoden der Einhufer durch indirekte Teilung vor sich, wie bei den Wirbellosen. Derselbe, De la cytodierese dans le testicule du Rat. — Ebenda, p. 725—727. Bei der Ratte sind die Verhältnisse ebenso wie bei den Ein- hufern. Vergl. auch Montanier unter Anat. u. Phys., Verdauungsorg. Nehring, A., und Schaff, E., Gebisstafeln zur Altersbestimmung des Reh-, Rot- und Schwarzwildes. Berlin 1889, 4 S. Text und 3 Tafeln mit Darstellungen des Gebisses der genannten Wildarten in_ verschiedenen Altersstadien, mit besonderer Berücksichtigung von Müch- und Dauergebiss. Nehring, A., Die Gebissentwicklung des Reh-, Rot- und Schwarzwildes als Hilfsmittel zur Altersbestimmung. — Forst- 30 JDi'- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen wissensch. Centralbl. XL Jahrg., p. 231—243. Mit 3 Tfln. Vergl. oben. Vergl. Pouchet nnter Anat. u. Pliys., Athmungsorg. Robinson, Arthur, Observations on the earlier stages in the development of the lungs of Rats and Mice. — The Journ. of Anat. and Phys. New Ser. Vol. III, p. 224—241. Mit 1 Tfl. Vergl. auch Roeder unter Aimt. u. Phys., Skelet. Rose, Carl, Zur Entwicklungsgeschichte des Säugetierherzens. — Morphol. Jahrb. Bd. 15, p. 436-456. Mit 1 Tfl. Berichtigungen zu einer früheren Arbeit, wodurch die Unter- suchungen Born's bestätigt werden, während die von His dazu im Gegensatz stehen. Eine ausführlichere Arbeit des Verf. wird in Aussicht gestellt. Roetter, Friedrich, Ueber Entwicklung und Wachstum der Schneidezähne bei Mus musculus. — Morphol. Jahrb. Bd. 15, p. 457 ff. Mit ITA. Verf. behandelt 1. Die Anlage der Schneidezähne. Bemerkens- wert ist, dass die als erste Anlage der Sehn, auftretende Zahnfurche isolirt ist und nicht, wie sonst der Fall, mit der die Backenzähne liefernden Zahnfurche in Verbindung steht. Im Uebrigen stimmt die erste Anlage der Sehn, mit derjenigen der Backenz. überein. 2. Die histologische Differenzirung der Zahnanlage, wobei nachgewiesen wird, dass in der Schmelzkappe der Schneidezahn anläge bei der Maus im Gegensatz zu den Vorgängen bei der Entwicklung anderer Säugetierzähne keine gallertige Entartung eintritt. 3. Die Aus- bildung des persistirenden Schmelzorgans. Dasselbe besteht aus 4 Schichten, dem inneren Schmelzepithel, dem kubischen Stützepithel, den Stützzellen und dem äusseren Schmelzepithel. Am Vorderende geht das Schmelzorgan allmählich in das geschichtete Plattenepithel der Mundhöhle über. 4. Das Dentin und Alveolarperiost. 5. All- gemeine Betrachtungen über das Wachstum der Nagezähne, aus denen sich ergiebt, dass man von einer endgiltigen Lösung dieser Frage noch weit entfernt ist. 6. Ueber den morphologischen Wert der Nagezähne. Durch einen Vergleich mit den wurzellosen Backen- zähnen gewisser Nager kommt Verf. zu dem Schluss, dass zwischen diesen und den Nagezähnen eine gewisse Homologie besteht, dass die Nagez. nicht die ihnen früher eingeräumte Sonderstellung verdienen. Shufeldt, E. W. , Observations upon the development of the Skull in Neotoma fuscipes; a contribution to the morphology of Rodentia. — Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia 1889, p. 14—28. Mit 2 Tfln. Verf. beschreibt den Schädel eines Embryos von Neotoma fus- cipes, bei welchem soeben die Verknöcherung beginnt (besonders vorgeschritten an Interparietale und Supraoccipitale. Eigentümlich ist die Lage des Jochbeins, welcher vorn dem Oberkieferfortsatz auf- liegt, hinten dagegen unter dem Jochfortsatz des Squamosum sich hinzieht. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 31 Thomson, Arthur, The influence of posture on the form of the articular surfaces of the tibia and astragalus in the different races of man and the higher apes. — The Journ. of Anat. and Phys. New. Ser. Vol. III. p. 616—639. Behandelt vorwiegend die Menschenrassen. Für die Affen wird constatirt, dass sie durch wohlentwickelte Condyloid-Convexitäten (?) ausgezeichnet sind, welche wahrscheinlich durch den beständigeren Gebrauch der Beine mit gebogenem Knie entstanden. Gorilla und Orang haben gewöhnlich wohl markirte untere Tibia- und Astra- galus-facetten, der Chimpanse nicht häufig. Die Entstehung dieser Facetten beruht auf dem häufigen Gebrauch der Füsse mit gebogenem Aenkel (so z. B, häufig beim Klettern), Lediglich die Haltung ver- anlasst die genannten Verschiedenheiten zwischen Mensch und Affe, sie sind nicht ererbte Charaktere, sondern erworbene. Todaro, F., Le prime fasi dello sviluppo dei Mammiferi. Mi- lane, Roma, 1889. 32 p. 14 incis. Tourneux, F., Sur les modifications que subit l'oeuf de la lapine pendant sa migration dans l'oviducte, et sur la duree de cette migration. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser. T. 1, p. 311 —314. V. Tschirwinsky, N., Zur Frage über das Wachstum der Röhrenknochen und den mutmasslichen Zusammenhang dieses Wachs- tums mit dem Wechsel der Schneidezähne bei den Schafen. — Landw. Jahrbücher, herausg. von H. Thiel, Bd. XVIII. p. 463 —476. Mit 1 Tfl. Der von Sanson angeführte Zusammenhang zwischen dem Wechsel der Schneidezähne und der Entwicklung der Röhrenknochen existirt in Wirklichkeit nicht. Das Längenwachstum der Röhren- knochen wird viel früher beendet als der Durchbruch des letzten Paares der Schneidezähne. Die Nahrungsbedingungen des jungen Tieres üben einen ziemlich grossen Einfluss auf die Durchbruchszeit der bleibenden Schneidezähne aus. Der Unterschied in der Durch- bruchszeit des ersten Paares kann bei Individuen derselben Rasse bei verschiedenem Futter fast 6 Monate betragen. Phylogenie. Vergl. Howes unter Anat. u. Phys., Athmungsorg. ; ferner Hubrecht unter Entwickig., Ontogenie; Klever,ebenda. Nehring, A,, Ueber die Abstammung des Meerschweinchens. — Humboldt. Bd. VIII. Heft 4. 1889. (Irrtümlich schon im vorigen Ber. angeführt. Vergl. daselbst p. 48). Vergl. auch Paterson unter Anat. u. Phys., Nervensyst. Ryder, John A., The Phylogeny of the Sweat-Glands. — Proc. American Philos. Soc. Vol. XXVI, p. 534—540. Verf. äussert die Ansicht, dass die Hautdrüsen der Batrachier und die Schweissdrüsen der Säugetiere wenigstens einen gemeinsamen Ursprung haben. Letztere entwickelten sich aus den ersteren durch Verlängerung in der Richtung ihrer eigenen Axe und durch Differenzirung in einen geraden ausführenden und einen gewundenen absondernden Teil. Zwischenstufen sind vorhanden. Der Wechsel des Aufent- 32 Dl'- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen enthaltsortes von dem eines Wasser und feuchtigkeitliebenden Tieres zu dem eines Erdbewohners beeinflusste Funktion und Form der Drüsen. Vergl. auch Tornier unter Entwickig., Ontogen. Ferner Tuckermann unter Anat. u. Phys., Verdauungsorg. Vererbung und Anpassung. Allen, Harrison, Remarks on the Pronghorn (Antilocapra americana). — Proc. American Philos. Soc. Vol. XXVI, p. 366—367. Verf. fand hinsichtlich der Füsse und ihrer Funktion beim Gehen einige Aehnlichkeiten zwischen ^w!^//ompra einerseits, Camelus und Anchenia andrerseits. Er untersuchte daraufhin die Schädel dieser Tiere und constatirte auch dort gewisse Aehnlichkeiten. Bei der grossen Kluft zwischen Tylopoda und Pecora nimmt Verf. auf Seiten der Antilocapra Anpassungen an für ein Leben unter ähn- lichen Bedingungen, wie sie für Kameel und Lama stattfinden. Bastarde. Menard, Saint- Yves, Note sur les produits ob- tenus d'une Mule au Jardin d'Acclimatation. — Revue Sc. Nat. Appliquees. 4. S. T. VL p. 617—619. Fortpflanzung von Pferdestute mit Bastardhengst von Dreiviertel- pferdeblut und Einvierteleselblut, hervorgegangen aus der Kreuzung einer Maultierstute mit einem Pferdehengst. Philippi, R. A., giebt einige Mitteilungen über die sogen. Linaschafe, welche nach ihm sicher Bastarde von Ziegenböcken und Schafen sind ('? Ref.). — Zool. G. XXX, p. 277. Rhinoceros. Ein Junges wurde im Zool. Garten zu Calcutta geboren, dessen Vater Rh. sinnatrejisis und dessen Mutter Rh. Jasiotis war. (The Field, March 2nd. 1889.) Biologie. Allgemeines. Baker, Frank C, Remarks upon the Round- tailed Muskrat, Neofiber AUeni True. — Proc. Acad. Nat. Sc. Phila- delphia 1889, p. 271—273. Bemerkungen über Heimat (Südende von Merrits Island, Ost- florida), Lebensweise; Beschreibung und Maasse eines Individuums. H. B. (Brezol), La longevite des animaux. — Revue Sc. Nat. Appliquees. 4. S., T. VI, p. 35. Kurze Notizen, in denen u. a. ernsthaft erzählt wird, dass ein Esel 106 Jahre alt wurde! Vergl. auch Clark unter Anat. u. Phys., Skelet. Feilden, H. W., Distribution of Plauts by Frugivorous Bats. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 179—180. Verf. teilt einige Beispiele mit, dass frngivore Fledermäuse Früchte oft auf weite Strecken verschleppen und so unter Umständen Pflanzen verbreiten. Fr i edel, E., Zur Familien- und Lebensgeschichte des Meer- in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 33 schweinchens , Cavia cobaya Marcgrave, — Zool, G. XXX, p. 97 —108. Zusammenstellung des bisher Bekannten über Einführung, Ab- stammung, Lebensweise (hierbei einige Berichtigungen und neue Beobachtungen). Göldi, E. A., Die Bambusratte oder brasilianische Fingerratte, Dactylomys amblyonyx Natt. --- Ebenda, p. 225—233. Beobachtungen über die Lebensweise der wenig gekannten ,, Bambusratte" unter Berücksichtigung der bisherigen dürftigen An- gaben über das Tier. Vergl. auch Gray unter System., Cetacea. Greve, C, Zoologisches aus Moskau und Umgebung. — Zool. G. XXX, p. 90—92. Erwähnt werden gescheckte Ratten und eine Hunderasse aus dem Samoj edengebiet am Ob. Harting, J. E., The Roe-deer, Capreolus capraea. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 81—91. Mit 1 Tfl. Verf. macht zunächst genauere Mitteilungen über das Vor- kommen des Rehes in Grossbritannien. Das Reh ist in England weit seltener als Rot- und Damwild, fehlt in Irland gänzUch. Als- dann folgt eine biologische Darstellung. Derselbe, Daubenton's Bat, Vespertiho Daubentonii, Leisler. — Ebenda, p. 161—166. Mit 1 Tfl. Verbreitung in Grossbritannien, Beschreibung, Synonymie. Derselbe, Natterer's Bat, Vespertilio Nattereri. — Ebenda, p. 241—248. Mit 1 Tfl. Biologische Schilderung nebst eingehenden Angaben über das Vorkommen in Grossbritannien, Heck, L., Der Berliner zoologische Garten im Jahre 1888. — Zool. G. XXX, p. 19—22, p. 117—120, p. 343—345. Enthält Mitteilungen über Affen, Halbaffen, Chiropteren. Züch- tung des Plumplori. Helm, F., Einiges aus dem Leben der Hauskatze. — Ebenda, p. 197—200. Biologische Beobachtungen. V. Krüdener, A., Zoologisches aus Livland. — Ebenda, p. 188—191. Anomalien beim Rehwild. Verwildertes Rind. Langkavel, B., Verwilderte Rinder. — Ebenda, p. 53 — 58. Verf. stellt eine Reihe von Fällen zusammen, in denen Haus- rinder längere oder kürzere Zeit in völliger Freiheit lebten. Ausser geringeren Veränderungen der Hufe, des Haares und der Haut werden weitere Abweichungen von der Gestalt der zahmen Rinder nicht bemerkt. Derselbe, Der Fischotter. — Ebenda, p.201 — 206. Enthält u. a. einige Mitteilungen über die sehr wechselnde Wurfzeit, ferner Statistisches und Biologisches. Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. IL H. 1. 3 34 Dr- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Larken, E. P., macht kurze Mitteilungen über Dachs und Otter in The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 24—25. V. Lendenfeld, R., Bilder aus dem Australischen Urwald. IV. Der Dingo. Mit 1 Abbildg. — Zool. Garten XXX, p. 43—49. Zu Anfang wird die Ansicht geäussert, dass der Dingo „nach der übereinstimmeuden Aussage der Fachmänner nichts anderes als ein verwilderter Hund" sei (dürfte doch ein Irrtum sein. Ref.). Im Uebrigen meist Biologisches. Derselbe, Büder aus dem Australischen Urwald. Eingeführte Tiere. — Ebenda, p. 110—114. Erwähnt werden Ratten, Kaninchen, Hasen, verwilderte Schweine, Rinder und Pferde. P. Leverkühn berichtet über eine Maus in der Erdmannshöhle im südl. Schwarzwald. — Ebenda, p. 279 — 280. Nehring, A., erörtert das Vorkommen von Alactaga jaculus als Steppentier, welches sich nie im Walde findet. — Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde Berlin, 1889, p. 195—196. D'Orcet, Le Castor d'Europe. — Revue Sc. Nat. Appliquees. 4. S., T. VI, p. 1—4. Kurze Mitteilungen über das Vorkommen der Biber in Europa, ihre Zerstörungen an Deichen etc. nach einem Aufsatz in der Revue britannique, Mai 1888. Pohlmann, W., Der Leopardenziesel. — Zool. G. XXX, p. 193 —197. Biologisches über Spermophüvs Richardsonii, in Wiskonsin ,,Gopher" genannt. Derselbe, Die Lebensweise des nordamerik. Murmeltieres (Arctomys monax). — Ebenda, p. 236 — 243. Verf. bemerkt u. a., dass A. monax in den Vereinigten Staaten und in Britisch-Nordamerika immer mehr nach Norden und in die Gebirge zurückgedrängt werde und der Ausrottung entgegengehe. Robin, A. F., Threatened Extinction of the Kangaroo. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 225-226. Seitz, A., Zur Lebensgeschichte der Faultiere. — Zool. G. XXX, p. 271—274. Verf. widerlegt einige verbreitete Ansichten, so diejenige, dass die Faultiere im dichtesten Urwalde in den höchsten Baumkronen sich aufhalten. Sie bevorzugen den dünnstämmigen, auf Lichtungen und Blossen wachsenden Embaubabaum. In der Ruhe hängt es nicht, sondern sitzt mit vornüber gebeugtem Kopf auf einem Ast. Simroth, Verwilderte Haustiere auf St. Thome. — Ebenda, p. 15—16. Von Säugetieren werden erwähnt Ziege, Schwein, Hund, Wander- ratte. Trusted, C. J. , macht Mitteilungen zur Biologie des Maul- wurfs. — Proc. Bristol. Nat. Sog. (2) Vol. VI, p. 56—62. Nahrung. Aplin, 0, V., Food of the Long-eared Bat. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 382. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahi-es 1889. 35 Vesp. Nattereri soll hauptsächlich grosse Abend- und Nachtfalter fressen. Coester, C, Weiteres von meinem Siebenschläfer. — Zool. G. XXX, p. 243—247. Verf. machte Versuche, um zu konstatiren, ob Myoxvs glis durch Ringeln forstschädlich werde; doch ergaben dieselben kein endgültiges Ergebniss. Bewegung. Dollo, L., Le Vol chez les Vertebres. — Revue des Questions Scientifiques 1889, p. 146—207, 410—485. Robertson, David, A Hare at sea. — Science Gossip. Vol. XXV, p. 94. _ Verf. teilt einige Fälle mit, in denen Hasen schwammen. Stimme. Davis, Wm. T., The song of the singing mouse. — Americ. Naturalist, Vol. XXIII, p. 481—484. Erörterungen über eine singende Hausmaus, welche zu dem Schlüsse führen, dass es nicht, wie öfter behauptet, Vergnügen oder Wohlbefinden ist, was das Tier zu den eigentümlichen Tönen ver- anlasst, sondern Erregung, Angst u. dergl. (Auch bei Hesperomys kommen ,, singende" Exemplare vor.) Duges, Alfred, La voix des chiens au Mexique. — Bull. Soc. Zool. de France, Vol. XIV, p. 69—70. Im Gegensatz zu der oft wiederholten Behauptung, dass die Hunde und Katzen in Amerika ihre Stimme verlieren, erörtert Verf., dass dies nicht überall der Fall ist; in Guanajuato z. B. nicht. Für den nackten Hund (C. carihaeus) behauptet Verf., dass bei ihm stets Mangel der Behaarung mit dem Fehlen mehrerer Zähne und mit Stimmlosigkeit zusammentrifft, aber nur bei reinrassigen In- dividuen. Färbung. Dack, C. B. , berichtet über ein geflecktes Eich- hörnchen in Norfolk. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 68. Gunn, E. W., berichtet kurz über eine gelbhche Varietät von Mus decumanus. — Ebenda, p. 144. Jeffery, William, White Weasel in the New Forest. — Ebenda, p. 449—450. Sclater berichtet kurz über einen lebenden Albino von Georhychus cayensis. — Proc. Zool. Soc. London 1889, p. 246 — 247. (Vergl. auch p. 449.) Whitaker, J., White Hares in Nottinghamshire. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 143. Weisse Exemplare von Lepus timidus. Schlaf. Vergl. Dubois unter Anat. u. Phys., Allgem. Brut etc. Vergl. Langkavel unter BioL, Allgem. Liebe, K. Th., berichtet über im Februar geworfene junge Eichhörnchen (eigentliche Paarungszeit erst März I). — Zool. G. XXX, p. 124-125. Pinkert, E., Beobachtungen bei der Geburt eines Känguruh, Macropus rufus. — Ebenda, p. 85 — 86. 3* 36 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Die Geburt vollzog sich, indem das Weibchen auf dem unteren Kücken, an die Stallwand gelehnt, sass und mit dem Maule das neugeborene Junge ergriff, es wahrscheinlich beleckte und dann ebenfalls mit dem Maule ohne Mitwirkung der Vorderfiisse in den Beutel hineinbrachte. Seefeld, A. , Nilpferd - Zucht im Zoologischen Garten zu St. Petersburg. Mit 1 Abbildg. — Ebenda, p. 161—167. Die Trächtigkeitsdauer betrug 247, 249, 257 Tage, Von einem Paar wurde 6 Mal je ein Junges erzeugt. Tuck, Julian G., Squirrel breeding in a Church-tower. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 226. Verf. fand ein auf einem Sperlingsnest hergerichtetes Eich- hörnchennest auf einem Kirchturm in Suffolk. Webster, C. L., Observations on Putorius vison. — Americ. Naturalist, Vol. XXIII, p. 176—177. Kurze bio- resp. psychologische Beobachtung über MutterHebe und Ausdauer eines Mink-Weibchens. Gefangenscliaft. Barnsby, D., Note sur les Sajous du Jardin de Tours. — Revue Sc. Nat. Apphquees, 4. S. T. VI, p. 114—116. Biologische Mitteilungen aus der Gefangenschaft einer Cebus-Art. Behrends, Das Zwergmoschustier des Zool. Gartens zu. Frank- furt a. M. — Zool. G. XXX, p. 321—326. Hagmannn, lieber das Gefangenleben des Sumpfbibers (Myo- potamus coypu). — Ebenda, p. 8 — 14. Enthält u. a. Notizen über die Fortpflanzung. Hutchinson, Procter S. , The Manatee at the Zoological Gardens. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 299—301. Mit 2 Figg. Nichts Neues. Liebe, K. Tb., Gefangene Wildkaninchen. — Zool. G. XXX, p. 65—76. Interessante Beobachtungen in der Gefangenschaft, z. T. psycho- logischer Art. Pays-Mellier, Note sur les animaux qui vivent au parc de la Pataudiere. — Revue Sc. Nat. Appliquees, 4. S., T. VI, p. 172 — 179. Verf. behauptet, sich überzeugt zu haben, dass die Weibchen von Cephalophvs Maicwelli Hörner tragen. Kurze Notizen über Gefangenleben von Cervus porcinus, Cervulus Reevesi, Hystrix cn- stata, Cricetus (! Ref.) Viscaccm, Dasyprocta agouti, Coelogenys paca, Arctomys hohac, A. marmotta, Nyctereutes procynoides , Myopotamus coypu, Hydrochoenis capyhara. Porte, A., Note sur les Castors qui vivent dans l'ile de Bute, en Ecosse. — Revue Sc. Nat. Appliquees, 4. S,, T. VI, p. 5 — 7. Beobachtungen über eine künstliche JBiber-Ansiedlung in Schott- land. Beim Glätten der Erde an den von den Tieren errichteten Bauten bedienen sie sich nicht, wie oft angegeben, des Schwanzes, sondern der Pfoten. Reuvens, C, L,, Die Affen im Zoologischen Garten zu Rotter- dam, — Zool. G. XXX, p. 182—187, 206—213. in der Natui'geschicbte der Säugetiere während des Jahres 1889. 37 Biologische und systematische Mitteilungen, Stewart, W., The Beaver Preserve in the Island of Bute. — Science Gossip. Vol. XXV, p. 135—137. Mitteilungen über die vom Marquis of Bute angelegte Biber- kolonie in Schottland. Wunderlich, L., Aus dem zoologischen Garten zu Köln. — Zool. G. XXX, p. 23—25. Mitteilungen über gezüchtete Arten, darunter Otaria Gillespii Forst. Zipperlen, A. , berichtet über einen lebenden Manatus ameri- canus im Zoolog. Garten von Cincinnati. Hei-vorgehoben wird die Kleinheit der Lungen. — Ebenda, p. 25 — 26. Feinde. Brezol, H., Une hecatombe de Phoques au Ganada, — Revue Sc, Nat. Appliquees, 4. S., T. VI, p. 865—866, Nach einem Sturm wurden unzählige Exemplare von Phoca groenlandica auf Eisschollen an der Mündung des Sankt Lorenz angetroffen. Schätzungsweise sollen etwa 150 000 Stück getötet worden seini Hornaday, Will, T. , The Extermination of the American Bison with a sketch of its discovery and life history. With 21 pl. and 1 map, — Ann, Rep, Smithson. Instit. 1887 (!) II, p. 367—548. Petit, Julien. La disparition des Elephants, — Revue Sc, Nat. Appliquees, 4. S., T. VI, p, 657—658, Krankheiten und Missbildungen. Auld, R. C., Some cases of Solid-Hoofed Hogs and Two-Toed Horses. — Americ, Naturalist. Vol. XXIII, p. 447—449. Mit 1 Fig. Verf. berichtet über das Auftreten einhufiger Schweine, welches in Amerika nicht eben selten vorkommen soU; desgl, über Pferde mit zweiteiligen Hufphalangen, Cadeac, Contribution ä l'etiologie de la pneumonie contagieuse du cheval. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser,, T. 1, p, 316 — 319. Cadiot, Gilbert et Roger, Note sur une affection du chat, designee sous le nom de ,,cancroide des levres." — Ebenda, p. 381—383, Die Verff. weisen nach, dass es sich bei der genannten Be- zeichnung um verschiedenartige Krankheiten handelt. Z, T. haben dieselben mit Krebs garnichts zu thun, eine ist parasitärer Natur und lässt sich nicht einimpfen. Courmont, J., Sur une tuberculose microbienne et particuliere du boeuf. — Ebenda, p. 215 — 218. Verf. beschreibt eine tuberkuloseartige Krankheit bei Rindern, hervorgerufen durch einen vom Koch'schen Tuberkulosebazillus ab- weichenden Mikroorganismus, Derselbe, Deuxieme note sur un nouveau bacille tuberculeux trouve chez un boeuf, — Ebenda, p. 513 — 514, Verf, untersucht den in der vorigen Arbeit erwähnten Bacillus weiter und findet, dass derselbe Kaninchen und Meerschweinchen tötet, sich in ihrem Blut findet, mehrere Generationen hindurch 38 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen wirksam bleibt, aber nur unter bestimmten Bedingungen Tuberkulose hervorbringt. Ebstein, Wilh., und Nicolaier, Arthur, Beiträge zur Lehre von der zooparasitären Tuberkulose. — Arch. f. pathol. Anat. u. Physiol. Bd. 118 (1889) S. 432—435. Mit 2 Tfln. Die Verff. entdeckten in etwa stecknadelknopfgrossen Knötchen, welche sich in der Rinde von Hundenieren, meistens in den ober- flächlichen Schichten fanden, einen spiralig eingerollten Wurm. Derselbe wird genauer beschrieben; ebenso wird der Bau der die Würmer enthaltenden Knötchen genau studirt. Es fanden sich diese Gebilde unter 17 Fällen 16 Mal in den Nieren, nicht nur von Hunden, welche längere Zeit im Hundestall der Klinik gewesen, sondern auch von solchen, welche überhaupt nicht hineingekommen waren. Ausser in den Nieren fanden sich Wurmknötchen auch noch in den Lungen bei etwa der Hälfte der Versuchstiere. In den Nierenknötchen waren die Würmer in embryonalen, noch nicht ge- schlechthch differenzirten Zustand enthalten; Eier wurden nicht auf- gefunden. Wahrscheinlich sind die Embryonen als solche mit dem Säftestrom in die Nieren hineingekommen, wenn es auch nicht gelang, im Blut Eier oder Embryonen nachzuweisen. Die völlige Uebereinstimmung der Knötchen in Grösse, Aussehen und Struktur- verhältnissen mit den durch Tuberkelbazillen erzeugten Knötchen gestattet die Bezeichnung ,, zooparasitäre Tuberkulose der Hunde- niere". Laulanie fand ähnliche Knötchen in der Lunge von Hunden, die er der Wirkung von Strongylus vasorum Baillet zuschrieb. Die Verschiedenheit seiner Beschreibung mit den Befunden der genannten Verff. lassen den Schluss zu, dass zooparasitäre Tuberkulose durch verschiedene tierische Parasiten verursacht werden kann. — Vergl. auch Flower unter Anat. u. Phys., Haut. Galtier, V., Determination des especes animales aptes ä con- tracter, par contagion spontanee et par inoculation, la pneumo- enterite infectieuse, consideree jusqu'ä present comme une maladie speciale du porc. — C. R. Acad. Sciences, T, 108, p. 626—628. Die genannte Krankheit ist auf Meerschweinchen, Hunde, Schafe, Ziegen, wahrscheinlich auf Rinder, ebenso auf Vögel übertragbar und bei diesen Tieren z. T. gefährlicher als bei Schweinen. Derselbe, Nouvelles preuves de la transmissibilite delapneumo- enterite aux divers especes animales de la ferme. — Ebenda, p. 822 —824. Pneumo-Enteritis wirkt ansteckend auch auf Rinder und Esel, sowie auf Pferde, bei denen man die Krankheit als typhoide Affektion bezeichnete. Sie überträgt sich ferner von der Mutter auf den Fötus. Vergl. auch Hericourt et Riebet unter Anat. und Phys., Gefässsyst. Latter, Oswald H. , Abnormal development of genito-urinary System of Lepus cuniculus. — The Journ. of Anat. and Phys. New Ser. Vol. HI, p. 650. in der Natiu-geschiclite der Säugetiere während des Jahres 1889. 39 Verf. konstatirte bei einem Kaninchen gänzliche Abwesenheit der Fortpflanzungsorgane auf der rechten, sowie der Exkretions- organe auf der linken Körperseite. Menard, Saint-Yves, Note sur la Maladie des Chiens. — Revue Sc. Nat. Appliquces, 4. S., T. VI, p. 377 — 382. Mitteilungen über Tollwut und deren Behandlung. Nocard et Masselin, Sur un cas de tuberculose zoogleique d'origine bovine. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser., T. 1, p. 177 — 181. Nocard, Sur la tuberculose zoogleique. — Ebenda, p. 608 — 610. Peuchu, F., Sur la morve du mouton. — Ebenda, p.232 — 233. Pferde-Rotz lässt sich nicht nur auf Hammel übertragen, sondern die Krankheit geht auch von einem Hammel auf andere durch An- steckung über. Piana, Gian. P. , Tre dermoidi negli occhi di un vitello. — Mem. R. Accad. Sc. Istit. Bologna. S. 4, T. IX, p. 593—602. Mit 2 Tfln. Verf. beschreibt eigentümliche tumorartige, von Haut bedeckte Bildungen an Cornea und Conjunktiva des linken Auges eines Kalbes, Railliet, A. , Recherches experimentales sur les tumeurs ver- mineuses du foie des Murides. — Bull. Soc. Zool. de France. Vol. XIV, p. 62—67. Verf. untersucht Tumore in der Leber von Ratten u. s. w., welche Massen von Eiern enthielten. Versuche ergaben kein völlig genügendes Resultat, doch scheint es sich um einen zur Gattung Trichosoma Rud. gehörigen Wurm zu handeln. Derselbe, De l'occurrence de la Filaire de Medine chez les animaux. — Ebenda, p. 73—76. Mit 1 Fig. Von Säugetieren werden Pferd, Rind, Hund, Gepard und Schakal als Wirte der Filaria medinensis genannt. Railliet, A,, et Lucet, A., Tumeurs vermineuses du foie du Herisson, determinees par un Trichosome. — Ebenda, p. 360 — 362. In der Leber eines Igels wurden ebenfalls durch ein noch un- bestimmtes Trichosoma verursachte Tumore gefunden. Schaff, Ernst, berichtet über die Todesursache einer Ringel- robbe im Berliner Zoolog. Garten. — Zool. G. XXX, p. 339—340. Tegetmeier zeigte ein Paar abnormer Hörner von Capra sihirica, welche sich vorn kreuzten (Proc. Zool. Soc. London 1889, p. 135). Williston, J. W., A new cattle-pest. — Americ. Naturalist. Vol. XXIII, p. 584—590. Mit 1 Tfl. Entomologischen Inhalts. Haematobia serrata Rob. Desv. als Feind des Viehes. Are the German Schweine-Seuche and the „Swine Plague" of the Government of the United States identical diseases? — Ebenda, p. 888—901. Ohne Autor! Die Frage wird verneint. 40 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Nutzen und Scliaden. Alt um, Bernard, Waldbeschädigungen durch Tiere und Gegenmittel. Mit 81 in den Text gedr. Holzschn. BerKn 1889. Bei jeder Holzart werden neben den übrigen Schädlingen auch die Säugetiere berücksichtigt, ausser den als ,,Wild" zu bezeichnenden Arten besonders die einheimischen Nager, sowie der Igel. Nicht aufgenommen sind die Haustiere und das Elch, da letzteres nicht von allgemeiner Bedeutung für die Forstwirtschaft ist. Polyphage Tiere werden bei derjenigen Holzart am eingehendsten behandelt, welche sie am stärksten beschädigen. Von Beschreibungen der betr. Tierarten ist ganz abgesehen; in biologischer Hinsicht enthält das Buch sehr wertvolle Mitteilungen. Blanchard, R. , Note sur un cas de sabot adventrice chez le chamois. — Bull. Soc. Zool. de Fra,nce. Vol. XIV, p. 364—366. Mit 1 Fig. Bei einer Gemse, welche am Ende der oberen zwei Fünftel des linken Metatarsus einen Knochenbruch erlitten und den unterhalb der Bruchstelle gelegenen Teil des Beines verloren hatte, bildete sich auf dem Knochenstumpf ein wohl entwickelter Huf, Das Tier soll angeblich den Jägern 15 Jahre bekannt gewesen sein! Brezol, H., Les fermes ä chiens en Chine. — Revue Sc. Nat. Appliquees. 4. S., T. VI, p. 256—257. In der Mandschurei giebt es Hundezüchtereien , welche Hunde ihrer Felle wegen in grossen Mengen produziren. Derselbe, Putois et Ondatras americains. — Ebenda, p. 371. Zucht von Stinktieren zur Gewinnung der Felle (Skunk). Fiher zihethicus als Nahrungsmittel („ Sumpf kaninchen"!). Darbyshire, F. V., Pigs used as Sheep-dogs in Italy. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 433—434. Verf. erzählt, dass in Italien Schweine zum Schafehüten ab- gerichtet würden. Decroix, E., Importance actuelle de la consommation de la viande de cheval. — Revue Sc. Nat. Appliquees. 4. S., T. VI, p. 425 —432. Pferdefleisch als billiges und gesundes Volksnahrungsmittel empfohlen. Phillips, Coleman, On the methods adopted in New Zealand for the destruction of Rabbits. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 323—324. Pion, E., Utilite de la Chevre. — Revue Sc. Nat. Appliquees. 4. S., T. VI, p. 180-193, 234—241, 329—339. Verf. beklagt die geringe Wertschätzung der Ziege als Haustier und legt den ökonomischen Wert derselben dar. Allgemeine Ein- leitung, Schilderung der verschiedenen Rassen, statistische Angaben, Fortpflanzung, Zucht, Verbesserung der Rassen, Ernährung, Produkte, Krankheiten. Sclater, P. L., The Rabbit Pest. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 143. in der Naturgeschichte der Sängetiere während des Jahres 1889. 41 Verf. teilt einen Vorschlag Rodier's zur Ausrottung der Kaninchen in Australien mit. Man solle mit Netzen und Frettchen unausgesetzt fangen, die Weibchen töten, die Männchen aber wieder frei lassen. Diese würden bald in grosser Ueberzahl vorhanden sein, die Weibchen zu Tode hetzen und etwaige Junge gleich töten. Das Mittel sei wirksam und dabei für andere Tiere und den Menschen ganz un- schädHch. Wild Dogs in New Zealand. — The Zoologist (3) Vol XIII p. 68. ' Verwilderte Hunde haben sich in verschiedenen Gegenden Neu- seelands sehr vermehrt, jagen in Rudeln und richten unter den Schafheerden etc. grossen Schaden an. Land- und Forstwirtschaft, Jagd etc. Auld, R. C, The Segregation of Polled Races in America. — Americ. Naturalist Vol. XXIII, p. 677—686. Verf. schildert die Entstehungsgeschichte der amerikanischen hornlosen Rindviehschläge. Schon von jeher gab es unter dem amerikanischen Vieh nicht selten hornlose Exemplare, welche aber meistens für minderwertig galten, bis später die „polled breeds" zu der jetzigen Stellung gelangten. Ferner Mitteilungen über die „Guinea Cow", eine eigentümHche kleine, aber sehr wertvolle Rasse in Florida und Südgeorgia. Vergl. auch Auld unter Biologie, Krankh. u. Missb. Baumeister, W., Anleitung zum Betriebe der Rindviehzucht. 5. Aufl., vollständig neu bearbeitet von F. Knapp. Berlin 1889. Berthoule, Amedee, La chevre d'Angora en dehors son habitat naturel. — Revue Sc. Nat. Appliquees, 4. S., T. VI, p. 1022 — 1034. Mit 1 AbbUdg. Verf. schildert den Zustand der nach verschiedenen Teilen der Erde eingeführten und dort weiter gezüchteten Angoraziegen. Brandt, Carl, Das schwarze Rehwild. Mit 1 Abbildg. Cassel 1889. Brezol, H., Croisement et domestication du Bison americain. — Revue Sc. Nat. Appliquees. 4. S., T. VI, p. 163—164. In Kansas und in Canada giebt es je eine Heerde von ameri- kanischen Bisons, welche teils rein gezüchtet, teils mit Hausrindern gekreuzt werden. Die Dreiviertelblut- und die Halbblut - Bisons zeichnen sich durch Grösse und Schwere aus und liefern gutes Fleisch, sind sehr widerstandsfähig gegen klimatische Einflüsse und werden als Haustiere für kältere Gegenden empfohlen. Derselbe, Chevaux australiens et chevaux du Cap. — Ebenda, p. 209—211. Auszug aus dem Live stock Journal. Bungartz, Jean, Illustriertes Muster -Hunde -Buch. Studien rassereiner Hunde. Liefg. 4—10. Hamburg 1889. Cooks, Alfred Heneage, The Finwhale Fishery off the Lapland coast in 1888. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 281—290. 42 Dl"- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Enthält 11. a. eine tabellarische Uebersicht über Zahl und Art etc. der gefangenen Wale. Dalziel, H. , Fox Terrier Stud Book, containing the Pedigree of every Fox Terrier that wou a Prize at any of the Principal Shows in 1888. London 1889. Vergl. auch Huddieton unter Austral. Reg, Die österreichischen Rinder - Racen. Herausgeg. vom k. k, Ackerbau-Ministerium. l.Bd. Rinder der österreichischen Alpenländer. Von Ferd. Kaltenegger und Heinr. Adler. Westliche Gruppe der gleichmässig einfarbigen Typen. 4. Hft. Grau- und Braunvieh in Italienisch-Südtirol. Mit 1 Karte. Wien 1889. Loncey, H. V. de, Les Races de chevaux de trait (France, Belgique, Angleterre). Paris 1889. lUustr. Vergl. auch Leisering und Hart mann unter Anat. u. Phys., Allgem. Maresch, H., Die Zucht und Pflege des Schweines. Sammlung gemeinnütziger Vorträge herausgeg. vom Deutschen Verein zur Ver- breitung gemeinnütziger Kenntnisse in Prag. Nr, 140. Prag, Leipzig 1889. Mendel-Steinfels, H. von, Anleitung zur Auswahl und Pflege der Zuchtstute und zur Aufzucht des Fohlens. Im Auftrage der Deputation zur Förderung der Pferde- und Viehzucht im Gebiete des landw. Central- Vereins der Prov, Sachsen verf. und herausgeg. Halle a. S. 1889. Vergl. auch Patzig unter Allgem. Petit, J., Quantite de betail du globe. — Revue Sc. Nat, AppHquees. 4. S., T. VI, p. 254—255. Annähernde Schätzung der Zahlen der Haustiere auf der Erde, nach VeröflfentHchungen des Ackerbau-Ministeriums der Vereinigten Staaten. Pion, E., Le concours universel d'animaux domestiques au palais d'industrie. Races bovines. — Ebenda, p. 689 — 692. Ausstellungsbericht. Derselbe, Concours international des chevaux reproducteurs. — Ebenda, p. 828—831. Ausstellungsbericht, Regnard, Sur la quantite de graisse accumulee dans les siUons du coeur chez les animaux engraisses rapidement. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser., T. I, p. 254—255. Während bei einem normalen Rinde das im Herzen abgelagerte Fett etwa 12 7o des gesamten Herzgewichtes beträgt, stieg dasselbe bei gemästeten Tieren bis auf 30 7o > bei Schweinen ergaben sich 14—22 7o, bei Schafen 13—19 %. Southwell, T., Notes on the Seal and Whale Fishery of 1888. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 121—126. Angaben über die Zahl der zum Walfang auslaufenden eng- lischen Fahrzeuge und ihre Beute. Es ist überall eine Abnahme der letzteren zu konstatiren. in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 43 Derselbe, Seals and Sealers. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 253—255. Erörterungen von allgemeiner Natur, nicht speziell zoologisch. Thomas, Paul, La Suisse et ses chevres. — Revue Sc. Nat. Appliquees. 4. S., T. VI, p. 705—707. Kurze Mitteilungen über 8 Schweizer Ziegenrassen. Wrangel, Graf E. G., Das Buch vom Pferde. Ein Handbuch für jeden Besitzer und Liebhaber von Pferden. 2. verm. u. verb. Aufl. Mit über 700 Abbildgn. in Holzschn. und 19 Kunstbeilagen. Stuttgart 1889. Stud-Book percheron de France publie par la Societe hippique percheronne, T. 4, Fase. 1. Etalons. Nogent-le-Rotron 1889. Dasselbe. Fase. 2. Juments. Heerde-Buch der Alp-Fleckvieh-Race des Simmenthales und Saanenlandes. Stand derselben auf 1. Mai 1889. Thun 1889. Fur-bearing Animals in Siberia. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 68. Statistische Nachrichten. Geographische Verbreitung und Faunen. Oestliclie gemässigte Region. Aplin, 0. V., Natterer's Bat in North Oxfordshire. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 381—382. Beauregard, H., Note sur un Baleineau (B. rostrata) echoue sur la cote de Mimizan. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser., T. I, p. 238—239. Bale7ioptera rostrata ist mit Sicherheit zur Fauna der französischen Küsten zu rechnen, da die Art zu jeder Jahreszeit dort beobachtet wird. Derselbe, Note sur deux Cetaces recemment echoues sur les cotes de France. — Ebenda, p. 666 — 667. Kurze Notiz ohne weiteres Interesse. Borcherding, Fr., berichtet über das Vorkommen von Mus rattus L. im nordwestlichen Deutschland. Hiernach ist die Art in dem genannten Gebiet häufiger als meistens angenommen wird. M. decum. soll angeblich in Bremen 1836 noch nicht engewandert gewesen sein. — Zool. G. XXX, p. 92 — 93. Brusina, Spir., Sisavci Jadranskoga Mora. Gradja za Faunu hrvatsku uz obzir na ostale sisavce sredozemnoga mora. Zagreb 1889 (Sep.-Abdr. aus den Abhandig. der südslavischen Akad.). Behandelt die Säugetiere des adriatischen Meeres. Browne, M. , The Vertebrate Animals of Leicestershire and Rutland. Birmingham and Leicester 1889. Mit Abbildgn. Brown, J. A. Harvie, and Buckley, T. E., Fauna of the Outer Hebrides. Edinburgh 1889. Mit lUustr. Büchner, Eugen, lieber das Fehlen des Eichhörnchens im Kaukasus. — Melanges biol. T. XIII, p. 75—82. 44 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Verf. stellt die interessante Thatsache fest, dass entgegen den Angaben von Pallas, Nordmann, Menetries u. A. das Eich- hörnchen im Kaukasus fehlt. Die genannten Forscher wurden wahrscheinlich irregeführt dadurch, dass im Russischen in einigen Gegenden für Myoxus glis dieselbe Bezeichnung gebraucht wird, wie für Sciuri/s vulgaris. Vergl. auch Büchner unter Allgem. und unter System., Muridae. Cornish, Thomas, Black Rat in Cornwall. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 434, p. 450. Kurze Notizen zur Verbreitung von 3Ius rattus. Dowker, George, The Noctule and Serotine Bats in Kent. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 258—259. Beide Arten sind stellenweise zahlreich in Kent. Grimm, Walfisch-Industrie an der Murmanenküste. 1885! Verf. giebt eine Darstellung seiner im Auftrage des Ministeriums der Reichsdomänen angestellten Untersuchungen bezüglich der russischen Walindustrie an der Murmanenküste (Kola -Halbinsel). Er behandelt zunächst die Naturgeschichte der in russischen Ge- wässern vorkommenden Wale: Balaena mysticetus, B. hiscayensis, Megaptera boops, Balaenoptera i'ostrata Fahr., B. horealis Less., B. muscuhis Comp., B. Sihhaldii Gray. Im IL Kap. wird der Einfluss der Wale und der Walindustrie auf die Fische und die Fischerei erörtert; im III. Kap. die Entwicklung der Walindustrie ; im IV. Kap. die Organisaton derselben. Harting, J. E., Daubenton's Bat not in Norfolk. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 161—166. Mit 1 Tfl. Vergl. auch Harting unter Biologie, Allgem. Locard, A. , Catalogue descriptif des Mammiferes qui vivent dans le Departement du Rhone et dans les regions avoisinantes. — Ann. Sog. Agricult. Lyon (2) Jahrg. 1889, p. 1—74. Modigliani, E., Appunti intorno ai Mammiferi dell'Isola Nias. — Ann. Mu. Genova (2) VII, p. 238—245. Messer berichtet über das Vorkommen von Mus rattus in Bremen, wo dieselbe sich immer noch an einzelnen Oertlichkeiten aufhält. — Zool. G. XXX, p. 26—27. Martin, Rene, et Rollinat, Raymond, Catalogue des Mammi- feres de la Brenne, Mammalogie du departement de ITndre. — Memoires Soc Zool. de France, Vol. II, p. 11 — 29 ff. Es werden 54 Arten aufgezählt, 14 Fledermäuse, 8 Insectivoren, 16 Nager, 12 Raubtiere, 4 Paarhufer, bei jeder Notizen über Vor- kommen, Häufigkeit, Lebensweise etc. Von selteneren Arten z. B. genannt Rhinolophus euryale Blas., Vespert. e7narginatus Geoffr., Talpa caeca Savi, Mus rattus L., Mustela (! Ref.) lutreola L., Genetta vulgaris Cuv. Nehring, A., Ueber Säugetiere von Wladiwostock in Südost- Sibirien. — Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde. Berlin 1889, p. 141 — 144. Von besonderem Interesse ist ein Schweineschädel mit 8 Backen- in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 4.5 zahnen in jedem Oberkiefer; derselbe gehört zu Sus leucomystax Continental is. Oldham, Charles, Whiskered Bat in Derbyshire. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 68—69. Verf. fand am 1. Jan. ein lebendes Exemplar von VespeHilio mystacmvs an einer feuchten, dem Tageslicht ausgesetzten Stelle am Eingang in den Schacht eines Bergwerks. Palumbo, Augusto, Note di zoologia e botanica sulla plaga selinuntina. — Naturalista siciliano VIII, p. 270 — 274. Die Säugetiere werden zunächst aufgeführt (p. 270 — 274; in Bd. IX werden die übrigen Tiere behandelt) , 5 Chiropt. , 2 Insecti- voren (nur Erinaceus eitrop. und Crocidvra musaranea ßpA), 4 Carniv., darunter C. lupus^ 7 Nager. Auf Vollständigkeit kann das Ver- zeichniss keinen Anspruch machen. Radde, G. , und Walter, A. , Die Säugetiere Transkaspiens. Mit Beiträgen von W. Blasius. — Zool. Jahrb. Abtlg. f. Syst. etc. Bd. IV, p. 993—1094. Mit 1 Tfl. Obwohl Transkaspien ein für Chiropteren durchaus ungeeignetes Gebiet ist, wurden 9 Arten gesammelt, darunter die interessante Otonycteris hemprichii Pet. und die als spezifische Wüstenform merk- würdige Vesperugo serotimis (^Danh.') var. turcomanus Eversni. An Insectivoren wurden nur 3 Arten beobachtet, wozu eine vierte früher nachgewiesene kommt. Unter den Carnivoren nehmen die Katzen den ersten Rang ein (8 Arten), Caniden sind weniger zahlreich (5 Arten), Musteliden spärHch (5 Arten); von Hyäniden nur H. striata] Viverren und Bären fehlen ganz. Der Mangel der letzteren Gruppe ist auffallend, da sie in allen benachbarten Gebieten vertreten ist. Fhoca vitvlina L. var. caspica Nilss. soll selten das transkaspische Ufer berühren. Nagetiere sind, wie zu erwarten, am reichsten ver- treten, wenn auch nicht gerade sehr reich an Arten, so doch an Individuen. 24 Arten wurden konstatirt, darunter die vielfach als Art betrachtete Mus musculus var. hactrianus Blyth, ferner die vor- wiegend indische Gattung Nesokia u. zw. N. indica Gray var. huttoni Blyth und N. hoettgeri n. sp., welche sowohl in der Körperform und Farbe als auch im Schädelbau, bes. im Unterkiefer von der erst- genannten Art sicher zu unterscheiden ist. Eine Tafel enthält Ab- bildungen des Schädels und Gaumens, Ungulaten wurden in nur 5 Arten getroffen, auffallend wenig im Vergleich zu den Nachbar- faunen. Bei dem Kap. über Antilope subgzftturosa wird eine Angabe Pohlig's über A. cervicapra in Persien berichtigt (vergl. Ber. f. 1887 p. 79). Von Haustieren werden genannt Hund, Katze, 2 Kameel- arten nebst ihren Bastarden, Pferd (2 Typen), Esel, Rind, Ziege, Schaf, Schwein. Struck, C, Ueber das Vorkommen des Hamsters (Cricetus vulgaris L.) in Mecklenburg. — Arch. Ver. d. Freunde d. Naturgesch. Mecklenbg. 42. Jahrg., p. 103—106. Verf. führt vier Lokalitäten auf, an denen der Hamster in Mecklenburg sicher nachgewiesen ist, nämhch Lübberstorf, Hohen- 46 Dl"- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen stein, Golm und Weitin. Einer der Gewährsmänner äussert die Ansicht, dass der H. auch Pflanzenwurzeln durch Nagen beschädige. Zaroudnoi, N., Recherches zoologiques dans la contree trans- caspienne. — Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. Nouv. Ser., T. III, p. 128 — 160, 740—842. p. 740 — 748 enthält meist kurze Notizen über die beobachteten, z. T. nur der Gattung nach bestimmten Säugetiere. Bemerkenswert ist ein Cynailurus jub. mit zwei fast gleich grossen Caninen im linken Oberkiefer. Distribution of Daubenton' s Bat in Britain, — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 308. Distribution of Natterer's Bat in Britain. — Ebenda, p. 308 —309. Mus hibernicus, Thompson, restored to the British Fauna. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 201—206. (Auszug aus Harvie Brown and Buckley ,, Fauna of the Outer Hebrides".) Es wird nachgewiesen, dass die lange Zeit zu M. rattus gestellte schwarze Ratte, welche Thompson als M. hiberniais bezeichnete, eine Var. von M. decumanus ist, die sich von dieser ausser durch die Färbung auch durch Abweichungen in den Proportionen unter- scheidet. Aethiopische Region. Barboza du Bocage, J. V., Breves Consideragoes sobre a Fauna de S. Thome. — Jornal Sciencias Lisboa (2) Bd. I, p. 33-36. Von Säugetieren werden angeführt: Cercopithecus mona, Viverra civetta, Cynonycteris strami?iea, Phyllorhina caffra, Mus decumanus, Mus rattus, Crocidura thomensis n. sp. Derselbe, Mammiferes d'Angola et du Congo. — Ebenda, p. 8—32, 174—185. Mit Abbildgn. Behandelt werden Primaten, Chiropteren, Insectivoren und Carni- voren. 3 neue Crocidura-AxteVi. Bryden, H. A., Kloof and Karroo in Cape Colony. (Ort?) 1889. Enthält u. a. einen Artikel über die Ausrottung des Quaggas. Milne-Edwards, A., et Oustalet, E., Etudes sur les Mammi- feres et les Oiseaux des lies Comores. — Nouv. Arch. Mus. (2) T. X, p. 219—297 (1888!). Noack, Th., Beiträge zur Kenntniss der Säugetierfauna von Süd- und Südwest-Afrika. — Zool. Jahrb. Abtlg, f. Syst. etc. Bd. IV, p. 94—261. Mit 5 Tfln. Verf. bearbeitete die von Schinz im Damara- und Ovamboland, sowie in der Kalahariwüste und die von Hesse im Gebiet des unteren Kongo gemachten Sammlungen, zusammen 77 Arten, nämlich Edentata 3, Sirenia 1, Nasicornia 2, Eqtiidae 2, Suina 3, Obesa 1, Proboscidea 1, Antilopina 5, liyracina 1, Rodentia 13, Carnivora 24, Insectivora 2, Chiroptera 12, Prosimiae 2, Simiae 5. Neu sind folgende Arten: Manis hessi n. sp. „Manis mit langem Kopf und Hals, mehr als körperlangem, breitem, an der Spitze breit ab- gerundetem Schwänze, sehr breiten, eiförmig abgerundeten gefurchten in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 47 Schuppen, welche in der vordem Hälfte an der Basis braun, sonst olivengelb, hinten an der Spitze gelb, auf dem Schwänze braun mit hellem Doppelbande vor der Schwanzspitze gefärbt sind und in der mittleren Reihe ununterbrochen bis zur Schwanzspitze verlaufen. Unterarm behaart, Hinterschenkel beschuppt, Nagel des dritten Fingers enorm verlängert." Gerbülus tenuis Smith var. schinzi N. „Kleiner Gerbillus mit oben und unten orangegelben Nagezähnen, körperlangem, in einen kleinen Büschel endendem Schwänze und weissen Nägeln. Farbe oben lebhaft gelb mit braun gesprenkelt, unten weiss, Oberarm und Metatarsus aussen und innen weiss." Kalahari. Mus {= Micromi/s) microdontoides n. sp. ,, Kleine, dem Gebiss nach Mus microdon Pet. nahestehende, aber nur halb so grosse Maus mit körperlangem, geringeltem und behaartem Schwänze, stumpfer Nase und grossem ovalem, innen gelbrot behaartem Ohre. Färbung oben rotbraun, unten nicht scharf abgesetzt umbragrau, an den Beinen silbergrau, an den Füssen weisslich gelbgrau." Banana (Nordufer der Kongomündung). Macroscelides hrachyrynchus Smitlt var. schinzi N. schliesst sich an Macr. brach. Smith = melanotis Ogilhy an, von dem er durch geringere Grösse, längeren Rüssel und andere Färbung abweicht. Ovamboland. Vesperiis damarensis n. sp. „Mittelgrosser Vesperus mit langen, oval zugespitzten Ohren, deren äusserer Rand aber etwas ein- gebuchtet ist, und gradem, aussen halbmondförmig abgerundetem Tragus, mit dunkelbrauner, zwischen Schenkeln und Schwanz hell- gelbbrauner, von weissen parallelen Adern durchzogener Flughaut, oben von hell sepiagelber mit graubraun gemischter, unten von weissgrauer mit schwarzbraun gemischter Farbe der ziemlich langen und flockigen Haare." Damaraland, Omburo und Golabu. Vesperus pusillus n. sp. „Winzig kleiner Vesperus mit langem, schmalem, wenig eingebuchtetem Ohr, nach oben breit dreieckig verbreitertem, mit der Spitze nach innen gebogenem Tragus, kurzer stumpfer Nase, dreizackigen äusseren Incisiven, geringer Ausbuchtung der Schenkelflughaut, freiem letztem Schwanzwirbel , von tief russ- schwarzer, unten wenig hellerer Farbe." Borna. Vesperugo pagenstecheri n. sp. ,, Kleiner Vesperugo, der Vesperugo nanus Peters nahesteht, aber erheblich kleiner und viel heller gefärlDt ist. Ohr lang und schmal zugespitzt, hinten etwas ausgeschnitten, der äussere Ohrrand massig gegen den Mundwinkel vorgezogen, der kleine und schmale Tragus innen gerade, aussen convex. Färbung oben hell gelblich olivenfarben, unten noch heller weisslichgelb mit olivenfarbenem Anfluge." Netonna (am Banana Creek). Chalinolohus congicus n. sp. ,,Chalinolobus mit zweispitzigen inneren J, halbmondförmigem Lappen am unteren Mundwinkel und Warze über dem Mundwinkel, rundem, nach hinten umgebogenem Lappen am unteren Ohrrande, Tragus mit gerader innerer, gebogener äusserer Kante mit spitzem Lappen am unteren Rande, weissgelb- 48 Dl'. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen lieber bis bell rötlichbrauner Flughaut, ganz von der Flugbaut ein- geschlossenem Schwänze und olivengelblich-silbergrauer Färbung und mehr oder weniger deutlichen weisslicben Streifen oben und unten an den Schultern." Netonna. Die Abbildungen stellen teils ganze Tiere (farbig), teils Schädel dar. Malayische Region. Jentink, F. A., On collection of Mammals from East-Sumatra. — Notes Leyden Mus. Vol. XI, p. 17 — 30. Aufzählung der von Dr. Hagen in Ost -Sumatra gesammelten Säugetiere, 49 Arten, davon Simiae 6, Galeopithecidae 1, Carni- vora 11, Ruminantia 4, Pachydermata 3, Rodentia 11, Insectivora 5, Chiroptera 8. Bisher nicht bekannt von Sumatra (doch von Borneo) waren Arctogale stigmatica, Hemigalea derhymia, Herpestes hrachynrus, Cynogale betitiettii, Ptilocermis lowu, Rhizomys dekan. Trotz der Uebereinstimmung der Faunen von Sumatra und Borneo im All- gemeinen zeigt sich, dass die Säugetierfauna von Ost-Sumatra mehr mit derjenigen von Borneo überein kommt als mit der von West- Sumatra. Neu beschrieben wird Sciuropterus hageni n. sp., welcher sich vor allen malayischen Gattungsangehörigen schon durch die Grösse auszeichnet. Totallänge 558 mm, Schädel 54 mm, Jochbogen- breite 34 mm. Vergl. auch Jentink unter System., Chiropt, Langkavel, B., Das Nahurschaf, Pseudois nahoor. — Zool. G. XXX, p. 298—302. Verf. erörtert fast ausschliesslich die geogr. Verbreitung. Sclater, W. L., On a Collection of Mammals, procured at Shahpur, Punjah etc. — Proc. Asiat. Soc. Bengal. 1889, p. 144. Genannt werden Ccmi's (Vuljies) hengalensis, Herpestes auro- pundatvs, Erinacetis collaris, Seotophüus paUidtis, Mns bactrianus. Thomas, Oldfield, On the Mammals of Mount Kina Balu, North Borneo. — Proc. Zool. Soc. London 1889, p. 228—236. Mit 1 Farbentfl. 6 überhaupt neue und 5 für Borneo neue Arten. Diese letzteren sind: Cynopterus ecaudatus Temm., Ilylomys suillus dorsalis Thos., Chimarogale himalayica Gray, Mus musschenbroecki Jenf., Mus lepturus Jent. Die neuen Arten wurden bereits früher (1887 und 1888) von Thomas beschrieben, meistens in Ann. Mag. Nat. Hist. Sciums whiteheadi Thos. wird farbig abgebildet. Australische Region. Anderson, J., Report on the Mammals, Reptiles and Batrachians, chiefly from the Mergui Archipelago, collected from the Indian Museum. — Journ. Linnean Soc London Bd. XXI, p. 331—350. Huddieston, H. B., The Acclimatisation of Red-deer in New- Zealand. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 24. Im Distrikt Nelson in Neuseeland hat sich 1850 in einem Paar eingeführtes Rotwild sehr stark vermehrt und über ein weites Gebiet verbreitet. Ueber denselben Gegenstand findet sich eine Notiz ebenda p. G7— G8. Hiernach vermehrt sich der Edelhirsch stark an der in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 49 Ostküste des sücUiclien Wairarapa-Distriktes und verbreitet sicli von dort ans noch weiter. Westliche gemässigte Region. Vergl. Baker unter Biol., Allgem. ; ferner Merriam unter System., Rodentia. Siidamerikanisclie Region. Cope, E. D., On the Mammalia übtained by the naturaHst exploring expedition to Southern Brazil. — Amer. Naturalist, Vol. XXIII, p. 128—150 (Febr.). Bericht über die Säugetiere, welche unter der Leitung von Herbert H. Smith 1882 in Rio Grande do Sul und Matto Grosso gesammelt wurden. Angeführt werden: Marsup. 4; Chiropt. 9; Edent. 10; Rod. 16; Carniv. 16; Diplarthra 6; Quadrum. 4. Neu beschrieben werden 9 Arten: Dermanura eva sp. nov. steht D. quadri- vittata am nächsten, unterscheidet sich jedoch von dieser durch be- deutendere Grösse und durch die abweichende Form des äusseren unteren Schneidezahns. — Vesperus arge sp. nov. Untere Incis. dreilappig, äusserer oberer einfach und schmal, Ohren viel kürzer als der Kopf. Nasenbildung wie bei V. platyrhinus Dohs. Schwanz ganz in der Flughaut eingeschlossen. Farbe oben dunkelbraun mit rötlich überhaucht, unten ähnlich, doch mit helleren Haarspitzen. Innenseite der Interfemoralhaut blass, weisslich, nach den Rändern weniger hell. Kopf und Körper 61 mm, Schwanz 38 mm, 3. Finger 71 mm. 1 Expl. von Sao Joao. — Myrmecophaga hivittata straminea sp. nov. (Subspez.? Ref) Von M. hivitt. hauptsächlich durch die strohgelbe Farbe unterschieden. — Myrm. sellata sp. nov. ist auf einen defekten Balg gegründet, welcher durch längeren Schwanz und abweichende Färbung von M. hivitt. abweicht. — Tatusia megaloJepis sp. nov. unterscheidet sich durch die Grösse der Knochenschilder von T. peba und T. hyhrida. Letzterer Art gleicht sie in der Kürze des Schwanzes, entfernt sich aber von ihr durch die längeren Ohren und durch den abgerundeten Hinterrand des Kopfschildes mit nur 1 Reihe von Tafeln. 1 (!) Expl. von Chapada (Matto Grosso). — Sphingurus sericeus sp. nov. ist kenntlich an dem gänzlichen Mangel brauner Farbe an den Haaren und Stacheln. Cope giebt übrigens die Möglichkeit zu, dass Sph. sericeus zu Sph. villosus zu ziehen sei, unter welchen Hensel wohl ersteren einbezöge. — Dasyprocta aurea sp. nov. vertritt D. croconota und D. p)rymnoloplui Wagl. in Süd- brasilien und steht von diesen beiden Arten der ersteren näher, ist jedoch sonst am meisten mit D. azarae verwandt. Auf 1 (!) Balg mit Färbungsverschiedenheiten gegründet. — Felis hraccata sp. nov. ist nahe verwandt mit F. jaguarondi , von der sich jene durch ihre Zehen- und Krallenbildung, kürzeren Schwanz, spitzere Ohren und andere Behaarung in der Nasengegend unterscheidet. Ausserdem Färbungsdifferenzen. — Dicotyles angulatus sp. nov. von D. tajasstc durch Schädeldifferenzen getrennt; Oberkieferleiste vorn bis zur Canin- Alveole reichend; Nasenbeine im Querschnitt winkelig er- scheinend; 1. oberer Pm. quadrituberkulär, molarartig; Molaren gefaltet. — Bei den Procyonidae wird eine synoptische Tabelle der Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd.U. H.l. 4 50 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen Schädelcharaktere gegeben, wobei die Coatis zur Gattg. Procyon gezogen werden. Nehring, A., lieber die Herkunft des Meerschweinchens (Cavia cobaya Marcgr.). — Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde. Berlin 1889, p. 1—4. Mit 3 Abbildgn. Verf. weist unter Bezugnahme auf peruanische Meerschweinchen- Mumien nach, dass die Heimat des genannten Tiers nicht, wie bisher überall angegeben, Brasilien, sondern Peru ist. True, Frederick W., On the occurrence of Echinomys semi- spinosus, Tomes, in Nicaragua. — Proc. U. S. Nat. Mus. Vol. XI, p. 467—468. Verf. erhielt 5 Expl. von EcJimomys semispin. Tomes aus der Gegend von Greytown in Nicaragua, wodurch der erste Beweis für das Vorkommen eines Gliedes der Fam. Octodontidae in Central- amerika erbracht ist. Derselbe, On the Mammals collected in Eastern Honduras in 1887 by Mr. Charles H. Townsend, with a description of a new subspecies of Capromys from Little Swan Island. — Proc. U. S. Nat. Mus. Vol. XI, p. 469—472. Capromys brachyui'us thoracatus subsp. nov. stimmt bis auf Färbungsunterschiede (ein weisses Band quer über die Brust, graue Kehle, braun und ockerfarbige Hinterfüsse) mit Cap. brach, überein. Bisher glaubte man die Gattg. Capromys auf Jamaika und Cuba beschränkt, so dass das Vorkommen der neuen Subspez. auf einer kleinen Insel am Eingang des Golfes von Honduras von grossem Interesse ist. Die Liste der Säugetiere enthält folgende Arten: Mycetes piaUiatiis Gray, Cebus hypoleucus Humboldt, Felis pard. L., Nasiia narica Z/. , Cariacus clavatus True, Scmrus hypopyrrhus Wagl., Sc. teplirogaster Gray, Coelog. paca L., Dasyprocta punctata Gray., Bliynchonycteris naso Max z. Wied, Tat. novoncinda L., Did. Opossum, D. murina L. Fossile Säugethiere. Anieghino, Florentino, Contribucion al conocimiento de los Mamiferos fösiles de la Republica Argentina. — Actas Acad. Nac. Ciencias de Cordoba. T. VI. 1889. 1027 S. nebst Atlas von 48 Tfin. In dem sehr umfangreichen Werk werden folgende zahlreiche neue Gattungen lind Arten beschrieben. Rodentia. A. Myomorpha. Hesperomyidae : Ptys- sophorus elegans n.g.n.sp. p. 111 Tfl. IV. fig. 1.; die Gattung steht zwischen Eeithrodon WaterJi. und Oxymicterus Waterh. — Oxymicterus impexus n. sp., p. 113, Tfl. IV. fig. 3, schliesst sich an O.rufus an. — Habrothrix internus n. sp., p. 114, Tfl. IV. fig. 5 — 6, am nächsten verwandt mit H. arenicola Waterh. — Holochilus multannus n. sp., p. 117, Tfl. IV, fig. 12, steht dem H. vulpinus Wagn. nahe. ^ Bothriomys catenatus n. g. n. sp., p. 118, Tfl. IV. fig. 13, vereinigt Charaktere von Habrothrix, Calomys und Oxymicterus. — Tretomys atavus n. g. n. sp. p. 119, Tfl. IV. fig. 16, ähnelt im Gebiss der Gattg. Eeithrodon. — Ne- in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 51 cromys conifer n. g. n. sp. bildet gewissermassen einen Uehergang von den Ratten Amerikas zu denen der alten Welt. — B. Hystricomorpha. Para- doxomidae: Paraaoxomys patagonicus n. sp., p. 124, Tfl. XXV flg. 14, wii'd nach dem vorderen Teil eines Schneidezahns von der früher vom Verf. beschriebenen Art P.cancrivm-us unterschieden. — Cercolabidae : Acareniys messorn. sp. ,-p.l26, Tfl. IV, fig.21, ist die grösste Art der Gattg. — Echinomyidae : Neoreomys msulatus n. sp., p. 138. Tfl. VII. flg. 20. — Olenopsis uncinus n. g. n. sp., p. 145, Tfl. VI, flg. 14 — 16, bietet Beziehungen zu Myopotamiis und Neoreomys. — Diseolomys cuneus n. g. n. sp. p. 148. Tfl. XXV, fig. 8 und Tfl. V. flg. 17—23, grösser als Myop, coypus, ist durch die eigentümliche Struktur der Molaren von den übrigen Echinomyiden getrennt. — Octodontidae : Pithanotomys cordubensis n. sp., ■p.lQö, Tfl. Vn. fig. 18, die grösste der bisher bekannt gewordenen Octodontiden. — Eryomyidae : Peritnys procerus n. sp., p. 172, Tfl. IX, fig. 25 — 26, Tfl. X. fig. 2, nähert sich P. omistus Amegh. — Lagostomus debilis n. sp., p. 179, Tfl. IX. fig. 5; L. minimus n. sp., p. 180, Tfl. IX. fig. 6; L. cavifrons n.sp., p, 180, Tfl. VUI, fig. 2; L. heterogenidens n. sp. T^. 218, Tu. XI, fig. 6— 7; L. lateralis n. sp., p. 185, Tfl. IX, fig. 10; L. primigenius n. sp., p. 186, Tfl. IX, fig. 11. — Caviidae: Orthomyctera rigens n. g., p. 218, Tfl. XI, fig. 6—7, wurde fräher vom Verf. als Cavia rigens beschrieben. 0. vaga n. sp., p- 219, Tfl. XII fig. 1. 0. lata n. sp., p. 220, Tfl. XI. fig. 4 steht schon der Gattgung BoUchotis nahe. — Dolichotis intermedia n. sp., p. 222, Tfl. XI. fig. 3 steht in der Grösse zwischen D. patag. und D. major einerseits, D. minor andererseits. B. platycephala n. sp., p. 223. Tfl. XI. fig. 8, steht B. major nahe, ist aber von dieser leicht durch die Bildung des letzten oberen Backenzahnes zu unter- scheiden. — Cerodon turgeo n. sp., p. 225. Tfl. XII. fig. 20, schliesst sich direkt an C. leucoblepharus (Burm.) an, als dessen Vorläufer er angesehen wird. C. priscus n. sp., p. 226. Tfl. XII fig. 22, und C. pijgmaeus n. sp., p. 226. Tfl. XII. fig. 21, stehen ebenfalls der genannten recenten Art sehr nahe. — Microcavia uncinata n. sp., p. 230. Tfl. XII. fig. 16. — Palaeocavia pampaea n. sp., p. 233. Tfl. XII, fig. 9, P. minuta n. sp., p. 233, Tfl. XII. fig. 8. — Plexochoerus adluis n. sp., p. 252. Tfl. XXV. fig. 1, bildet den Uehergang von PI. paranensis Amegh. zu Hydrochoerus — Callodontomys vastatus n. g. n. sp. p. 259. Tfl. IX. fig. 27, ist hinsichtlich seiner systematischen Stellung noch nicht ganz sicher erkannt. Didelphydae. Bidelphys liijanensis n. sp. p. 279, Tfl. 1, Fig. 1, steht B. crassicaudata nahe , unterscheidet sich aber durch das Gebiss und die Form des Unterkiefers. B. triforata n. sp. p. 280. Tfl. XII. Fig. 37 u. 38, schliesst sich an B. inexpectata Amegh. an. D. juga n. sp., p. 281. Tfl. I. Fig. 3, verwandt mit B. elegans. B. grandaeva n. sp., p. 281. Tfl. I. Fig. 4, bildet einen Ueher- gang zia der Gattung Bimerodon, welche Ameghino wegen des Gebisses und der Bildung des Unterkiefers von Bidelphys abtrennt. Bimerodon mutilatus n. g. n. sp., p. 283. Tfl. I. Fig. 5. — Creodonta. Acyon hardus n. sp., p. 292. Tfl. I. Fig. 18, ist betreffs seiner Gattungszugehörigkeit noch nicht sicher er- kannt. — Carnivora. Canis lydehTceri n. sp., p. 305 wird von Canis cancrivoriis, mit dem ihn Lydekker vereinigt hatte, abgetrennt. — Mephitis cordubensis n. sp., p.323, Tfl.I, Fig. 20 und 23, nur in wenigen Schädelfragmenten bekannt. — Felis platensis n.sp., p. 329. steht ungefähr zwischen Jaguar und Puma. — Typo- theridae. Entelomorphus rotundatus n.g. n.sp., p. 421. Tfl. XVir Fig. 8, von Typotherium durch Gebissverschiedenheiten zu trennen. — Pachyrucos teres n. sp. 4* 52 Dl'- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen p. 429. Tfl. XIII. Fig. 25—27, schliesst sich an P. typicus an. P. trivius n. sp., p. 429. Tfl. XIII. Fig. 31, ist etwas kleiner als die vorige Art und zeigt Ab- weichungen im Zahnbau, besonders bei p. 2 inf. P absis n. sp., p. 429, Tfl. XIII. Fig, 32—33, unterscheidet sich von den beiden erwähnten neuen Arten durch 3, anstatt 2 Foram. mental. P. naevius n. sp., p. 430. Tfl. XIII. Fig. 30, ist grösser als die genannten, hat 3 Foram. ment., aber in anderer Anordnung als P. absis. P. ictus n. sp., p. 431. Tfl. XIII. Fig. 17—18, unterscheidet sich von P. typicus durch die vordere Schädelpartie, besonders durch die Kürze der Symphyse des Unterkiefers. — Interatheriidae: Jcochilus extensus n. sp., p. 471. Tfl. XV. Fig. 4 — 9, die grösste Art der Grattung, von Kaninchengrösse. I. excavatus n. sp., p. 472. Tfl. XV. Fig. 10-13, I. undulatus n. sp., p. 473, Tfl. XV. Fig. 14 und I. rotundatus n.sp., p. 473. Tfl. XV Fig. 15 — 16 unterscheiden sich von einander durch Grössen- und Gebissverschiedenheiten. — Protypotherium claudum n. sp , p. 480. Tfl. XIV. Fig. 22, weicht besonders durch die Bildung von p. 3 inf. von den andern Arten' der Gattung ab.— PatriarcJms palmidens n.g. n.sp., p. 481. Tfl. XV. Fig. 2—3; die Gattung ist hauptsächlich charakterisirt durch die Art der Einpflanzung der Zähne im vorderen Teil des Unterkiefers, steht im Uebrigen Protypotherium nahe. Perissodaetyla: Equidae. Hippidion angulatus n. sp., p. 520, Tfl. XXVII. Fig. 2 und 3, ist auf einige obere Molaren begründet. — Artiodactyla: Oreodontidae. Diplotremus agrestis n.g. n. sp. p. 577. Tfl. XXXIV. Fig. 16, ist durch molarenähnliche Prämolfrren ausgezeichnet. — Ga- rn elidae. Auchenia cordubensis n. sp. p. 584, grösser als ein heutiges Lama, mit rudimentärem p. 3. Auch, ensenadensis n. sp. p. 585, so gross wie ein Guanaro, von dem es sich durch den Bau der Molaren unterscheidet. Auch, lujanensis n. sp., p. 586. Tfl. XXXVI. Fig. 8, ist mit A. gracilis verwandt. Auch, meso- lithica n. sp., p. 588. Tfl. XXXVI. Fig. 9. Tfl. XXXVII. Fig. 1, ist wegen der Form des Unterkiefergebisses als Art aufgestellt. — Palaeolama leptognata n. sp., p. 590. Tfl. XXXVI. Fig. 1, typische Art der Gattung, von Gervais als Auchenia Weddelli beschrieben. — Stilauchenia Oweni n. g., p. 592. Tfl. XXXV. Fig. 4, Tfl, XXXVI. Fig. 7, früher als Palaeolama Oweni beschrieben, aber wegen des verlängerten letzten oberen Molaren generisch abgetrennt. — Eulamaops paral- lelus n. g. p. 595. Tfl. XXXV. Fig. 1, Auchenia parallela Amegh. — Cervidae. Cervus latus n. sp., p. 604. Tfl. XXXVII. Fig. 6., nur auf ein kleines Geweih- fragment begründet (lü Ref.). Paraceros ensenadensis Amegh. p. 605 neue Gattung, abgetrennt von Cervus wegen Geweihdifferenzen. P. vuhieratus n. sp., p. 606. Tfl. XXXVIII. Fig. 5, ebenfalls auf ein Geweihfragment begründet. — Epieuryceros truncus n. g. n. sp., p. 613, Tfl. XXXVIII. Fig. 1. ein Geweihstück. — Elephantidae. Mastodon rectus n. sp., p. 643, mit 1 Holzsch. hat völlig gerade Stosszähne, ist etwa so gross wie M. humboldti. -^ Bruta. Eutelop- sidae. Delotherium venerandum n. sp. p. 656. Tfl. XL. Fig. 22. schliesst sich an die Gattung Entelops an. — Megatheriidae. Neoracanthus bracl-ebuschianus n. sp., p. 676. Tfl. XL. Fig. 19, Tfl. LXXVIII. Fig. 2, unterscheidet sich durch geringe Grösse und durch Gebissverschiedenheiten von dem nahe verwandten Neor. Burmeisteri Zamicrus admirabilis n. g. n. sp., p. 682. Tfl. XLI. Fig. 7, schliesst sich eng an Megatherium an. — Lestodontidae. Lestodon (?) para- nensis n. sp. auf einen Molaren begründet. — Mylodoutid ae. (?) Pseudolestodon njunctus n. sp., p. 753. Tfl. XL. Fig. 11 und 18, Tfl. XLIX. Fig. 4, in 2 Zähnen gefunden, bildet vielleicht ein neues Genus. — Glyptodontidae. Glyptodon iu der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 53 Folkneri n. sp., p. 788. Tfl. I. Fig. 4. Tfl. LIII. Fig. 7, unterscheidet sich so sehr von den andern Glyptodonten, dass man, sobald ein Skelet bekannt wird, vielleicht eine neue Gattung bilden muss. Gl. Florinü n. sp., p. 789. Tfl. LXXV. Fig. 3, steht Gl. principalis nahe, unterscheidet sich aber durch Besonderheiten in der Skulptur des Panzers — Cochlops murieatus n. g. n. sp., p. 792. Tfl. I. Fig. 9 — 18, Tfl. LIII. Fig. 1—2, ist auf Unterschiede in der Bildung des Panzers begründet. — Hoplophoridae. Falaehoplophorus disjunctus n. sp., p. 802. Tfl. LV. Fig. 6, Panzerskulptur. — Hoplophorus psemlornatus n. sp., p. 808. Tfl.l^LVIII. Fig. 5, Tfl. XCII. Fig. 1—3, durch die Bildung des Panzers und der Schwanzröhre von Hop), ornatus abweichend. Hoj). evidens n. sp., p. 811. Tfl. LXXV. Fig. 2, Tfl. LXXXIV. Fig. 2— 3, ist etwa so gross wie Hop. cordubensis, zeigt aber eine ähnliche Panzerskulptur wie Hop. ornatus. Hop. verus n. sp., p. 814. Tfl. LXIX. Fig. 15, „die Unterschiede dieser Art lassen sich viel schwerer durch Worte ausdrücken, als sie beim Betrachten der Originalstücke in die Augen fallen." Hoplop)hm-us (?) Lydekkeri n. sp., p. 814. Tfl. LXXXIV, ist ein von Lydekker beschriebenes, aber noch nicht artlich benanntes Stück des Britischen Museums. Hop. Bergi n.sp., p. 815. Tfl. XC. Fig. 1—3, durch besondere Bildung des Schwanzrohrs unterschieden Hoplophorus Heusseri n.sp., p.816. Tfl. LXXXVI. Fig. 1—3, durch ein mehr cylindrisches, etwas gebogenes Schwanzrohr gekenn- zeichnet. Hop. Clarazianus n. sp., p. 817. Tfl. LXXXIV. Fig. 5, wegen des eigentümlichen Schwanzrohrs mit keiner anderen Art zu identifiziren. Hop. Migoyianus n. sp., p. 818. Tfl. LXXXIX. Fig. 1—3. Das Schwanzrohr ist kürzer und dicker als bei den anderen Arten, gerade oder fast gerade, an der Oberseite flacher, unten gekrümmter. — Lomaphorus wird als Gattung von Hoplophorus ab- getrennt wegen abweichender Skulptur des Panzers und Form „de la cola". L. cingulatus n. sp., p. 821. Tfl. LVI. Fig. 8, ist ausserordentlich ähnlich dem L. elegans, „es ist schwer, die Unterschiede gut darzulegen". — Asterostemma n. g., p. 822, zeigt Verwandtschaft zu Falaehoplophorus und Fropalaehoplophorus, andrerseits auch zu den heutigen Dasypoda; 3 Arten: Ast. depi-essa n. sp., Ast. granata n.sp. und Ast. laevata n.sp. — Flohophoriis (?) Orientalis n. sp., p. 827. Tfl. XCI. Fig. 2, ist von noch unsicherer Stellung, bietet Anklänge an Hoplo- phorus. — Zaphilus n.g., p.828. Tfl.LXXXlII. Fig. 1—2, unterscheidet sich durch die Bildung des conisch-cylindrischen Schwanzrohrs von den andern Gattungen; 1 Art: Z. Larranagai n. sp. — Fanochtus Frenzelianus n. spi., p. 835. Tfl. LIX. Fig. 1, 3, 4, Tfl. LXXXVin. Fig. 5—7, 9, unterscheidet sich durch hinten offene Augenhöhlen von den verwandten Arten. F. Voghti n. sp. , p. 836. Tfl. LVII. Fig. 2, ist auf die Photographie eines Schädels begründet. F. (?) Nodotianus n. sp., p. 837. Tfl. LVIII. Fig. 4, bezieht sich auf eine Abbildung und Be- schreibung in Blainville's Osteographie. — Daedicuridae. Haedicurus Koke- nianus n. sp., p. 849. Tfl. LVI. Fig. 1 u. 2, Tfl. LXXV. Fig. 1, Tfl. LXXXIV. Fig. 1, leitet zur Gattung Flaxhaplus hinüber. — Fseudoeuryurus n. g., p. 851, steht zwischen Flaxhaplus und Neuryurus; Fs. Lelongianus n. sp. — Dasy- pidae (sie!). Dasypus platensis n.sp., p. 866. Tfl. LXVIII. Fig. 40— 42, so gross wie Das. villosus, aber abweichend durch die Struktur der äusseren Panzerskulptur. — Zaedyus n. g., p. 867, muss von Dasypus abgetrennt werden wegen zahlreicher Abweichungen; Typus Zaedyus minutus. — In einem Supple- ment werden noch folgende neue Arten nachgetragen: Fhanotherus marginatus (ein Schneidezahn!) n. g. n. sp.; Slyopotatnus obesus n. sp.; Olenopsis typicus 54 Dl'- Erust Schaff: Bericht über die Leistungen n. sp.; Periniys scaluhrinianus n. sp.; Euphüus Ambrosettianus n. g. n. sp.; E. Kurtzi n. sp.; Neoepiblema (?) contorta n. sp.\ Plexochoerus Lynchü n. sp.- Hydrochoerus irroratus n. sp.; Notictis Ortizii n. g. n. sp.; Toxodontherium reve- rendum n. sp.; Palaeolama promesolithica n. sp.; ÄstrapotJierium ephebicum n.sp.; Dasypus hesternus n. sp. Folgendes sind die Ordnungen und Familien, welche überhaupt in der vor- liegenden Arbeit behandelt sind. I. Ditremata. A. Heterodonta. a) Planuugulata. 1. Anthropoidea. Farn. Hominidae. 2. Simioidea. Platyrrhini. Farn. Cebidae, Pithecidae, Hapalidae. 3. Prosimia. 4. Eosimia. 5. Daubentonioidea. 6. Dolodonta. 7. Condilarthra. 8. Platyarthi'a. b) Unguiculata. Trogodonta. 9. Taeniodoüta. 10. Tillodonta. 11. Trogosa. 12. Rodentia. Lagomorpha. Fam. Leporidae. Sciuromorpha. Myomorpha. Hystricomorpha. Farn. Paradoxomidae, Cercolabidae, Dasyproctidae, Echinomyidae, Octodontidae, Capromyidae, Eryomyidae, Caviidae. AUoidea. 13. Insectivora. 14. Microbiotheria. Fam. Microbiotheridae. 15. Peramelia. 15. Macropoda. Fam. Macropodidae. 16. Plagiaulacoidea. Fam. Abderitesidae, Epanortidae. Sarcobora. 17. Phonoctonia. 18. Pedimana. iu der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 55 Fam. Didelphydae. Dasyura. 19. Creodonta. 20. Carnivora. Fam. Canidae, Subursidae, Ursidae, Mustelidae, Felidae. 21. Pinnipedia. Fam. Phocidae. Archaeoidea. 22. Atava. 23. Phascolotheria. • 24. Stüodontheria. 25. Mirmecobia. c) Ptetica. 26. Prochiroptera. 27. Chiroptera. Fam. Phillostomidae, Brachyuridae, Grymnuridae, Vespertiliouidae. d) Hydrotherenta. 28. Zengiodonta. e) Ungulata. Amphidactyla. 29. Hiracoidea. 30. Toxodoutia, Fam. Toxodontidae, Xotodontidae, Typotheridae, Protoxodontidae, Interatheridae, Atryptheridae. Cristava. Archaeodonta. Perissodactyla. 31. Stereopterna. Fam. Tapiridae, Rhinoceridae, Equidae. 32. Litopterna. Fam. Macrauchenidae, Homalodontotheridae, Proterotheridae. Artiodactyla. 33. Stereoarthra. 34. Suina. Fam. Suidae. 35. Proruminautia. Fam. Oreodontidae. 36. Euminantia. Fam. Camelidae, Tragulidae, Cervidae, Autilopidae. Amblypoda. 37. Dinocerata. 38. Pantodonta. Fam. Coryphodontidae. 39. Taligrada. Fam. Astrapotheridae. Pachytheria. 40. Choerodonta. 41. Proproboscidea. 42. Proboscidea. 56 Dr. Erust Schaff: Bericht über die Leistungen Farn. Elephantidae. Halobioidea. 43. Prosirenia. 44. Sirenia, B. Homalodouta. f) Bruta. Priodonta. Pleiodonta. Pam. Entelopsidae. Anicanodonta. 45. Vermilinguia. Farn. Orycteropidae, Myrmecophagidae, Phororhacosidae. 46. Tardigrada. 47. Gravigrada. Fam. Megatheridae, Ortotheridae, Megalonycidae, Lestodoutidae, Scelidotheridae, Mylodontidae. Hicanodonta. 48. Glyptodontia. Fam. Glyptodontidae, Hoplophoridae, Daedicuridae. 49. Dasypoda. Fam. Chlamydotheridae, Praopidae, Dasypidae, Chlamydophoridae. 50. Peltateloidea. Fam. Stegotheridae. g) Cetacea. 51. Proteroceta. 52. Odontoceta. Fam. Platanistidae , Delphinidae, Monodontidae, Physetheridae, Ziphiidae. 53. Mystacoceta. Fam. Balaenidae. II. Monotremata. h) Cacodonta. i) Agathodonta. k) Spondylocoelia. Vergl. Bardeleben unter Anat. u. Phys., AUgem.; ferner Bodington unter Allgemeines. Boule, Mar cellin, Les predecesseurs de uos Canides. — C. R. Acad. Sciences T. 108, p. 201-203. Verf. erörtert das Verhältniss einiger aus pliocänen Schichten stammenden Caniden zu den recenten Arten. Canis megamastoides Fomel soll sich am nächsten an (7. vulpes L. anschliessen, Canis nescJiasensis Blainv. an C. aureus L.; C. etruscus F. Major an C. lupus L.\ C. avus Aymard an Cuon. Endlich fand Verf. einen Unterkiefer eines Caniden, welcher ihm der direkte Vo)iäufer der jetzigen eigentlichen Hunde zu sein scheint. Aus seinen Beobachtungen schliesst der Verf., dass die Ansicht schwer aufrecht zu halten sei, unsere Hunde wären aus "Wölfen und Schakalen hervorgegangen. iu der Naturgeschiclite der Säugetiere während des Jahres 1889. 57 Derselbe, Le Canis megamastoides du Plioceue moyeu de Perrier (Puy- de-D6me). — Bull. Soc. Geol. de France. III. Ser. T. 17, p. 321—330. Mit 1 Tfl. Verf. giebt eine vollständige Beschreibung des Schädels und der Extremi- täten von Canis megamastoides Poniel, von welchem bisher nur Fragmente be- schrieben waren und zwar z. T. unter verschiedenen Namen. Am Schluss wird die Ansicht geäussert, dass die Gattungen Canis und Vulpes zu trennen wären, da dieselben verschiedenen Ursprungs wären, erstere von Ämphicyon, letztere von Cynodictis herstammend. Cope, E. D., The Vertebrata of the Swift Current River, EE. — Americ. Naturalist, Vol. XXIII, p. 151-155. Vervollständigte Liste (cf. Amer. Nat. 1885), welche von Säugetieren folgende Arten enthält. Rod. : Palaeolagus turgidus Cope; — Bunotheria: Hemi- opsaldon grandis Cope; — Ancylopoda: ChaUcotherium bilobatum sp. nov. Steht dem C. Goldfussi aus dem europäischen Miocäu nahe. Nach Ansicht des Verf müssen die Chalicotheriidae in eine besondere Ordnung gebracht werden, welche er Ancylopoda zu nennen vorschlägt, wogegen die sonst mit Chalic. vereinigten Gattungen ebenfalls eine besondere Familie Lamdotheriidae bilden sollen. Die Chalic. sind unguiculat mit ungulatem (diplarthrem) Oarpus und Tarsus, die Condylarthra umgekehrt ungnlat mit unguiculatem Carpus und Tarsus. — Perissodact. : Haplacodon angustigenis Cope gen. nov. Die Gattung wird von Menodus abgetrennt. Ancldtherium ivestoni sp. nov. ist durch Zahndifferenzen von Ä. hairdii zu trennen. Aceratherium mite Cope, A. pumilum Cope. — Artiodact. : Hypertragulus transversus sp. nov., Leptomeryx esulcatus sp. nov., L. mammifer Cope, L. semicinctus sp. nov. 1 Oreodontidenzahn. ElotJierium mortoni Leidy. Derselbe, The Proboscidea. — Ebenda, p. 191—211. Mit 8 Tfln. und 9 Textfigg. Uebersichtliche Darstellung der fossilen, speziell der amerikanischen Mit- glieder der Ordnung. Statt der Falconer'schen systematischen Einteilung auf Grund der Bildung der Molaren unterscheidet Cope die Genera der Elephantidae folgendermassen : I. Inferior incisors and premolars present. Superior incisors with enamel-baud Tetrabelodon Cope II. Premolars, but normally no inferior incisors. Intermediate molars isomerous; superior incisors wdth enamel-band Dibelodon Cope. Intermediate molars isomerous ; superior incisors without enamel-band Mastodon Cuv. Intermediate molars heteromerous ; superior incisoi's without enamel-band Emmenodon Cope. III. No premolars, no inferior incisors. Intermediate molars heteromerous; superior incisors without enaniel band Elephas Linn. Es folgt dann eine Erörterung der verwandtschaftlichen Verhältnisse, sowie eine kurze Beschreibung der wichtigsten Formen. Derselbe, On the Proboscidea. — Geol. Mag. New Ser. Dec. III Vol. VI, p. 438—448. Mit 1 Tfl. u. 8 Textfigg. 58 Dl*- Ernst Schaff: Bericht über die Leistuugeu Abgekürzte Inhaltsangabe eines im Am. ^Naturalist erschienenen Aufsatzes des Verf. (Vergl. oben). Derselbe, The Edentata of North America. — Americ. Naturalist. Vol. XXIII, p. 657-664. Mit 2 Tfln. u. 2 Holzschn. Nach einer kurzen tabellarischen Uebersicht der Familien auf Grund der Flower'schen Einteilung in Nomarthra und Xeuarthra behandelt Verf. ein- gehender die Megatheriidae und die Glyptodoutidae. Die verwandtschaftlichen Beziehungen der Edentatenfamilien im Allgemeinen zu einander werden folgender- massen dargestellt: Bradypodidae Myrmecophagidae Dasypodidae ^Megatheriidae. murina ebenda. Mofhotrem ata, Vergl. Walker unter Anat. u. Phys, Athmungsorg. Echidna s. Westling unter Anat. u. Phys., Allgem. Mamnialia incertae sedis. Theriodesmus phylarchus s. Bardeleben unter Anat. u. Phys., Skelet. Bericht über die Leistungen in der Naturgeschiclite der Vögel während des Jalires 1889. Von Ant. Reiehenow^. I. Geschichte, Litteratur, Museologie, Taxidermie. J. A. Allen, On the Maximilian Types of South American Birds in the American Museum of Natural History ; Bull. Amer. Mus. N. H. IL p. 209 — 276. — Nach allgemeinen Bemerkungen über den Umfang und Zustand der jetzt im American Museum befindlichen Sammlung des Prinzen von Wied werden die einzelnen typischen Exemplare unter dem jetzt üblichen bezw. von dem Prinzen gegebenen Namen nebst den betreffenden Citaten der Litteratur und den auf den Original -Namenschildern der einzelnen Stücke sowie in dem handschriftlichen Katalog des Sammlers befindlichen Bemerkungen aufgeführt, daneben kritische Bemerkungen des Herausgebers. Im ganzen beschrieb der Prinz 164 Arten. Von 138 sind die Typen noch vorhanden, aber nur 70 seiner Artnamen bleiben nach dem Gesetz der Priorität bestehen. Für Psittacvs melanotus Wied giebt Verf. den neuen Namen wiedi. (Dies erscheint ungerechtfertigt, da der in Concurrenz kommende Name P. melanotus Shaw nach gegen- wärtiger systematischer Anschauung einer anderen Gattung an- gehört. Ref.) R. Blasius, Erzherzog Rudolf. Nachruf (nebst Verzeichniss der veröffentlichten Arbeiten des Erzherzogs); Ornis 5. p. I — XXXIV. W. Blasius giebt biographische Notizen über E. F. v. Homeyer; Journ. Orn. 37. p. 203—204. Barboza du Bocage, s. J. A. de Sousa. M. Bogdanow, s. Pleske. Ch. L. Brehm's nachgelassene Sammlung meist europäischer Vögel; Schwalbe 13. p. 537—538, 546—550, 560—562, 574—575, Avch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd.U. H.l. ß 82 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen 585—588, 593—599, 613—615. — Systematisches Verzeichniss der Sammlimg, im ganzen 673 Arten in 6973 Exemplaren. M. de Coulon, Prix actuels des peaux et des oeufs de VAlca impennis; Bull. Soc, Sc. Nat. Neufchätel 16. p. 294 — 295. A. Ernst, Catalogo de las Aves en el Museo Nacional de Caracas; Kevista Cient. Univers. Central Venezuela I. F. V. Feld egg, s. A. v. Pelzein. H. Fournes, Verzeichniss der Vogeleier -Sammlung des orni- thologischen Vereines in Wien; Schwalbe 13. p. 196—200, 206—208, 219—224. d'Hamonville, Note sur les quatres oeufs d'Alca impennis appartenant ä notre collection zoologique; Mem. Soc. Zool. France 1. p. 224—227. E. Hartert, Eugen Ferdinand von Homeyer, sein Streben und Schaffen; Journ. Orn. 37. p. 231 — 236. — S. auch W. Blasius, J. E. Harting, Memoir of the late Frederick Bond; Zoologist 1889. p. 401—422. J. M, Hinterwaldner, Wegweiser für Naturaliensammler. Eine Anleitung zum Sammeln und Conserviren von Thieren, Pflanzen und Mineralien jeder Art, sowie zur rationellen Anlage und Pflege von Terrarien, Aquarien, Volieren etc. Wien 1889. E. F. V. Homeyer 's ornithologische Sammlung; Schwalbe 13. p. 374 — 376. — Allgemeiner üeberblick über den Umfang der Sammlung. E. F. V. Homeyer, s. W. Blasius, Hartert, v. Pelzeln und Pietsch. J. H. Kidder, Todesanzeige; Auk 6. p. 282. F. Knauer, Eine Instruktionsreise nach der Adria, nach Nord- deutschland, Holland, Belgien und Westdeutschland; Schwalbe 13. p. 297—300, 309—312, 321—324, 331—334. — Nachrichten über Thiergärten, öffentliche und Privat-Sammlungen an den vom Verf. besuchten Orten. Th. L. Kumlien f, Lebenslauf; Auk 6. p. 204—205. H. Langhans, Katalog der naturhistorischen Sammlungen der Kgl. bayerischen Realschule Fürth, unter Mitwirkung von C. Kellner. Fürth 1886. P. Leverkühn, Der Wiedehopf in den Legenden der Araber; Zool. Gart. 30. p. 173—179. Loches Sammlung algerischer Vogel; Ibis (6) 1. p. 140 — 141. Don Louis, König von Portugal f, Nachruf; H. Schalow, Journ. Orn. 37. p. 338—339. A. F. V. Marschall, s. v. Pelzeln. J. Natterer, s. desgl. F. Nicholson, Sundevall's Tentamen. Transl. into English, with notes. London 1889. H. Peck, A Collection of British Birds at Rousdon. 4^\ London 1888. — Katalog der genannten Sammlung. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 83 A V. Pelzein, Zur Erinnerung an heimgegangene Ornithologen. I. Christoph Freiherr Fellner von Feld egg; Schwalbe 13. p. 120 bis 122. Derselbe, Desgl. II. Graf August Friedrich Marschall; Schwalbe 13. p. 200—202. Derselbe, Desgl. IV. E. F. v. Homeyer; Schwalbe 13. p, 304 bis 307. Derselbe, Desgl. V. J. J. v. Tschudi; Schwalbe 13. p. 541 bis 542. Derselbe, Desgl. VI. Johann Natterer; Schwalbe 13. p. 582 bis 585. Derselbe, Desgl. VI. Johann Zelebor. VII. Jose Augusto de Sousa; Schwalbe 13. p. 604 — 606. Pietsch, Eugen Ferdinand von Homeyer f; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 242—246. Th. Pleske, Professor Dr. Modest Bogdanow f, Nachruf; Ornis 5. p. 150—155. N. M. Prjewalsky, Todesanzeige; Auk 6. p. 80 — 81. Kronprinz Erzherzog Rudolf als Ornithologe, v. V. v. Tschusi; Schwalbe 13. p. 81 — 85. — S. auch R. Blasius. H. Schalow, s. Don Louis. F. de Schaeck, La Huppe dans les legendes arabes; Natura- liste 13. p. 179 — 180. — Wiedergabe des Artikels von P. Leverkühn, vergi. oben. E. Schauer, s. v. Tschusi. W. Schier, desgl. P. L. Sclater berichtet über die Mumie anscheinend eines Tinmincuhis alaudarnis aus Theben; P. Z. S. p. 262. Jose Augusto de Sousa (Nekrolog von Barboza du Bocage); Journ. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa(2a) II. p. 145—146. — S. auch V. Pelzein. W. Stone, Catalogue of the Muscicapidae in the Collection of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia ; Proc. Acad. Philad. 1889. p. 146 — 154. — Kritische Bemerkungen über einzelne Arten, insbesondere über Typen von Gould und Cassin (vergl. unter Musci- capidae). A. Strauch, Das Zoologische Museum der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften zu St. Petersburg in seinem fünfzigjährigen Be- stehen. St. Petersburg 1889. — Eine Darstellung der historischen Entwicklung und Beschreibung des gegenwärtigen Standes des Museums, wobei allgemeine Gesichtspunkte über Einrichtung und Verwaltung zoologischer Museen in sehr beachtenswerther Weise besprochen werden. Auf S. 172^ — 192 ist die ornithologische Samm- lung behandelt. Dieselbe umfasst etwa 24000 Exemplare in etwa 3600 Arten. J. Talsky, Die Vögel in der Sprache und dem Volksleben der Kuhländler; Schwalbe 13. p. 33—36, 49—52. — Das Kuhländchen ist ein im nordöstlichen Mähren zu beiden Seiten der Oder sich 6* 84 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen ausbreitender, theilweise nach Schlesien hinüber reichender Land- stricli Wilhelm Trute f; Schwalbe 13. p. 544—546. J, J. V. Tschudi, s. v. Pelzeln. V. V. Tschusi, Zur Erinnerung an heimgegangene Ornithologen. III. Wladislav Schier; Schwalbe 13. p. 254— 257, 266—269. Derselbe, Desgl. IL Ernst Schauer; Schwalbe 13. p. 22—27. — S. auch Erzherzog Rudolf. H. B. Tristram, Catalogue of a Collection of Birds belonging to H. B. Tristram. Durham 1889. 4«. 278 p. F. H. Waterhouse, Index Generum Avium. A List of the Genera and Subgenera of Birds. London 1889. 8''. 240 p. E. B. Webster, The Preservative Method of Taxidermy, with chapters on making Skins and Skleletons. Oresco, Ja. 1889. 12*^. 20 p. Graf Casimir Wodzicki f; Schwalbe 13. p. 540. R. S. Wray, Nekrolog; Ibis (6) 1. p. 263—264. J. Zelebor, s. v. Pelzeln. Bericht über den Zuwachs der Vogelsammlung des British Museum; Ibis (6) 1. p. 138—140, 406, 581—583. Sixth Congress of the American Ornithologists Union; Auk 6. p. 55—58. II. Anatomie, Embryologie, Physiologie. F. E. Beddard, On certain Points in the Anatomy of the Accipifres, with reference to the Affinities of Polyhoroides; P. Z. S. p. 77 — 82. — Die anatomischen Merkmale weisen die Gattung Poly- horoides in die Nähe der Buteoninae^ aber nicht zu Setyentarius. Derselbe, Contributions to the Anatomy of Picarian Birds. — Part I. On some Points in the Structure of the HornbiUs; P. Z. S. p. 587 — 594. — Beschreibung des Syrinx und der Arm- und Bein- muskeln. Bei Benutzung der Beschaffenheit dieser Theile für die systematische Stellung der Bucerotidae findet Verf. nur Beziehungen zu den Coliidae und Caprimnlgidae. Auch für die generische Theilung der Familie giebt Verf. einige Notizen, gelangt indessen zu keinem bestimmten Ergebniss. Derselbe, On the Anatomy of Burmeister's Cariama (Chunf/a hurmeistert) \ P. Z. S. p. 594—602. — Beschreibung der osteologischen Verhältnisse nebst erläuternden Holzschnitten, wenige Notizen über Pterylosis, Myologie und Splanchnologie. Derselbe, Contributions to the Anatomy of the Hoatzin {Opzsthocomus cristatt/ft) with particular Reference of the Structure of the Wing in the Young; Ibis (6) 1. p. 283—293. P. Bernard, Note sur une forme peu commune d'anomalie de l'oeuf de poule; Compt. Rend. Soc. Biol. 1889. p. 504—507. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 85 Fanny ßignon, Contribution ä Fetiide de la pneumaticite chez les oiseaux. Les cellules aeriennes cervico-cepbaliques des oiseaux et leurs rapports avec les os de la tete; Mem. Sog. Zool. France II. 1889. p. 260—320. T. X— XIII. — Beschreibung der am Schädel vorhandenen Luftsäcke, insbesondere der cervico-cephalinen und Ocular-Säcke, welche Verfasserin sehr ausgeprägt fand bei Cathartes, Cacatua, Conurus, Buceros, Sula, Diomedea, Pelecanus, Ciconia, l'antalus. Unter diesen Formen haben die einen (^Ciconia, Sula) zwei getrennte pneumatische Systeme, das pulmo-tracheen- und das cervico-cephaline System, letzteres nur mit den Nasenlöchern, der Gaumenöffnung oder der OhröÖhung in Verbindung, andere (ürubu, Bucerotidae) dagegen beide Systeme in Verbindung mit einander. Verf. ist der Ansicht, dass die Stimme des Vogels durch die in den Kopfluftsäcken befindhche Luft verstärkt werde und dass dieselbe durch ihr Isolirungsvermögen zur Wärme-Erhaltung beitrage. T. X bis XIII sehr instructive Darstellungen der Lage und Ausdehnung der cephalen Luftsäcke, Dieselbe, Note sur les reservoirs aeriens de Sula bassana; Compt. rend. hebdom. Soc. biol. (9) 1. Nr. 6. p. 90 — 91. — Verf. fand bei der Sula Kopf-Halssäcke, welche von dem mit der Lunge zusammenhängenden pneumatischen System unabhängig waren. G. Bizzozero, Nuove ricerche sulla struttura del midollo della ossa negli uccelli; Atti Acad. sc. Torino 25. p. 156 — 193. H. Bloch, Ueber elektromotorische Erscheinungen am bebrüteten Hühnerei. Königsberg 1888. Inaug. -Dissertation. A. Brandt, Anatomisches und Allgemeines über die sogenannte Hahnfedrigkeit und über anderweitige Geschlechtsanomalien bei Vögeln; Zeitschr. Wiss. Zool. 48. p. 101—150. Derselbe, Ueber den Zusammenhang der Glandula suprarenalis mit dem Parovarium resp. der Epididymis bei Hühnern; Biol. Centralbl. 9. p. 522—526. H. G. Bronn, Klassen und Ordnungen des Tliierreichs. 6. Bd. 4. Abth., Vögel von H. Gadow. — Lief. 23 — 27 erschienen. — In- tegument, Pterylographie etc., Verdauungssystem. G. W. Butler, On the Subdivision of the Body-Cavity in Lizards, Crocodiles and Birds; Proc. Z. S. 1889. p. 452—474. T. 46—49. L. Camerano (Ei im Ei), vergl. unter IV. G. Corin et E, Berard, Contribution a l'etude des matieres albuminoides du blanc d'oeuf; Arch. Biol. 9. p. 1 — 16. C. Cowper, Hexadactylismus , with especial reference to the signification of its occurrence in a variety of the Gallus domesticus; Journ. Anat. 23. p. 242 — 250. — Verf. fand eine aus drei Gliedern bestehende sechste Zehe bei einem Dorkinghuhn. G. Cuccati, Istogenesi ed istologia del becco e della lingua dei poUi, deUe anitre e delle oche: nota preventiva, Bologna 1889. 8«. 10 p. Dareste theilt Beobachtungen mit über die Wärme-Aufnahme und -Abgabe der Eier im Brutapparat und damit verbundene Tem- 36 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen peratiirschwankungen in der Brutmaschine ; Rev, Sc. Nat. Appl. 36, p. 169—171. — Vergl. auch L. Merlato, ebenda, p. 750—752. K. Eckstein, Ein Ei in der Leibeshöhle eines Haushuhnes; Journ. Orn. 37. p. 179—180. G. Fasola, Di alcune anomalie della linea primitiva nel poUo; Arch. sc. med. 13. p. 245—266. S. Fubini, Influence du curare sur le developpement de l'em- bryon du Poussin; Arch. Ital. Biol. 1891. p. 59 — 62. H. Gadow, On the Taxonomic Value of the Intestinal Con- volutions in Birds; P. Z. S. p. 303—316. T. 32. — Beschreibt die Abweichungen in der Lage der Darmschhngen bei den verschiedenen Vogelgruppen. In diesen Abweichungen lassen sich zwei Haupttypen unterscheiden, der „orthocoele" mit den Modifikationen: „isocoel", ,,anticoel", ,,plagiocoel" und ,,pericoer' und der „cyclocoele", bei welchem eine ,,mesogyre" und ,,telogyre" Bildung vorkommt. Durch Holzschnitte sind diese verschiedenen Formen erläutert. Eine sche- matische Darstellung auf Taf. 32 zeigt die verwandtschaftHchen Be- ziehungen der Vogelfamilien, wie sie sich aus den besprochenen Eigenschaften ergeben. Derselbe, On the modifications of the first and second visceral arches, with especial reference to the homologies of the auditory ossicles; Acad. London for 1888. p. 451 — 487. — Vergl. auch Bronn vorher. G. Gallerani, L'etude des substitutions fonctionelles dans le Cerveau proprement dit, faite sur les Pigeons, comme contribution k la Physiologie des Commissures; Arch. Ital. Biol. 12. p. 35 — 37. E. Giacomini, s. Patelli weiter unten. A. Heerwagen, Beiträge zur Kenntniss des Kiefergaumen- apparates der Vögel. Inaugural-Dissertation. Nürnberg 1889. 53 S. und 7 Tabellen. — In einzelnen Kapiteln werden Pterygoidea, Pala- tina und Vomer in ihrer allgemeinen Form und Abweichungen bei den einzelnen Vogel familien beschrieben. Verf. hat sodann die Ent- fernung der Gelenkstelle der Pterygoidea mit dem Quadratum, der Verbindungsstelle der Pterygoidea mit den Palatina, des vorderen Endes der Zwischenkieferfortsätze und viertens der Schnabelspitze von dem Hinterhauptkondylus bei den einzelnen Famihen gemessen und gelangt nach Berechnung der betreffenden Verhältnisse zu dem Ergebniss, dass mit langem Schnabel kurze Palatina und in spitzem Winkel zu einander geneigte Pterygoidea, mit kurzem Schnabel, lange Palatina und in stumpfem Winkel zu einander geneigte Ptery- goidea im allgemeinen verbunden sind. C. R. Hennicke, Das Gehörorgan der Vögel; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. 14, p. 538 — 547. — Referirender Artikel. D. Hepburn, The Development of diarthrodial Joints in Birds and Mammals; Journ. anat. phys. 23. p. 507 — 522. F. Lataste, Sur le blanc de l'oeuf; Soc. biol. 37. p. 663 — 664. L. Lieb ermann, Embryochemische Untersuchungen; Math. naturw. Ber. Ungarn 6. p. 224 — 264. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 87 F. A. Lucas, Costal Variations in Birds; Auk G. p. 195 — 196. — An 23 Sterna der Alca impennis wurden Einlenkungsstellen von sieben, bei 6 dagegen von acht Rippenpaaren gefunden. Von letzteren befindet sich bei 4 das achte Paar am hinteren, bei 2 am vorderen Ende des Brustbeins. Derselbe beschreibt die Osteologie von Phalacrocorax per- spicillatus; P. U. St. N. M. 12. p. 88—94. T. 2—4. Derselbe, über Osteologie der Micropodidae , vergl. unter Systematik. J. Y. Mackay, The Development of the Branchial Arterial Arches in Birds, with special Reference to the Origin of the Sub- clavians and Carotids; Philos. Trans. Acad. London 179. p. 111 — 141. R. Marage, Anatomie Descriptive du Sympathique chez les Oiseaux; Ann. Sc. Nat. Zool. (7.) 7. p. 1—72. 6 Taf. A. Marcacci, Influence du mouvement sur le developpement des oeufs de poule; Arch. Ital. Biol. 11. p. 164 — 171. J. Masius, Quelques notes sur le developpement du coeur chez le poulet; Arch. Biol. 9. 1889. p. 403—409. L. Merlato, s. Dareste vorher. A. B. Meyer, Abbildungen von Vogelskeletten. Berlin 1889. - — Lief. 12 u. 13. Mit Index, Litteraturverzeichniss und Zusätzen. W. K. Parker, On the Osteology of Steatornis caripensis; P. Z. S. p. 161—190. T. 17—20. — Ausführliche Beschreibung der osteologischen Verhältnisse. Auffallend sind opisthocoele Wirbel an dem hintersten TheU der präsacralen Wirbelsäule. Der Tarso-meta- tarsus zeigt an einigen Stellen keine Verwachsung. Es sind mehr freie Cervicalwirbel als bei irgend einer anderen recenten Vogelart vorhanden. Seine Untersuchungen führen den Verf. zu dem Schluss, dass der Guacharo eine Relictenform und als Typus einer isolirten Familie Steatornithidae zu betrachten ist. Beziehungen zu den Podarginen und Bvcerotiden treten am deutlichsten hervor. Derselbe, On the Manus of Fhoenicopterus; Ibis (6) 1. p. 183 bis 185. A. Patelli e E. Giacomini, Struttura istologica delle glandule salivari degh uccelli; Atti Accad. medico-chirurg. Perugia 1. p. 57 u. 87. J. Peck, Abstract of Observations on the Variation of the Caudal Nerves in the Pigeon; Johns Hopk. Univ. Circ. 8. p. 63. Derselbe, Variation of the spinal nerves in the caudal region of the domestic pigeon; Journ. Morph, Whitman 3. p. 127 — 136. Perlia, Vorläufige Mittheilung über ein Opticuscentrum beim Huhne; Fortsch. Medicin 7. p. 47. Derselbe, Ueber ein neues Opticuscentrum beim Huhne; Graefe's Arch. f Ophthalmol. 35. p. 20—24. L. M. Petrone, Istologia del Sangue, del Midollo osseo, rosso, e della polpa splenica del Piccione e del Polio ; Anat. Anz. 4. p. 661 bis 672. 88 Ant. Reicheuow: Bericht über die Leistungen Derselbe, Istologia normale del Sangue della gallina e della Lucertola; Anat. Anz. 4. p. 534 — 535. ^ A. Pilliet, Note sur la glande sebacee des Oiseaux et sur le type glandulaire dans cette - classe de Vertebres ; Bull. Soc. Zool. France 14. p. 115—122. A. Pizon, Etüde anatomique des reservoirs aeriens d'origine piilmonaire chez les oiseaux; Naturaliste 13. p. 105 — 106. — Referat s. Roche. F. Putelli, Ueber das Verhalten der ZeUen der Riechschleim- haut bei Hühnerembryonen früher Stadien; Mitth, aus d. Embryol. Inst. Univ. Wien 10. p. 26—30. S. Ramon y Cajal, Sur la morphologie et les connexions des Clements de la rötine des oiseaux; Anat. Anz. 4. p. 111 — 121. L. Ran vier, Sur les tendons des doigts chez les oiseaux; I. Des plaques chondro'ides. II. Des organes cephaloides; Journ. Micro- graphie 13. No. 6. p. 167—171. Derselbe, Des plaques chondroides des tendons des oiseaux; Compt. rend. hebd. Acad. sc. Paris 108. p. 433 — 436. Derselbe, Des organes cephaloides des tendons des oiseaux; ebenda, p. 480—482. Richter, Ueber die Anatomie und Aetiologie der Spina bifida des Hühnchens; Münch. medic. Wochenschr. 36. p. 266 — 267. Gr. Roche, Note sur l'appareil aerifere des oiseaux; BuU, soc. philom. Paris (8) 2. p. 5—17 (s. auch Naturaliste 11. p. 262—263 u. Pizon vorher). — Es werden unterschieden: 1. Sacs cervicaux, 2. Sacs thoraciques, 3. Reservoirs diaphragmatiques , 4. Reservoirs abdominaux, und Lage wie Ausdehnung derselben besprochen. Derselbe, Appareil pour injecter les poumons et les sacs aeriens des oiseaux; ebenda (8) 1. p. 90 — 92. Derselbe, Prolongements intra-abdominaux des reservoires cer- vicaux chez r Autruche; ebenda, p. 111 — 114. Derselbe, Sur l'appareil respiratoire des Oiseaux; Compt. rend. Soc. Philom. 1889/90. p. 2—3. E. Schaff berichtet über Distomum ovatum im Hühnerei; Journ. Orn. 37. p. 88—89. T. W. Shore and J. W. Pickering, The Proaranion and Amnion of the Chick; Journ. Anat. Phys. 24. p. 1 — 21. T. 1. R. W. Shufeldt, Osteology of the Circus hudsonius; Journ. Comp. Med. 10. p. 126—160. Derselbe, Contributions to the Comparative Osteology of Arctic and Sub-Arctic Water-Birds; Journ. Anat. 23. p. 165—187, 400—428, 537—559; 24. p. 89— 117; 25. p. 60 — 77. — Behandelt verschiedene Arten aus der Familie Alcidae. Uria ist nach den anatomischen Verhältnissen als die höchst organisirte Form der FamiHe zu be- trachten, J^Iautus als die niedrigste. Derselbe, Contributions to the Comparative Osteology of the Families of North American Passeres; Journ. Morphol. 3. p. 81 — 114, 2 T. — Entwirft auch eine systematische Eintheilung der Passeres, in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 89 wobei die Corvidae als die höchsten, die Laniidae als die niedrigsten Formen derselben betrachtet werden. Derselbe, Notes on the Anatomy of Speotyto cunicularia hypo- gaea; ebenda, p. 115 — 125. Derselbe, Observations upon the Osteology of the North American Anseres; Proc. Un. St. Nat. M. 11. p. 215 — 251. Derselbe, Observations upon the Osteology of the Order Ttcbi- nares and Steganopodes; ebenda, p. 253 — 315. Derselbe, Osteological Studies of the Sub-family Ärdeinae; Journ. Comp. Med. 10. p. 218—243, 287—318. A. E. Stirnow, üeber Zellen der Descemet'schen Haut bei Vögeln; Arb. Naturf. Ges. Kasan 20. p. 1—13. 1 T. Van der Stricht, Recherches sur le cartilage articulaire des oiseaux; Arch. Biologie 1890. p. 1 — 42. Th. Studer beschreibt die embryonale Ent^sdcklung von Chionis, einiger Procellarüdae, Phalacrocorax vernicosus, Eitdgptes chrysocome und Megapodms eremita und zieht aus den Untersuchungen Schlüsse über die systematische Stellung der behandelten Formen: Die Forschungsreise S. M. S. „Gazelle" in den Jahren 1874 bis 1876. III. Zoologie u. Geologie. Berlin 1889. S. 107—124 u. 253. T. 11 bis 17. M. Teichmann, Der Kropf der Taube; Arch. mikrosk. Anat. 34. p. 235—248. H. Thiele berichtet über ein Hühner-Spulei mit eingeschlossenem zweiten Ei, welches zur Hälfte ausgebildete Schale hatte; Journ. Orn. 37. p. 189. A. Tschan, Recherches sur l'extremite anterieure des Oiseaux et des Reptiles. Dissert. Geneve 1889. 63 p. H. Virchow, Ueber Entwicklungsvorgänge, welche sich in den letzten Brüttagen am Hühnerei abspielen; Verh. Anat. Ges. Berlin 1889. S. 91. M. L. Walker, On the form of the Quadrate Bone in Birds. With 33 Fig.; Stud. Mus. Zool. Dundee 1. No. 1. 18 p. — Beschreibung der Form des Quadratbeins bei den verschiedenen Vogelgruppen und Erörterung des taxonomischen Werthes desselben. G. J. V. W an gelin giebt Auszüge aus der wichtigsten Litteratur über den Kehlsack der Otis tarda; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 413—420. Wickmann, Ueber Structur und Bildung der Vogeleischale; Journ. Orn. 37. p. 225 — 230. — Nach des Verfassers Untersuchungen wird die Schalenhaut gebildet durch abgelöste Epithelzellen eines bestimmten Abschnitts des Eileiters, welche zerfliessend zu Fasern ausgezogen werden. Die auf der Eihaut befindlichen Zotten sind Reste zerfallener Drüsenzellen des Uterus, welche an die Fasern der Schalenhaut sich anheften. Der regelmässige Abstand der Zotten ist darauf zurückzuführen, dass sich das Ei im Uterus nicht mehr dreht, die Zotten also nur da entstehen, wo eine Drüse mit ihrem Ausführungsgange die Schalenhaut berührt. Dementsprechend rührt 90 Ant. Reich enow. Bericht über die Leistumgen die Verschiedenheit des Kornes der Eischalen von der Verschieden- heit des Abstandes der Drüsenöifnungen im Uterus der betreffenden Vögel her. Die Färbung der Eischale wird durch Blutfarbstoffe erzeugt, welche im Uterus auf die Eischale sich ablagern und deren Verschiedenheit ebenso wie die Verschiedenheit der Gefiederfärbung als Art- Eigen thümlichkeit aufzufassen ist. Farblose Eier giebt es nicht! Die scheinbar ungefärbten enthalten weisse bezw. helle Farbstoff'e. L. Zehnter, Zur Entwicklung von Cypseliis melha; Zool. Anz. 12. p. 556 — 559. — Ursprünglich ist beim Embryo die normale Pha- langenzahl an den Zehen vorhanden; später verringert sich dieselbe durch Verschmelzung. Ebenso ist beim achttägigen Embryo der Humerus länger als der Radius, aber bereits mit dem 10. Tage tritt das umgekehrte Verhältniss ein. — S. auch: Arch. sc. phys. nat. (3) 22. p. 479—480. III. Haiitbedeckun^, Pterylographie, Flngvermögen. A. C. Baines, The SaiHng Flight of the Albatross; Nature 40. p. 9 — 10. — Das Aufsteigen eines Vogels gegen den Wind ist zu vergleichen mit dem Aufsteigen eines Gegenstandes auf einer ge- neigten Fläche, während letztere in horizontaler Richtung entgegen der Bewegung des Gegenstandes fortbewegt wird, wodurch eine grössere Höhe erreicht wird, als der Anfangsgeschwindigkeit des Gegenstandes entspricht. Da die Geschwindigkeit des Windes mit der Lufthöhe zunimmt, so wird hierdurch der Verlust an Schnellig- keit, welchen der aufsteigende Vogel bei ruhiger Luft erleiden würde, ausgeglichen. — Vergl. auch Raylay, ebenda, p. 34 und Fronde, ebenda, p. 102. F. E. Beddard, The Pigment of the Touraco and Tree Porcu- pine; Nature 41. p. 152. — Ueber die Löslichkeit des Turacin in Wasser. E. Catchpool, The Flight of Birds and Insects; Midland Natur. 1889. p. 221—225, 261—264. R. Courtenay, Sailing Flight of Large Birds over Land; Na- ture 40. p. 573. — Vergl. Peal. H. R. Davies, Die Entwicklung der Feder und ihre Beziehungen zu anderen Integumentgebilden; Morph. Jahrb. 15. p. 560 — 646, 4 T. — Die Entwicklung der Dune geht der definitiven Feder vorauf (vergl. Davies u. Landois, Ber. 1888. S. 109. — S. auch Stieda weiter unten). L, Dollo, Le Vol chez les Vertebres; Rev. Quest. Sc. 1889. p. 146—207, 410—485. K. R. Hen nicke, Die Entwicklung der Feder; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. 14. p. 223 — 226. — Referirender Artikel. W. Kent, The Soaring of Birds; Science 1889. p. 71. — Vergl. auch J. E. Oliver, ebenda, p. 15 — 16. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 91 0. Lilieiithal, Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst. Ein Beitrag zur Systematik der Flugtechnik. Mit 88 Holzschn., 8 lith. Taf. Berlin 1889. 8«. 187 p. J. Marey, Le vol des oiseaux; Rev. Sc. (3) 44. p. 481 — 484. A. V. Parseval, Die Mechanik des Vogelflugs. Mit 3 Taf. Wiesbaden 1889. 8«. 138 p. S. E. Peal, Le vol des grands oiseaux terrestres; Rev. Sc. (3) 44. p. 668—669. Derselbe, Sailing Flights of Large Birds over Land ; Nature 40. p. 518 — 519. — Versuch einer Erklärung des Segelfluges. Berich- tigung dazu s. Courtenay. Pribyl, Veränderung der Befiederung bei Tauben durch ver- änderte Nahrung; Schwalbe 13. p. 320 — 321. — Lachtauben erhielten durch Fütterung mit Butter eine tiefbraune glänzende Gefieder- färbung. Stieda, üeber den Bau und die Entwickelung der Federn; Schrift, phys. ökon. Ges. Königsberg 29. Stzb. p. 3. — Vergl. auch Davies oben. W. H. Watson berichtet über eine Agapornis pullaria, welche in Folge von Fütterung mit Cayenne-Pfeffer theilweise gelbes Ge- fieder erhalten; Zoologist 13. p. 394. Zander, Üeber das Gefieder des afrikanischen Strausses; Schrift, phys. ökon. Gesellsch. Königsberg 29. Stzb. p. 31 — 32. — Verf. fand pinselförmige Dunen, büschelförmige Conturfedern und als höchstes Entwicklungsstadium lange Conturfedern ohne Afterstrahlen. Vergl. auch Bronn S. 85. IV. Mauser, Abänderungen, Bastarde. Abänderungen, Missbildungen: E. Arrigoni degli Oddi, Notizie sopra un Liqnrinus cldoris ed una AJauda arvensis anomali nel rostro; Riv. Ital.* Sc. Nat. e Boll. Natural. 9. p. 260—261. Behrends, Ein gehörntes Huhn; Zool. Gart. 30. p. 171—173. — Kapaun, dem in der bekannten Weise die Spornen in den Kamm eingesetzt sind. C. Bonalda, Albinismo e isabellismo nei passeri; Riv. Ital. Sc. Nat. e Boll. Nat. Coli. Siena 9. p. 60—61. S. Bonjour, Grimpereau a doigts courts (Cerfhia hrachydactyla) atteint d'un Kyste dermoide; Bull. Soc. Zool. France 14. p. 316 — 317. — Beschreibung und Abbildung einer pathologischen Abnormität. A. Brandt, über Hahnfedrigkeit, s. oben S. 85. L. Camerano, Note Zoologiche. 1. Di un caso di ovum in ovo. 2. Anomalia nelle zampe di un Coccothr ernstes vidgaris; Boll. Mus. Zool. Anat. Comp. Torino 4. No. 65. A. Cremaschi, Caso di melanismo parziale fra i Passeri; Riv. Ital. Sc. Nat. e Boll. Nat. Coli. Siena 9. p. 87. R. V. D., Ein schneeweisser Baumpieper; Schwalbe 13. p. 501. 92 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Duns, Variation in the Plumage of the Common Rook (Corvtis frugilegus)\ Proc. Phys. Soc. Edinb. 10. p. 68 — 71. Giachetti, Albinismus der Vögel; Schwalbe 13. p. 103 — 105. — Einige allgemeine Bemerkungen über Albinismus und Beschreibung von 4 Tauben-Albinos. C. W. Hargitt beschreibt eine Varietät von Menda migratoria; Amer. Nat. 23. p. 449. G. N. Lawrence, Remarks upon abnormal coloring of plumage observed in several species of birds ; Auk 6. p. 46 — 50. — Varietäten von Brotogerys tovi (suhcaerulea) , Vireolanivs puIcheUus, Procnias tersa, Tympanuchus amencanus, Chrysotis vittata und amazonica be- schrieben. P. Leverkühn, lieber Farbenvarietäten bei Vögeln. II; Journ. Orn. 37. p. 120—136. — Bespricht Albinos und partielle Albinos von 41 Arten besonders aus den Museen von Göttingen, Kiel und Bremen. Derselbe, Ueber Farbenvarietäten bei Vögeln. III; ebenda, p. 245 — 262. — Beschreibt Varietäten von 50 verschiedenen Arten aus den Museen von Metz, Strassburg und Colmar. Derselbe, Beschreibung zweier Hack elhähne und einer hahnen- fedrigen Auerhenne. Aus dem Strassburger Museum; Schwalbe 13. p. 361—363. F. Lindner erwähnt einen Albino einer Alatida arvensis; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 497. A. Longo, L'albinismo dei passeri; BoU. Nat. Coli. Siena 8. p. 104. J. Michel, Ein interessanter Fall von Albinismus; Schwalbe 13. p. 205 — 206. — Ueber einen weissgefleckten Corvus cornix. L. Petit, Sur une variete de la Becassine double; Bull. Soc. Zool France 14. p. 379. C. Sachse berichtet über Albinos von Rauchschwalbe und Wachtel; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 497. E. Schaff beschreibt eine hahnfedrige Birkhenne und eine abnorm gefärbte Haselhenne; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV^ p. 237—238. Partieller Albinismus bei SperHngen; Schwalbe 13. p. 202 — 203. Totaler Albinismus bei der Kohlamsel und der Schleiereule; Schwalbe 13. p. 202. Bastarde: J. H. Gurney jun. beschreibt das Skelet eines Bastards von Cygnus ferun und olor; Zoologist 13. p. 260. Hu et bespricht die Neigung verschiedener Fasanenarten zu Kreuzungen, wie EupJocomus nycthemeims und leucomelamis, Phasianus tonpmtus und Euplocormifi nycthemerns , und die Fortpflanzungs- fähigkeit solcher Bastarde, welche derartige Züchtungen besonders empfehlenswerth macht; Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 433 — 434. Ch. van Kempen, Oiseaux hybrides de ma collection; Mem. Soc. Zool. France 3. p. 102—112. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 93 G. Kolthoff, Laj^opus bonasioides, bastard mellan Dalripa och Hjerpe; Bih. Svensk. Vet. Akad. Handl. IV. 13. No. 6. 7 p. P. Leverkühn, über Rackelhähne, s. vorher S. 92. A. B. Meyer, lieber einige seltene Exemplare von Rackel- imd Birkwild im Museum Ferdinandeum zu Innsbruck: Ferdinandeums- Zeitschrift (III.) 33. 1889. S. 225—335. — Beschreibt einen ver- muthlich durch Vermischung von Birkhahn und Rackelhenne ent- standenen Rackelhahn aus Tirol, ferner einen broncevioletten Rackel- hahn, vermuthlich der Nachkomme eines Tetra tetrix w ro^a^/w ^-Hahnes mit ebensolcher Henne, von welcher Form dem Verf. 5 Exemplare aus den österreichischen Alpen vorgelegen, endlich eine Auerrackel- henne aus Norwegen. Th. Pleske beschreibt Bastarde von Merula ruficollis und M. atn'gularis; Wissensch. Result. v. Przewalski 's Reisen. Lief. 1. p. 9 — 15. J. H. Sage berichtet über Bastardirung von Helminthophila pinns und H. chrysoptera; Auk 6. p. 279. A. Suchetet, Les Oiseaux hybrides rencontres a l'etat sauvage; Mem. Soc. Zool. France 3. p. 256 — 360. — Der vorliegende erste Theil der Arbeit behandelt die Hühnervögel, von welchen 22 ver- schiedene, im wilden Zustande nachgewiesene Bastardformen be- sprochen werden. Derselbe, Note sur les Hybrides des Anatides; Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 905—913, 985—993. — Stellt die bekannt gewordenen Fälle von Bastardzüchtungen mit verschiedenen Entenarten zusammen. R. Warren, Hybrid between Bernicle and Bar-headed Goose; Zoologist 13. p. 394. V. Palaeontologie. A. Nehring, Der Transport thierischer Reste durch Vögel und seine Bedeutung für Geologie und Palaeontologie ; Naturwiss. Wochen- schrift IV. p. 233—335. — Weist durch zahlreiche Beispiele darauf hin, wie die Reste mariner Thiere besonders durch Raub- und Rabenvögel in das Binnenland verschleppt und an einzelnen Stellen angehäuft werden. Manche Fundstellen der Fossilreste von Wasser- thieren lassen sich auf solche Weise erklären. E. P. Newton berichtet über einen tibio-tarsus des Gastornis Klaasseni aus den „Woolwich Beds" von Croydon; P. Z. S. p. 220. W. d'Arcy Thompson, On the Systematic Position oi Hesper- ornis. Studios from the Mus. of Zool. in Univ. College, Dundee. Vol. 1. No. 10. 1890. E. Trouessart, Les oiseaux fossiles de la republique Argen tine; Naturaliste 13. p. 269—270. — Referat über ein Werk von P. Moreno. C. W. de Vis, Additions to the List of Fossil Birds; Proc. Soc. Queensl. 6. p. 55 — 58. — Chosorms praeteriUis n. sp,, Biziura ex- Immata n. sp. 94 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Ueber Dinorms-B^este berichten: J. M. Moore, Pr. Liverp. Sog. 1888—89. p. 59—60; A. Hamilton, Trans. N. Z. Inst. 21. p. 311—318; H. Hill, ebenda, p. 318—320; Mc. Donnell, ebenda, p. 438—441; T. J. Parker, ebenda, p. 523. VI. Geographische Verbreitung, Wanderung, Faunistik. Wanderung. B. Altum, Ursache der Kreuzschnabelzüge; Schwalbe 13. p. 493 bis 496. W. Stone, Graphic Representation of Bird Migration; Auk 6. p. 139 — 144. — Die Zu- und Abnahme der Artenzahl der Sommer- vögel eines Distrikts wird durch eine Curve dargestellt nach Art der Thermo- und Barometer-Beobachtungen. Faunistik (allgemein). T. Salvadori e E. H. Giglioli, Uccelli raccolti durante il Viaggio della Corvetta ,,Vettor Pisani" negli anni 1879, 1880 e 1881; Mem. Aec. Tor. 39. p. 99 — 143. — Sammlungen von SomaUland, Insel Maldive, Pulo-Pinang, Malacca, Wladiwostock, Giappone, China, Philippinen, Corea und Slam. OestlicJie gemässigte Region. Europa: P. Leverkühn hat Notizen über das Auftreten des Steppenhuhns in Europa 1888 zusammengestellt; vergl. Systematik unter Pteroclidae. F. de Schaeck, Les fauvettes d'Europe; Mem. Soc. Z. France 3. p. 404 — 536. — Vollständige Synonymie, Beschreibung und Ver- breitung der europäischen Sylviinen. V. V. Tschusi, Beiträge zum Vorkommen des Steppenhuhnes; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 249 — 252. — Notizen über Auftreten in Russland, Deutschland, Grossbritannien. J. Vian, Monographie des Poussins des Oiseaux d'Europe qui naissent vetus de duvet; Mem. Soc. Zool. France 1. p. 54 — 115. — Schluss. Deutschland: F. Bachmann, Die landeskundliche Literatur über die Grossherzogthümer Mecklenburg. Güstrow 1889. — Auf Seite 135 sind chronologisch geordnet 60 die Vogelfauna Mecklen- burgs betreffende Arbeiten aus der Zeit von 1794 bis 1886 auf- geführt. Conwentz berichtet über bemerkenswerthe Erscheinungen in der Vogelwelt Westpreussens während 1889, besonders über Auftreten von Syrrhaptes paradoxus. Das 1867 bei Danzig erlegte, in der Litteratur mehrfach erwähnte Exemplar von Larus minutus befindet sich jetzt im Westpr. Provinzial-Museum ; Westpr. Prov. Mus. Danzig Joum. No. 263. p. 2—7. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 95 K. W. V. Dalla-Torre, Die Fauna von Helgoland; Zool. Jahrb. Suppl. Hft. 2. 99 p. — S. 25 — 43 Verzeichniss der Vögel. Döbner, Beiträge zur Fauna von Aschaflenburg (Vögel); Mitth. Ver. Aschaffenburg 2. p. 14 — 24. R.Eder, Zum Zuge der weissbindigen Kreuzschnäbel; Schwalbe 13. p. 532. — Auftreten in Preuss. Schlesien und im Thüringer Walde (s. auch ebenda S. 589). C. Fickert, Beiträge zur Fauna der Umgebung von Tübingen; Jahresh. Ver. Württemb. 1889, p. 361—364. C. Gr. Friederich, Naturgeschichte der deutschen Vögel ein- schliesslich der sämmtlichen Vogelarten Mittel - Europas. 4, Aufl. Stuttgart. — Lief. 1 erschienen. E. Hartert berichtet über Zunahme der Verbreitung von Tetrao tetrix im Ems-Gebiet; Journ. Orn. 37. p. 335. W. Hartwig berichtet über Brüten von Cygnus olor auf dem Rietzer See bei Alt-Friedland und über Abnahme einiger Vogelarten in Deutschland; ebenda, S. 75 — 76. Derselbe referirt über die Einwanderung des Girlitz in die Mark Brandenburg; Zool. Gart. 30. p. 278—279. A, König, .über Brüten von Fulica atra im Münsterlande; Journ. Orn. 37. p. 194. Derselbe, über Weiterverbreitung des Serirws liorhdanvs im westlichen Deutschland; ebenda, p. 195. R. Koenig-Warthausen, Naturwissenschaftlicher Jahresbericht 1887; Jahresh. Ver. vaterl. Naturk. Württemberg 1889. p. 139—196. K. Krezschmar, Meine letzten Beobachtungen aus Schlesien; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 136—138. F. Lindner, Ornithologischer Monatsbericht für die Umgegend von Königsberg i. Pr., über die Zeit vom 1. April bis 1. Mai 1889; ebenda, p. 253 — 256. W. Marshall, Thierverbreitung. ; Anleitung z. deutsch. Landes- und Volksforschung etc. herausg. v. A. Kirchhoff (Stuttgart 1889). p. 255 — 298. — Verf. trennt Deutschland nach Bodenbeschaffenheit, Vegetation und Thierwelt in zwei Provinzen: die gebirgige südliche, die ,, oberdeutsche", und die ,, niederdeutsche", nördliche. Jede dieser beiden Provinzen zerfällt in einen östlichen und westlichen Gau, In ornithologischer Hinsicht ist die östliche Hälfte und namentlich der Nordostgau weit reicher an originellen Formen als die West- hälfte. Als in Deutschland überhaupt vorkommend nimmt Verf. nur 218 Arten an. Dementsprechend sind auch die Zahlenangaben be- treffend die Artenvertheilung in den einzelnen Gebieten unzuverlässig. P. Matschie, Die Kennzeichen der deutschen Raubvögel. Eine Anleitung zur sicheren Bestimmung unserer deutschen Tag- und Nachtraubvögel; Journ. Orn. 37. p. 67 — 72. A. B. Meyer u. F. Helm, Vierter Jahresbericht der ornitho- logischen Beobachtungsstationen im Königreich Sachsen nebst An- hängen über das Vorkommen des Rosenstaares in Europa im Jahre 96 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen 1 889 und in früheren Jahren, sowie über die Verbreitung der Kreuz- otter im Königreich Sachsen. Dresden 1889. R. Müller, Die Kennzeichen unserer Vögel. Eine natur- geschichtHche Beschreibung unserer einheimischen, sowie der sich zeitweise bei uns aufhaltenden fremden Vögel. Leipzig (E. Rust) 1889. 80. 227 p. Pietsch, Zwei seltene Irrhnge bei Torgau im Frühjahr 1889; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 267. — Colymbus septen- trionalis am 19. April, Rissa tridactyla am 22. Mai erlegt. Pirl, Eine Schneeeule erlegt bei Wittenberg; ebenda, p. 168 bis 170. — Am 28. Januar 1889 wurde ein Exemplar erlegt. Ant. Reichenow, Systematisches Verzeichniss der Vögel Deutsch- lands und des angrenzenden Mittel-Europas. (Linnaea Berlin 1889.) 68 S. — Zählt 396 Arten auf nebst den gebräuchlichsten deutschen Namen, Angaben über die Verbreitung in Deutschland, Brut- und Zugdaten. Derselbe, Syrrhaptes paradoxes in Deutschland 1888; Journ. Orn. 37. p. 1 — 33. — Zählt die dem Verf. bekannt gewordenen Fälle des Erscheinens des Steppenhuhnes in Deutschland, nach Ländern und Provinzen geordnet, auf. Als Ergebniss dieser Notizen giebt Verf. an: Die Vorläufer der Einwanderung zeigten sich bereits im Februar und März d. J., die ersten Massen trafen Mitte April an der Ostgrenze Deutschlands ein. Anscheinend kamen die Ein- wanderer in zwei gesonderten Schaaren, die eine von Polen aus durch Preussen und Posen über Pommern und Mecklenburg nach Schleswig-Holstein, Hannover und Oldenburg, die andere von Böhmen aus nach Sachsen und Bayern. Die Anzahl der eingewanderten Vögel schätzt Verf. auf Hunderttausende. Die Schaaren ziehen in Form eines ausgefüllten Dreiecks mit nach vorn gerichteter Spitze. Derselbe liefert kritische Bemerkungen über die Nomenclatur deutscher Vogelarten; Journ. Orn. 37. p. 186 — 188. ■ — S. Hypolais philo7nela, Chelidonaria, Picvs viridis, Carine noctua, Falco rusticuhis, Totanus liüoreus, ürinator, Chema unter Systematik. Derselbe berichtet über Erscheinen von Loxia hifasciata bei Brätz (Posen) 31. August 1889; ebenda, p. 330 und Schwalbe 13. p. 463. Derselbe berichtet über Erscheinen von Syrrhaptes paradoxvs am 20. April 1889 bei Pawlowicz (Posen); Journ. Orn. 37. p. 328. Derselbe theilt mit, dass Pastor roseiis im August d. J. bei Pilzenkrug, Kl. Schwentischken , Rgbz. Gumbinnen, erlegt wurde; ebenda, p. 341. P. C. Reimers berichtet über Vorkommen von Steppenhühnern auf der Düne von Helgoland vom 9. Febr. bis 16. März 1889; Zool. Gart. 30. p. 317. 0. Reiser, Turdus iiiacus in Bayern nistend; Journ. Orn. 37. p. 180—182. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 97 Renne berichtet über neuere Einwanderung des Birkwildes in das Münsterland, welche von Norden her erfolgte; ebenda, p. 197 bis 198. A. Richter, Ornithologischer Bericht aus der preussischen Ober- lausitz; Monatsschr Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 258—267, 284—291, 308—313. 0. V. Riesenthal, Die Kennzeichen der Vögel Mitteleuropas und angrenzender Gebiete. 1. Abth. Die Raubvögel nebst kurzer Anleitung zu Jagd und Fang und einem Anhang, die rabenartigen Vögel und Würger enthaltend. 4, Aufl. Berlin, Mückenberger 1889. Derselbe, Die Kennzeichen unserer Wasservögel (Sumpf- und Schwimmvögel) nebst kurzer Anleitung zur Jagd. Berlin 1889. 8'^. J. Rohweder, Das Steppenhuhn in Schleswig-Holstein; Monats- schrift Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 16 — 28, 29 — 41. — Brutversuche der Steppenhühner wurden festgestellt auf Föhr (Nest mit drei Eiern) und desgleichen bei Tating (im südwestlichen Eiderstedt). In beiden Fällen wurden die Eier gei-aubt. Mit Abbildung der Eier. J. Ruhsam, die Vogelfauna der Umgegend Annabergs; Jahresb. Annaberg. Ver. Naturk. 1885—88. p. 102-139. E. Schaff, Tabellen zur Bestimmung der deutschen Scolopacidae und Charadriidae ; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 274 bis 279. H. Schalow, über VuUur ^nonachvs und Lnscinia pJdlomela in der Mark; Journ. Om. 37. S. 76. Derselbe schildert die Vogelfauna der Insel Rügen; ebenda p. 78—82. Derselbe berichtet über eine am 15. Sept. 1889 bei Nassen- haide unweit Birkenwerder (Mark) erlegte Squatarola helvetica; ebenda p. 338. W. Seemann, Die Vögel der Stadt Osnabrück und ihre Um- gebung; Jahresb. Naturw. Ver. Osnabrück VII. Jahrg. A. Walter theilt mit, dass 3 Exemplare von Merops apiaster Ende October 1888 bei Cassel erlegt seien; Journ. Orn. 37. p. 84. Derselbe, Zur Ornis des Berliner Thiergartens ; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 325—334, 355—359. E. Werner, Das Steppenhuhn 1888 bei Kiel; ebenda p. 122 bis 126. F. Westhoff, Zur Avifauna des Münsterlandes; Journ. Orn. 37. p. 205 — 225. — Eine zusammenfassende Schilderung der Vogelwelt des Münsterlandes und deren Veränderungen in der neueren Zeit. F. Wink, Deutschlands Vögel. Naturgeschichte sämmtlicher Vögel der Heimat, nebst Anweisung über die Pflege gefangener Vögel. Stuttgart 1889, 8^ 219 p. - [volksthümlich]. Oesterreich-Ungarn : E. A. Bielz, Die Fauna der Wirbelthiere Siebenbürgens nach ihrem gegenwärtigen Bestände; Verhandl. siebenb. Ver. Naturw. 38. p. 15—120. — Behandelt auf S. 36—106 die Vögel. Vorher ist die einschlägige Litteratur aufgezählt. Aich. f. Natm-gesch. Jahrg. 1890. Bd.U. H.l. 7 98 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen S. Brusina, Nove omitoloske biljeske; Glasnika hrvatskoga Naravoslovnoga Druztva IV. p. 205 — 221. [In Kroatischer Sprache]. Ueber Syrri'haptes paradoxus in Kroatien sowie über Vorkommen von Otocorys 'penicillata, Aquila chrysaetus, Coccystes glandarius, Pha- sianus colchicus und Tetrao tetrix daselbst. V. Capek, Normaltag des ersten vollständigen Geleges; Schwalbe 13. p. 115 — 117. — Angaben der Brutzeit (erstes und Durch- schnitts-Datum) für ca. 100 Vogelarten der Umgebung von Ostawan in Mähren nach fünfjährigen Aufzeichnungen. St. V. Ghernel, Bibliographia ornithologica hungarica. Budapest 1889. - 46 S. J. V. Csato, Lanius homeyeri bei Nagy Enyed brütend; Schwalbe 13. p. 241—242. E. V. Dombrowski, Beiträge zur Kenntniss der Vogelwelt des Neusiedler-Sees in Ungarn; Schwalbe 13. p. 3 — 6, 19 — 22, 39 — 44, 52—59. Derselbe, Omithologische Ergebnisse einer Studienreise nach Bosnien; ebenda p. 293 — 297, 307 — 309, 316-320, 329—331, 342—344. Derselbe, Das Brutgeschäft der in Niederösterreich brütenden Rohrsänger; ebenda p. 409— 418, 421—426, 433—436. B. V. E. , Pratincola ruhicola am 11. Februar bei Wien beob- achtet; ebenda p. 88. R. Eder, Weissbindiger Kreuzschnabel; ebenda p. 473. — Loxia hifasciata bei Friedland in Böhmen gefangen. Derselbe, Loxia rubrifasciata und bifasciata; ebenda p. 500 bis 501. Derselbe, Omithologische Notizen; ebenda p. 509—510. — Ueber Hypotriorchis aesalon und Loxia hifasciata in Böhmen. Derselbe, Omithologische Notizen; ebenda p. 589 — 590. — Notizen aus Böhmen, Loxin hifasciata in Thüringen. Fritz, Frühjahrsbericht aus dem nordwestlichen Mähren; ebenda p. 469-471. K. Geyer, Ueber das Unterbleiben des Durchzuges, respective Striches der Wachholderdrossel (Turdus pilaris) vom Norden her im vergangenen Herbste; ebenda p. 194 — 195. Derselbe, Ein Wasserhuhn (Fulica atra) im März in Oesterreich gefangen; ebenda p. 196. E. Hodek sen. , Aus Niederösterreich zwischen der Ybbs und Donau; Schwalbe 13. p. 17—19, 36—38. — [vergl. Bericht 1888 S. 116]. F. C. Keller, Ornis Carinthiae. Die Vögel Kärntens; Jahrb. Mus. Kämt. 20. p. 177—244. F. Knauer über Loxia bifasciata bei Tauscha in Böhmen; Schwalbe 13. p. 501. 0. Koller, Omithologische Beobachtungen in Oberösterreich; Monatsschr. Ver. Schutze ^ogelw. XIV. p. 313 — 317, 337 — 343, 367—371. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 99 A. Graf zu Leiningen-Westen, Ornithologische Notizen aus Kärnten; Schwalbe 13. p. 885 — 387. A. B. Meyer, über seltene Exemplare von Rackel- und Birk- wild aus den österreichischen Alpen, s. oben S. 93. J. Michel, Eine Vermehrung der Ornis Böhmens; Schwalbe 13. p, 397 — 398. Cursorius europaeus, Linaria holbölli, Cinclus melano- gaster in Böhmen erlegt. E. V. Middendorf, lieber das Ausbleiben von Turdiis pilaris in Oesterreich während des Winters 188.8 — 89; Schwalbe 13. p. 529 bis 530. — Ueberwintern des Ttirdus pilaris in Livland während 1888/89. Vergl. Peiter und Geyer. H. Panzner, Ornithologische Beobachtungen vom 20. Juli bis ultimo 1888 in Emmersdorf a. d. Donau, Nied. Oesterreich; ebenda p. 271-273, 278—282. W. Peiter, Ausgebliebene erzgebirgische Wintergäste; Schwalbe, 13. p. 193 — 194. — Ausbleiben von Turchis pilaris, Bomhycilla garrida und Nucifraga caryocatactes. Derselbe, Ornithologisches aus dem hohen Erzgebirge ; ebenda p. 224—225 u. 445—446. Derselbe, Fringilla coelebs. Schwärme im hohen Erzgebirge; ebenda p. 517. Derselbe, Fringilla domestica im Hocherzgebirge; ebenda p. 579 bis 580. Ant. Reichenow, Eine dritte Form des Tannenhehers in Europa; Journ. Orn. 37. p. 287 — 288. — Unterscheidet die in den Alpen vorkommende Tannenheherform unter dem Namen Nucifraga relicta. F. V. Schaeck, Phyll opneuste honelli in Böhmen; Schwalbe 13. p. 265—266. W. Schier, Verbreitung der Sänger (Cantores) in Böhmen; ebenda p. 134—138. Derselbe, Die Verbreitung der Spaltschnäbler (Fissirostres), Sitzfüssler (Insessores), Krähen \Coraces') und Fänger (^Cajjfores) in Böhmen; ebenda p. 148 — 151, Derselbe, Die Verbreitung der Klettervögel (Scans ores) in Böhmen; ebenda p. 165 — 166. Derselbe, Die Verbreitung der Raubvögel (Rapaces) in Böhmen; ebenda p. 177—182. F. Schulz, Schwarzer Storch {Ciconia nigra) brütend in Krain; Schwalbe 13. p. 373—374. J. Talsky, Noch ein Steppenhuhn in Mähren; Schwalbe 13. p. 1 — 3. — Am 6. Dezember 1888 wurde bei Olmütz ein Steppen- huhn erlegt. Derselbe, Zur Ornis des Rauriser und Gasteiner Thaies im Herzogthume Salzburg; ebenda p. 313—316, 325—329, 337—342. V. V. Tschusi, Vorläufiges über den Zug des Steppenhuhnes (^Syrrhaptes paradoxiis) durch Oesterreich-Ungam im Jahre 1888/89; Schwalbe 13. p. 208—214, 289—290, 497—500. 7* 100 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Derselbe, Die ornithologische Literatur Oesterreich- Ungarns 1888; ebenda p. 230—235, 242—250, 257—259, 269—270. Derselbe, Zum Kreuzschnabelzug im Jahre 1888; ebenda p. 283 bis 284. Derselbe, Der Zwergadler (Aquila pennata) in Krain; ebenda p. 284—285. Derselbe, Nachträge zum Vorkommen des Steppenhuhnes in Oesterreich-Ungarn; ebenda p. 289 — 290. Derselbe, Ornithologisches aus dem vergangenen und dem heurigen Jahre; ebenda p. 290 — 293, 302 — 304. — lieber Auftreten seltener Arten in Oesterreich-Ungarn. Derselbe, Rosenstaare (^Pastor rosens)\ ebenda p. 301 — 302. — Ueber Auftreten des Rosenstaares in Kroatien und Bulgarien. Derselbe, Krummschnäbel und Tannenheher; ebenda p. 471. Derselbe, VI. Jahresbericht (1887) des Comites für ornitholo- gische Beobachtungs- Stationen in Oesterreich-Ungarn. (Unter Mit- wirkung von R. V. Dalla-Torre); Ornis 5. p. 343 — 610. — Ein- schliesslich Uebersicht der ornithologischen Literatur Oesterreich- Ungarns aus dem Jahre 1887. Derselbe, Der Tannenheherzug durch Oesterreich-Ungarn im Herbste 1887; Ornis 5. p. 129—148. T. 2. — Der Zug begann Anfang September, erreichte Mitte Oktober seinen Höhepunkt und währte bis erste Hälfte November. Bis Triest wurden Exemplare beobachtet. Es wurde nicht nur die dünnschnäbhge asiatische Form beobachtet, sondern auch die nordische dickschnäblige. Letztere Vögel hielten sich vorzugsweise dort auf, wo sie Haselnüsse fanden; die Asiaten suchten in gelockerter Erde und auf Wegen Nahrung. Die Dick- schnäbler blieben auch länger, bis in den Dezember hinein. Derselbe, Das Steppenhuhn (Syrrhaptes parado.ints) in Oester- reich-Ungarn. Eine ornithologische Studie; Mitth. Nat. Ver. Steier- mark 1889 und Separat. Graz 1890. 100 S. mit Karte. — Behandelt die Einwanderungen von 1863 und 1888. Das Auftreten wurde in Oesterreich-Ungarn konstatirt: 1863 der grosse Zug, 1864 Reste desselben, 1865 ein einzelnes Stück, 1879 drei Stück in Steiermark, 1887 zwei bis drei Flüge Oktober bis November in Galizien, 1888 der letzte grosse Zug, 1889 Reste desselben. Der 1888. Zug währte von März bis Oktober. Die vom Osten kommenden Wanderer scheinen, aufgehalten durch die Karpathen, zunächst an deren Ost- seite in der Bukowina sich angesammelt zu haben. Hierauf theilte sich die Hauptmasse, der grössere Theil umging als geschlossener Zug die Karpathen im Norden und zog durch Nord-Deutschland, ein kleinerer südlich durch das Wiener Becken, Mähren und Böhmen nach Süddeutschland (vergl. Reichenow oben S.96). Ueber\\'interte wurden zuletzt im April 1889 beobachtet. J. Werchratskij, Ornithologische Mittheilungen; Schwalbe 13. p. 217 — 218. — Einige Beobachtungsnotizen aus Galizien. Schweiz: Th. Studer u. V. Fatio, Katalog der Schweizerischen Vögel, bearbeitet im Auftrag des eidgen. Departements für Industrie iu der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 101 und Landwirthschaft (Abth. Forstwesen). 1. Lief. Tagraubvögel. Bern 1889. — Unter Benutzung der einschlägigen älteren Litteratur, welche S. 9 — 14 der Lief, verzeichnet ist, und unter Betheiligung einer grösseren Anzahl von Beobachtern an 20 verschiedenen Orten wird die Verbreitung der in der Schweiz heimischen oder auf dem Zuge vorkommenden 32 Tagraubvögel dargestellt. Hierzu 7 Tafeln. T. I. Uebersicht des Gebietes und der einzelnen Cantone; T. IL Ver- breitung von Neophron percnopterus und (jypaetus barbatus; T. IIL Verbr, v, Gi/ps fulvus u. monachus^ Milviis regalis u. ater; T. IV. Cerchneis cenchris, Erythropus vespertinus^ Hypotriorcliis aesalon, Falco peregrinus ; T. V. Aquila fulva; T. VI. Pandion haliaetus, Aquila naevia, Haliaetus albicilla^ Circaetus gallicus', T. VII. Perms apivonis^ Archibuteo lagopvs^ Circus aeruginosus, C. cyaneus. Bulgarien: Ferdinand v. Bulgarien meldet das Erscheinen von Millionen von Rosenstaaren im Juni bei Sofia; Journ. Orn. 37. p. 204—205. Europ. Russland: C. Greve, Die Silbermöve (Larus argen- tatus) beim Solowezki-Kloster im weissen Meer; Zool. Gart. 30. p. 284—285. 0. V. Löwis, Das Steppenhuhn in Livland; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 16. — In Livland wurden 1888 keine Steppenhühner beobachtet, dagegen in Curland. Derselbe, Die baltischen Raubvögel; Balt. Monatsschr. 35. p. 527—556 u. 689-717. Th. Lorenz, Tetrao tetrix am Nordabhange des Kaukasus; Journ. Orn. 37. p. 153 — 160. — Ueber früheres Vorkommen des Birkhuhns in den Kaukasischen Steppen und allmähliches Aus- sterben. U. a. wird auch eine Fangweise vermittelst Fallgrube auf dem Balzplatze beschrieben. E. V. Middendorf, Ueberwintern von Turdus pilaris in Liv- land, s. oben S. 99. Th. Pleske, Ornithographia Rossica. Die Vogelfauna des Russischen Reichs. St. Petersburg. Quarto Bd. II Lief. 1 u. 2, 1889. Dieses Werk, dessen beide ersten Lieferungen vorliegen, verspricht eine grundlegende Arbeit für die Ornithologie Russlands zu werden. Es enthält gleichzeitig russischen und deutschen Text. Wie im Vorwort dargelegt ist, soll der 1. Bd. eine Uebersicht der Litteratur, einen historischen Ueberblick der Erforschung des Reichs, Charac- terisirung der ornithologischen Regionen des Gebiets und Schlüssel zur Bestimmung der Ordnungen und Familien enthalten, der be- gonnene 2. Bd. dagegen Schlüssel zum Bestimmen der Gattungen und Arten und Monographien der einzelnen Arten. Letzere um- fassen: Synonymie, Verzeichniss der Abbildungen, Litteraturnach- weise, Trivialnamen, lateinische Diagnose und Beschreibung der ver- schiedenen Kleider, Verbreitung im allgemeinen und in Russland im besonderen, vertikale Verbreitung, Lebensweise, Beschreibung von Nest und Ei, Zugtabellen, Uebersicht der im Petersburger Museum befindlichen Stücke. Lief. 1 behandelt die Gattung Sylvia, welche 102 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Verf. in die Untergattungen Sylvia, Melizophilus und Aedon trennt, mit 13 Arten; Lief. 2 die Gattung Phylloscopus , mit den Unter- gattungen Äcanthojmevste, FhyUoscopns und Reguloides und 18 Arten. Von den beigegebenen Tafeln enthält T. 1. Ä_y/u/« althea im Sommer- und Herbstkleide, S. curruca im Frühlings- u. Herbstkleide, *S'. minus- cula im Frühlings-, Sommer- u. Herbstkleide ; T. 2 : Phylloscopus hore- alis var. xanthodryas, Ph. nitidus, Ph. viridcmns, Ph. plmnheitarsits^ Ph. fenellipes u. occipitalis frisch gemausert und abgetragen. G. Schweder, Vogelzug im Frühjahr 1888; Corr. Bl. Nat. Ver. Riga 21. p. 22—23. Dänemark: H. Winge, Om Steppehonen (Syrrhaptes paradoxus) in Danmark i. 1888; Vid. Medd. Nat. Foren. Kjobenh. 1889. p. 57 bis 100. Scandinavien : C. A. Hansson, Zoologiska anteckningar frän norra Bohuslan; Oefv. Ak. Förh. 1889. p. 289—327. — Vögel S. 294 bis 324. W. Hartwig, Ornithologische Beobachtungen auf einer Reise nach dem Nordcap; Journ. Orn. 37. p. 137 — 153. — Notizen über 31 beobachtete Arten, besonders bezüglich der Verbreitung derselben, Nachrichten über die bedeutendsten Vogelberge von Hammerfest bis Nordkyn und ein Verzeichniss der Brutvögel von Tromsö, nach der Sammlung des naturh. Museums in Tromsö. F. P. Johnson, Field Notes in Western Sweden; Zoologist 13, p. 126—130. A. Stuxberg, Nya fynd af Kortnäbbad gas (Amer hrachy- rhynchus) i Sverige; Oefv. Vet. Ak. Förh. Stockholm 46. p. 9 — 10. C. R. Sundström, Mittheilungen des Ornithologischen Komitees der Kgl. Schwedischen Akademie der Wissenschaften; Bih. Svensk. Vet. Ak. Handl. IV. Afd. 13. No. 3. — Einleitende Bemerkungen und Verzeichniss der Vögel Schwedens von C. R. Sundström und Mittheilung von Beobachtungsnotizen. Derselbe, Ueber das Auftreten des Zwergfliegenßingers (Musci- capa parva) in Schweden; Ornis 5. p. 156 — 164 u. 341. M. Walleen, Ornitologiska iakttagelser, gjorda under vären och sommaren 1886 pa Karelskanäset ; Meddel. Soc. Fauna Hör. Fenn. 15. p. 129—153. England: 0. V. Aplin, Ornithological Notes from the Norfolk Coast; Zoologist 13. p. 9 — 12. Derselbe, The Birds of Oxfordshire, With a Map. London 1889. 80. 217 p. R. M. Barrington, s. Harvie-Brown. M. Browne, The Vertebrate Animals of Leicestershire and Rutland. Birmingham and Leicester 1889. 4o. 223 p. 4. T. T. E. Buckley, über Brüten von Columha oenas in Sutherland; Ibis (6) L p. 401—402. A. Chapman, Bird-Life of the Borders: Records of Wild Sport and Natural History by Moorland and Sea. London 1889. 8". 286 p. W. Eagle Clarke, s. Harvie-Brown. iu der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 103 J. Cordeaux, Report on the Committee reappointed for the purpose of obtaining observations on the Migration of Birds at Lighthouses and Lightvessels and of reporting on the same; Rep. 58. Meet. Brit. Ass. Adv. Sc. p. 146—149. Derselbe, Notes from the Yorkshire and Lincolnshire Coasts in the Autumn of 1888; NaturaHst 1889. p. 1—4. Derselbe, s. J. A. Harvie-Brown. Ch. Dixon, Our Rarer Birds: being Studies in Ornithology and Oology. With twenty Illustrations. London 1888. 8«. 373 p. G. Dowker, Notes on the British Birds of East Kent, with siibsequent additions and tabulated Hst; N. E. Kent Nat. H. Soc. 1889. p. 81—119. H. M. Drummond-Hay berichtet über einen bei Perth erlegten Turdiis atrigularis; Ibis (6) 1. p. 579 — 580. W. Evans, Notes on Pallas's Sand-grouse (Syrrhapfes paradoxtis) in Scottland during the recent great westward movement of the species; Proc. Phys. Soc. Edinb. 10. p. 106 — 126. Derselbe, Note on a Specimen of the Red-footed Ealcon (Falco vespert inus); ebenda p. 168 — 169. T. E. Gunn, The Pectoral Sandpiper (Tringa maculata) in Orkney; Zoologist 13. p. 452—453. J. H. Gurney jun., The Status of the Firecrest as a British Bird; ebenda p. 172 — 174, Derselbe, Ornithological Notes from Norfolk; ebenda p. 13 — 18, 134—136, 334—337. J. E. Harting, Our Summer Migrants: an Account of the Migratory Birds which pass the Summer in the British Islands. 2. ed. London 1889. 8». 324 p. J. A. Harvie-Brown, J. Cordeaux, R. M. Barrington, A. G. More and W. Eagle Clarke, Report on the Migration of Birds in the Spring and Autumn of 1887. Ninth Report. Edinburgh 1889. J. Hopkinson, Notes on Birds observed in Hertfordshire during the year 1888; Trans. Hertf Soc. 1889. p. 139—146. G. Hörne, Authenticated List of the Birds of Herefordshire. Hereford 1889. 8». 24 p. R. J. Howard, Notes on the Occurrenee of Pallas's Sand-grouse in Lancashire; Zoologist 13. p. 51 — 55. C. Ley, The Great Black Woodpecker in England; Zoologist 13. p. 340—344. Lilford, Coloured Figures of the Birds of the British Islands. London. 8°. Theil 5 — 11 erschienen. Derselbe, Notes on the Ornithology of Northamptonshire and Neighbourhood; Zoologist 13. p. 422 — 430. G. E. Lodge, Notes on Birds in Norfolk and Cambridgeshire ; Zoologist 13. p. 29— 31. Derselbe, The Visitation of Pallas's Sand-Grouse to Scotland in 1888, together with an Account of its Nesting, Habits, and 104 Aut. Reicheuow: Bericht über die Leistmigen Migrations. Prepared chiefly from information collected by Prof. Newton and J. A. Harvie-Brown. London 1889. 8*^ 38 p. H. A. Macpherson berichtet über Tringa maculata bei Pen- rith, NW-England; Ibis (6.) 1. p. 136—137. Derselbe, Ornithological Notes from Cumberland; Zoologist 13. p. 175—177. A. Montagu, A Dictionary of British Birds: being a Reprint of Montagu's Ornithological Dictionary. Comp, and ed. by E. New- man. London 1889. A. G. More, s. Harvie-Brown. G. Muirhead, The Birds of Berwickshire , with remarks on their Local Distribution, Migration, and Habits, and also on the Folk-Lore, Proverbs, Populär Rhymes, and Sayings connected with them. Vol. 1, Edinburgh 1889. 8« 334 p. 4 Illüstr. 76 cuts. T. H. Nelson, Ornithological Notes from Redcar and Tees Mouth for 1887 and 1888; Naturalist 1889 p. 81—86. A. Newton, On the irruption of Syrrhaptes paradoams; Rep. 58. Meet. Brit. Ass. Adv. Sc. p. 703. S. W. Nicholl, Notes on the rarer Birds of Glamorganshire ; Zoologist 13. p. 166—172. H. L. Patterson berichtet über den Fang von Fulmarus glaci- alis auf Rathlin Island; Ibis (6.) 1. p. 580. R. L. Patterson berichtet über Vorkommen von Syrrhaptes paradoams bei Belfast im Dec. 88; Ibis (6.) 1. p. 137. Derselbe, Nyctea scandiaca bei Dundrum, Co. Down am 21. Jan. erlegt; ebenda p. 260. E. C. Phillips, The Great Black Woodpecker in England; Zoologist 13. p. 431—433. H. Saunders, An lUustrated Manual of British Birds. London 1888—89. 80 754 p. Th. 10—20 erschienen. T. South well, The King Eider (Soniateria spectabüis) as a Norfolk Bird; Zoologist 13. p. 383—388. J. Swinburne, An Ornithological Visit to the Ascrib Islands, Loch Snizort, Skye; Proc. Phys. Soc. Edinb. 9. p. 402—407. H. B. Tristram berichtet über eine im October 1887 bei Flamborough erlegte Emheriza cioides; P. Z. S. p. 6. E.Williams berichtet über Tringa macidata YieiW. und (lalli- nago major in Irland; Zoologist 13. p. 32 u. 33. Derselbe, A. Breeding-place of the Blackheaded Gull in King's Co; ebenda p. 396—397. J. Young fand ein Nest von Flectrophanes nivalis in Nord- Schottland; Ibis (6.) 1. p. 137. Ueber seltenere Vorkommnisse in verschiedenen Theilen Gross- britanniens vergi. noch: Zoologist 13. p. 25— 36; 69—77, 105 — HO, 144-154, 180—187, 226—234, 259-269, 312-314, 348—352, 383—397, 434—437, 450—452. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 105 Niederlande: H. Albarda, Ornithologie van Nederland, waarne- minger in 1887; Tijdschr. Nederl. Dierk. Vereen. (2.) D. 2. Afl. 3. p. 145—157. J. E. Cöenradts, Phaenologische Notizen aus Holland. (Mit- getheilt von P. Leverkühn); Ornis 5. p. 333 — 335. — Zugbeob- achtungen aus den Jahren 1885 — 88. H. W. de Graaf, Over Muscicapa parva; Tijdschr. Nederl. Dierk. Vereen. (2.) D. 2. Afl. 3. p. 158—161. Frankreich: Magaud d'Aub us so n bespricht die in Frankreich vorkommenden Colymbiden; Naturaliste 11. p. 134 — 136. Derselbe, Le Syrrhapte paradoxal et sa Naturalisation spon- tanee en Europe; Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 217 — 229. L. Bureau, Sur la capture en France de l'Houbara de Mac- queen (Hoitbara macqueemy, Bull. Soc. Zool. France 14. p. 308 bis 312. — Im Februar 1883 bei Lyon erlegt. Die Fälle des Vor- kommens von //. macqueeni in Europa werden im einzelnen auf- geführt; sie datiren alle zwischen September und Februar. Derselbe, Sur les passages du Syrrhapte paradoxal, (^Syrr- haptes paradoxus) dans l'ouest de la France; Mem. Soc. Zool. Fr. 1. p. 245—252. Derselbe, Sur le sejour du Syrrhapte paradoxal dans l'ouest de la France; Bull. Soc. Zool. France 14. p. 110—111. Derselbe, Nouvelle apparition du ßyrrhaptes paradoxus \ Natura- liste 13. p. 147. — Am 28. Mai wurde ein Stück bei Herbignac (Loire-Inferieure) erlegt. Im Dep. de l'Ouest währte 1888 der Zug vom 11. Mai bis 23. Juli, der letzte Vogel wurde am 10. März 1889 geschossen. E. Deyrolle, Histoire Naturelle de la France. 3. Partie. Les Oiseaux. 8« 304 p., 132 fig. 27 pl. en couleurs. (E. Deyrolle, Paris). L. Olphe-Galliard, Contributions ä la faune onithologique de l'Europe occidentale. Lyon. Fase. 12, 17 — 21 erschienen, Theil der Grallatores und Raptatores. A. Giovis, Les Oiseaux du plateau central; Rev. Sc. Bour- bonn. 2. p. 74 — 80. A. Granger, Notes complementaires sur le Syrrhapte para- doxal; Naturaliste 11. p. 34. — Notiz über Ausdehnung der Ein- wanderung in Europa im Jahre 1888. J. Jouan, Trois Oiseaux rares ä Cherbourg; Mem. Soc. Cherb. 26. p. 191—194. Ch. van Kempen, Sur le sejour prolonge des Syrrhaptes dans le Nord le la France; Bull. Soc. Zool. France 14. p. 18—21. Derselbe, Sur quelques oiseaux rares du Nord de la France; ebenda p. 104 -—107. — Liste von Arten, welche bei Dunkerque er- legt sein sollen, darunter Diomedea fuliginosa, Procellaria conspi- cillata etc. Die Glaubwürdigkeit der Angaben erscheint zweifelhaft. A, Mangeard, Catalogue des Oiseaux qui se reproduisent dans les environs d'Autun et qui ont ete observes depuis 1840 jusqu' en 1886; Bull. Soc. Autun 1. p. 102—120. 106 Aiit, Reichenow: Bericht über die Leistungen P. Petitclerc, Contribiitions a l'histoire naturelle de la Haute Säone. Notes d' Ornithologie suivie d'un catalogue des Oiseaux ob- serves dans le departement de 1840 ä 1888 inclusive. Vesoul. 1889. 80 93 p. F. Rabe, Observations sur le passage des Oiseaux dans le Departement de ITonne; Bull. Soc. Yonne 1889. p. 61 — 68. A. Savatier, Histoire des Oiseaux du Departement de la Charente-inferieure et des Departements limitrophes; Ann. Soc. Char. 25. p. 99—331. J. Vi an, Sejour en France du Syrrliapte paradoxal; Bull. Soc. Zool. France 14. p. 78—79. Italien: E. Arrigoni del Oddi, Notizie di Caccia e Note Zoologiche; Boll. Soc. Nat. Napoli 1889 p. 104—107. — Liste der beob. Vögel und Notiz über Syrrhaptes. A. Bonomi, Die Vögel des Tridentino; Schwalbe 13. p. 446 bis 453, 458 — 461. — Systematische Liste nebst den italienischen Namen. I S. Brogi, Tordo dorato o Tordo a squame capitato nei din- torni di Siena; Riv. Ital. Sc. Nat. e Boll. Nat. 9. p. 272—274. — Ueber Oreocincla varia. D. Carazzi, 2. Appendice ai materiali per una Avifauna del Golfo di Spezia e della Val di Magra. Spezia 1889. — Die Ge- sammtzahl der jetzt für das Gebiet festgestellten Arten beträgt 315. Die früher erwähnte Terekia cinerea war irrthümlich aufgeführt, da- für ist Tringa canutiis zu setzen. A. de Carlini, Die Vogelfauna von Val. Teilina; Schwalbe 13. p. 557 560, 570—571, 580—582. — Verzeichniss der im Teilina- Thal der Prov. Sondrio an der Mündung der Adda in den Comer See vorkommenden Arten nebst den landesüblichen Namen. E. H. Giglioli, Primo resoconto dei risultati della inchiesta ornitologica in Italia. Parte prima Avifauna Italica etc. Firenze 1889. 671 p, — 450 Arten werden als Bewohner Italiens oder Durch- zügler aufgeführt nebst den Vulgärnamen und den an den Verf. eingegangenen Notizen der einzelnen Beobachter, Mit einer die Lage der Beobachtungsstationen angebenden Karte. E. H. Giglioli u. A. Manzella, Iconografia dell' Avifauna Italica. Toscana. — Fase. 44 u. 45 erschienen. G. Mariacher e V. Dal Nero, Due Tetraonidi Veronesi che scompaiono; Riv. Ital. Sc. Nat. e Boll. Natural. Siena 9. p. 288. A. P. Ninni, Comparsa di Cigni nella Laguna Veneta; Riv. Ital. Sc. Nat. e Boll. Natural. 9. p. 201. Derselbe, Sulk distinzione delle due specie di Cutrettole comuni nel Veneto; ebenda p. 250. — Ueber Budytes flavits und einer eocap illus. Derselbe, Älca torda (uccisa presso Chioggia); ebenda p. 252. T. Salvadori, Altre Notizie intorno al Sirratte in Italia nel 1888; Boll. Mus. Z. Anat. comp. Torino 3. No. 52. in der Naturgeschichte der Vogel während des Jahres 1889. 107 Derselbe, Le ultime notizie intorno al Sirratte in Italia negli anni 1888 e 1889; ebenda No. 70. Derselbe, lieber das Auftreten des Steppenhiihnes in Italien im Jahre 1888; Schwalbe 13. p. 166. Senoner, Ornithologische Notizen; Schwalbe 13. p. 606 — 607. — Referate über Vorkommen einiger Arten in Italien. F. Schmid, Pastor roseus im Juni und Juli bei Albenga, Loano und Mondosi erlegt; Schwalbe 13. p. 427. Pyrenäische Halbinsel: W. E. Clarke, On the Ornithology of the Valleys of Andorra and the Upper Ariege, and other Con- tributions to the Avifauna of the Eastern Pyrenees; Ibis (6) 1. p. 520 — 552. — 94 Arten werden besprochen. J. Palacky referirt über Arevalo y Baca, Aves de Espana (vergl. Ber. 1888. S. 122); Verh. Z. B. Ges. Wien 38. 1888. p. 82—83. Kanaren, Madeira: W. Hartwig berichtet über Brüten von Upupa epops und Faico nisvs auf Porto Santo (Madeira -Gruppe), sowie Vorkommen von Totanus calidris auf Madeira; Journ. Orn. 37. p. 328. A. König, Vorläufige Notiz über zwei neue Vogelarten von den Canarischen Inseln; Journ. Orn. 37. p. 182 — 183. — Frmgilla coendescens u. Erithacus S7iperbns beschrieben. Derselbe, Vorbemerkung über einige wohl zu unterscheidende und neue Vogelarten von den Canarischen Inseln; ebenda p. 263. — Neu: Cerchneis tinnuncuhis canariensis^ Picus [Dendrocopus) canariensis^ Regulus sateUes. L. V. Lorenz berichtet über einige dem Wiener Museum zu- gegangene Vögel von Teneriffa; Verh. Z. B. Ges. Wien 39. p. 11 — 12. E. G. Meade-Waldo, Notes on some Birds of the Canary Islands; Ibis (6) 1. p. 1 — 13. — Specielleres besonders über Stimme und Nestbau von FringiUa teydea. Derselbe, Further Notes on the Birds of the Canary Islands; ebenda p. 503 — 520. — Fratincola ducotiae n. sp. — Zahlreiche Notizen über Lebensweise, Nestbau und Eier. Derselbe, On a new Species of Tit; Ann. Mag. N. H. 3. (6) p. 490. — Farus palmensis von Palmas (Canaren). H. B. Tristram, Ornithological Notes on the Island of Gran Canaria; Ibis (6) 1. p. 13 — 32. — Verf. erhielt alle drei von Sharpe für Madeira, die Azoren und Kanaren aufgestellten Subspecies von FringiUa tintiUon auf den Kanaren und hält diese Farbenabweichungen für individuelle Verschiedenheiten. Fhylloscopns foHimattts wird als neue Art von dem europäischen Ph. ritfus gesondert, ebenso Caccabis rufa var. austraJis von den Kanaren und Azoren als neue, von der europäischen C. rufa constant unterschiedene Abart. — Zahlreiche kurze biologische Notizen. Derselbe, über Alaudu (^Calandrelld) minor Gab. auf Gran Canaria und Teneriffa; ebenda p. 228. Derselbe, On a new Species of Chaffinch; Ann. Mag. N. H, 3. (6) p. 489. — Frmgilla palmae n. sp. von Palma (Canaren). 108 Aiit. Reichen ow: Bericht über die Leistuugeu Derselbe, On the Peculiarities of the Avifaiina of the Canary Islands; Rep. Brit. Ass. 1889. p. 616. Mittelmeer-Inseln : F. H. Guillemard, Cyprus and its Birds in 1888; Ibis (6) 1. p. 206—219. Lilford, A List of tlie Birds of Cyprus; Ibis (6) 1. p. 305—350. — Führt 231 Arten für die Insel auf. Nord-Afrika: H. Schalow bespricht die Verbreitung von Corvus tingitanvs im Atlas-Gebiet; Journ. Orn. 37. p. 331 — 333. J. Thomson, Travels in the Atlas and Southern Marocco, a Narrative of Exploration. London 1889. 8«. 488 p. 31 T., 37 cuts, 6 maps. Sibirien: Vergl. Salvadori u. Giglioli oben S. 94. Südwest- Asien: J. E. T. Aitchison, The Zoology of the Afghan Delimitation Commission. Birds by R. B. Sharpe; Trans. L. S. 5. p. 66 — 93. T. 6 u. 7. — Unter den aufgezählten 124 Arten Gecinus gorii und Fhasiamis jyrincipalis, welche abgebildet sind. H. E. Dresser, Notes on Birds collected by G. Radde in the Transcaspian Region; Ibis (6) 1. p. 85 — 92. — Lanius raddei be- schrieben und abgebildet T. 5. 0. B. St. John, On the Birds of Southern Afghanistan and Kelat; Ibis (6) 1. p. 145—180. — 237 Arten sind aufgeführt nebst Bemerkungen über lokale Verbreitung. G. Radde und A. Walter, Die Vögel Transkaspiens ; Ornis 5. p. 1—128, 165-279. Mit Karte. — Im ersten Theile werden 297 für das Gebiet nachgewiesene Arten aufgeführt. In dem zweiten wird zunächst die Verbreitung einiger Species eingehender besprochen, sodann ein Verzeichniss der Brutvögel Transkaspiens gegeben, an welches eine tabellarische Uebersicht beobachteter Brutzeiten sich anschliesst. Ein ferneres Kapitel behandelt den Vogelzug in Trans- kaspien: In dem Gebiet lassen sich drei Zonen unterscheiden, die Sandwüste, die Lehmsteppe mit dem Oasenlande und dem Uferland der unteren Flussläufe und das Felsgebirge. Aus den von den Ver- fassern angestellten Beobachtungen verbunden mit den früheren anderer Forscher ergiebt sich, dass die belebteste Zugstrasse in Transkaspien den Murgab abwärts geht. Demnächst kommt der Zug am Tedshen und an den Bachläufen des Kopet-daghs und der Achalteke-Oase in Betracht. Wenige Arten ziehen im Frühling nach Ueberwindung des Kopet-daghs durch das Baichanthor nach der öst- lichen Caspiküste. Die ganze Ostküste des Caspi entlang zieht eine geringere Artenzahl als am Murgab. Manche Arten halten sich an keine Zugstrasse, sondern vermögen die schwierigsten Strecken auch der Wüste zu forciren. N. A. Sewertzow, Ornithologie du Turkestan et des pays ad- jacents, par M. A. Menzbier. Moscou. — Lief. 2 erschienen, ent- haltend Fortsetzung der Raubvögel. Abgebildet Hierofalco vralensis T. 4 u. 5, Leptopoecile sophiae T. 11. R. B. Sharpe, s. vorher Aitchison. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 109 J. Stolzmann, Liste des Oiseaux d'Askhabad; Mem. Soc. Z. France 3. p. 88 — 96. — 97 Arten sind aufgeführt, am Schlüsse die Verschiedenheiten in der Färbung der Weibchen von Phasianus chry- somelas und komaroivi besprochen. N. Zaroudnoi, Recherches zoologiques dans la contree Trans- Caspienne; Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou 1889. p. 128—160 u. 740—842. • — Ausser zerstreuten Beobachtungsnotizen auf S. 748 — 842 eine Uebersicht der Vögel des Gebiets (309 Arten) nebst Bemerkungen über Verbreitung und einzelnen biologischen Notizen. Pterodes arenaria major wird als neue Abart unterschieden. Japan, China: J. H. Gurney, On an apparently undescribed Species of Owl from the Liu Kiu Islands, proposed to be called 8cops pryeri- Ibis (6) 1. p. 302—305. H. Seebohm führt 7 Arten von den Bonin Inseln auf; P. Z, S. p. 586. Derselbe erhielt AJervla celaenops von der Insel Fatsisio; ebenda. F. W. Styan, Some Notes on, and Additions to, the Chinese Avifauna; Ibis (6) 1. p, 443 — 446. — 11 Arten aufgeführt, von welchen 5 bisher noch nicht für China nachgewiesen waren. L. Taczanowski, Description d'une nouvelle Locustella de la Coree; P. Z. S. p. 620 — 621. — L. jjleskei beschrieben. H. B. Tristram unterscheidet Zosterops simplex var. loochooetisis von den Lutschu-Inseln als neue Subspecies; Ibis (6) 1. p. 229. — S. auch Salvadori u. Giglioli oben S. 94. Mittel-Asien: Th. Pleske, Wissenschaftliche Resultate der von N. M. Przewalski nach Central-Asien unternommenen Reisen. Zoolo- gischer Theil. Band II, Vögel. Lief. 1. St. Petersburg 1889. — Verf. behandelt in dieser Arbeit, welche eine grundlegende Darstellung der Vogelfauna Central-Asiens zu werden verspricht, in russischer und deutscher Sprache die reichen Sammlungen des verdienstvollen Reisenden Przewalski. Mit den Turdidae ist begonnen. Bei jeder Art werden zunächst kritische Bemerkungen in systematischer Hin- sicht gegeben sowie Beschreibungen wenig bekannter oder neuer Formen, als: Merula hessler i Przw., Ruticilla alascJianica Przw., Calliope tschehaie^üi Przw., Pratincola motira var. przewalsh'i Plsk. n. var. Es folgen sodann Angaben über Verbreitung und Lebens- weise, grösstentheils Aufzeichnungen des Reisenden, und Eier-Maasse. Abgebildet sind: T. I. Prafhicola hisüinis, CuUiope tscliebaiewi, Dumeticola major -^ T. III. Arundinax aidon, Herhivomila armandi, H. indica, H. fuscata, H. affinis. Aethioxiische üegion. J. Büttikofer, Additional remark on Francolinus subtorquatus ; Notes Leyden Mus. XL p. 80. T. 4. W. R. Ogilvie Grant, Francolinus altumi Fsch. u. Rchw. is the Male of F. hildehrandti Cab.; Ann. Mag. N. H. 4. (6) p. 145 bis 146. WQ Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen G. Hartlaub, Zu Salpornis und Kritisches zu Dryoscopvs] Journ. Orn. 37. p. 114—120. P. Matschie erörtert die Unterschiede einiger Frankoline {F. altvmi u. schütti, Pternistes leucoparaeus u. Immiboldti); Journ. Orn. 37. p. 340. W. Stone, On Pratincola salax Verr. and allied species; Proc. Acad. Philad. 1889. p. 78—80. — Kritisches (vergl. Pratincola unter Systematik). Ost-Afrika: Ant. Reichenow, üeber eine Vogelsammlung aus Ostafiika; Journ. Orn. 37. p. 264-286. — Führt 171 von Dr. F. Stuhl- mann auf Sansibar, in Deutsch-Ostafrika und amQuilimane(Mossambik) gesammelte Arten auf, darunter Ploceus xaiithopterns , Änaplectes rnbi'iceps und Budytes campestris, letztere beiden neu für Ostafrika; ferner vier neu entdeckte Formen: Vanellus levcoptenis^ Francolimis stuhlmanni, Indt'cator variegattis var. virescens und Psalidoprocne petiti Orientalis. Von Herodias gulaiis fand Stuhlmann sowohl die typische Form als die Varietät cineracea auf Sansibar. Notizen des Sammlers betreffend die bei den Eingeborenen üblichen Vogelnamen sowie die Farben der nackten Hautstellen und der Horntheile sind beigefügt. G. E. Shelley, On the Birds collected by Mr. H. C. V. Hunter in Eastern Africa;. P. Z. S. p. 356—372. T. 40 u. 41. — Behandelt 98 Arten vom Kilimandjaro, darunter 7 neue: Pachyprora mixta, Xenocichla nigriceps, X. placida^ Alcippe küimensis, Cisticola hnnteri, Cinnyris Imnteri, Zosterops perspicillata, ferner das bisher unbekannte Männchen von Pholidauges fischeri. J. C. Willoughby, East Africa and its Big Game; the Narra- tive of a Sporting Trip from Zanzibar to the Borders of the Masai. London 1889. 8». 312 p. 18 illustr. — Eingestr. ornith. Notizen. S. auch Salvadori u. Giglioli oben S. 94 u. Tristam S. 111. Süd- Afrika: H. A. Bryden, Kloof and Karroo: Sport, Legend and Natural History in Cape Colony, with a notice of the Game Birds, and of the present distribution of the Antelopes and Larger Game. London 1889. 8«. 435 p. 17 T. — Ueber Raubvögel und jagdbare Vögel p. 146—155 u. 305—323. E. Holub, Von der Capstadt ins Land der Maschukulumbe. Reisen im südlichen Afrika in den Jahren 1883 — 87. Wien (Holder). — Zahlreiche Beobachtungen über die Lebensweise südafrikanischer Vögel. C. G. Gates, Matabele Land and the Victoria Falls. A Natura- list's Wanderings in the Interior of South Africa. From the Letters and Journals of the late F. Gates. 2. Ed. London 1889. 8». 433 p. 62 ill. — Appendix Birds by R. B. Sharpe S. 298—335. T. 1 u. 2. Mittel- Afrika : G. Hartlaub, Aus den ornithologischen Tage- büchern Dr. Emin Pascha's; Journ. Orn. 37. p. 46 — 50. — Lebens- weise von Estrelda nonmila u. Bradyornis palUda. F. J. Jackson, Brieflicher Bericht über die Vogelfauna von Ukumbani (Inneres Afrika); Ibis (6) 1. p. 583 — 584. in der Naturgeschichte der V(5gel während des Jahres 1889. Hl G. Schweinfuvth u. F. Ratzel, Emin Pascha. Eine Samm- lung von Reisebriefen und Berichten Dr. Emin Pascha's. Leipzig Iggg. — Auf S. 390 — 406 zoogeographische Notizen, besonders ver- gleichende Schilderungen des Vogellebens der Aequatorialprovinz. Nachrichten über den Winteraufenthalt europäischer Wanderer. H. B. Tristram, Note on a small Collection of Birds from Kikombo, Central Africa; Ibis (6) 1. p. 224 — 227. — Bespricht eine Collection des Dr. S. T. Pruen, 31 Arten, darunter Lamprocolius chali/bevs, welcher hiermit zum ersten Mal für Ost -Afrika nach- gewiesen wird. West-Afrika: J. d'Anchieta, s. J. A. de Sousa. An tun es s. J. A. de Sousa. J. Büttikofer, On a new Owl from Liberia: Notes Leyden Mus. XL p. 34. T. 6. — Bubo lettii. Derselbe, On a new collection of birds from South Western Africa; ebenda p. 65 — 79. T. 4. — Ueber eine neue von van der Kellen bei Gambos am oberen Cunene zusammengebrachte Sammlung von 103 Arten, darunter 49, welche in der ersten Collection (vergl. Bericht 1888 S. 124) nicht enthalten waren, zwei derselben neu: Lophoceros albotermi?iatus u. FrancoUntfs jugtdaris. Derselbe, On two probably new birds from Liberia; ebenda p. 97—98. — Neu: Drymocata-phvs johnsoni u. haniarius zoster ops. Derselbe, Third list of birds • from South Western Africa; ebenda p. 193 — 200. — Behandelt eine Sammlung von 62 Arten, welche van der Kellen bei Gambos am Kunene zusammenbrachte, darunter 15, welche in früheren Sammlungen des Reisenden noch nicht vertreten waren. Derselbe, Zoological researches of Liberia. Fourth hst of birds; ebenda p. 113 — 138. T. 6. — Bespricht eine Sammlung Stampflis vom Farmington- und Messurado-River in Liberia, 92 Arten, von welchen 11 bisher für Liberia noch nicht nachgewiesen waren, darunter eine neue: Bi(ho lettii. Die Anzahl der für das Gebiet nunmehr festgestellten Arten beträgt 246. J. Cabanis beschreibt Merops mentalis, vermuthlich n. sp., von Kamerun; Journ. Orn. 37. p. 78. Derselbe beschreibt Francolinus (^Scleroptera) modestus n. sp. von Kamerun; ebenda p. 87 — 88. J. V. Madarasz, Description of a new Cinnyris] Ornis 5. p. 149 T. 3. — C. castaneiventris von Yoruba. J. A. de Sousa, Aves de Angola da explorayao do Sr. Jose d'Anchieta; Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa (2a) L p. 41—50. — 46 Arten werden von Quindumbo (Benguella) aufgeführt, darunter Lagonosticta einer eo-vinacea n. sp. und Anas sparsa A. Sm. Derselbe, Aves da Huilla (Angola) remittidas ao Museu de Lisboa pelo Reverendo Padre Antunes; ebenda p. 37 — 40. - — Zählt 25 Arten auf, darunter Serinus hvillensis n. sp. und Ciconia nigra, welcher hiermit zum ersten Mal in Angola und überhaupt so weit südhch nachgewiesen ist. 112 Aiit. Reich enow: Bericht über die Leistimgeu Derselbe, Aves de Angola da exploragao do Sr. Jose de An- chieta; ebenda Lisboa (2) II. p. 113 — 124. — Behandelt 36 Arten von CotumbeHa und 29 Arten von Quissange. Aegialites vermiithl. n. sp beschrieben. Westafrikanische Inseln: J. V. Barboza du Bocage, Breves consideraQoes sobre a fauna de S. Thome; Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. (2) I. p. 33—36. — Auf S. 34—36 ist die Vogelfauna von S. Thome besprochen und werden Vergleiche gezogen mit der Fauna von Principe und Kamerun. Derselbe, Sur deux especes ä ajoutter ä la faune ornitholo- gique de S. Thome; Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa (2a) II. p. 142 bis 144. • — Führt 15 von F. Newton auf S. Thome gesammelte Arten auf, darunter Etcplectes cmreus und Nectarinia thomensis n. sp. Derselbe, Aves da ilha de S. Thome; Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa (2a) III. p. 209—210. — Zählt 20 Arten als Bewohner der Insel auf. Simroth, Verwilderte Hausthiere auf S. Thome; Zool. Gart. 30. p. 15 — 16. — Verwilderte Haushühner auf der genannten west- afrikanischen Insel. Madaf/assische Rer/ion. J. H. Gurney, On an apparently undescribed Species of Owl from Anjouan Island, proposed to be called Scops capnodes; Ibis (6) 1. p. 104—107. R. B. Sharpe, The extinct starling of Reunion (FregiJupus varius)] Nature 40. p. 177. — Historisches J. Sibree, Madagascar Ornithology: Malagasy Birds arranged according to the Natural Orders, with Notes on their Habits and Habitats, and their connection with Native Folk-Lore and Superstition. Pt. 1; Antananarivo Annual 13. p. 76 — 96. Malayische Region. W. T. Blanford, The Fauna of British India, including Ceylon and Burma. Birds by E. W. Gates. Vol. 1. London 1889. —'Die Grenzen des behandelten Gebiets sind bedeutend weiter als in ,,Jerdon's B. of India", indem Ceylon, Sind, W. Punjab, Ob. Indus Thal, Assam, Burma etc., Andamanen und Nicobaren einbegrifien sind. Verf. bringt ein eigenes System zur Anwendung, w^elches viel Eigenartigkeiten zeigt: die Corvidue stehen an der Spitze der Passeres und umfassen zugleich die Parinae, während Sittidae und Certhiidac (hierzu u. a. auch Pnoepyga, Anortlmra u. Urocichla) besondere Familien bilden, die Pxjcnonotidae sind mit den Grate ropodidae ver- einigt, Regididae (^Regnhis) von den Sylvädae, Evlahetidae (^Eidahes u. Calorms) von den Sturnidae getrennt etc. In dem Schlüssel zur Unterscheidung der Familien der Passeres kennzeichnet Verf. die Dicaeidae durch „gezähnelte Kieferschneiden." Hierbei ist übersehen, dass viele Nectariniidae den gleichen Charakter zeigen. Der vor- in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 113 liegende erste Theil behandelt Corvidae, Crateropodidae, Sittidae, Dicruridae, Certhüdae, Regididae, Si/lvndae, Lanüdae, Oriolidae, Eidahetidue und Stvrnidae. Familien, Unterfamilien und Gattungen sind charakterisirt, z. Th. mit erläuternden Holzschnitten. Bei jeder Art Synonymie, englische und landesübliche Namen, engl. Beschrei- bung und Angaben der Verbreitung, auch einige biologische Notizen, vielfach Holzschnitte, besonders Köpfe und Schnäbel. Eine Anzahl neuer Gattungen und Arten sind aufgestellt, vergl. unter System. Th. Fam. Farklae, Timeliidae, Fycnonotidae, Lanüdae, Dicruridae u. Sturnidae (der für eine neue Gattung gewählte Name Sittiparus ist bereits vergeben!). J. A. Murray, The Avifauna of British India and its Depen- dencies. A systematic account, with descriptions of all the known species of Birds inhabiting British India, observations on their habits, nidification etc. ; tables of their geographica! distribution ; with woodc, lithogr., and col. illustr. London and Bombay 1887 — 89. 8*^. 2 Vol. Derselbe, The Edible and Game Birds of British India, with its Dependencies and Ceylon; with woodc, lithogr. and col. illustr. London and Bombay 1889. 4«. 237 p. E. W. Gates, The Nests and Eggs of Indian Birds. By Allan 0. Hume. Second Edition. Vol. 1. London 1889. S«. 397 p. 4 T. (Portraits Indischer Ornithologen). S. auch Salvadori u. Giglioli oben S. 94. Vorderindien: J. C, Anderson, Sporting Rambles round Simla; Journ. Bomb. N. H. Soc. 4. p. 56—66. H. E. Barnes, Nesting in Western India; Journ. Bomb. N. H. Soc. 4. p. 1—21, 83—98, 237—255 T. 1—3. — Abgebildete Eier von Hirundo filifera u. fluvicola, Pityoprogne concolor T. 1, Nest von Hypothymis azurea T. 2, Eier von Caprimulgus atripennis, mahrat- tensis, Indiens, asiaticus, monticolus T. 1, Nest und Eier von Ixus luteolus T. 3, Ei von Endynamis honorata T. 1. W. E. Brooks giebt einige Bemerkungen zu W. Cordeaux's Artikel über ,,The Birds of Cashmere and the Dras District" (Ibis 1888 p. 218); Ibis (6.) 1. p. 575—577. E. A. Butler berichtigt seine Angaben über Vorkommen von Falco harharus in Sind (Stray Feath. 7 p. 174) und F. peregrinator in N. Guzerat (ebenda 3. p. 443), welche auf F. hahylonicus sich be- ziehen; Ibis (6.) 1. p. 135—136. H. Gätko beschreibt Phylloscopus newtoni n.sp. von Indien; Ibis (6.) 1. p. 578—579. H. Littledale, Rough Notes of Travel and Sport in Kashmir and Little Tibet; Journ. Bomb. N. H. Soc. 4. p. 98—118. A. T. H. Newnham, Notes on Birds of Quetta; Journ. Bomb. N. H. Soc. 4. p. 52—55. E. W. Gates, On the European Cuckoo and its Indian AUies; Ibis (6.) 1. p. 355 — 359. — lieber die Unterschiede von Cuculus striatus, poliocephalus und canorus. — Vergl. auch Hartert S. 114. Äicli. f. Naturgesch. Jahig.1890. Bd.n. H.l. 8 114 Aut. Reich enow: Bericht über die Leistungen Hinter-Indien : E. Oustalet, Description d'une nouvelle espece de pic de la Cochinchine; Naturaliste 11. p. 44 — 45. — Ficus (Chrysophlegma) pierrei n. sp. T. Salvador!, Descrizione di tre nuove specie di uccelli, rac- cotte nei monti Carin da L. Fea; Ann. Mus. civ. Genova (2 a) 7. p. 363 — 364. — Neu: Svthora feae, Malacias castanopterus , Poly- opsar fxiscogidaris. T. Salvador i, Viaggio di Leonardo Fea in Birmania e regioni vicine. 19. Uccelli raccotti nei Monti Carin a Nord-Est di Tounghoo nel Pegu presse Eangoon e Tounghoo e nei Tenasserim presso Malewoon; Ann.Mus.Genov. 27. p.369— 438. — 211 Arten sind be- sprochen. Neu: Cypsclus minusculus, Nihava S'^.'i, Cyornü dialilaema, Zosterops meso.xantha, Pomatorhinus imherhis, Menda snhohscura . China: Vergl. Styan oben S. 109. Sunda-Iiiseln Malacca: J. Büttikofer, On a new species of Gallinule; Notes Leyden Mus. XL p. 191 — 192. — Porpliyrio hem- meleni vom Toba-See, Lmeres v. Sumatra, beschrieben. A. H. Everett, Remarks on the Zoo-geographical Relations- ships of the Island of Palawan and some adjacent Islands; P, Z. S. p. 220—228. T. 23. — Im Gegensatz zu J. B. Steere [Vergl. Bericht 1888. S. 126] weist Verf. insbesondere auf Grund der Vogelfauna nach, dass Palawan in zoogeographischer Hinsicht nicht zu den Philippinen, sondern zu Borneo zu rechnen ist, ebenso wie Cagayan- Sulu und Sibutu. T. 23 eine Karte von Palawan und anliegenden Inseln. Derselbe, A List of the Birds of the Bornean Group of Islands; Journ. Asiat Soc. 1889 p. 91 — 212. E. Hargitt beschreibt Chrysophlegma Inimii n. sp. von Malacca; Ibis (6.) 1. p. 231—232. E. H arter t, Zur Ornithologie der indisch-malayischen Gegenden; Journ. Orn. 37. p. 345-440. — Bespricht in gesonderten Kapiteln die während einer 19 monatlichen Reise auf Sumatra, Perak (Malacca), Assam und Indien gesammelten und beobachteten Vogel- arten. Zahlreiche biologische Beobachtungen sind eingefügt, von welchen besonders die Rlmioplax vigil, llirvndo hadia, Psilopogon pyroloplivs , Cypselus infumatus , Harpactes eryfhrocephälns und die Eurylaemiden betreffenden hervorgehoben seien. Allgemeine Schilderungen des Vogelebens der bereisten Gebiete leiten die ein- zelnen Kapitel ein. Die von dem Reisenden gesammelten Eier, darunter zahlreiche bisher noch unbekannte, werden von Kutter beschrieben. Eine längere Auseinandersetzung knüpft der Letztere an die Eier der Eurylaemiden bezüglich der systematischen Stellung dieser Familie. Nach den oologischen Merkmalen schhesscii dieselben an die Dicmridae sich an. S. IL Koorders, Verslag van eene Dienstrees naar de Karimon- Djawa-Eilanden; Tijdschr. Ncderl. Ind. 48. p. 20—132. — Vögel 114—117. in der Naturgeschichte der Vfigel während des Jahres 1889. 115 R. B. Sharpe, On the Ornithology of Northern Borneo. With Notes by J. Whitehead; Ibis (6) 1. p. 63—85, 185—205, 265—283, 408 — 443. — Die noch nicht abgeschlossene Arbeit bespricht 193 Species. Von hohem Interesse sind besonders die auf dem ornithologisch bisher unerforschten Kina Balu gesammelten Arten. Heteroscops n. g. Strigidarum, 7 en'crocoti/s cinereigula n. sp., Henicurus horneensis n. sp. Zahlreiche Notizen über lokale Verbreitung und Lebensweise, Beschreibungen der Eier verschiedener Arten. Derselbe, On two new Species of Birds from Kina Balu Moun- tain; Ann, Mag. N. H. 3. (6) p. 423 — 424. — Cyanops monticola und Chlorura horneensis (= C. hyperythra Sharpe nee Rchb.) neue Arten. A. G. Vorderman, Over eene kleine collectie vogels afkomstig van den Karimon-Djawa-Archipel door; Natuurk. Tijds. Nederl. Indie 1889 p. 145—147. J. Whitehead, s. R. B. Sharpe. Philippinen: E. Hargitt beschreibt Chrysocolaptes rufopunctatus n. sp. von den Philippinen; Ibis (6) 1. p. 231 — 232. Vergl. auch Everett unter Sunda-Inseln. Australische Region. Celebes: S. A. Hickson, A Naturalist in North Celebes; a Narrative of Travels in Minahassa, the Sangir and Talaut Islands, with notices of the Fauna, Flora, and Ethnology of the Districts visited. London 1889. 8^. 392 p. 35 T. — Eingestr. ornith. Notizen, S. 81—105 über die Fauna der Talisse Insel und p. 190 — 191 über die Vogelfauna der Sangir Inseln. Neu -Guinea, Molukken, Salomonen: A. P. Goodwin giebt eine kurze Notiz über Amhlyornis musgravii n. sp. vom Owen-Stanley Gebirge, Neu-Guinea; P. Z. S. p. 451. W. R. Ogilvie Grant, Third Contribution to the List of Birds collected by Mr. C. M. Woodford in the Salomon Archipelago; Ann. Mag. N. H. 4. (6) p. 320. — Rallina woodfordi n. sp. A. B. Meyer, Beschreibung der bisher unbekannten Weibchen von Astrarchia stephmiiae und Epimachus macleayanae] Journ. Orn. 37. p. 321—326. E. Oustalet beschreibt Craspedophora mcmtoni n. sp. von Neu- Guinea (?); Naturaliste 13. p. 261. T. Salvadori, Aggiunte alla Ornitologia della Papuasia e delle Molucche. Parte prima. Accipitres-Psittaci-Picariae. Torino 1889. — Ein Verzeichniss der von 1881 bis 1889 erschienenen, die Papuasische Ornis betreffenden Litteratur, sodann die aus diesen Arbeiten für des Verfassers grundlegendes Werk (Th. 1) sich ergebenden Ergänzungen. 35 neue den vorgenannten Gruppen angehörende Arten sind nach- zutragen, von welchen 4 in dem vorliegenden Ergänzungstheil zum ersten Male beschrieben werden: Urospizias polionotus von Timorlaut S. 19, Cacomantis arfakianus S. 49, Lamprococcyx poliurus S. 49 und Tanysiptera meyeri S. 54. 8* llß Ant.Eeichenow: Bericht über die Leistungen Derselbe, On Scolopax rosenhergi and sattirata^ Ibis (6) 1. p. 107—112. C. M. Woodford, s. 0. Grant. Australien: K. H. Bennett, Note on the Breeding of the Glossy Ibis, Falcinellns igneits; Proc. Linn. Soc. N. S.Wales 4. p. 1059 — 1060. — Brüten in Lower Lachlan. A. J. Campbell, Oology of Australian Birds. Supplement 5; Victorian Natur. 5. p. 160 — 164. — Ueber Eopsaltria, Stictoptera, Aelnroedus, Rhipi'dura, Spkecotheres. Derselbe, Notes from Maiden Island; ebenda p. 123 — 126. J. D. Cox and A. G. Hamilton, A List of the Birds of tbe Mudgee District, with Notes on their Habits; Proc. Linn. Soc. N. S. Wales 4. p. 395 — 424. — 193 Arten aufgezählt, bei vielen Be- merkungen über Lebensweise, insbesondere Nistweise, Angabe der Nistzeit und Beschreibung der Eier. E. Giles, Australia Twice Traversed: the Romanee of Explo- ration. London 1889. 8*^. 2 Vol. — Eingestreute ornithol. Notizen. C. Lumholtz, Among Cannibals. An account of four years travels in Australia, and of Camp Life with the Aborigines of Queens- land. London 1889. 8». 395 p. 4 T. 122 Illustr. A. J. North, Note pointing out that Poephüa gouldiae and P. armitiana are merely varieties of P. mirabilis] Proc. Linn. Soc. N.S.Wales 4, p. 188. Derselbe, Notes on a small CoUection of Birds made by Mr. E. H. Saunders near Roeburne, Northwestern Australia; ebenda p. 1023—1026. W. H. Saville-Kent, Preliminary Observations on a Natural History CoUection made in Connection with the Surveying Cruise of H. M. S. ,,Myrmidon" at Port Darwin and Cambridge Gulf. Spt. to Nov. 1888; Proc. Soc Queensl. 6. p. 219—242. Vergl. auch North unter Nisten u. Eier. Polynesien: E. Oustalet, Note sur la faune ornithologique des Res Mariannes; Naturaliste 11. p. 260 — 261. — Notizen über die Vogelfauna der Mariannen, insbesondere über eine von Mar che daselbst veranstaltete Sammlung, darunter Ptilotis marchei n. sp. (n. g. Cleptornis). H. B. Tristram beschreibt Myzomela ruhro-ct/cuUata n. sp. von St. Aignans, Louisiade Archipel; Ibis (6) 1. p. 228. Derselbe, On a small CoUection of Birds from the Louisiade and d'Entrecasteaux Islands; ebenda p. 553 — 558. — Eine Sammlung von B. H. Thomson, neu: Manvcodia thomsoni^ Cracticus louisia- densis, Dicaeum nitidiim, Cmnijris christianae , Chibia propinqua, Tanysiptera rosseliafw., Ninox rosseliana, Macropygia cinereiceps. Sandwichs-Inseln: J. Cabanis beschreibt Ilem.ignatJms procerus von Kauai, .Sandwich s-lnseln; Journ. Orn. 37. p. 331. L. Stejneger, Notes on a third CoUection of Birds made in Kauai, Hawaiian Islands, by Valdemar Knudsen; P. U. St. N. M. 12. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 117 p. 377 — 386. — Unter den besprochenen 20 Arten eine neue: Oreomyza ivilsoni. S. B. Wilson, On three imdescribed Species of the Genus l.Iemignathus\ Ann. Mag. N. H. 4. (6) p. 400 — 402. — //. lichtenstetni^ stejnegeri u. hanapepe neue Arten. Derselbe, Descriptions of some new Species of Sandwich- Island Birds; P. Z. S. p. 445—447. — Neu beschrieben: Chrysomi- tridops (n. g.) caendeirostris, Loxops flammea, Himatione montana^ H. stejnegeri. Neuseeländische Region. W. L. Buller, On a Species of Crested Penguin {Eudyptes sdateri) from the Auckland Islands; P. Z. S. p. 82 — 84. T. 9. — S. unter Systematik: Spheniscidae. Derselbe, A Classified List of Mr. S. W. Silve's Collection of New Zealand Birds (at the Manor-House, Letcomb Regis), with short Descriptive Notes. London, Petherick and Co. 1888. T. F. Cheesemau, On some Birds from the Kermadec Islands; Trans. N. Z. Inst. 21. p. 121—124. R. Etheridge and E. P. Ramsay, Lord Howe Island. Its Zoology, Geology, and Physical Characters; Mem. No. 2 of the Austral. Museum. Sydney 1889. 8». 132 p. — Notes on the Oology by A. J. North. T. W. Kirk, Notes on some New-Zealand Birds; Ibis (6) 1. p. 296—299. J. Park, On the Survival oi Notortiis mantelli in Western Otago; Trans. New Zeal. Inst. 21. p. 226—230 u. Zoologist 13. p. 301—306. A. Reischek, Notes on the Islands to the South of Ncav Zea- land; Trans. N. Z. Inst. 21. p. 378—389. — Neu: Anthus stein- daclmeri u. Platycercus hochstetteri von den Antipoden Inseln. W. Smith, On the Birds of the Lake Brunner District ; Trans. N. Z. Inst. 21. p. 205—224. Westliche gemässif/te Region. Supplement to the Code of Nomenclature and Check-List of North American Birds adopted by the American Ornithologists' Union prepared by a Committee of the Union. New York, American Orni- thologists' Union 1889. %^. 23 p. — Dieses von Allen, Brewster, Coues, Merriam und Ridgway bearbeitete Supplement enthält die seit Ausgabe der Check-List als nothwendig erkannten Zusätze, Veränderungen und Eliminationen. Als unrechtmässig aufgeführt werden beseitigt: Synthliboramphus wumizusume u. Colinus graysoni als nicht nordamerikanisch, Carpodacus frontaHs rhodocolpus als individuelle Abweichung. Hinzugefügt sind 1 Gattung, 3 Unter- gattungen, 23 Species und 43 Subspecies. Veränderungen der Namen haben stattgefunden bezügHch 3 Gattungen, 2 Untergattungen, 15 Species und 2 Subspecies. Check-List of North American Birds. Aecording to the Canons 118 An t. Reiche 110 w: Bericht üher die Leistungen of Nomenclature of the American Ornithologists' Union. Abridad Edition. Revised. Piiblished by the American Ornithologists' Union. 1889. 8'^. 71p. — In dieser von H. Merriam bearbeiteten abgekürzten Liste, welcher die Zusätze nnd Vercänderungen des vorerwähnten Supplements bereits eingefügt sind, werden nur die wissenschaftlichen und englischen Namen aufgeführt. Die fossilen Arten sind weg- gelassen, dagegen die eingeführten zugefügt. Nur die Vorderseite der Blätter ist benutzt, so dass die Liste zum Anfertigen von Namen- schilder für Sammlungen benutzt oder Notizen eingetragen werden können. J. A. Allen referirt über kleinere, die Ornis Nordamerikas betreffende Arbeiten aus amerikanischen Zeitschriften; Auk 6. p. 174 bis 184. W. B. Barrows, The english Sparrow (Passer domesticus) in North America. Especially in its Relations to Agriculture: U. S. Dep. of Agric. Div. of Economic Ornithology and Mammalogy. Bulletin 1. Washington 1889. 405 S. u. 1 Karte. — Umfangreiche auf Grund zahlreicher Einzelbeobachtungen und Gutachten zusammen- gefasste Darstellung der Verbreitung des Haussperlings in den Ver- einigten Staaten, seiner Nahrungsweise, des Schadens und der an- gewendeten Mittel zu seiner Vertilgung. Seit seiner Einführung im Jahre 1 850 (8 Paare wurden in Brooklyn N. Y. ausgesetzt) hat sich der Sperling über den ganzen Osten der Vereinigten Staaten südlich bis Georgien, Alabama und Mississippi (31. bez. 33. Breitengrad), westlich bis Nebraska und Kansas (97*' w.) ausgedehnt. Im Westen bewohnt er isolirt ein grösseres Gebiet bei San Francisco und am Salzsee, im Süden noch die Mündung des Mississippi. Vereinzelt findet er sich noch im nördlichen Florida, S. Texas, Arkansas, sogar an einer Stelle im südlichen Arizona. Eine der Arbeit beigegebene Karte illustrirt anschaulich diese interessante Verbreitung des Spatzes, gegen welchen man in Nordamerika jetzt — wie es scheint erfolglos — mit allen denkbaren Mitteln zu Felde zieht. C. F. Batchelder, An undescribed Subspecies of Dryohates pubescens] Auk 6. p. 253 — 255. — D. pubescens oreoecus n. subsp. L. Bei ding, The Humming Birds of the Pacific Coast North of Cape St. Lucas; West Amer. Scientist 6. p. 109 — 110. W. H. Bergtold, A List of the Birds of Buftalo and Vicinity. Reprinted from the Bulletin of the Buffalo Natural. Field Club of the Buffalo Soc. of Nat. Sc. Buffalo N. Y. 1889. L. B. Bishop, Notes on the Birds of Magdalen Islands; Auk 6. p. 144—15.0. W. Brewster, Descriptions of supposed new Birds from Western North America and Mexico; Auk 6. p. 85 — 98. — Psittacula cyano- p)ygu pallida^ Empidonax pvlverms^ E. griseus^ Melospiza lincolni striata^ Euphoniu godmuni, Progne subis hesperia, Compsothlypis p)ulchra, Dendroicu nigrifrons, Thryophilus sinaloa cinereus, Polioptila nigriceps restricta^ neue Arten. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 119 Derselbe, The Present Status of the Wild Pigeon (Ectopistes migratorhts) as a Bird of the United States, with some Notes on its Habits; ebenda p. 285-291. J. Brittain and Ph. Cox jr. , Notes on the Summer Birds of the Restigouche Valley, New Brunswick; Auk 6. p. 116 — 119. Bryant, Description of a New Subspecies of Song Sparrow from Lower California; Proc. California Ac. Sc. (2) 1. p. 197 — 200. — Neu: Melospiza fasciata rivularis, A. P. Chadbourne, An unusual Flight of Killdeer Plover {Aegialitis vocifera) along the New England Coast; Auk 6. p. 255 bis 263. F. M. Chapman, Notes on Birds observed in the Vicinity of Englewood, New Jersey; ebenda p. 302 — 305. 0. Davie, Nests and Eggs of North American Birds. 3. Ed. Columbia 1889. 8«. 455 p. 13 T. C. E. Dionne, Catalogue des Oiseaux de la Province de Quebec, avec des Notes sur leur Distribution Geographique. Quebec 1889. 8". 119 p. B. H. Dutcher, Bird Notes from Little Gull Island, Suffolk Co., N. Y.; Auk 6. p. 124—131. Derselbe, Bird Notes from Long Island, New York; ebenda p. 131—139. B. W. Evermann, Birds of Carroll Country, Indiana; ebenda p. 22 — 30. — 203 Arten aufgeführt, Notizen über Verbreitung, Zug und Brutzeit. W. Faxon, On the Summer birds of Berkshire country, Massa- chusetts; ebenda p. 39 — 46, u. 99—107. — 80 Arten von Graylock Mountain aufgezählt mit Bemerkungen über lokale Verbreitung. N. S. Goss, Additions to the Catalogue of the Birds of Kansas, with Notes in regard to their Habits; ebenda p. 122—124. E. M. Hasbrouck, Restoration of an Audubonian Form of Geothlypis trichas to the American Avifauna; Auk 6, p. 167 — 168. — Sylvia roscoe Aud. wird als Sommervogel des Mississippi Thaies wieder zur Geltung gebracht unter dem Namen Geothlypis trichas roscoe. Derselbe, Summer Birds of Eastland County, Texas; ebenda p. 236—241. A. Heilprin, The Bermuda Islands: a Contribution to the Physical History and Zoology of the Somers Archipelago, with an examination of the Structure of Coral Reefs. Philadelphia 1889. 8*^. 231 p. 17 T. — S. 81—83 Notizen über Vögel. W. A. Jeffries, Birds observed at Santa Barbara, California; ebenda p. 220—223. W. A. and J. A. Jeffries, Notes on Western North Carolina Birds; ebenda p. 119—122. Ch. R. Keyes and H. S. Williams, A PreHminary Annotated Catalogue of the Birds of Jowa. Extracted from Proc. Davenport Acad. Nat. Sc. Vol. V. Davenport, Jowa 1888. 120 Au t. Reich eiiow: Beiicht über die Leistungen A. Kocli, Wilde Truthühner in Pennsylvanien ; Schwalbe 13. p. 129—134. Derselbe, Mittel- und West-Florida Frühjahr 1889; ebenda p. 504—509, 518—520, 530—532, 592—593. — Allgemeine Schil- derung des Vogellebens. F. W. Langdon, On the Occurrence in large numbers of seven- teen species of Birds; Journ. Cincinn. Soc. 12. p. 57 — 63. G. N. Lawrence, A new name for the species of Sporophila froni Texas, generally known as S. morelleti\ Auk 6. p. 53 — 54. — S. ynorelleti sharpei n. subsp. C. H. Merriam, Report on the Ornithologist and Mammalogist for the year 1888. From the Ann. Report of the Dep. of Agri- culture for the year 1888. Washington 1889. 8». p. 477—536. — [Introduced Pheasants, Sparrow Hawk by A. K. Fisher, Short-eared Üwl, desgl., Food of Crows by W. B, Barrows, Rose-Breasted Gros- beak, an enemy of the Potato-Bug, desgl.] H. Nehrling, Die Nord-Amerikanische Vogelwelt. Milwaukee 1889. 4*^. — Lief 1 — 6 erschienen. Volksthümliche Schilderung. L. 0. Pindar, List of the Birds of Fulton County, Kentucky; Auk 6. p. 310—316. G. H. Ragsdale, On the Hiatus existing between the Breeding Ranges of the Loggerhead and Whiterumped Shrikes; ebenda p. 224 bis 226. W. C. Rives jr., Notes on the Birds of White Top Mountain, Virginia; ebenda p. 50 — 53. W. E. D. Scott, Records of rare Birds at Key West, Florida, and Vicinity, with a Note on the Capture of a Dove {Geotrygon montana) new to North America; Auk 6. p. 160 — 161. Derselbe, On the specific Identity of Buteo hrachyurus and B^äeo fuliqinosus, with additional Records of their Occurrence in Florida; ebenda p. 243—245. Derselbe, A Second Specimen of Cory's Bittern (Botaurns neoxenus)\ ebenda p. 317—318. — Im Juli am See Okeechobee er- legtes Stück wird beschrieben. G. B. Sennett, A New Species of Duck from Texas; Auk 6. p. 263 — 265. — A^ias maculosa n. sp. H. B. Tristram berichtet über Podiceps holboelH auf Vancouver Island; Ibis (6) 1. p. 227—228. W. S. M. d'Urban, Natural History Notes on Board Ship; Zoologist 13. p. 22 — 23. — Während einer Reise von Amerika nach England auf der See beobachtete Landvögel amerikanischen Ursprungs. B. H. Warren, Report on the Birds of Pennsylvania. With Special Reference to the Food-habits based on over three thousand Stomach Examinations. Harrisburg 1888. 260 p. Notizen über Verbreitung verschiedener Arten in den Vereinigten Staaten; Auk 6. p. 66-79, 186—195, 273—281, 336—341. iu der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 121 Südani eHkanische Ttegion. J. A. Allen, Descriptions of New Species of South American Birds, with Remarks on various other little known Species; Bull. Am. Mus. N. H. IL p. 137 — 151. — Neu: Thryothoms macntnis, T. longipes, Platyrhynclms hifasciatus, P. instdaris, Euscarthmiis ochropten/Sj Sublegatits virescens, Thamnophilus doliatus mexicanns u. Empidonax lawrencei nom. n. — Kritische Bemerkungen über andere südamerikanische Arten. Derselbe, Remarks on Individual and Seasonal Variation in a large Series of Elainea from Chapada, Matto Grosso, Brazil, with a Revision of the Species of the restricted Genus Elainea ; Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 181 — 208. — Bespricht auf Grund einer grossen Reihe von Exemplaren die individuellen und auf verschiedene Jahres- zeit beruhenden Abweichungen von Elainea pagana (subsp. suhpagana, martinica u. albiceps) und giebt eine Uebersicht über die übrigen Arten der Gattung. Derselbe, On Cyclorhis viridis (VieiU.) and its near Allies, with Remarks on other Species of the Genus Cyclorhis] Bull. Am. Mus. N. H. IL p. 123—135. Vergl. auch Allen oben S. 81. F. M. Chapman, A Revision of the Genus Xiphorhynchus Sws., with Descriptions of two New Species; Bull. Am. Mus. N. H. IL p. 153 — 162. — Neu: X. dorsoiynmacidatus u. rufodorsalis. Derselbe, Description of a New Species of Hummingbird of the Genus AmaziUa] ebenda p. 163—164 u. 182. — Die als neu beschriebene Ajnazilia ueneohrunnea stellte sich später als Artefact heraus. G. Hart lau b, Zur Kenntniss der Gattung Psittacnla] Journ. Orn. 37. p. 113—114. P. Leverkühn, Südamerikanische Nova aus dem Kieler Museum ; Journ. Orn. 37. p. 101 — 109. — Beschrieben: Aphobus megistus von Bolivien, Homorus galatheae n. sp. von Cuyaba, Matto Grosso, Tere- nura elaopteryx von Cayenne?, Trvpialis militaris falklandica von den Falklandsinseln. R. Ridgway, A Review of the Genus Xiphocolaptes of Lesson; P. U. St. N. M. 12. p. 1—20. — S. unter Systematik. Derselbe, A Review of the Genus Sclerurus of Swainson; ebenda p. 21 — 31. — S. unter Systematik. Derselbe, Birds collected on the Island of Santa Lucia, West Indies, the Abrolhos Islands, Brazil, and at the Straits of Magellan in 1887—88 (Sc. Results of Expl. by the U. S. Fish Comm. Steamer Albatross); ebenda p. 129 — 139. ^ Unter den aufgeführten 86 Arten zwei neue: Geositta longipennis u. UpuceHhia propinqua. P. L. Sclater, On some new Species and Genera of Birds of the Family Dendrocolaptidae; P. Z. S. p. 32 — 34. — Arten aus Bolivien, Guiana u. S. 0. Brasilien: Upucerthia bridgesi, Phacello- domus rufipennis, Thripophaga fusciceps, Philydor cervicalis, Pico- laptes parvirosfris. 122 Ant. Reich enow: Bericht über die Leistungen Derselbe, Notes on some recently described Species of i)e«rfro- coUqjtidae] Ibis (6) 1. p. 350 — 354. — Kritische Bemerlmngen über neun irrten. E, Simon, Notes sur quelques espeees de Trocbilides; Mem. Sog. Zool. France IL 1(S89, p. 226 — 231. — Kritische Bemerkungen über Pnalidoprymna eiccharis, Eriocnemis godini, Thalurunia tannyae, liypochlora u. eriphyle und Chaetocercus berlepcM n. sp. Westindien : Ch. B. Cory, The Birds of the West Indies. In- cluding all species known to occur in the Bahama Islands, the Greater Antilles, the Caymans, and the Lesser Antilles, excepting the Islands of Tobago and Trinidad. Boston 1889. — 555 Arten sind für das Gebiet nachgewiesen, von welchen 350 beschrieben werden. Drei Fünftel der Arten sind den westindischen Inseln eigenthümlich. Derselbe, A List of the Birds coUected by Mr. C. J. Maynard in the Islands of Little Cayman and Cayman Brack, Westindies; Auk 6. p. 30 — 32. — Kein Cenürms noch Icterus auf den Inseln; Vorkommen der cubanischen Arten Mimocichla rubripes, Qttiscahts gundlachi und Chrysotis lencocephala. Derselbe, Notes on West Indian Birds; ebenda p. 218 — 219. — Verbreitung der Bellona-ArtQn, Volatinia splende?is, nicht jacarinu, auf den westindischen Inseln, Certhiola godmani und wellsi neue Arten. H. W. Feilden, On the Breeding of Puffinvs auduhoni in the Island of Barbados; Ibis (6) 1. p. 60-63. Derselbe, On the Birds of Barbados; ebenda p. 477 — 503. — 82 Arten werden aufgeführt nebst Bemerkungen über Vorkommen und Lebensweise. P. L. Sclater, List of Birds collected by Mr. Ramage in Domi- nica, West Indies; P. Z. S. p. 326 — 327. — 30 Arten sind aufgeführt, unter welchen zwei, MimocicJda ardesiaca (vom Verfasser subspecifisch als olbivenfns unterschieden) und Nyctiardea violacea, bisher noch nicht für die Insel nachgewiesen waren. Etwa 60 Arten sind nun- mehr als Bewohner von Dominica bekannt, darunter 5 eigenthümlich neben zwei Subspecies, die oben genannte und Margarops montanns rufus. Derselbe, List of Birds collected by Mr. Ramage in St. Lucia, West Indies; P. Z. S. p. 394-395. — Behandelt 30 Arten, darunter Loxigüla noctis. Die von Allen unterschiedene subspecies sclater i der letzteren Art wird vom Verf. nicht anerkannt. Nach der gegen- wärtigen Kenntniss besitzt St. Lucia 9 eigenthümliche Arten. Siehe auch Ridgway, S. 121. Mittel- Amerika: 0. Salvin, A List of the Birds of the Islands of the Coast of Yucatan and of the Bay of Honduras; Ibis (6) 1. p. 359—379. Fortsetzung [vergl. Bericht 1888 S. 48]. Neu: Centurus canescens. 0. Salvin and F. D. Godman, Biologia Centrali-Americana. Aves Vol. IL — Bogen 6—13 S. 41-104 T. 37—40 erscliienen. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 123 Enthält die Fortsetzimg der Tyrannidae. Neu beschrieben sind: Myiohivs fulvigidaris S. 58, Empidonax cmmcens S. 79, Myiarchus inquietus S. 88. Abgebildet sind: T. 37 Sirystes atbogrisens u. Myi- archns flammtdatus, T. 38 Mytody?iastcs hemichrysns u. Contopus ochraceus, T. 39 Mvscivora mexicana^ T. 40 Myiohivs capitalis^ Empi- donax alhigularis u. atriceps. Dieselben, Notes on Mexican Birds; Ibis (6) 1. p. 232—243. — Neu: Geothlypis cvcidlata, C/dorospingtfs albifro?is, Feuzaea 7nega- rhyncha, Delattria margaritae^ Jache nitida. — Chrysotis viridigenalis häufig in Ost-Mexiko, Dieselben, Notes on Mexican Birds Pt. 2; ebenda p. 380—382. — Neu: Ilelminthophila crissalis, Chamaeospiza nigrescens, Chamae- ospiza alticola, Chloronerpes auricularis. Columbien, Ecuador, Bolivien: J. A. Allen, List of the Birds collected in Bolivia bv Dr. H. Rusby, with Field Notes by the CoUector; Bull. Amer. Mus. No. H. IL p. 77—112. — 267 Arten, darunter 11 neue: Empidonax hoUviamis, Chiroxiphia pareolaholiviana, Enicornis striata^ Leptasthenura fuscescens, L. fidiginiceps boliviaiia, Synallaxis griseiventris, Anahazenops immaculatiis, Myrmochanes n. g. hypoleucus^ Conopophaga rushyi, Phlogopsis notata, ScytaloptisboUvianus ; ausserdem neu beschrieben: Pieolajyfes obtectus. Einige Arten sind in der Gegend von Valparaiso, Chile, gesammelt. Derselbe, Notes on a CoUection of Birds from Quito, Ecuador; Bull. Amer. Mus. N. H. IL p. 69—76. — 79 Arten, gesammelt von L. Söderström , sind aufgeführt nebst kritischen Bemerkungen über einzelne Species. H. V. Berlepsch, Descriptions of two new Birds from Northern Peru; Ibis (6) 1 p. 181 — 182, T. 6. — Brotogerys gustavi u. Phae- thornis riojae. Derselbe, Systematisches Verzeichniss der von Herrn Gustav Garlepp in Brasilien und Nord-Peru, im Gebiete des oberen Ama- zonas gesammelten Vogelbälge; Journ. Orn. 37 p. 97 — 101 u. 289 — 321. — 18 Arten wurden in der Prov. Solimoes, N.W. Bra- silien, gesammelt, darunter Phaethornis filippii, deren Heimath bisher nach Bolivien verlegt wurde und Oporornis agilis als Zugvogel. Der zweite Theil umfasst Sammlungen aus den Flussgebieten des Ucayali und Huallage in Nord-Peru; 142 Arten, darunter Tachy- phomis luctuosus, Aidacor]iamp)hus derbianus, Ära cotdo7ii, Conurus roseifrons, Zebrilus p)i(mUu8^ Parva melanopygia. Neu: Cassicus aphanes, C. pachyrhynchns, Ornitliion pusillum olivaceum^ Momotus brasiliensis ignobdis, Caica mehmocephala pallida. Kritische Be- merkungen bei vielen der aufgeführten Arten. D. G. Elliot, Descriptions of supposed new Species of Humming- birds belonging to the genera Amazilia and Eriocnemis; Auk. 6. p. 209 — 210. — Amazilia Jawrencei and Eriocnemis incidtus von Bogota. E. Hargitt beschreibt Pictimnus fiavifrons n. sp. von Peru, P. wallacii n. sp. von Amazonas, Chloronerpes gularis n. sp. von 124 Aiit. Reichennw: Bericht über die Leistungen Antioquia, Cerchneipicus occidentalis n. sp. vom oberen Ucayali; Ibis (6) 1. p. 229—231. Derselbe beschreibt Campophüus splendens n. sp. von Medellin u. Panama, Chrysoptilus mariae n. sp. von O.-Peru, Dendrohates fidelis von Bogota; ebenda p. 58 — 60. Galapagos-Inseln : R. Ridgway, Birds collected on the Gala- pagos Islands in 1888 (Scientific Results of Explorations by the U. S. Fish Commission Steamer Albatross); P. U. St. N. M. 12. p. 101 — 128. — 47 Arten sind besprochen, darunter neu: Nesomimus macdoncddi, N. personatus, CertJudea cinerascens, Geospiza conirostris^ C. media, Cactornis brevirostris, C.hypohuca, Camarliynchustownsendi, C.paupei\ Pyrocephalus minimvs, Poecüonetta galapagensis. Im Ganzen sind von den Galapagos jetzt 60 Arten bekannt, deren Vertheilung über die einzelnen Inseln vom Verf. in einer übersichtlichen Liste dargestellt ist. Venezuela, Guiana, Nord -Brasilien: E. Hargitt, On an apparently unnamed Species of Piciimmis from Guiana; Ibis (6.) 1. p. 354 — 355. — Picumnus undulaUis n. sp. E. Oustalet beschreibt Trogon (Calurus) hargitti n. sp. von Venezuela (?) ; Naturaliste 13. p. 261. J. Qu eich, Additions to the Guiana Fauna; Timehri, Journ. Agric. Comm. Soc. Demerara 3. p. 166. E. Simon, Voyage au Venezuela. Trochilides observes ä San Esteban; Mem. Soc. Zool. Franc. II 1889. p. 217—225. — Ueber die lokale Verbreitung von 19 Arten; neu darunter: Adelomyia geneosticta. Vergl. auch Hargitt vorher S. 123. Argentinien, Paraguay: J. A. Allen referirt über „Sclater and Hudson, Argentine Ornithology" und liefert dabei einige wichtige kritische Bemerkungen über Arten der Gattungen Cyclorhis, Elainea, Leptusthenura und Phacellodomus; Auk 6. p. 268 — 269. J. Dalgleish, Notes on a CoUection of Birds and Eggs from the Republic of Paraguay, Proc. Phys. Soc. Edinb. 1888 — 89, p. 73—88. P. L. Sclater and W. H. Hudson, Argentine Ornithology. A descriptive catalogue of the birds of the Argentine Republic. Vol. II. London 1889. — Mit 434 bis jetzt aus Argentinien be- kannten Arten schliesst das Werk ab. In einer Einleitung giebt Verf. einen Gesammtüberbhck über die Vogelfauna der RepubHc. Dieselbe ist der Patagonischen Subregion zuzurechnen, obgleich einige nördliche Theile (Misiones, Corrientes) der brasiUanischen Subregion eng sich anschhessen. Besonders characteristische und verhältniss- mässig zahlreiche Arten sind aus den Gattungen Poospiza, Phrygüus, Taenioptera, Cnipolegus^ Synallaxis, Fulica, Nothura, auch Thinocorus, Rhynchotis und Rlieu, zu verzeichnen. Eigenthümlich für das Gebiet sind die Formen: Donacospiza, Saltatrici/Ja, Coryphidera, Anvmbü/s, Limnornis, Dryniornis, Rhinocrypta, Spiziapteryx, Cfiunga, Calo- dromas. Abgebildet sind : Chaetocercus hurmeisteri T. XI, Ilydropsalis furcifera T. XII, Coccyzus cinereus T. XIII, Conurus molinae T. XIV, in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 1-25 Bolhorhynchns aymara T. XV, Buteo swahisoni T. XVI, Ardetta invohicris T, XVII, Cygnvs nigricollis T, XVIII, Rallus maculatus T. XIX, Nothura darwini T. XX. — Am Schlüsse des Werkes wird eine Litteratur-Uebersicht und Verzeicliniss der wichtigsten erwähnten Fundorte gegeben. — S. auch J. H. Gurney, Ibis (6.) 1. p. 397 — 398. Chile: R. A. Philippi berichtet über Einbürgerung der Schopf- wachtel in Chile; Zool. Gart. 30, p. 94. Vergleiche auch Allen vorher S. 123. Arktische Region. M. Chamberlain, Some Account of the Birds of Southern Greenland, from the Mss. of A. Hagerup; Auk 6. p. 211 — 218, 291" 297. — Aufzählung der Vögel von Arsuk Fjord, 61 » 12' Br,, 48° 10' L., mit Notizen über Vorkommen, Brut- und Zugzeiten. L. Stejneger and F. 0. Lucas, Contributions to the Natural History of the Commander Islands, A. Contributions to the History of Pallas' Cormorant; P. U. St. N. M. 12. p. 83—94. — Synonymie und Beschreibung des Federkleides wie des Knochengerüsts von Phala- crocorax persj)iciUattfS. TIL Lebensweise. Lebensweise im Allgemeinen: Magaud d'Aubusson, Le fou de Bassan; Naturaliste 13. p. 254 — 255. — Biologisches über Sula bassana. E. Baldamus, der Teichrohrsänger im Garten. (Acrocephalns arundinaceus v. horticola). Mouatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 299—301. T. L. Bancroft, The Filariae of Birds; Proc. Soc. Queenst. 6. p. 58—62. Ch. E. Bendire, Notes on the habits, nests and eggs of Dendragaptis obscurus fuliginosus, the sooty grouse; Auk 6. p. 32 bis 39." Derselbe, Notes on the General Habits, Nests and Eggs of the Genus Pusserella; ebenda, p. 107 — 116. Derselbe, Picicorvns colvmhianus^ Clarke's Nutcracker; its Nest and Eggs, etc.; ebenda, p. 226 — 236. — Lebensweise, Be- schreibung von Nest und Eiern. W. Brewster beschreibt einen Nistplatz des Ectopistes migra- torius in Michigan und giebt Notizen über die Lebensweise sowie Fangarten; s. oben S. 119. A. Chapman, Bird-Life of the Borders: Records of Wild Sport and Natural History on Moorland and Sea. Gurney and Jackson, London, 1889. E. H. Eames, Notes on the Blue-winged Warbier, and its Allies (Helminthophila pinus, leucobronchialis, lawrencei and clii'ysop- tera) in Connecticut; Auk 6. p. 305 — 310. — Vorkommen, Aufent- halt, Nistweise, Gesang. 126 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen K, Eckstein, Aus dem Minneleben der Vögel; Journ. Orn. 37. p. 177—179. C. R. Gawen, On tbe Habits of the Great Crested Grebe; Zoologist 13. p. 18—22. A, Granger, Le Quetzal; Naturaliste 13. p. 162 — 163. — Natur- gescliichtlicbe Skizze des Pharomacrns o'esplendens. Derselbe, Le guepier; ebenda, p. 275 — 276. — Kurze natur- gescbichtliche Skizze des Merops npiasUr. J. H. Gurney jun., The bearded Titmouse ('Pamw-ws 6^arw^^a^5); Zoologist 13. p. 291 — 294. — Naturgeschichtliche Skizze, besonders biologisch. E. Hartert beobachtete, dass Milvus govinda und Haliastur indus im Fluge die Fänge nicht im Fersengelenk gebogen an den Körper anzog, sondern wie Stelzvögel nach hinten weggestreckt trug; Journ. Orn. 37. p. 341. Derselbe giebt einige biologische Notizen über indische Arten; ebenda, p. 195 — 196. A.Kaiser, Die schmarotzenden Würmer der Vögel; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 67—74. R. V. Lendenfeld, Bilder aus dem Australischen Urwald; Zool. Gart. 30. p. 76 — 84. — Schilderungen der Lebensweise des Emu, Phctolophus leucocephaUts, Nestor notahilis, Paralcyon c/igas, Menura superha. A. Newton berichtet über kriechende Fortbewegung eines jungen Podiceps fltiviatilis mit Hülfe seiner Vordergliedmassen; Ibis (6) 1. p. 577. F. Meinert, Philornis molesta, en paa Fugle syltende Tachi- narie; Vid. Medd. Nat. Foren. Kopenh. 1889, p. 304—317, T. 6. — Vogelparasit. E. de Pousargues, Le Balaeniceps rex; Naturaliste 13. p. 203 bis 204. — Kurze Darstellung der Naturgeschichte des Balaeniceps. A. Reichenow, Biologisches über Syrrhaptes, s. oben S. 96. A. Reischek, The Habits and Home of the Wandering Albatros (Diomedea exidans); Trans. New Zeal. Inst. 21. p. 126 — 128 und Zoologist 13. p. 337—340. W. Sachse, das Vogelleben auf Grande-Conetable ; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XW. p. 154 — 157. — Biologisches über den Tropikvogel. W. E. D. Scott, A summary of observations on the birds of the Gulf Coast of Florida; Auk 6. p. 13—18, 152—160, 245—252, 318 — 326. — Notizen über Verbreitung und Lebensweise der auf- geführten Arten. C. Spegazzini in Argentinien will einen "Winterschlaf bei Progne domcstica beobachtet haben, indem Hunderte von Individuen im erstarrten Zustande zusammengedrängt unter einem Dache und in einer Baumhöhle gefunden sein sollen; Nature 40. p. 223. Staats V. W^acquant-Geozelles, Zur Naturgeschichte des in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 127 Waldkauzes (S. aluco); Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 283—284. — Ernährung, Jagen bei Tage, Aas-Nahrung. G. J. V. Wangelin, Der Grosstrappe (Otistarda)\ Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 409 — 432. — Lebensweise, Gefangen- leben, Jagd, nebst einer Zusammenstellung der wichtigsten Literatur über den Kehlsack der Trappen und Auszügen aus derselben von Fürbringer. J. W. Willis Bund, A Nesting Place of L«rMS /Wscm-; Zoologist 13. p. 131—133. Intellectuelles: F. H., L'intelligence des Oiseaux; Rev. Sc. (3) 43. p. 540. W. Seemann, Verwegenheit eines Sperbers; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 376—377. A. Schröter, Beispiel von Verstandesthätigkeit bei einer Schwalbe; Schrift, naturw. Ver. Schleswig-Holst. 8. p. G7 — 68. A. Walter, Ein Beispiel von Mutterliebe des Wasserhuhns (Fvlica atra)\ Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 321—322. Derselbe, Einige Beispiele von der Frechheit und Tollkühnheit des Sperbers; ebenda, p. 292 — 293. Stimme: J. Gutman, La musique de la nature. Oiseaux chanteurs; NaturaKste 13. p. 233 — 236. ~ Beschreibung des Stimm- organs (untere Kehlkopf) der Singvögel. Uebertragung des Gesangs der Lerche und des Pyrols in Noten. Bemerkungen über die Nach- ahmungsgabe der Vögel. E. G. Meade-Waldo über Lockton und Gesang von Fringilla teydea; Ibis (6) 1. p. 3. B. Torrey, The „Booming" of the Bittern; Auk 6. p. 1—8. — Beschreibt das Brüllen von Botaurus lentiginosus , Stellung und Bewegungen des Vogels während desselben. Nisten, Eier: Ch. E. Bendire berichtet über ungewöhnlichen Nestbau von Cindns mexicanus] Auk 6. p. 75. Derselbe, Description of the supposed Nest and Eggs of Zonotrichia quentlu\ ebenda p. 150 — 152. Derselbe, Description of the Nest and Eggs oi Megascops asio maxwelliae, the Rocky Mountain Screech Owl; ebenda p. 298 — 302. — S. auch Bendire vorher S. 125. W. Brewster, Nesting Habits of the Parrakeet ( Conurus carolinensis)\ Auk 6. 336 — 337. J. C. Brown, über ungewöhnlichen Neststand von Dendroica virens\ Auk 6. p. 74. W. E. Bryant, Unusual nesting sites IL; Proc. Calif. Ac. Sc. (2) 1. p. 7—10. A. G. Butler, Notes made during the Summer of 1887 on the Effect of offering various Insects, Larvae and Pupae to Birds; ebenda p. 463 — 473. — Beschreibung der einzelnen vom Verf. angestellten Versuche [vergl. unter Nahrung]. J. Cabanis beschreibt ein Doppelei \oti Anas domestica\ Journ. Orn. 37. p. 333. 128 Ant. Reichen ow: Bericht über die Leistungen J. L. Collison-Morley, Nesting Habits of Diomeda melanophrys and exidans; Zoologist 13. p. 26 — 27. 0. Davie, Nests and Eggs of North American Birds, Third Edition. Revised and Augmented. Introduction by P. Norris. Illustrations by Th. Jasper and 0. Emerson. Columbus 1889. H. W. Feilden, Nesting of the Ringed Plover (Charadrius hiatiaila); Zoologist 13. p. 263 — 265. A. Göring, Eine Papageien-Colonie in Argentinien ; Monatsschr. Ver. Schutz Vogelw. XIV. p. 382 — 385. — Nistweise von Co?mrus patagonicvs beschrieben, mit Abbildung, E. Hartert beschreibt die Nester indischer und malayischer Vogelarten; vergl. oben S. 114. Hocke fand Eier von Mergus serrator und Perdix cinerea in dem- selben Nest; Journ. Orn. 37. p. 338. K. Junghans, Ueber Calamoherpe amndinacea; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 41 — 42. — Auffallender Standort eines Nestes. R. Koenig-Warthausen, Ueber die Kreuzschnäbel und ihre Fortpflanzung. Eine monographische Studie; Jahresh. Ver. vaterl. Naturk. Württ. 45. p. 241—291. F. Kutter beschreibt die Eier indischer und malayischer Vogelarten: vergl. E. Hartert oben S. 114. — Vergl. auch unter Systematik. G. N. Lawrence, An account of the breeding habits of Pußinus audvboni in the Island of Grenada, West Indies, with a note on Zcnaida rubripes; Auk 6. p. 19 — 21. A. H. S. Lucas, On the Production of Colour in Birds Eggs; Zoologist 13. p. 206 — 214, — Verf. meint, dass die Vögel zur Fort- pflanzungszeit besonders für äussere Eindrücke empfänglich seien, und dass die Wirkung, welche die Umgebung auf das Nervensystem des Vogels ausübe, in der Färbung der Eierschale zum Ausdruck gelange. Es wird eine grosse Zahl von Beispielen für die Anpassung der Farbe der Eier an die Umgebung angeführt, zur Erklärung der blauen Farbe mancher Eier sogar das Blau des Aethers heran- gezogen. Für die bekannte Ausnahme der Taubeneier (u. a.), welche in offenen Nestern liegen und trotzdem weisse Schale haben, giebt Verf. die wohl noch nicht angewendete Erklärung, dass diese Vögel sehr lose, durchsichtige Nester bauen. Wegen des durchscheinenden Lichtes sei es schwer, von unten die weissen, das Licht reflectirenden Eier im Neste zu entdecken. — Vergl. hierzu A. H. Macpherson, Zoologist 13. p. 248—253. N. H. Macpherson s. A. H. S. Lucas. H. A. Macpherson, On the former Nesting in England of the Osprey; (Pandion haliaetns)\ Zoologist 13. p. 256 — 258. J. C. Mc Lean, Notes on the Spotted Shag {Phalacrocorax pvnctutns); Ibis (6) 1. p. 299 — 302. — Beschreibung der Nistweise und der Eier. iu der Natnrgescliicbte der Vögel während des Jahres 1889. 129 E, G. Meade-Waldo beschreibt das Nest \on Fringilla teydea\ Ibis (6) 1. p. 3. A. Müller, On an Instance of a Cuckoo Hatching its own Eggs; Ibis (6) 1. p. 219 — 224. — Uebersetzung des vom Verf. in der „Gartenlaube veröffentlichten Aufsatzes. (Vergl. auch Bericht 1888 S. 136). A. Nehrkorn, Mittheilung über Trogontiden-Eier; Journ. Orn. 37. p. 286. — Harpactes hat rahmgelb gefärbte Eier, Trogon glänzend weisse, Pharomacms mattblaue. A. Newton giebt Abbildung des Eies von Cariama cristata\ P. Z. S. T. 1. A. J. North, Descriptive Catalogue of the Nests and Eggs of Birds found breeding in Australia and Tasmania. Sydney 1889. — Beschreibung von Nest und Eiern von 469 Arten, nebst Angaben der Verbreitung. Auf 21 Tafeln photographische Abbildungen von Eiern in natürlicher Grösse. ■ — Vergl. auch North unter Etheridge oben S. 117. Derselbe, On the Nidification of Heteromyias cinereifrons and Orthonyx spaldingi; Proc, Linn. Soc. NS. Wales 4. p. 1050 — 1051. — Beschreibung von Nest und Eiern beider Arten. X. Raspail, Reflexions au sujet de l'adoption de l'oeuf du Coucou par les Passeraux; Bull. Soc. Zool. France 14. p. 45 — 48, 49—50. J. H. Reed fand Trocßodytes aedon in einem Hornissen-Nest nistend; Auk 6. p. 339—340. G. Rooper, Birds: their Nests and Habits; Trans. Hertf. Soc. 1889 p. 97—106. H. Schacht beschreibt das Nest des Fichtenkreuzschnabels ; Zool. Gart. 30. p. 156. G. B. Sennett, First description of the Egg of Glaucidium phalaenoides ; Auk 6. p. 70 — 71. Derselbe fand Troglodytes aedon in der Höhle eines Eisvogels brütend; ebenda p. 76. C. E. Scott berichtet über Nisten von C. monedida in offenen Nestern; Zoologist 13. p. 312. V. Taczanowski, üeber abnormes Nisten einiger Vögel. Ausz. von A, Wresniowski; Biol. Centralbl. 9. p. 191 — 192. J. A. Thomson, A Theory of the Parasitic Habit of the Cuckoo; Proc. Phys. Soc. Edinb. 10. p. 60—67. E. B. Titchener, Protective coloration of eggs; Nature 41. p. 129—130. A. R. Wallace, Protective colouring of eggs; Nature 41. p. 53. A. Walter, Funde von iungen Kuckucken und Kuckuckseiern; Monatsschr. Ver. Schutze d. Vogelw. XIV. p. 459—462. — Verf. fand wiederholentlich in Zaunkönignestern, welche beschädigt und deshalb vom Inhaber verlassen waren, neben einem Ei des Nest- inhabers ein Kuckucksei und ausserhalb des Nestes auf der Erde ein zweites Kuckucksei und vermuthet, dass in diesen Fällen die Arch. f. Natuigescli. Jahrg. 1890. Bd.II. H. 1. Q 130 An t. Reich enow: Bericht über die Leistungen Zaunkönige das erstgelegte Kuckucksei aus dem Nest warfen und letzteres darauf verliessen, wonach ein zweiter Kuckuck sein Ei zu dem zurückgebliebenen Zaunkönigsei legte. Derselbe, Zur Frage: Brütet der Kuckuck?; Journ. Orn, 37. p. 33 — 46. — Erwiderung bez. Widerlegung der von A. Müller mit- getheilten Beobachtung betreffend Selbstbrüten des Kuckucks [vergl. Bericht 1888 S. 136]. Wickmann, über Structur und Bildung der Eischale, s. oben S. 89. W. Wurm, Hochbruten von Auerhennen; Zool. Gart. 30. p. 296 bis 298. — Drei Fälle des Brütens von Auerhennen auf Kiefern [vermuthlich unter Benutzung von Raben oder Raubvogelhorsten]. C. G. Young, On eggs of some British Guyana Birds; Notes Leiden Mus. XL p. 145 — 152. — Beschreibung der Nistweise und der Eier von 19 Arten. * N. Zarudny, lieber die Nistverhältnisse des Saxaulhähers ; Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou 1889 p. 455 — 465. — Eingehendes über die gesammte Lebensweise des Vogels. Die Nester werden in Erd- höhlen oder im Gezweig von Bäumen oder Sträuchern angelegt und sind bisweilen überdacht. E. Zollikofer, Eine ornithologisch interessante Felspartie; Schwalbe 13. p. 66—72, 86—88, 97—100. — Schildert insbesondere die Nistweise des Fregilus graculus und eine Excursion zum Aus- nehmen der Nester dieser Art. Bauart des Nestes von Prionodura newtoniana beschrieben: Ibis (6) 1. p. 581. Vergleiche auch Bennett S. 116, Cox u. Hamilton S. 116, Dareste S. 85, Davie S. 119, Eckstein S. 86, Sharpe (Borneo) S. 115, Thiele S. 89. Nahrung: B. AI tum beschreibt die verschiedene Art und Weise, auf welche Loxin cnrvirostra und pifi/opsittacus bei dem Aussamen der Fichtenzapfen verfahren; Journ. Orn. 37. p. 58 — 59. W. Brewster beobachtete, dass Melcmerpes caroUnus Orangen anhackte, um das Fleisch derselben zu verzehren; Auk 6. p. 337 — 338. A. G. Butler, A few Remarks respecting Insects supposed to be distasteful of Birds; Ann. Mag. N. H. 4. (6) p. 171—173. — Ver- suche mit gefangenen Vögeln bewiesen, dass Insecten, welche von einigen Vogelarten verschmäht, von anderen gern genommen wurden. Auffallende Färbung scheint bisweilen den Lisekten ein Schutz gegen befiederte Feinde zu sein. R. Eder, Weiteres über die Nahrung des Steppenhuhnes; Schwalbe 13. p. 145—148. — Siehe C. 0. Harz. C. 0. Harz, Die Nahrung des Steppenhuhnes; Schwalbe 13. p. 100 — 103. — Analyse des Kropfinhalts eines im November bei Bamberg erlegten Steppenhuhnes. Vergl. auch vorher R. Eder. J. A. Link, Beobachtungen am Kuckuck. L Nahrung des Kuckucks; Monatsschr. Ver, Schutze Vogelw. XIV. p. 439—453. — Ergebnisse zahlreicher Untersuchungen des Magens erlegter Kuckucke. \ in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 131 F. C. Noll, Der Grünspecht Beeren fressend; Zool. Gart. 30. p. 347. W. A. Sanford, The Food of Albatrosses, their Measurements and Geogi-aphical Range; Zoologist 13. p. 387 — 388. R. Warren, Food of the Manx Shearwater; Zoologist 13, p. 74. Vergl. auch B. H. Warren oben S. 120. Till. Jagd, Schutz, Pflege, Hausgeflügel. Vogelschutz, Jagd, Nutzen: B. AI tum, lieber den wirthschaft- lichen Werth der Krähen und Bussarde; Journ. Orn. 37. p. 160 bis 177. L. Magaud d'Aubusson giebt eine kurze Darstellung der Naturgeschichte der Eiderente und der Gewinnung von Eiderdunen im nördhchen Europa; Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 896 — 901. F. Billaud, L. Petit et J. Vian, Rapport sur la destruction des hirondelles; Bull. Soc. Zool. France 14. p. 61 — 62 und Natura- liste 11. p. 103. — Ueber Massenfang von Schwalben im südlichen Frankreich. H. de la Blanchere, Les Oiseaux utiles et les Oiseaux nui- sibles aux champs, jardins, forets, plantations, vignes. 5. edit. Paris 1889. 80. 387 p. de Bris au giebt Mittheilungen über Vogelfang in Indien; Rev. Sc. Nat. App. 36. p. 340—346. A. Chapman, Bird-life of the Borders; Records of Wild Sport and Natural History on Moorland and Sea. London 1889 (Gurney and Jackson). F. H. Danenhour führt die Vogelarten auf, welche durch An- fliegen an einen Leuchtthurm in Philadelphia getödtet wurden; Amer. Nat. 23. p. 823—824. D. Gronen, Verschiedene Arten des Vogelfangs; Zool. Gart. 30. p. 366—370. — lieber „Roccollo", „Vogelwiese", „Kegelhütte", , ,Trassengang", , , Springnetz". Derselbe, Die Erzeugung des Guano; ebenda p. 247 — 248. — Die Guano-Vorräthe Perus werden auf gegenwärtig noch 5 Milhonen Tonnen gescliätzt, auf den Chinchas-Inseln beginnt bereits Neu- Erzeugung in den ausgebeuteten Lagern. J. E. Karting, Of Hawks and Hounds in Essex in the Olden Time; Essex Natur. 1889 p. 189—198. F. Helm, Verbreitung der Eiche durch den Eichelheher in der Gegend von Arnoldsgrün b. Schoeneck i. V.; Zool. Gart. 30. p. 143 bis 145. K. Th. Liebe, Futterplätze für Vögel im Winter. 5. Auflage. Gera (Hofmann). J. A. Link, Beobachtungen am Kuckuck. III. Nutzen und Schaden; Monatsschr. Ver. Seh. Vogelw. XIV. p. 502—510. Th. Lorenz beschreibt den Fang von Birkhähnen auf dem 9* 132 An t. Reiche uow: Bericht iiher rlie Leistungen Balzplatze in einer Fallgrube, welcher von Kosaken in den kau- kasischen Steppen betrieben wurde; Journ. Orn. 37. p. 156 — 157. A. Ludwig, Das Birkwild, dessen Naturgeschichte, Jagd und Hege. Ein monographischer Beitrag zur Jagdzoologie. Wien 1889. 8» 123 p. C. Neumann, Unsere Vogelwelt im Kampfe um das Dasein. Ein ernstes Mahnwort an alle Vogelfreunde, Forst- und Landwirthe. Ilmenau u. Leipzig 1889. 61 p. Derselbe, Schützet unsere Vogelwelt. Ilmenau und Leipzig (Schröter). H. Neweklowski, Die Amsel als Schädigerin der Obstcultur; Schwalbe 13. p. 602—603. A. Crette de Palluel, Note sur la destruction des oiseaux par les fils telegraphiques et autres engins analogues; Rev. Sc. Nat. Appl. 36, p. 620-629. Flamingo Catching in Lower Egypt; Zoologist 13, p. 136 — 139. — Fang von Flamingos vermittelst Netze am Mensaleh See, Die nützlichen Vögel Mitteleuropas. Wandtafel (98X70 cm) Wien, Pichler 1889. — 3 fl., auf Leinwand mit Holzrollen 4,20 fl. Einbürgerung-, Pflege, Zucht: L. Magaud d'Aubusson giebt einen geschichtlichen UeberbUck der Entwicklung der Straussenzucht und des neuesten Standes dieser Industrie. Egypten exportirt für über 6 Millionen fr. Federn jährlich, die vorzugsweise aus künst- lichen Zuchtanstalten kommen, TripoHs für 2V2 Millionen aus dem Sudan gebrachter Federn. Der überwiegend grösste Theil der jähr- lich in den Handel kommenden Federn entstammt den Züchtereien im Kaplande; Rev, Sc, Nat. Appl. 36. p. 726—734. Derselbe, liefert einen Abriss der Naturgeschichte der Rhea americana und seiner Verwandten zum Zwecke der Anregung zur künstlichen Züchtung der Vögel; p. 795 — 801. W. Boecker, Unsere beliebtesten einheimischen Stnbenvögel, ihre Wartung und Pflege, nebst Nachrichten über An- und Verkauf, Fang, Versand, Züchtung und Krankheiten derselben. 3. Aufl. Ilmenau u. Leipzig 1889. 8^. Derselbe, Der Wellensittich, seine Zucht und Pflege. Ilmenau u. Leipzig 1889. 8», 46 p. H. Brezol berichtet über versuchte (leider misslungeu) Züchtung von Straussen (^St. molyhdophanes) im Thiergarten des Herrn Nill in Stuttgart; Rev. Sc. Nat, Appl. 36. p. 683—688. de Brisay berichtet über die Zucht von (ieopelia ctineata, (r. placida, G. hvmeralis und Cobrmha f/uinea] ebenda p. 52 — 57. V. Caliani, Dell' allevamento dei Canarini; Riv. Ital. Sc. Nat. e Boll. Natural. 9. p. 200. C. Coester, Aus dem Gefangenleben des Baumfalken (IIi/po- triorclds suhhuted)-^ Zool. Gart. 30. p. 146 — 152. R. Dannin, Reproduction de la perdrix comme ä l'etat naturel et ses resultats pratiques. Meriel (Scine-et-Oise) 1889. 35 p. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 133 K. Eckstein, Die Lumme (üria lomvici) im Aquarium zu Berlin; Zool. Gart. 30. p. 16—19. Ehrenreich berichtet über Zähmung und Gefangenhalten von Vögeln seitens der Indianer Südamerikas; Journ. Orn. 37. p. 335 bis 337. H. W. Elliott berichtet über einen gefangen gehaltenen Molo- thrus ater, welcher mit Vorliebe Fliegen fing; Auk 6. p. 72. A. Frenzel, Aus meiner Vogelstube. Coccothraustes melanunis, Sporophila mirantia; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 103 bis lOö, 138—139. E. Godry berichtet über gelungene Züchtungen von Fasanen-, Tauben- und Papageien- Arten ; Rev. Sc. Nat. Appl. 30. p. 8 — 11. J. H. Gurneyjun. berichtet über zwei Porphyrio smaragdonotus, welche 14 und 18 Jahre in Gefangenschaft gelebt haben; Ibis (6)1. p. 398—399. V. Homeyer, Ueber Einbürgerung von Meleagris gallopavo bei Murchin (Pommern); Zool. Garten 30. p. 28 — 29. — 1 Hahn und 4 Hennen wurden ausgesetzt, 2 Hennen brachten die Jungen aus. Hu et schildert das Betragen von Menura superba in Gefangen- schaft; Naturaliste 11. p. 143 — 144. Derselbe berichtet über die Erwerbungen und Züchtungen der Menagerie des Museums d'histoire naturelle in Paris während der letzten Monate 1888; Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 161—162. F. Knauer, Der Bartgeier im Wiener Vivarium; Schwalbe 13, p. 28. Derselbe, Lebende Bartgeier (Gypaetos barbatus) in Gefangen- schaft; ebenda, p. 236. J. Lafon beschreibt die Zucht von Lophophonis resplendens; Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 994—998. K. Th. Liebe, Unsere Strandvögel. Gefangenleben ; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 62—67. Derselbe, Die Gilhdvossel (Turdtis c/rai/i^, ebenda, p. 147 — 154. — Ueber den Gesang und Betragen in Gefangenschaft. J. A. Link, Beobachtungen am Kuckuck. IL Aufzucht des jungen Kuckucks und Nahrung des Kuckucks in der Gefangenschaft ; ebenda, p. 476—482. A. Mairet berichtet über Zucht von Galloperdix spadicea\ Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 300—301. A. de Montlezun giebt eine Fortsetzung seiner Uebersicht der Entenvögel (vergl. Ber. 1888, S. 140). Behandelt wird die Gattung Dendrocygna; Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 708—718, 777—785. A. Newton, On the Breeding of the Seriema {Cariama cristatd)\ P. Z. S., p. 25—26 T. 1. — Berichtet über Erbrüten von Jungen der Seriema in der Menagerie der Zool. Gesellschaft. Die Jungen, welche leider von den Eltern gefressen wurden, sahen junge Reihern ähnlich und waren mit graubraunen Dunen bedeckt. Abbildung der Eier. 134 Ant. Reich enow. Bericht über die Leistumgeu W. Mills, Clinical and Pathological Notes from a Breeding Station. 1, Scrofiüa and Tuberculosis in Birds; Journ. Comp. Med. 1889. p. 243—247. A. J. North, Note on the Successfiü Hatching of an Egg of the Emu, Dromaeus novaehollandiae , under a Domestic Fowl; Proc. Linn. Soc. NS. Wales 4. p. 1029. ■ — Das Ei wurde innerhalb 7 Wochen unter Verwendung zweier Hennen (da die erste nach 2 Wochen ver- sagte) erbrütet. W. Peiter, Loxia curvirostra als Stubenvogel; Schwalbe 13. p. 195. Pays-Mellier, Note sur les animaux qui vivent au Parc de la Pataudiere; Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 172—179 u. 290—299. Pribyl, Tauben mit Butter gefüttert, s. oben S. 91. G. Rogeron beschreibt Chloephaqa juhata und deren Züchtung; Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 478—485, 569—576. — Referat im Zool. Gart. 30. p. 318—319. K. Russ, Lehrbuch der Stubenvogelpflege. — Abrichtung und Zucht. Neue Ausgabe. Creutz, Magdeburg. F. de Seh a eck, Les Cacatoes rosalbins du Jardin des Plantes de Paris; Naturaliste 13. p. 58. E. Schaff, Die Vogelwelt des Berliner Zoologischen Gartens; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 391—398, 482—487, 518—527. Derselbe referirt über die Zucht einiger exotischer Tauben- arten in Gefangenschaft; Zool. Gart. 30. p. 253 — 254. H. Schalow theilt mit, dass Harpyia destructor von den Indianern des Xingu-Gebiets behufs Gewinnung von Schmuckfedern gefangen gehalten werde; Journ. Orn. 37. p. 335. (S. auch Ehrenreich). G. Scher bäum, Nisten des Waldkauzes in der Gefangenschaft; Schwalbe 15. p 167. F. Schmid, Die üraleule {Hyrniinn vralense in der Gefangen- schaft; ebenda, p. 426. P. L. Sclater, Report on the addition to the Society's Menagerie; P. Z. S. p. 1, 26, 85, 160—161, 393—394. — Besonders bewerkenswerth : Rhamphocorys dot'i, Utocorys hilopha Apteryx oweni. Derselbe, List of Additions to the Society's Menagerie during the year 1889; P. Z. S. p. 625—643. L. Steudel, Kurze Anleitung für das Desinfectionsverfahren bei tuberculosen Thieren; Schwalbe 13. p. 454 — 456. W, H. Watson, über Fütterung einer Agapornis pidlaria mit Cayenne- Pfeffer, s. oben S. 91. Der belgische Kanarienvogel; Schwalbe 13. p. 123 — 124. lieber Züchtung von Dromaeus novaehollandiae und Ihis religiosa im ,, Jardin d'Acclimatation" in Paris wird berichtet: Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 516. Hausgeflügel: F. A. Bacciocco, Die Heimath der Kriegstaube: Schwalbe 13. p. 246—247, 351—353, 364—366. in der Naturgeschichte der Vogel während des Jalires 1889. 135 H. Brezol berichtet über eine militärische Brieftaubenstation in Massaua; Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 36 — 37. Derselbe berichtet über den Export von Hühnereiern der einzelnen europäischen Staaten; ebenda, p. 321. E. Brown, Poultry; their Varieties, Classification, Exhibiting, Treatment, Breeding, Hearing, Housing, Diseases and General Management. With 24 illustr. London 1889. 8"^'. 136 p. E. Czaplewski, Untersuchungen über die Immunität der Tauben gegen Milzbrand. Inaug. Diss. Königsberg i. Pr. 1889. — 29 p. B. Dürigen, Katechismus der Geflügelzucht. Ein Merkbüchlein für Liebhaber, Züchter und Aussteller schönen Racegeflügels. 399 S. Weber (Leipzig). Fellmer, Experimente über Hin- und Rückflug der Militär- Brieftauben. Aus d. Italienischen. Berlin 1889. — Dem Hauptmann Malagoli gelang es, Tauben zum Hin- und Rückflug zwischen Rom und Civitavecchia abzurichten, indem er sie am ersteren, ihrem Heimathsorte hungern Hess, am letzteren dagegen mit Futter versah, wodurch sie sich daran gewöhnten, jedesmal bei Futterentziehung in Rom sich in Civitavecchia ihre Mahlzeit zu holen und gesättigt nach Rom zurückzukehren, — s. auch Schwalbe 13. p. 577 — 579, 590—592. G. C Giachetti, Colombicoltura; Bull. Nat. CoU. Siena 8. p. 146—146; 9. p. 6—10, 52-55, 97—100, 154—157, 197—200, 245—246, 271—272. C. Huth, Die verschiedenen Bantam-Hühner-Rassen und ihre Zucht. Frankfurt a. M. 1889. 8«. 41 p. 0. Katz, Experimental Researches with the Microbes of Chicken- cholera; Proc. Linn. Soc. NS. Wales 4. p. 513—597. A. K., Die Brieftaube im Dienste des Seefischfanges; Schwalbe 13. p. 402—403. A. Maar, Illustrirtes Muster-Enten-Buch. Hamburg. Lief. 14 u. 15 erschienen. H. Nehring vermuthet, dass die Moschus-Ente als Hausthier zuerst von den alten Peruanern gehalten und erst in der port.- columbischen Zeit durch den Schiftsverkehr nach BrasiHen eingeführt worden ist; Stzb. Ges. Naturf. Freunde. Berlin 1889 S. 33—35. s. auch Humboldt 8. p. 379—382. F. C. Noll referirt über eine schwere Krankheit der Hühner; Zool. Gart. 30. p. 284—285. H. C. E. Weber, Das Haushuhn und seine Arten. 2 Aufl. Bearb. v. C. Eberhard. 2 Bd. Hannover 1889. 8^. 272 u. 284 p. 136 Aut. Reich enow: Bericht über die Leistungen IX. Systematik. Verg-l. W. T. Blanford oben S. 112, Nicholson S. 82, Shufeldt S. 88 u. Waterhouse S. 84. E. D. Cope, Synopsis of the Families of Vertebrata; Amer. Nat. 23. p. 849—877. — Auf S. 869—873 eine üebersicht mit kurzer Charakteristik der Vogelgruppeu. Verf. unterscheidet 4 Superordnungen : 1. Saururae, Ordn. Ornitlw- pappi, Fam. Archaeopterygidae. 2. Odontolcae, Ordn. Bromaeopappi, Farn. Hesper- ornithidae. 3. Odontotormae, Ordn. Pteropappi, Farn. IchtJiyornithidae. 4. Earhipi- durae, die recenten Vögel. Diese zerfallen in 3 Ordnungen: 1. Dromaeognathae, Subordn. Struthiones, Apteryges, Gastornithes, Crypturi. 2. Impennes, Subordn. Ptüopteri, Farn. Aptenodytidae. 3. Euornithes mit 18 Unterordnungen: Stegano- podes, Chenomorphae (mit Phoenicopteridae), Herodii, Accipitres, Psittaci, Ceco- morphae, {Colymbidae, HeUornithidae, Aleidae, Laridae, Procellarüdae), Grallae, Opisthocomi, Gällinae, Pullastrae, (Oracidae, Megapodiidae, PterocUdae, Dididae, Columhidae), CoUoidei, Heterospondyli (SteatornitJiidae), Coccygomorphae, Micro- podioidei {Cypselidae, Trochüidae), Trogonoidei, Picoideae, Passeres mit 5 Super- familien: Menuroidei, Eurylaemoidei, Tyrannoidei, Formicaroidei, Passeroidei. M. Für bringer, Einige Bemerkungen über die Stellung von Stringops und den eventuellen Herd der Entstehung der Papageien, sowie über den systema- tischen Platz von lynx; Journ. Orn. 37. p. 236 — 245. — Bespricht die für die systematische Beurtheilung v^^ichtigsten Merkmale der genannten Grattungen. Bez. des Ergebnisses dieser Betrachtungen vergl. unter Systematik Psittaci, bez. Stringops, und lynx. H. Gradovy über den taxonomischen Werth der Darm schlingen, s. oben S. 86. F. Kutter, Ueber die wissenschaftliche Bedeutung der Oologie; 34./35. Be- richt Verh. Naturk. Kassel p. 67—85 (1889). — „Obwohl die Schalen des Vogel- eis nicht als integrirende, sondern als accessorische Theile des Keims gelten können und einige ihrer Merkmale durch Anpassungen bedingt sind, so scheinen andere auf Vererbung zu beruhen und auf uralte Stammformen zui'ückzuführen. Von der Beschaffenheit der Gestalt, der substanziellen Färbung und des feineren Gefüges der Eischalen sind Hülfsleistungen für die Systematik zu erwarten, welche besonders auf Vereinigung der Formen zu natürlichen Gruppen sich zu erstrecken haben." Oates [Allgemeines über Systematik der Vögel]; s. oben S. 112. Ant. Eeichenow bespricht die Nomenclatur einiger deutschen Vogelarten; Journ. Orn. 37. p. 186—188, 341—344. H. Seebohm, An Attempt to Diagnose the Suborders of the Aucient Ardeino-Anserine Assemblage of Birds by the aid of Osteological Characters alone; Ibis (6) 1. p. 92—104. — Verf. charakterisirt die folgenden 6 Unter- ordnungen mit 12 Familien: Palamedeae (Fam. Palamedeidae), Anseres (Farn. Cygnidae u. Anatidae), Phoenicopteri (Fam. Phoenicopteridae), Plataleae (Farn- Plataleidae) , Herodiones (Fam. Ciconiidae u. Ardeidae), Steganopodes (Fam. Phalacrocoracidae, Sulidae, Pclecanidae, Phaethontidae, Fregatidae). R. W. Shufeldt, Studies of the Macrochires, Morphological and other- ■wise, with the view of indicating their ßelationships and defining their several in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 137 Positions in the System; Journ. Linu. Soc. Zool. XX. p. 299-394. T. 17—24. — Behandelt in einzelnen Kapiteln die Morphologie und Osteologie von Ampelis, welche den typischen Singvogelcharakter dieser Form hestätigeu ; die Osteologie von Trogon mexicamis und Trogon puella, wonach Verf. dieselben für „Capri- mulgiue Cuckoos!" erklärt; die Pterylographie und Anatomie einiger Oapri- mulgiden, welche Familie Verf. unter Einfügung von Psalurus, Steatornis, Podargus u. a. als besondere Ordnung Caprimulgi aufgefasst wissen möchte, die Anatomie nordamerikanischer Hirundiniden und endlich die Morphologie und Anatomie einiger Cypseliden und Trochiliden, letztere vom Verf. als besondere Ordnungen Cypseli und Trochili betrachtet, die Cypseli mit engem Anschluss an die Hirundinidae. M. L. Walker, Ueber den taxonomischen Werth des Quadratbeins, s. oben S. 89. Ordnung seines. Ueber Osteologie der Singvögel {Passeres) vergl. Shufeldt oben S. 88. Familie Sylviidae. Vergl. F. de Schaeck oben S. 99. Acanthisa squamata n. sp. von Queensland; C. AV. de Vis, Proc. Soc. Queensl. 6. p. 248—249. Äcanthopneuste davisoni w. sp. von Tenasserim, nahe A. trochüoides; Oates Hume's Nests and Eggs Ind. B. 2. ed. 1. p. 269. Acrocephalus arundinaceus und horticola, vergl. Baldamus, unter Biologie. Arundinax aedon abgebildet; Th. Pleske, Wiss. Result. Przewalskis Reisen. Lief. 1. T. m. CalUope tschebaiewi abgebildet; Th. Pleske, Wiss. Result. Przewalskis Reisen. Lief. 1. T. L Catharus fumosus Ridgw. nur individuelle Abweichung von C. mexiccmus, Salvin u. Godman, Ibis (6) 1. p. 234. Cinclus septentrionalis Brehm hat Priorität vor C. melanogaster Brehm, letzterer Name ist überhaupt nicht mit Sicherheit auf die nordische Cinclus- Art zu deuten; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 342. Cryptoloplia, s. unter Muscicapidae. Dumeticola tnajor abgebildet; Th. Pleske, Wiss. Result. Przewalskis Reisen. Lief. 1. T. V. Erithacus superbus n. sp. von Teneriffa, nahe E. hyrcanus; A. König, Journ. Orn. 37. p. 183. Geocichla cuneata n. sp. von Queensland ; C. W. de Vis, Proc. Soc. Queensl. 6. p. 243—244. Herbi'vocula affinis, armandi, fuscata, indica abgebildet; Th. Pleske, Wiss. Result. Przewalskis Reisen. Lief. 1. T. III. Hypolais pkilomela anzuwenden für Hyjjolais icterina; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 186. Locustella pleskei n. sp. von Corea, nahe L. ochotensis; L. Taczanowski, P. Z. S. p. 620. Merula celaenops auf Fatsiro Island; H. Seebohm, P. Z. S. p. 586. — M. subobscura n. sp. von Burma; P. Salvadori, Ann. Mus. Genova 27. p. 414. 138 Ant. ßeichenow: Bericht über die Leistungen Phylloscopus borealis, xanthodryas, nitidus, viridanus, plumbeitursus, tenellipes, occipitalis abgebildet; Th. Pleske, Oruith. Ross. Lief. 1. T. I. — Ph. fortunatus n. sp. von den Kanaren, sehr ähnlich Ph. rufus; H. B. Tristram, Ibis (6) 1. p. 21. — Ph. newtoni n. sp. von Indien, am nächsten Ph. proregulus; H. Gätke, ebenda p. 578—579. — Ph. suhviridis abgebildet; J. A. Murray, Brit. India 1. p. 252. Pratincola dacotiae n. sp. von den Canaren; E. G. Meade-Waldo, Ibis (6) 1. p. 504. T. 15. — P. insignis abgebildet; Th. Pleske, Wiss. Kesult. Przewalskis Reisen. Lief. 1. T. I. — P. maura var. prseivalslm n. sp. von Ganssu, C. Asien; Th. Pleske, ebenda p. 46. — P. salax Verr. gehört zur Gruppe der schwarz- kehligen P-atlncola-ki'l%\\; die im Cat. Brit, Mus. Vol. IV p. 184 unter P. salax gegebene Beschreibung bezieht sich auf eine hellkehlige Art, welche neu zu benennen ist; P. salax und P. axillaris sind Subspecies von P. syhilla; W. Stoue, Proc. Ac. Philad. 1889. p. 78—80. Begulus satelles n. sp. von den Kanaren; A. König, Journ. Orn. 37. p. 263. Saxicola c7iryso])ygia abgebildet; J. A. Murray, Avif. Brit. India 2. p. 6. Sericornis gutturalis n. sp. von Queensland; C.V. deVis, Proc. Soc. Queens]. 6. p. 244. Sylvia althea, curruca, minuscula abgebildet; Th. Pleske, Ornith. Ross. Lief. 1. T. 1. — S. roscoe Aud., vergl. Geothlypis trichas roscoe unter Sylvicolidae. — S. passerina Webb. Berth. identisch mit S. conspicillata , nicht mit S. sub- alpina; H. B. Tristram, Ibis (6) 1. p. 24. Turdus iliacus is Bayern nistend; 0. Reiser, Journ. Orn. 37. p. 180—182. Familie Timeliidae. Älcippe Mlimensis n. sp. vom Kilimandjaro ; G. E. Shelley, P. Z. S. p. 364. Allocotops calvus abgebildet; Ibis (6) 1. T. 13. Campylorhynchus rufinucha artlich unterschieden von C. capristatus, C. castaneus Ridgw. identisch mit letzterer Art; Salvin u. Godman, Ibis (6) 1. p. 234-236. Cisticola hunteri n.sp. vom Kilimandjaro, nahe C. subruficapilla; G.E.Shelley, P. Z. S. p. 364. DrytnocatapJms johnsoni n. sp. von Hill Town, Du Queah River (Liberia); J. Büttikofer, Notes Leyden Mus. XI. p. 97. Dumeticola major abgebildet; Th. Pleske, Wiss. Result. Przewalskis Reisen. Lief. 1. T. I Elachura u. g. Typus: Troglodytes punctatus Blyth; E. W. Gates, Blanf. Brit. India Birds 1. p. 339. Garrulax perspicillatus in Japan; Salvadori und Giglioli, Mem. Ac. Tor. 39. p. 124. Grammatoptila austeni n. sp. von Daphla u. Oestl. Naga hills (Indien), nahe G. striata; E. W. Gates, Blanf. Brit. India. Birds 1. p. 104. Henicurus borneensis n. sp. vom Kina Balu, ähnlich H. sinensis; R. B. Sharpe, Ibis (6) 1. p. 277. Hilarocichla s. unter Laniidae. Lioparus n. g. Typus: Propa^-us chrysaeus HoAgs.; E. W. Gates, Blanf. Brit. India. Birds 1. p. 174. Malacias castanopterus n. sp. vom Monte Caiin, Burma, nahe AI. melano- leucus; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ? Genova (2a) VII. p. 363. in der Naturgeschichte der Vögel wähi-eiid des Jahres 1889. 139 Mimocichla ardesiaca albiventris n. siibsp. von Dominica; P. L. Sclater, P. Z. S. p. 326. Nesomimus macdonaldi u. sp. von Hood Ishxud, Galapagos, ähnlich N. tri- fasciatus; R. Ridgway, P. U. St. Nat. Mus. 12. p. 103. — N. personatus n. sp. von Ahingdon Island, Galapagos, ähnlich N. melanotis; ebenda p. 104. Orthnocichla whiteheadi abgebildet; Ibis (6) 1. T. 12. Pomatorhinus imberbis n. sp. von Burma; T. Salvadori, Ann. Mus. Genova 27. p. 410. RJiopocichla n. g. Typus: Brachypteryx atriceps Jerd. ; E. W. Gates, Blanf. Brit. India. Birds 1. p. 159. Scotocerca inquieta abgebildet; J. A. Murray, Avif. Brit. India 1. p. 284. Sittiparus n. g. Typus: Minla cinerea Blyth; E. W. Gates, Blanf. Brit. India. Birds 1. p. 171. [Der Name ist 1884 bereits vergeben! Ref.] Thringorhina n. g. Typus: Turdinus giittatus Blyth; E. W. Gates, Blanf. Brit. India. Birds 1. p. 155. Thryophilns sinaloa cinereus n. subsp. von Sonora, Mexiko; W. Brew^ster, Auk 6. p. 96. Thryothorus macrurus n. sp. von Bogota, ähnlich T. mystaealis; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 137. — T. lomjipes n. sp. von Ecuador; ebenda p. 138. — Th. oyapocensis Ridgw. synonym mit Th. eoraya (L.), letzterer Name auf den Cayenue -Vogel zu beziehen; Th. ridgivayi n. sp. von Brit. Guiana, nahe Th. eoraya; H. v. Berlepsch, Journ. Gru. 37. p. 293. Trochalopteron jerdoni abgebildet; J. A. Murray, Avif. Brit. India 2. p. 85. Familie Paridae. Chaniaea nach osteologischen und pterylogischen Merkmalen zu den Pariden zu stellen; R. W. Slmfeldt, Journ. Morph. 3. p. 475—502. Leptopoecile sophiae abgebildet; Menzbier, Sevpertzow Turk. 2. Lief. T. 11. Parus micJialoivsMi Bogd. nicht verschieden von P. phaeonotus Blanf.; H. E. Dresser, Ibis (6) 1. p. 88. — P. palmensis n. sp. von Palma (Canaren); E. G. Meade-AValdo, Ann. Mag. N. H. 3. (6) p. 490 u. Ibis (6) 1. p. 512. T. 16. — P. teneriffae artlich unterschieden von P. tdtramarinus; A. König, Journ. Grn. 37. p. 263. Polioptila boUviana Sei. specifisch verschieden von P. dumieola (Vieill.); P. Leverkühn, Journ. Grn. 37. p. 109. — P. nigriceps restricta n. subsp. von Sonora, Mexiko; "W. Brewster, Auk 6. p. 97. Scaeorhynchus n. g. Typus: Paradoxornis ruficeps Blyth; E. W. Gates, Blanf. Brit. India. Birds 1. p. 68. Suthora feae n. sp. vom Monte Carin, Burma, nahe S. munipurensis; T. Sal- vadori, Ann. Mus. Civ. Genova (2a) VII. p. 363. — S. ■webbiana in Japan; Sal- vadori u. Giglioli, Mem. Ac. Tor. 39. p. 124. Familie Certhiidae. Salpornis emini von S. salvadorü gut unterschiedene Art; G. Hartlaub, Journ. Grn. 37. p. 114—116. Familie Dacnididae. Certhidea cinerascens n. sp. von Hood Island, Galapagos, nahe C. fusca; R. Ridgway, P. U. St. Nat. Mus. 12. p. 105. 140 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Certhiola finschi Ridgw. identisch mit Coereba martinicana; R. Ridgway, P U. St. N. K. 12. p. 129. — C. godmani n. sp. von Grenada (W. Indien), nahe C. saccJiarina, und C. ivellsi n. sp., ebendaher, nahe C. atrata; Ch. B. Cory, Auk 6. p. 219. Chrysomitridops, s. unter Fringillidae. Baenis modesta Gab. $ von D. angelica; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 295. Dicaeum nitidum n. sp. von Sudest Island (Louisiade Archipel), nahe D. rubro-coronatum; H. B. Tristram, Ibis (6) 1. p. 555. — D. monticola, Be- schreibung des $; R. B. Sharpe, ebenda p. 428. Hemignathus hanapepe, lichtensteini und stejnegeri n. sp., die erste und dritte von Kauai, die zweite von Oahu; S. B. Wilson, Ann. Mag. N. H. 4. (6) p. 400 bis 402. [H. stejnegeri ist identisch mit H. procerus Gab., letzterer Name hat Priorität. Ref.] — H. procerus n. sp. von Kauai, Sandwichs Inseln, nahe H. obscurus; J. Cabanis, Journ. Orn. 37. p. 331. Himatione montana n. sp. von Kauai (Sandwichs Ins.); S. Wilson, P. Z. S. p. 446. — H. stejnegeri n. sp. von Kauai (Sandwichs Ins.), nahe II. chloris, ebenda. Loxops flammea n. sp. von Molokai (Sandwichs Ins.), nahe L. coccinea; S. Wilson, P. Z. S. p. 445. Oreomyza rvilsoni n. sp. von Kauai, Hawai, ähnlich 0. bairdi ; L. Stejneger, P. U. St. N. M. 12. p. 386. Familie Nectariniidae. Aethopyga temmincki (S. Müll.), $ beschrieben; R. B. Sharpe, Ibis (6) 1. p. 421. — Äe. seheriae u. nipalensis abgebildet; J. A. Murray, Avif. Brit. India 2. p. 222. Cinnyris castaneiventris n. sp. von Yoruba, NW. Afrika, sehr nahe G. adel- berti; J. v. Madarasz, Ornis 5. p. 149. T. 3. — C. christianae n. sp. von St. Aignan, ähnlich G. (Hermotimia) Corinna; H. B. Tristram, Ibis (6) 1. p. 556. — C. hunteri n. sp. vom Kilimandjaro, nahe G. gutturalis; G. E. Shelley, P. Z. S. p. 365 T. 41- — G. minimus u. brevirostris abgebildet; J. A. Mui-ray, Avif. Brit. India 2. p. 228 u. 230. Nectarinia gabonica Hartl. und Stiphrornis alboterminata Rchw. identisch nach J. Büttikofer, Notes Leyden Mus. XI. p. 118. — N. thomensis n. sp. von St. Thome, nahe N. tacaze; J. V. Barboza du Bocage, Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa (2a) II. p. 143. Familie Meliphagidae. Gleptornis n. g. s. Ptilotis marchei. Myzomela rubro-cucullata n. sp. von St. Aignans, Louisiade Archipel, nahe M. lifuensis; Ibis (6) 1. p. 228. Ptilotis marchei n. sp. von den Mariannen, Typus einer neuen Gattung: Gleptornis; E. Oustalet, Naturaliste 11. p. 260. Zosterops mesoxantha n. sp. von Burma; T. Salvador!, Ann. Mus. Genova 27. p. 396. — Z. perspicillata n. sp. vom Kilimandjaro; G. E. Shelley, P. Z. S. p. 366 T. 41. [Dürfte identisch sein mit Z. eunjcricotus Fschr. Rchw. Ref.]. — Z. Simplex var. loochooensis n, subsp. von den Lutschu-Inselu; H. B. Tristram, Ibis (6) 1. p. 229. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 141 Familie Pycnonotidae. Alophoixus u. g. Typus: Ixos phaeoce'phalus flartl.; E. W. Oates, Blanf. Brit. India. Birds 1. p. 259. Chloropsis hinabaliiensis abgebildet; Ibis (6) 1. T. 9. Criniger burmanicus n. sp. von Teuasserim u. a., nahe C. flaveolus; E. W. Oates, Blanf. Brit. India. Birds 1. p. 25G. Hemixus connectens $ beschrieben; R. B. Sharpe, Ibis (6) 1. p. 273. Molpastes humii n. sp. von Punjab, nahe M. leucotis; E. W. Oates, Blanf. Brit. India. Birds 1. p. 274. Pycnonotus sinensis in Japan; Salvadori u. Giglioli, Meni. Ac. Tor. 39. p. 123. Xanthixus n. g. Typus : Pycnonotus flavescens Blyth ; E. "W. Oates, Blanf. Brit. India. Birds 1. p. 274. Xenocichla nigriceps n. sp. vom Kilimandjaro, nahe X. tephrolaema; G. E. Shelley, P. Z. S. p. 362. — X. xüacida n. sp. vom Kilimandjaro, nahe X alhigu- laris; ebenda p. 363. Familie Motacillidae. Anthus steindachneri n. sp. von den Antipoden Inseln; A. Reischek, Trans. N. Z. Inst. 21. p. 388. Budytes campestris am Quilimane, Mossambik, gesammelt; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 284. Familie Mniotiltidae. Conipsothlypis pulchra n. sp. von Mexiko, nahe C. nigrilora ; W. Brevv'ster, Auk 6. p. 93. Dendroica nigrifrons n. sp. von Mexiko, nahe D. auduboni; W. Brewster, Auk 6. p. 94. Oeothlypis cucullata n. sp. von Mexiko, ähnlich G. semi flava; Salvin u. Godman, Ibis (6) 1. p. 237. — G. trichas roscoe (Aud.), als Subspecies wieder- hergestellt, Hab. Mississippi Thal; E. M. Hasbrouck, Auk 6. p. 167—168. Helminthophila crissalis n. sp. von Mexiko, am nächsten H. virginiae; 0. Salvin u. F. D. Godman, Ibis (6) 1. p. 380. Oporornis agilis in Solimoes, N.W. Brasilien, gefunden; H. v. Berlepsch Journ. Orn. 37. p. 98. Familie Tanagridae. Chlorospingus albifrons u. sp. von Mexiko (Sierra Madre del Sur), am nächsten C. albitemporalis; Salvin u. Godman, Ibis (6) 1. p. 237. Euphonia cMorotica taczanoivskii bezieht sich auf das Kleid der jüngeren, noch nicht ausgefärbten E. chlorotica; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 295. — E. godmani n. sp. von W. Mexiko, nahe E. minuta; W. Brewster, Auk 6. p. 90. Procnias 111.: Typus der Gattung ist Ampelis variegata Gm.; J. A. Allen, Bull. Amer. Mus. N. H. II. p. 70. — P. viridis {Hirundo viridis 111.) anzuwenden für P. tersa; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. 1889 p. 69. Tanagra caerulescens Wied u. Porphyrospiza cyanella Sei. Salv. (= P. pulclira Sharpe) identisch; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 140. 142 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Familie Fringillidae. E. Bartlett, Monographie d. Familie, s. unter Ploceidae. Cactornis abingdoni Salv., Identität mit C. scandens vermuthet R. Ridgway, P. U. St. N. M. 12. p. 108. — C. brevirostris n. sp. von Chatam Island, ähnlich C. scandens; ebenda. — C. hypoleuca vermuthlich n. sp. von James Island, Galapagos, ähnlich C. pallida; benda. p. 109. Camarhynclms townsendi n, sp. von Charles Island, Galapagos, ähnlich C. psittaculus; R. Ridgway, P. U. St. N. M. 12. p. 110. — C. paupei' n. sp. von Charles Island, ähnlich C. toivnsendi; ebenda p. 111. Chamaeospiza alticola u. nigrescens nn. spsp. von Mexiko, beide ähnlich C. torquata; 0. Salvin u. F. D. Godman, Ibis (6) 1. p. 381. Chrysomitridops u. g. : Bill moderate, conical and sharp at the tip, with culmen nearly straight and tomia slightly curved; nasal membraue very small and nearly covered with feathers. "Wing moderate: firt primary wanting; third and fourth nearly equal, and rather longer than the second and fifth ; secondaries slightly mucronate at the tip. Tail moderate, forked and rectrices acuminate. Feet slender, claws much curved. — Typus: C. caeruleirostris n. sp. von Kauai (Sandwichs Ins.); S. Wilson, P. Z. S. p. 445. Emheriza calandra L. anzuwenden für E. müiaria; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 342. — E. cioides Brandt, Bemerkungen über Färbung und Verbreitung, Abbildung; H. B. Tristram, Ibis (6) 1. p. 293—294 T. 10 u. H. Seebohm, ebenda^ p. 295-296. Fringilla palmae n. sp. von Palma (Canaren), nahe F. Untillon; EL. B. Tristrani. Ann. Mag. N. H. 3. (6). p. 489. — F. coerulescens n. sp. von Palma, Canaren, nahe F. Untillon; A. König, Journ. Ox*n. 37. p. 183 (identisch mit dem vor- genannten). — F. Untillon, moreleti imd maderensis wurden von Tristram auf den Kanaren gefunden. Der Genannte hält diese Formen für individuelle Ab- weichungen; Ibis (6) 1. p. 19—20. Geospiza conirostris n. sp. von Hood Island, Galapagos, ähnlich G. strenua; R. Ridgway, P. U. St. N. M. 12. p. 106. — G. media n. sp. von Hood Island ähnlich G. conirostris; ebenda p. 107. Loxia bifasciata. Auftreten in Deutschland und Oesterreich- Ungarn, s. Reichenow S. 96; Eder S. 95, F. Knauer S. 98. — L. curvirostra, Zug in Oesterreich; V. v. Tschusi, Schwalbe 13. p, 283—284 u. 471. — Ursache der Züge; B. Altum, Schwalbe 13. p. 493—496. — L. rubrifasciata in Böhmen; R. Eder, Schwalbe 13. p. 500-501. Loxigilla noctis sclateri, Selbständigkeit der Form wird angezweifelt von P. L. Sclater, P. Z. S. p. 395. Melospiza fasciata rivularis n. subsp. von Unter-Kalifornien; W. E. Bryant, Proc. Californ. Ac. Sc. (2) 1. p. 197 — 200. — M. lincolni striata n. subsp. von Brit. Columbien, "W. Brewster, Auk 6. p. 89. Fasser domesticus, Verbreitung in den Vereinigten Staaten, s.W. B. Barrows S. 118. — Passer yatii abgebildet R. B. Sharpe, Trans. L. S. 5. p. 80 T. 6. Peuzaea megarhyncha u.sp. von Mexiko, nahe P. boiicardi; Salvin u. Godmau, Ibis (6) 1. p. 238. Plectrophanes nivalis in N.-Schottland brütend; J. Young, Ibis (6) 1. p. 137. Serinus huillensis n. sp. von Huilla in Angola; J. A. de Sousa, Journ. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa (2a) I. p. 40. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 143 Sporophila morelleti sharpei n. subsp. von Texas (S. alhifjularis Lawr. nee. Spix, S. morelleti Sei. nee Bp., S. parva Sharpe nee Lawr.); Auk 6. p. 53— 54. — S.öbscuraT&cz. vermuthlieh identisch mit S.pauper Berlp. n. Tacz.; H. v. Ber- lepseh, Joum. Orn. 37. p. 298. Volatinia splendens, uieht F. jacarina, anf den westindischen Inseln; Ch. B. Cory, Auk 6. p. 218. Familie Ploceidae. E. ßartlett, A Monograph of the Weaver Birds {Ploceidae) and Arboreal and Terrestrial Finches (Fringillidae). Maidstone. — Th. 3—5. erschienen. Anapledes rubriceps in Ostafrika nachgewiesen; Ant. Reichenow, Joiirn. Orn. 37. p. 281. Chlorura borneensis n. sp. vom Kina Balu (C. huperythra Sharpe nee Rehb., Ibis 1887. p. 453); R. B. Sharpe, Ann. Mag. N. H. 3.' (6). p. 424. Euplectes aureus auf St. Thome, Nachweis der diese Art betreffenden Litteratur; J. V. Barboza du ßocage, Journ. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa (2a) IL p. 142. Lagonosticta cinereo-vinacea n. sp. von Quindumbo (Benguella); J. A. de Sousa, Journ. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa (2a) I. p. 49. Ploceus xantJiopterus (F. et Hartl.) artlich unterschieden von P. castaneigula; A. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 281. Poephila gouldiae und armitiana sind individuelle Abweichungen von P. viirabilis; A. J. North, Proc. Linn. Soc. NS. Wales 4. p. 188. Familie Icteridae. Aphobus megistus n. sp. von S. Cruz u. S. Miguel, Bolivien, ähnlich A. chopi; P. Le verkühn, Journ. Orn. 37. p. 104. Cassiciis 7iaemoirhous (L.) die in Cayenne und Guiana heimische Art synonym C. affinis Sws.; die abweichende brasilianische Form ist als C. aphanes n. sp. zu sondern; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 300. — C. pacJiyrJiynchus n. sp. von Tarapoto (N. Peru), nahe C. haemorrhous ; ebenda p. 299. Trupiülis militaris subsp. falklandica n. subsp. von den Falklands-Inseln; P. Leverkühn, Journ. Orn. 37. p. 108. Familie Sturnidae. Agropsar n. g. Typus: Gracula sturnina Pall. ; E. W. Oates, Blanf. Brit. India. Birds 1. p. 530. Fregilupus varius, Historisches; R. B. Sharpe, Nature 40. p. 177; Zoologist 13. p. 310—312. vergl. auch H. Slater ebenda p. 385. Pastor roseus, Vorkommen in Europa im Jahre 1889 und früher; A. B. Meyer u. F. Helm, Vierter Jahresber. orn. Beobacht. St. Sachsen Anhang. PhoUdauges fischeri, ^; G. E. Shelley, P. Z. S. p. 368. Poliopsar fuscogularis n. sp. vom M. Carin, Burma, ähnlich P. burmanicus; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova (2a) VII. p. 364. — Vermuthlieh identisch mit P. burmanicus; R. B. Sharpe, Ibis (6) 1. p. 580, Spodiopsar nom. nov. pro Poliopsar (vergl. Berieht 1888 S. 149). R. B. Sharpe, e benda. 144 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Familie Dicruridae. Chibia propinqua n. sp. von den d'Entrecasteaux-Inseln, nahe Ch. laemosticta ; H. B. Tristram, Ibis (6) 1. p. 556. Bicrurus nigrescens n. sp. von Pegu, Tenasserim, Ceylon, nahe D. longi- caudatus; E. W. Gates, Hume's Nests and Eggs Ind. B. 2. ed. 1. p. 208. Dissemurulus n. g. Typus: Dicrurus lophorhinus Vieill.; E. W. Gates, Blanf. Brit. India. Birds 1. p. 322. Familie Paradiseidae. Amblyornis musgravü n. sp. vom Gwen-Stanley-Gebirge, nahe A. suhalaris A. P. Goodwin, P. Z. S. p. 451. Astrarchia stephaniae; Beschreibung des $; A. B. Meyer, Journ. Grn. 37 p. 321. Craspedophora mantoni n. sp. von Neu-Guinea (?); E. Gustalet, Natura- liste 13. p. 261. Epimachus macleayanae : Beschreibung des $: A. B. Meyer, Journ. Orn. 37. p. 322. Manucodia thomsoni n. sp. von den d'Entrecasteaux-Inseln ; H. B. Tristram, Ibis (6) 1. p. 554-555. Paradisea augustaevictoriae abgebildet Journ. Orn. 37. T. 2. — P. guiUelmi II Gab. abgebildet; ebenda T. 1. Prionodura newtoniana ^ beschrieben : C. W. De Vis, Proc. Soc, Queensl. 6. p. 245—248. Familie Corvidae. F. Diederich, Die geographische Verbreitung der echten Raben {Corvinae). Inaugural-Dissertation. Mit 3 Karten. 1889. 162 S. — In einem einleitenden Kapitel verbreitet sich Verf. über die Ursachen der Gmnivorität der Raben, in welcher er die wesentlichste Bedingung für die kosmopolitische Verbreitung der Gruppe erblickt. Es wird sodann unter Berücksichtigung zahlreicher biologischer Thatsachen die Verbreitung der einzelnen Arten besprochen, welche in vier Abtheilungen gruppirt sind : Corowe-Gruppe, Fregilus-Gr., Monedula-Gv., Corax-Gr^ Zwei weitere Kapitel behandeln die Winterquartiere und Zugverhältnisse. Auf drei beigegebenen Karten ist die Verbreitung der einzelnen Species durch farbige Linien übersichtlich erläutert. F. Diederich, Die geographische Verbreitung der Elstern, Genus Pica Vieill.; Grnis 5. p. 280—332. T. 4. — Verf. nimmt an, dass in China das Ver- breitungscentrum der Elstern liege, von wo aus sie über das mittlere und west- liche Asien und ganz Europa bis zur Nordküste von Afrika (P. mauritanica) und ostwärts über den Westen Nordamerikas (P. hudsonica u. nuttalli) sich aus- dehnten, wobei sie der Ausbreitung des Ackerbaues folgten. Corvus sharpii n. sp. von Sibirien, Turkestan u. Afghanistan, Abart von C. cornix; E. W. Gates, B. India 1. p. 20. — C. tingitanus, Verbreitung im Atlas-Gebiet; H. Schalow, Journ. Grn. 37. p. 331—333. Cissa jefferyi abgebildet; Ibis (6) 1. T. 4. Dendrocitta cinerascens, Berichtigung der Abbildung im Ibis 1879; R. B. Sharpe, Ibis (6) 1. p, 82. — D. occipitalis u. bayleyi abgebildet; J. A. Murray, Avif. Brit. India 1. p. 132. Garrulus leucotis abgebildet; J. A. Murray, ebenda p. 142. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 145 Nucifraga: L. Stejneger bezieht im Gegensatz zu Seebohm [vergl. Bericht 1888 S. 150] den in Japan heimischen Nussheher auf N. macrorhyncha und unterscheidet letztere als östliche von der westlichen (europäischen) Form caryo- catactes. Die Verbreitung von JV. macror/iyncha erstreckt sich in Asien vom 67. (weiter östlich vom 64.) bis zum 40. (weiter östlich 38.) Grad; Zoologist 13. p. 441—449. — iV. relicta n. sp. aus den Alpen, Abart von N. caryocatactes-^ Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 288. Familie Laniidae. CoUuricincla sibila vermuthlich identisch mit C. boweri Rams.; C.W. de Vis, Proc. R. Soc. Queensland 6. p. 248. Cracticus louisiadensis n. sp. von Sudest Island (Louisiade Archipel); H. B. Tristram, Ibis (6) 1. p. 555. CydorJns viridis (Vieill.) u. C. ochrocephala Tsch., Synouymie und Unter- schiede beider Arten, kritische Bemerkungen über andere und ein Schlüssel sämmtlicher Arten und Unterarten (13) der Gattung. C. ßavipectus trinitatis n. subsp. von Trinidad (p. 131); J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 123 bis 135. Dryoscopus major casatii n. subsp. von Wadelai; G. Hartlaub, Journ. Orn. 37. p. 116 — 117. — D. picatus artlich verschieden von D. bicolor; G. Hartlaub, ebenda p. 117 — 118. — Notizen zur Charakteristik you D. c/uttatus nml negledus; ebenda p. 118-120. Hilarocichla n. g. Typus: Pteruthius rufiventer Blyth; E. W. Gates, Blanf. Brit. India. Birds 1. p. 243. Hylophilus s. unter Tyrannidae. Laniarius zosterops n. sp. vom Du Queah River (Liberia); J. Büttikofer, Notes Leyden Mus. XL p. 98. Lanius ludovicianus und excubitorides, Verbreitung; G. H. Ragsdale, Auk 6, p. 224—226. — L. raddei beschrieben und abgebildet; Ibis (6) 1. p. 89. T. 5. Fachycephala fretorum n. sp. von der Torres Strasse; "W. H. Saville-Kent. Proc. Soc. Queensl. 6. p. 237—238. Familie Campophagidae. Pericrocotus cinereigula n. sp. vom Kina Balu, N. Borneo, ähnlich P. mon- tanus; R. B. Sharpe, Ibis (6) 1. p. 192. Familie Muscicapidae. W. Stone giebt ein Verzeichniss der Muscicapiden im Museum der Aca- deraie von Philadelphia [vei'gl. oben S. 83]. Cryptolopha montis u. schwaneri abgebildet; Ibis (6) 1. T. 8. F. 1 u. 2. Cyornis dialüaema n. sp. von Burma; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova 27. p. 387. Digenia leucomelanura u. moniliger abgebildet; J. A. Murray, Avif. Brit. India 1. p. 228. Hemiclielidon cinereiceps abgebildet; Ibis (H) 1. T. 7. F. 1. Hemipus picatus auf Borneo; R. B. Sharpe, Ibis (6) 1. p. 189. Muscicapa Cassini Heine identisch mit M. lugens; W. Stone, Proc. Ac. Philad. 1889, 147. Arch. f. Naturge.sch. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 1. IQ 146 Ant. Reichen ow: Beiicht über die Leistungen Niltava sp. $ von Taho (Birina) beschrieben; T. Salvador!, Ann. Mus. Civ. Genova 27. p. 385. Pachyprora niixta u. sp., ähnlich P. molitor, vom Kilimandjaro; Gr. E. Shelley, P. Z. S. p. 359. T. 40 {^ $). Petroica ramsayi anscheinend nicht verschieden von P. goodenovn; W. Stone, Proc. Acad. Philad. 1889 p. 147. Piezorhynclms gouldi anscheinend nicht specifisch verschieden von P. tri- virgatus; W. Stone, Proc. Acad. Philad. 1889 p. 153. Bhinomyias gularis abgebildet; Ibis (6) 1. T. 7. F. 2. Xanthopygia narcissina auf Borneo; R. B. Sharpe, Ibis (6) 1. p. 196. Familie Hirundinidae. R. B. Sharpe and 0. W. Wyatt, A Monograph of the Hirundinidae, or Family of Swallows. 4". London. Sotheran & Co, — Th. 9 u. 10 erschienen. Enthalten: Phedina horhonica, P. madagascariensis , Cotile coivani, Progne fur- cata, P. concölor, P. domestica, P. dominicensis, Chelidon cashmiriensis, Hirundo rufula, H. monteiri, H. albigularis, Tachycineta meyeni, Atticora tibialis, Chera- moeca leucosternum , Hirundo badia, H. hyperythra, H. puella, H. dimidiata, H. savignii, Cotile sinensis, Tachycineta cyaneoviridis, T. bicolor, Stelgidopteryx uropygialis, Atticora fasciata, A. cyanoleuca, Progne tapera. Mit Verbreitungs- karten. Chelidonaria nom. nov. für Chelidon Boie 1822 (nee Forst. 1817) Typus: Hirundo urbica L. ; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 187. Progne subis hesperia n. subsp. von Californien; W. Brewster, Auk 6. p. 92. Psalidoprocne petiti Orientalis n. subsp. von Usamhara, Deutsch-Ostafrika; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 277. Familie Eriodoridae. Conopophaga rusbyi n. sp. von Reyes, Bolivien, ähnlich C. ardesiaca; J. A. Allen, Am. Mus. N. H. II. p. 96. Formicivora griseigula Lavrr. juv. von Thryothorus coraya (Gm.); J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 151. Mellopitta pro Melanipitta Schleg. (Coracopitta Sei. 1888); L. Stejneger, Auk 6. p. 79 u. vorher: Standard Nat. History IV. 1888 p. 466. MyrniocJianes n. g. [near Pyriglena']: Bill long, depressed, broad at base, becoming rapidly narrower and attenuate, commissure slightly arched; nostrils open, linear oval; wings rounded, fourth, fifth and sixth primaries longest and subequal; tail short, graduated, about threefifths as long as the wing; tarsus long, distiuctly scutelate behind as well as in front. Typus: M. hypoleucus \i. si^. von Reyes, Bolivien ; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 95. Phlogopsis notata n. sp. von Bolivien (Benifl.), nahe P. nigromaculata u. bowmani; J. A. Allen, Bull. Am, Mus. N. H. II. p. 97. Scytalopus bolivianus n. sp. von Reyes, Bolivien, ähnl. S. analis; J.A. Allen, Bull. Am. Mus. N. N. IL p. 98. — Sc. albifrons {Pteroptochos albifrons Landb.) von S. magellanicus gut unterschiedene Art; ebenda p. 99. Terenura elaopteryx n, sp. von Cayenne (?), ähnlich T. spodioptila; P. Le ver- kühn, Jüurn. Orn. 37. p. 107. in der Naturgeschichte der Vögel Wtährend des Jahres 1889. 147 Thamnophilus doliatus mexicanus norn. iiov. pro Th. affinis Gab. Heine; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. IL p. 151. Tityra: Schlüssel der Arten und Unterarten, T. fraseri Kaup identisch mit T. albitorques Spix; J. A. Allen, Bull. Amer. Mus. K H. 11. p. 74. Familie Anabatidae. Anabazenops immaculatus u. sp. von N. Bolivien, nahe A. cleagineus; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. H. p. 92. Berlepschia rikeri abgebildet; Ibis (6) 1. T. 11. Enicornis striata n. sp. von Chile, nahe E. phoenicwrus; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 89. Geositta longipennis n. sp. von Elizabeth Island, Magellanstr. , sehr nahe G. antarctica; R. Eidgway, P. U. St. N. M. 12. p. 133. Homorus galatheae n. sp. von Cuyaba, Matto grosso, nahe H. cristatus; P. Leverkühn, Journ. Orn. 37. p. 106. Hylexetastes n. g., nahe Bendrexetastes, aber mit stärkerem Schnabel, Typus : D. perroti; P. L. Sclater, P. Z. S. p. 34. Leptasthenura fuseescens u. sp. von Bolivien, nahe L. aegithaloides; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 90. — L. fuliginiceps bolmana u. siibsp.; ebenda p. 91. Limnophyes n. g. , nahe Limnornis, aber durch gebogenen Schnabel ab- weichend, Typus L. curvirostris Gould; P. L. Sclater, P. Z. S. p. 34. Phacellodomus nifipennis n. sp. von Bolivien, nahe P. ruber; P. L. Sclater, P. Z. S. p. 33. Phüydor cervicalis n. sp. von Brit. Guiana, nahe P. erythrocercus; P. L. Sclater, P. Z. S. p. 33. Ficolaptes obtectus n. sp. [Hab. ?] , nahe P. lacrymiger Lafr. ; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 94. — P. parvirostris n. sp. von S.O. Brasilien, nahe P. affinis; P. L. Sclater, P. Z. S. p. 33. Sclerurus, Monographie der Gattung; R. Ridgway, P. U. St. N. M. 12. p. 21—31. — Folgende 10 Arten werden unterschieden: umbretta Lebt., albogu- laris Sws., canigularis Ridgw., mexicanus Sei., caudacutus Vieill., fuscus Wied, brunneus Sei., laivrencei n. sp. von Bahia (?), nahe guatemaknsis (p. 29), guatemalensis Hartl., olivascens Gab. Synallaxis griseiventris n. sp. von Yungas, Bolivien, nahe S. frontalis; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 91. Tliripophaga fusciceps n. sp. von Bolivien; P. L. Sclater, P. Z. S. p. 33. Upucerthia bridgesi n. sp. von Bolivien, nahe U. montana; P. L. Sclater, P. Z. S. p. 32. — U. propinqua n. sp. von Gregory Bay, Magellanstr., nahe U. dumetoria; R. Ridgway, P. U. St. N. M. 12. p. 134. Xiphocolaptes, Monographie der Gattung ; R. Ridgway, P. U. St. N. M. 12. p. 1—20. — 15 Arten sind unterschieden: albicollis Vieill., sdateri n. sp. von SO. Mexiko, nahe albicollis (p. 6), emigrans Sei., emigrans costaricensis, Ridgw. nov.subsp., proineropirhynclnis Less.. virgatus n.sp., Hab. unbekannt, nahe promero- pirhynchus (p.ll), ignotus n. sp. von Ecuador, nahe virgatus (p. 13), compressirostris Tacz., cinnamomeus n. sp. von 0. Brasilien, kleinste Art der Gattung (p. 15)^ major Vieill., major castaneus n. subsp. von Bolivien (p. 17), simp)liciceps Lafr., Uneatoeephalus Gray, proeerus Gab. Heine, fortis Heine. 10* 148 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen XipJwrJiyncJms, Monographie der Gattung. 9 Arten werden unterschieden : trochilirostris Lcht., venezuelensis [Lafr. Ms.] von Brasilien, Bogota, Panama [p. 156], pusillus Sei., procurvoides Lafr., dorsoimmaculatus n. sp., ähnlich pro- curvoides, von Cayenue? [p.l59], thoracicus Sei., lafresnayanus d'Orb., rufodorsalis n. sp. von Matto Grosso u. Paraguay [p. 160], falcularius Vieill. ; F. M. Chapman Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 153-162. Familie Tyrannidae. Chiroxiphia pareola boliviana n. suhsp. von Yungas, Bolivien; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 87. Contopus ochraceus abgehildet; Salvin u. Godman, Centr. Amer. II. T. 38. Elainea, Uebersicht, Synonymie und z, Th. Beschreibung der Arten des Genus; individuelle und auf verschiedene Jahreszeit beruhende Variabilität von E. pagana (subsp. suhpagana, martimca u. alhiceps); J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. IL p. 181—208. Empidonax albigularis u. atriceps abgebildet; Salvin u. Godman, Centr. Amer. IL T. 40. — E. hoUvianus n. sp. von Bolivien, ähnlich E. hrunneus; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. IL p. 86. — E. canescens n. sp. von Central- Amerika, nahe E. obscurus; Salvin u. Godman, Centr. Amer. IL p. 79. — E. lawrencei nom. nov. pro Ochthoeca flaviventris Lawr ; .LA. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. IL p. 150. — E. pulverius n. sp. von Mexiko, nahe E. einer itius. und E. griseus n. sp., nahe E. obscurus, von Unter Californien u. S. Sonora (Mexiko); W. Brewster, Auk 6. p. 86 u. 87. Euscarthmus ochroptcrus u. sp. von Matto Grosso, Brasilien, nahe E. yelzelni und fumifrons; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. IL p. 143. Habrura superciliar is, (Wied) verschieden von H. pectoralis (Vieill.), desgl. JB.. minima (Gould); J. A. Allen, Bull. Amer. Mus. N. H. IL p. 145 u. 146. — HylopJiHus cinerascens Wied gehört zur Gattung Ornithion: hiermit synonym. Muscicapa ohsoleta Tem. ; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. IL p. 148. Manacus Briss. als Gattungsname anzuwenden für Chiromachaeris Cab.; J. A. Allen, Bull. Amer. Mus. N. H. II. p. 73. Mecocereulus uropygialis Lawr. in Bogota; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. IL p. 141. Muscivwa mexicana abgehildet; Salvin u. Godman, Centr. Amer. IL T. 39 Myiarchus flammulatus abgebildet; Salvin u. Godman, Centr. Amer. II T. 37. — M. inqiiietus n. sp. von Central-Amerika, nahe M. crinitus; Salvin u. Godman, Centr. Amer. IL p. 88. — M. platyrhynchus Ridgw. identisch mit M. laivrencii; 0. Salvin, Ibis (6) 1. p. 362. Myiobius capitalis abgebildet; Salvin u. Godman, Centr. Amer. 11. T. 40. — M. fulvigularis n. sp. von Central-Amerika, nahe M. erythrurus ; Salvin u. Godman, Centr. Amer. IL p. 58. Myiodynastes hemichrysus abgebildet; Salvin u. Godman, Centr. Amer. IL T. 8. Ornithion pusillum olivaceutn n. suhsp. von Tarapoto, N.Peru; H.v. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 301. Pachyrhamphus atricapillus marginatus (Lcht.) als grössere brasilianische Subspecies von der Guiana-Form zu sondern; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 303. \ in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 149 Phijllomyias bcrlepschi Sei. identisch mit P. (3Iuscipeta) incancscens "VVied; J. A. Allen, Bull. Amer. Mus. N. H. II. p. 147. Platyrhynchus bifasciatus n. sp. von Matto Grosso, Brasilien, nahe P. mysta- ceus; .T. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. 11. p. 141. ~ P. insularis n. sp. von Tobago, nahe P. mystaceus; ebenda p. 143. Pyrocephalus minimus vermuthlich u. sp. von Chatam Island, Galapagos, nahe P. nanus; R. Ridgway, P. U. St. N. M. 12. p. 113. Sirystes albogriseus abgebildet; Salvin u. Godman, Centr. Amer. II. T. 37. Sublegatus virescens n. sp. von Matto Grosso, Brasilien; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. n. p. 150. Familie Trochilidae. E. Simon berichtet über die Verbreitung von 19 Colibriarten in Venezuela; Mem. Soc. zool. France 1889. p. 217—225. Derselbe: Notes sur qixelques especes de Trochilides; ebenda p. 226 — 231. — Kritisches über: Psalidoprymna eucharis, Eriocnemis godini, Thalurania fannyae, hypochlora und eriphyle und über Chaetocercus berlepschi n. sp. Adelomyia aeneosticta n. sp. von St. Esteban, Venezuela, nahe A. melanogenys; E. Simon, Mem. Soc. zool. France II. p. 223. AmaziUa aeneobrunnea als neu beschrieben, später als Artefact erkannt; F. M. Chapman, Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 163 u. 182. — A. laivrencei n. sp. von Bogota i?); D. G. Elliot, Auk. 6. p. 209. Bellona exilis, ornatus und cristata: Verbreitung der drei Arten über die westindischen Inseln; Auk. 6. p. 218. Chaetocercus berlepschi n, sp. von Ecuador; E. Simon, Mem. Soc. zool. France II. 1889. p. 230 — 231. — C. burmeisteri abgebildet; Sclater u. Hudson, Argent. II. T. XI. Delattria margaritae n. sp. von Mexiko (Sierra Madre del Sui'), ähnlich D. henrici; Salvin u. Godman, Ibis (6) 1. p. 239. Eriocnemis incuUus n. sp. von Bogota, ähnlich E. dyselius; D. G. Elliot, Auk 6. p. 210, Hylocharis lactea (Less.) ist in die Gattung Agyrtria zu stellen; H. v. Ber- lepsch, Journ. Orn. 37. p. 306. Jache nitida n. sp. von Mexiko, am nächsten J. doubledayi; Salvin u. Godman, Ibis (6) 1. p. 240. Phaethornis filippii in Solimoes, NW. Brasilien gefunden ; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 100. — P. riojae n. sp. von Rioja, N. Peru; Ibis (6) 1. p. 182. Familie Micropodidae. F. A. Lucas, The Main divisions of the Swifts; Auk 6. p. 8—13. — Untersuchungen des Sceletts der Micropodidae. Die Familie ist danach in Micropodinae und Chaeturinae zu sondern, zu letzterer Unterfamilie auch CoUocalia zu stellen, welche von Chaetura kaum genersich sich sondern lässt. Hingegen zeigt Dendrochelidon so bedeutende Abweichungen namentlich im Schädelbau und nähert sich darin, besonders in der Form der palatina und des vomer, den Caprimulgiden, dass diese Form nach des Verf. Ansicht als besondere Familie Dendrochelidonidae getrennt werden muss. W. K. Parker, On the Systematic Position of the Swifts {Cypselidae); 150 . Ant. Reich enow: Bericht über die Leistungen Zoologist 13. p. 91 — 95. — Weist auf nahe Venvandtschaft der Micropodiden mit den Hirundiniden hin. L. Zehnter, Entwicklung von Cypselus melba, s. oben S. 90. Cypselus minusculiis n. sp. von Burma; T. Salvadori, Ann. Mus. Genova 27. p. 383. Familie Caprimulgidae. Äntrostomus vociferus auf Porto Rico; Ch. B. Cory, Auk 6. p. 276. Hydropsalis furcifera abgebildet; Sclater u. Hudson, Argent. II. T. XII. Familie Coraciidae. BaryphtJiengus martii (Spix) von Peru, 0. Ecuador und N. Brasilien art- lich verschieden von B. semirufa (Sei.) von C. Amerika, Columbien und W. Ecuador; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 308. Eunjlaemidae: Auf G-rund oologischer Merkmale schliesst diese Gruppe an die Dicruridae sich an; Kutter, Journ. Orn. 37. p. 398—400. Momotus hrasiUensis kjnohilis n. subsp. von Yurimaguas in Nord Peru; H. V. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 307. Fsarisomus psittacinus (S. Müll.) die auf Borneo und Sumatra heimische Art, unterschieden von P. dalhousiae vom Himalaja; R. B. Sharps, Ibis, (6) 1. p. 438. Familie Meropidae. Merops mentalis vermuthlich n. sp. von Kamerun, sehr ähnlich M. miUleri Cass.; J. Cabanis, Journ. Orn. 37. p. 78. Steatornis: Osteologie, systematische Stellung; s. Parker oben S. 87. Familie Alcedinidae. Tanysiptera meyeri n. sp. von Neu Guinea, nahe T. gdlatea; T. Salvadori, Agg. Orn. Pap. I. p. 54. — T. rosseliana n. sp. von der Rössel Insel; H. B. Tristram, Ibis (6) 1. p. 557. Familie Bucerotidae. Vergl. Beddard oben S. 84. Lophoceros alhuterminatus n. sp. vom Oberen Kunene, nahe L. melano- leucus; J. Büttikofer, Notes Leyden Mus. XI. p. 67. Familie Picidae. W. Mars hall, Die Spechte, Zoologische Vorträge Hft. 2. (Leipzig 1889). — Volksthümliche Darstellung der Gruppe, insbesondere der anatomischen und zoologischen Charaktere, der Lebensweise und Verbreitung. Nebst einer Karte der Verbreitung. Campophilus splendens n. sp. von Bogota (?), Panama u. Medellin, nahe C. haematogaster; E. Hargitt, Ibis (6) 1. p. 58. Centurus canescens n. sp. von der Insel Ruatan in d. Bucht von Honduras, ähnlich C. dubius; 0. Salvin, ebenda p. 370. Cerchneipicus occidentalis n. sp. vom oberen Ucayali, ähnlich C. tinnun- culus; E. Hargitt, Ibis (6) 1. p. 231. Chloronerpcs auricularis u. sp. von Älexiko (Guerrero); 0. Salvin u. F. D. in der Naturgeschichte der Vögel wälireud des Jahres 1889. 151 Godman, Ihis (Q) 1. p. 381. — Ch. gularis n. sp. von Santa Elena. Antioquia, ähnlich Ch mbiginosus; E. Hargitt, ebenda, p 230. Chrysocolaptes rufopunctatus n. sp. von Panaoii (Philippinen), ähnlich C. lu- cidus; E. Hargitt, Ibis (6) 1. p. 231. Chrysophlegma humii n. sp. von Malacca, ähnlich C. mentale; E. Hargitt, Ibis (6) 1. p. 231. Chrysoptilus mariae n. sp von Chamicuros, O.-Peru, nahe C. icteromelas; E. Hargitt, Ibis (6) 1. p. 59. Dendrobates fidelis n. sp. von Bogota, ähnlich D. olivinus; Hargitt, Ihis (6) 1. p. 59. Dryobates pubescens oreoecus n. subsp. von Neu Mexiko; C, F. Batchelder, Auk 6. p. 253. Gecinus gorii abgebildet ; R. B. Sharpe Trans. L. S. 5. T. 6. Picumnus flavi frans n. sp. von Savayacu, Peru, ähnlich P. aurifrons; E. Hargitt, Ibis (6) 1. p. 229. — P. wallacü n. sp. von Amazonas, ähnlich P. flavi- frons; ebenda p.230. — P. undulatus n. sp. von Guiana, ähnlich P. mimitus; E. Hargitt, ebenda p. 354 — 355. Picus viridis wurde bereits von Schäffer (1774) als Tyijus für die Gattung Picus L. angenommen; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 187. Picus [Chrysophlegma) pierrei n. sp, von Cochinchina, nahe Ch. flavinucha; E. Oustalet, Naturaliste 11, p. 45. Picus (JDendrocopus) canariensis n. subsp ; A. König, Journ. Orn. 37. p. 263. Familie Capitonidae. Barhatula chrysopyga n. sp. von der Goldküste, ähnlich B. bilineata Sund.; G. E. Shelley, Ibis (6) 1. p. 477. Cyanops mcmticola n. sp. vom Kina Balu, nahe C. incognita; R. B. Sharpe, Ann. Mag. N. H. 3. (6) p. 424. Erythrobucco n. g. : Distinguished from Pogonorhynchus by the smooth base to the lower mandible (so different from the sulcated mandible of P. diibius) and by the less evident tuft of bristles on the chin. Type. E. rolleti; G. E. Shelley, Ibis (6) 1. p. 475—476. Heliobucco n. g. : The type of this genus is H. bonapartü, which has always been placed with G. calvus in the Genus Gymnobucco. It differs however, in its feathered crown and feathered earcoverts; G. E. Shelley, Ibis (6) 1. p. 476. Megalaema davisoni Hume identisch mit M. asiatica Lath.; E. Hartert, Journ. Orn. 37. p. 334. Melanobucco n. g.: Wants the dense tuft of bristles vv^hich conceals the chin-angle in Pogonorhynchus and Erythrobucco. Differs from Trieholaema in wanting the hairy plumes on the breast. Tyi^e: 31. bidentatus (Shaw); G. E. Shelley, Ibis (6) 1. p. 476. — M. aequatwialis n. sp. vom Niamniam-Land, ähn- lich M. bidentatus; ebenda. Mezobucco n. g.: The type of this genus is M. duvauceli, a species which holds an intermediate position between Cyanops and Xantholaema. The culmen does not exceed the tarsus in length, the bill is pointed, not obtuse, as in Xan- tholaema, and the genus differs from Cyanops in the great length of the rictal bristles, which reach beyond the tip of the bill; G. E. Shelley, Ibis (6) 1. p. 477. Smilorhis kilimensis n. sp. vom Kilimandscharo, ähnlich S. leucotis; G. E. Shelley, Ibis (6j 1. p. 477. 152 Aut. Reichenow: ßericlit über die Leistungen Familie Rhampliastidae. Pteroglossus poecüosternus Gonld scheint vorgeschrittenes Altersstadiuni von P. pluricinctus Gould zu sein; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 311. Rhamphastos culminatus Grould: Unterschiede von B. cuvieri angegeben; ebenda p. 310. Familie Trogontidae. A. Nehrkorn über die verschiedene Färbung der Trogontiden - Eier s. oben S. 129. Trogon (Calurus) hargitti n. sp, von Venezuela (?); E. Oustalet, Natura- liste 13. p. 261. Familie Indicatoridae. Indicator variegatus var. viresc^ns var. oder n. subsp. von Deutsch-Ost- afrika; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 273* Jynx repräsentirt den tiefsten und am wenigsten specialisirten Typus der Picidae. Es zeigt sich dies insbesondere in der Gaunienbildung, namentlich in dem Verhalten der beiden ossa vomeris, ferner in der Form der Scapula; M. Ftirbringer, Journ. Orn. 37. p. 243—245. Familie Cuculidae. Cacomantis arfakianus u. sp. von !Neu Guinea, Aru etc., nahe C. castanei- ventris, T. Salvadori. Agg. Orn. Pap. I. p. 49. Coccyzus cinereus abgebildet; Sclater u. Hudson, Argent. II. T. XIII. — C. melanocoryphus auf den Galapagos; R. Ridgway, Proc. U. St. Nat. Mus. 12. p. 113. Cuculus canorus, die Frage des Selbstbrüteus betreffend, s. Ad. Walter oben S. 130. — C. canorus, C. striatus u. C. poUocephalus, Unterschiede der drei Arten; E. W Oates, Ibis (6) 1. p. 355—359. Lamprococcyx poUurus n. sp. von Taraway-Ins. (?), nahe poeciluroides; T. Salvadori, Agg. Orn. Pap. I. p. 49. Ordnung Psittaci. M. Fürbringer spricht sich für die Hypothesen von Wallace imd Reichenow aus, welche den Verbreitungsheerd der Papageien auf die östliche Erdhälfte verlegen, im Gegensatz zu Mars hall, welcher Amerika als Ver- breitungscentrum betrachtet. Verf. begründet seine Ansicht besonders durch Verhalten der Oarotiden , welche bei den australischen , orientalischen und afrikanischen Papageien alle möglichen Modificationen von der primitivsten bis zur differentesten Anordnung darbieten, während bei den amerikanischen Papageien nur eine Art der Bildung, nämlich die der superficiellen linken Carotis, vor- kommt; Journ. Orn. 37. p. 241 -243. W. Mars hall, Die Papageien. Zoologische Vorträge Hft. 1. (Leipzig 1889). — Volksthümliche Darstellung der Ordnung, Anatomie, äussere Kennzeichen, Biologie und geographische Verbreitung. Nebst einer Verbreitungskarte. Agapornis fischeri u. personata abgebildet; Joui-n. Orn. 37. T. 4. Ära couloni : Unterschiede von A.maracana ; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 314. T. 3. Bolhorhynchus aymara abgebildet; Sclater u. Hudson, Argent. II. T. XV. Brotogerys gustavi n. sp. von N. Peru, nahe B. juguluris; H. v. Berlepsch, Ibis (0) 1. p. 181. T. 6. in der Naturgeschiclite der Vögel während des Jahres 1889. 153 Caiea melanoeephala pallida vermuthlich n. subsp. von 0. Peru n. O. Ecuador; H. V, Berlepsch, Journ. Oni. 37. p. 317. Chrysotis viridigenälis häufig in Ost-Mexiko; Salvin u. Godnian, Ibis (6) 1. p. 241. Conurus luciani scheint nur Jugendkleid von C. roseifrons zu sein; H. V. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 316. — C. molinae abgebildet; Sclater u. Hudson, Argent. II. T. XIV. — C. roseifrons ad. u. juv. abgebildet; Journ. Orn. 37. T. 3. Platycercus hochstetteri n. sp. von den Antipoden-Inseln; A, Reischek, Trans. N. Z. Inst. 21. p. 387. Fsittacula cyanopyga pallida n. subsp. von Mexiko; W. Brewster, Auk 6. p.85. — P.exqiiisita'Riägw. identisch m\t P.spengeli Hartl. ; G. Hartlaub, Journ. Orn. 37. p. 114. — Unterschiede von P. deliciosa Ridgw. u. cyanochlora Hartl.; ebenda. Stringops hat nach der Configuration des Xiphosternum , dem Verhalten der Carotiden und in Anbetracht des vorhandenen Musculus ambiens eine ver- hältnissmässig tiefe Stellung in der Gruppe der Papageien ; M, Fürbringer, Journ. Orn. 37. p. 237—241. ürochroma wiedi nom. n. pro Psittacus melanotus Wied; J. A. Allen, Bull. Amer. Mus. N. H. II. p. 264. [Vergl. Allen S. 81, Bemerkung des Referenten], Ordnung Raptatores. Vergl. Beddard oben S. 84, Shufeldt oben S. 88 u. 89, Matschie S. 95 und Riesenthal S. 97. Familie Strigidae. Bubo lettii n. sp. von Liberia, zu vergleichen mit B. cristatus von "West- indien; J. Büttikofer, Notes Leyden Mus. XI. p. 34. T. 6. Carine noctua wurde zuerst von Retzius (Faun. Suec. 1800 p. 84) kenntlich beschrieben; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 187. Heteroscops n. g. simile generi Scops dicto, sed fasciis auricularibus absentibus, et facie crinibus tenuibus ornata distinguendum. Typus: Sco])s luciae Sharpe; Ibis (6) 1. p. 77. T. 3. Micropallas nom. nov. pro Micrathena Coues (uec Sund. Arachn.); E. Coues, Auk 6. p. 71. Ninox niaculata auf d. Norfolk-Insel; J. H. Gurney, Ibis (6) 1. p. 257. — N. rosseliana n. sp. von der Rössel -Insel, nahe N. boobook; H. B. Tristram, Ibis (6) 1. p. 557. Scops capnodes n. sp. von Anjuan, nahe Sc.rutilus; J. H. Gurney, Ibis (6) 1. p. 104—107. — S. ubsoleta Gab. identisch mit /Scops brucei (Hume); R. B. Sharpe, Ibis (6) 1. p. 91. — S. pryeri n. sp. von den Lutschu-Inseln, nahe Scops elegans; J. H. Gurney, Ibis (6) 1. p. 302—305. Scotopelia oustaleti Rochebr. identisch mit Sc. peli; J. Büttikofer, Notes Leyden Mus. XI. p. 115. Familie Falconidae. Accipiter rufotibialis alt u. jung beschrieben und abgebildet, scharf unter- schieden von A. maniUensis; R. B. Sharpe, Ibis (6) 1. p. 68—69, T. 2. Archibuteo strophiatus abgebildet; J. A. Murray Avif. Brit. India p. 26. 154 Ant. Reichennw: Bericht über die Leistungen Astur palumbarins und soloensis abgeb.; ebenda p. 16 u. 20. Buteo hrachyuTus und fuliginosiis identisch; W. E. D. Scott, Auk. 6. p. 243 bis 245. — B. swainsoni abgebildet; Sclater u. Hudson, Argent. II. T. XVI. — B. swainsoni: über Melanismen dieser Art von Venezuela berichtet J. H. Gur- ney, Ibis (6) 1. p. 134—135. — B. plmnipes abgebildet; J. A. Murray, Avif. Brit. India p. 26. CercJmeis tinnunculus canariensis n. subsp.; A. König, Jouru. Orn. 37. p. 263. Circus hudsonius: Osteologie, s. Shufeldt oben S. 88. — C. macrosceles, Maasse alter Individuen; J. H. Gurney, Ibis (6) 1. p. 397. — C. spilonotiis, Ge- schlechter im Alter gleich gefärbt; J. H. Gurney, Ibis (6) 1. p. 256. Fdlco habylonicus in Sind u. N. Guzerat (nicht F. barbarus n. peregrinator). Berichtigung; E. A. Butler, Ibis (6) 1. p. 135—136. — F. minor, Maasse und Farben der nackten Theile; J. H. Gurney, Ibis (6) 1. p. 396. — F. rusticulus Li. anzuwenden für den norwegischen Jagdfalk anstatt F. gyrfalco; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 187. Polyboroides nach den anatomischen Merkmalen in die Nähe der Buteo- ninae, aber nicht zu Serpentarius zu stellen; Beddard, P. Z. S. p. 77—82. Urospizias polionotus n. sp. von Timorlaut, nahe 11. albiventris; T. Salva- dor!, Agg. Orn. Pap. 1. p. 19. Hierofalco uralensis abgebildet; Menzbier, Sewertzow Turkest. 2. Lief. T. 4 u. 5. Familie Perdicidae. Caccabis rufa var. australis n. subsp. von den Kanaren und Azoren ; H. B. Tristram, Ibis (6) 1. p. 28-29. Colinus ridgwayi, Beschreibung des ersten Jugendkleides; J. A. Allen, Auk 6. p. 189. Francolinus altumi ^ von F. hildebrandti nach W. R. Ogilvie Grant; Ann. Mag. N. H. 4. (6) p. 145 — 146. — F. jugularis n. sp. vom oberen Kunene, nahe F. gariepensis ; J. Büttikofer, Notes Leyden Mus. XI. p. 76, T. 4. — F. schlegeli Boc. Orn. d' Angola p. 407 zurückzuführen auf F. subtorquatus; J. Büttikofer, Notes Leyden Mus. XL p. 80. — F. schütti und altumi: Unterschiede beider Arten; P. Matschie, Journ. Orn, 37. p. 340. — F. stiMmanni n. sp. von Deutsch- Ostafrika, sehr ähnlich F. subtorquatus; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 270. — F. [Sclei-optera) modestus n. sp. von Kamerun, nahe F. schütti und ashan- tensis; J. Cabanis, Journ. Orn. 37. p. 87. Pternistes leucoparaeus und humboldti : Unterschiede beider Arten ; P. Matschie, Journ. Orn. 37. p. 340. Familie Phasianidae. Phasianus chrysomelas und 'komarowi: Verschiedenheiten in der Färbung der Weibchen; J. Stolzmann, Mem. Soc. Z.France 3. p. 99— 101. — Ph. princi- palis abgebildet ; Trans. L. S. 5. T. 7. Familie Opisthocomidae. Vergl. Beddard oben S. 84. Familie Cracidae. Penelope jacquacu Spix anzuwenden für P. boliinana Rchb.; H, v. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 319. in der Naturgeschichte der Vogel während des Jahres 1889. 155 Familie Megapodiidae. Vergl. Th. Studer oben S. 89. Familie Crypturidae. Nothura darwini abgebildet; Sclater u. Hudson, Argent. II. T. XX. Ordnung Gyrantes. Geotrygon montana bei Key West, Florida, erlegt; W.E.Scott, Auk 6. p. 160. Macropygia cinereiceps n. sp. von Fergusson Island; H. B. Tristram, Ibis (6) 1. p. 558. Zenaida rubripes: Berichtigung zu Lawrence's Catalogue of Grenada Birds (Proc. U. St. N. Mus. IX. 1886 p. 625); Auk 6. p. 21. Familie Ardeidae. Ueber Osteologie der Reiher vergl. Shufeldt oben S. 89. ~ Systema- tisches Seebohm oben S. 136. Ardetta involucris abgebildet; Sclater u. Hudson, Argent. II. T. XVII. Botaurus neoxenus, Beschreibung eines zweiten Stückes; W. E. D. Scott, Auk 6. p. 317-318. Herodias gularis; typische Form und var. einer acea auf Sansibar; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 369. Zebrüus pumüus vom oberen Amazonas beschrieben; H. v. Berlepsch» Journ. Orn. 37. p. 318. Familie Ciconiidae. Ciconia nigra bei Huilla in Angola erlegt; J. A. de Sousa, Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa (2 a) I. p. 40. Familie Phoenicopteridae. Vergl. Parker oben S. 87 und Seebohm S. 136. Familie Ibidae. Platalea: Sechs Arten werden unterschieden, leucorodia L., major Teva. Schleg., alba Scop., melanorhyncha Rchb., minor Tem. Schleg. und intermedia n. sp. (p. 54) von Neu Guinea u. Borneo nahe P. melanorhyuc/ta. Geographische Verbreitung dieser Arten. Abbildungen der Köpfe; W. R. Ogilvie-Grant, Ibis (6) 1. p. 32-58 T. 1. — Siehe auch L. Stejneger, ebenda p. 258—259. Familie Pteroclidae. P. Leverkühn, Litterarisches über das Steppenhuhn, 11. Revue, nebst Original - Mittheilungen über die 1888er Invasion; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 343—351, 371—376, 398—406. Pterodes arenaria major n. subsp. von Transcaspien; N. Zaroudnoi, Bull_ Soc. Imp. Nat Moscou 1889 p. 811. Syn-haptes paradoxus: Zusammenstellung der gesammten über die Art handelnden Litteratur; P. Leverkühn, s. vorher. — Am 20. April 1889 bei Paw- lowicz (Posen) beobachtet; A. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 328. — Am 6. Dec- 1888 bei Olmütz erlegt; J. Talsky, Schwalbe 13. p. 1—3. — Im Dec. 1888 bei Belfast erlegt; R. L, Patterson, Ibis (6) 1. p. 137. — Kurze Darlegung der systematischen Stellung, Verbreitung und Lebensweise ; Naturaliste 11. p. 11. — Vergl. auch: Reichejnow oben S. 96, Howard S. 103, Bureau S. 105, van Kempen S. 105, Vian S. 106 und Zoologist 13. p. 56—60 [verschiedenes Auftreten in Europa]. 156 An t. Reich enow: Bericht über die Leistungen Familie Turnicidae. W. R. Ogilvie-Grant, On the Genus Turnix; Ibis (6) 1. p. 446—475. — Verf. unterscheidet 23 Arten, giebt die Synonymie und kritische Bemerkungen über die einzelnen Arten sowie einen Schlüssel zum Bestimmen mit Berück- sichtigung beider Geschlechter. Familie Parridae. Parva melanopygia Sei.: Unterschiede von P. spinosa L. {P. jacana L.); H. V. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 320. Familie Rallidae. Notornis mantelli existirt noch in West-Otago ; J. Park, Trans. New Zeal. Inst. 21. p. 226-230 u. Zoologist 13. p. 301—306. Porphyrio bemmeleni n. sp. aus dem Innern von Sumatra (Toba-See); J. Bütti- kofer, Notes Leyden Mus. XI p. 192. Rallina woodfwdi n. sp. von Guadalcanar (Salomous Inseln), nahe R. poecüoptera; W. R. Ogilvie-Grant, Ann. Mag. N. H. 4. (6) p. 320. Rallus longirostris , longirostris caribaeus, coryi, crepitans, crepitans satu- ratus, obsoletus, scottü; Verbreitung und Unterschiede; G. B. Seunett, Auk 6. p. 161 — 166. — B. maculatus abgebildet; Sclater u. Hudson, Argent. 11. T. XIX. Familie Gruidae. Cariama cristata, über Junge u. Eier s. A. Newton, Zucht S. 133. Chunga bur meisten: Anatomisches, Pterylosis; s. Beddard oben S. 84. Familie Otididae. Houbara macqueeni, Vorkommen in Europa; L. Bureau, Bull. Soc. Zoo). France 4. p. 308-312. Otis tarda: über den Kehlsack, s. Wangelin oben S. 127. ^ Familie Scolopacidae. Scolopax rosenbergi vou Neu Guinea, und Ä saturata von Java, Unter- schiede beider Arten, Synonymie und Diagnose; T. Salvadori, Ibis (6) 1. p. 107 bis 112. Totanus Uttoreus (L.) 1758 anzuwenden für den hellen Wasserläufer (T. glottis älterer Autoren); Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 188. Tringa lobata L. anzuwenden für Tringa hyperborea L. ; Ant. Reichenow, Journ. Orn.37. p.348. — T.maculata am 18. X. bei Penrith, NW.-England, erlegt; H. A. Macphersou, Ibis (6) 1. p. 136—137. Familie Charadriidae. Aegialitis n. sp.?, nahe venusta und mechowi von Angola; J. A. de Sousa, Jörn. Lisboa (2) II. p. 117—118. Charadrius dominicus in Asien; T. Salvadori u. Giglioli, Mem. Ac. Torino 39. p. 113. Vanellus leucopterus n. sp. von Quilimane, Mossanibik, sehr nahe V. crassi- rostris; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 265. Familie Chionidae. Vergl. Th. Studer oben S. 89. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. ]57 Ordnung Natatores. Ueber Osteologie der Schwimmvögel vergl. oben Shufeldt S. 88 u. 89. Familie Cyguidae. Cygnus nigricollis abgebildet; Sclater n. Hudson, Argent. II. T. XVIII. Familie Anatidae. Vergl. Seebohm oben S. 136. Anas maculosa n. sp. von Texas, nahe A. fulvigula; G. B. Sennett, Auk 6. p. 263. Biziura exhumata n. sp. vergl. De Vis oben S. 93. Poecilonetta galapagensis n. sp. von Charles Island, Galapagos, nahe P. ahamensis; R. Eidgway, P. U. St. N. M. 12. p. 115. Familie Phalacrocoracidae. Vergl. Seebohm oben S. 135 und Studer S. 89. P/ialacrocorax perspicillatus , Beschreibung und Synonymie; L. Stejneger, P. U. St. N. M. 12. p. 85-88. — Anatomisches, s. Lucas oben S. 87. — Ph. vigua (Vieill.): P. hrasilianus (Gm.) basirt auf Brisson's Puffinus brasüiensis, kann nicht auf vorstehende Art bezogen werden wie bisher geschehen, P. mexi- canus ist nur durch geringere Grösse unterschieden und höchstens subspecifisch von P. viyua zu sondern; R. Ridgway, P. U. St. N. M. 12. p. 138-139. Familie Sulidae. Sula hassana: Luftsäcke, s. oben Bignon S. 85 Familie Sternidae. Sterna macrura Naum. anzuwenden für die „Küstenseeschwalbe" anstatt S. paradisea Brunn., welcher Name vermuthlich auf das Sommerkleid von S. hirundo zu beziehen ist; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 342. Familie Laridae. Creayrus Bp. gut charakterisirte Gattung nach R. Ridgway, P. U. St. N. M. 12. p. 117. Xema umzuändern in Chema; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 188. Familie Procellariidae. Vergl. Th. Studer oben S. 89. Diomedea exulans; über einen rosenfarbenen Fleck am Halse des lebenden Vogels; A. H. Macpherson, Zoologist 13. p. 437. — Ueber Verbreitung der Art; W. A. Sanford, ebenda p. 387—388. Puffinus auduboni wird beschrieben von H. W. Feilden, Ibis (6) 1. p. 63. Familie Colymbidae. Colymbus torquatus Brunn, hat Priorität vor C. glacialis L., Urinator imber Gunn. ist nicht mit Sicherheit auf letztere Art zu beziehen; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 343. Urinator Cuv. 1800 als Gattungsname für die Seetaucher, Colymbus L. für die Lappentaucher {Podiceps Lath.) anzuwenden; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 188. 158 Aiit. Reiche 11 ow: Bericht über die Leistungen etc. Familie Alcidae. Alca impennis : Abweichungen am Sternum , s. Lucas oben S. 87 , Eier s. d'Hamonville S. 82. üria brünnichi Sab. für die dickschnäblige Lumme, U. lomvia L. für die schmalschnäblige anzuwenden; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 342. Familie Spheniscidae. Vergl. Th. Studer oben S. 89. Eudyptes sdateri Bull, und E. pachyrhynchus Gray verschieden von E. chrysoeome Forst., zu letzterem Namen sind E. sdltator (Steph.) und E. filholi Hutton Synonyme. Abbildung von Köpfen der beiden erstgenannten Arten- W. Buller, P. Z. S. p. 82-84. T. 9. Bericht über die Leistungen in der Herpetologie während des Jahres 1889. Von Prof. Dr. Oskar Boettger in Frankfurt am Main. Reptilia. Literatur. Ein „Zool. Jahres -Bericht" der Zool. Station in Neapel ist in diesem Jahre nicht erschienen; den Bericht für F. E. Beddard's Zool. Record for 1888. London, 80:Bd. 25 des Record ofZool.Literature (Reptilia pag. 1 — 22, Batrachia pag. 22 — 28) erstattete wie seit Jahren G. A. Boulenger. Letzterer gibt darin zahlreiche synonymische Bemerkungen, die Ref. schon im vorjährigen Berichte benutzen konnte. Ch. Deperet hat die Literatur für 1889 über die fossilen Reptilien pag. 706 — 741 und Batrachia p. 742 zusammengestellt. Revue de Paleontol. p. l'annee 1889 in: Annuaire Geol. Univ. (Carez & Douville) Bd. 6, Paris 1890, 8«. Eine sehr vollständige Zusammenstellung der gesammten zoolog. Literatur über die kleinen Antillen findet sich in Rep. 58. Meet. Brit. Assoc. Adv. Sc. Bath for 1888 p. 438—464. F. Lataste, Publications scientifiques. Bordeaux 1889, J.Durand, 8*' 18 pagg. bringt genaue Titelangabe aller herpetologischen Arbeiten Fernand Lataste's. Sage. Macgowan macht Mittheilungen über die Rache, die nach indischer und chinesischer Volksanschauung verwundete Brillen- schlangen an ihrem Angreifer früher oder später nehmen. In China schont man sie nicht selten aus diesem Grunde. Nature Bd. 40 pag. 422. Ueber verschiedene chinesische Schlangensagen und Mythen berichtet kurz Nature Bd. 39 pag. 615. Museen, Vereine, Thierhandel. In seinem Jahresberichte für das k. k. Naturhist. Museum in Wien 1888 berichtet Fr. v. Hauer über die Fortschritte in der Aufstellung der Reptilien und Batrachier 160 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen im neuen Miiseumsgebäude. In 1888 neu eingegangen sind 94 Alten von Kriechthieren und Lurchen in 230 Exemplaren, darunter als besonders bemerkenswert!! ein Alligator sinensis Fauv. aus Central- china. Ann. k. k. Nat. Hofmus. Wien, Bd. 4. Sep.-Abdr. 78 pagg. In L. Rütimeyer's Bericht über das Naturhist. Museum in Basel vom Jahre 1888 wird erwähnt, dass ein schöner foss. Pelagosmtrus typvs aus dem Lias von Holzmaden angekauft worden sei, und dass sich die Sammlung der lebenden Reptilien und Batrachier um 747 Stück in 97 Arten, von denen 23 für das Museum neu gewesen seien, vermehrt habe. Verh. Naturf. Ges. Basel 8. Theil pag. 801 — 809. A. Strauch berichtet über Entstehung, Vergrösserung und gegenwärtigen Zustand des Zoolog. Museums d. k. Akad. d. Wiss. in St. Petersburg. Auf pag. 93 ff, nennt er einige Fundorte, die von Interesse sein dürften. So Ranodon Sibiriens von Kopal und Trionyx maacH aus dem Chankasee im Ussuriland. Mittheilungen über Conser- vierung finden sich auf pag. 103, über Etiquettierung pag. 108, über den Reptilkatalog pag. 121 und über die herpetologische Sammlung speciell pag. 192 — 204. Manche Stücke, wie Uropeltis philippinus, stammen noch aus der von Peter d. Gr. angekauften Seba'schen Sammlung; über die Anzahl der eingegangenen Exemplare der wichtigeren Zuwendungen und Sammelreisen werden Notizen ge- geben. Eine Neubearbeitung der Gatt. Phrynocephalvs wird pag. 202 in Aussicht gestellt. Von den Reptilien des Museums sind 326 nur der Gattung nach bestimmt, von den 1222 determinierten Arten vertheilen sich 119 Species auf die Schildkröten, 14 Arten auf Krocodile, 596 auf Eidechsen und 493 auf Schlangen. Möchte der warme Appell um Raumvergrösserung, um Geld- und Arbeitskräfte, den der verdiente Verf. erhebt, nicht ungehört verhallen ! Das Zoolog. Museum d. k. Akad. d. Wiss, zu St. Petersburg in seinem 50 jähr. Bestehen. St. Petersburg 1889, 8« 4, 371 pagg., 2 Pläne. Im Jahre 1886 enthielten die Sammlungen des U. S. National- Museums in Washington nach H. C. Yarrow 27039 Nummern von Reptilien und Batrachiern, im Jahre 1888 aber 27664. Ann. Rep. Board Reg. Smithson. Inst. 1886 Bd. 2 (1889) pag. 166 und 1888 (1890) pag. 153—154. F. Müller bringt einen Sechsten Nachtrag zum Cataloge der herpetologischen Sammlung des Baseler Museums [vergl. Ber. f. 1887 pag. 158]. Er stellt fest, dass sich die Sammlung seit Herausgabe des letzten Nachtrages zum Cataloge um 27 Eidechsen-, 14 Schlangen- und 2 Schildkröten-Arten vermehrt habe und jetzt 536 Eidechsen- arten, 579 Schlangen, 10 Krocodile und 71 Schildkröten umfasse. Verh. Naturf. Ges. Basel 8. Theil pag. 685-705, Taf. 10. Ueber Zweck und Einrichtung des Laboratoire d'Erpetologie in Montpellier, eines Tausch- und Kaufvereines, findet sich eine Mittheilung in Humboldt (Dammer) 8. Jahrg. pag. 34 — 35. Dieser Verein zählt 350 Mitgheder und erzielt durch Verkauf 1000—1200 M. Reingewinn pro Monat. in der Herpetologie währeud des Jahres 1889. 161 G. Baur nennt eine sehr wohlfeile Bezugsquelle für zoologische Objecte biologischer Laboratorien in Nordamerika. Es werden z. B. Trionyx inuticiis Les., Nectw'us macnlosus Raf. und Menopoma alleghcaüense Daud. angeboten. Nature Bd. 40 pag. 644—645. Technische Hilfsmittel, Methoden. W. Pfitzner theilt seine langjährigen, sehr günstigen Erfahrungen über das Teichmann'sche Knochenmacerations -Verfahren mit. Anat. Anzeiger 4. Jahrg. pag. 687—703. N. Kultschitzki beschreibt eine neue Methode der HämatoxyKn- Färbung unter Anwendung von Essigsäure für Präparate des Central- nervensystems. Die markhaltigen Nervenfasern färben sich blau oder violett, alle andern Elemente aber gelb oder gelbroth. Ebenda pag. 223 — 224 und München. Med. Wochenschr. Jahrg. 36 pag. 370. J. H. List macht Mittheilungen über das Aufstellen von zoolog. und anatom. Objecten und gibt eine haltbare Verschluss- methode für in Weingeist aufzubewahrende Dauerpräparate. Ebenda pag. 285—288. Werke allgemeineren Inhalts. E. Häckel, Natürliche Schöpfungsgeschichte. 8. umgearb. u. verm. Aufl. Berlin 1889, 8° 30, 832 pagg., Figg., 2 Taf. G. V. Hayek, Handbuch der Zoologie Bd. 4, Abth. 1: Vertebrata Allantoidea; Reptilia et Aves. Wien 1889, C. Gerold's Sohn, 8*^, 240 pagg., 428 Figg, Lief. 1 enthält auf pag. 3 — 131 die Reptilien vollständig. Von ,,Bronn's Klassen und Ordnungen des Thierreichs Bd. 6, Abth. 3: Reptilien, bearbeitet von C. K. Hoffmann" erschienen 1889 die Lieferungen 65—66 mit pag. 1921—2016, 6 Figg. und Taf. 145 — 162. Sie bringen die Fortsetzung des entwicklungsge- schichtlichen Theiles und behandeln die Bildung des Amnions, die Entwicklung des Herzens und die Blutbildung, die Entwicklungsge- schichte der Organe, des centralen und des peripherischen Nerven- systems und von Sinneswerkzeugen des Auges und des Ohres. Die Tafeln sind durchweg Originalzeichnungen und stellen Längs- und Querschnitte verschiedener Entwicklungsstadien von Lacerta agüis und muralis, Ayiguis und Tropidonotus natrix dar. Leipzig, C. F. Winter, 8«. In F. Engled er 's Wandtafeln für den naturkundlichen Unter- richt, Thierkunde. Esslingen 1889 enthält Taf. 20: Kreuzotter und Ringelnatter und Schädel und Rachen der ersteren. K. A. Zittel & Haus hofer 's Palaeontologische Wandtafeln, Lief. 10, Cassel 1889, fol. enthält auf Taf. 42—46 in 20 Blättern und auf 8 pagg. Text, 8" Darstellungen von Sauropterygiern, Ichthyo- sauriern und Theromoren, sowie von Stegocephalen. J. M. Hinterwaldner's Wegweiser für Naturalien sammler, Wien 1889, A. Pichler's Ww. & Sohn, Figg. gibt auch Anleitung zum Sammeln und Conservieren von Reptilien und Batrachiern. C. Friedländer' s Mikroskopische Technik zum Gebrauche bei medicinischen und pathologisch-anatomischen Untersuchungen, 4. verm. Arch, f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 1. H 162 Dr- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen und verb. Aufl., bearb. von C. J. Eberth. Berlin, Fischer's Med. Buchh., 8». 8, 212 pagg., 47 Figg., 1 Taf. Ansprechende Schilderungen von schützender Färbung bei Ei- dechsen pag. 61, von Lebensweise und Vorkommen der Kreuzotter pag. 181 — 186 u, s. w. bringt 0. Zacharias. Bilder und Studien aus dem Naturleben. Jena, H. Costenoble 1889, 8*^. Allgemein Anatomisclies. A. Tschan vergleicht den Carpus von Plesiosaurus, des Pythonomorphen Edestosanrus ^ von Sejjs und der Crocodilier und Dinosaurier mit dem der Vögel, betrachtet dann eingehend die Gliedmassen von Neusticosavrus und der Pterosaurier und kommt zu dem Schlüsse, dass die Urv.ögel flugfähig gewesen seien und nicht wohl von den Dinosauriern abstammen können. Einerseits die Vögel, Dinosaurier und Krocodile, anderseits die Mosa- saurier und Lacertilier hätten als gemeinsame Ahnen die terres- trischen Plesiosaurierformen gehabt, mit denen sie in dem Baue des Carpus übereinstimmten. Recherches sur l'extremite anterieure des Oiseaux et des Reptiles. Diss. Geneve, 1889, ^^. 63 pagg. Skeletsystem. G. Pouch et u. H. Beauregard handeln in ihrer Vergleichenden Osteologie die Reptilien pag. 318 — 379 ab. Traite d'Osteologie comparee. Paris 1889, 8*^. 18, 464 pagg,, 331 Figg. In seiner Arbeit über die Morphologie des Wirbelthierschädels behandelt G. Baur zuerst die Elementa otica u. a. bei Nedm^s, Mastodonscmnts, Chelofie, Iclitli.yosmmis und Sphenodon. Von Chelone als einer centralen Form ausgehend, weist er nach, dass die vor 25 Jahren von Huxley aufgestellte Lehre von den otischen Elementen ungenau ist. Das Paroccipitale Owens bei den Fischen sei dem Paroccipitale bei den Batrachiern und den Monocondyliern homolog. Es ist frei bei den Proteiden, aber bei allen übrigen lebenden Klassenrepräsentanten mit dem Exoccipitale verknöchert. Bei den Stegocephalen mag es frei oder verknöchert sein. Das Epioticum der Stegocephalen ist nur eine Hautknochenplatte, die das Parocci- pitale bedeckt, und Paroccipitalplatte genannt werden kann. Das Supraoccipitale der Monocondylier besteht aus diesem Element allein und mag Petrosale genannt werden. Sodann Avendet sich Verf. zur Betrachtung der Temporalbögen. Eingehend werden daraufhin namentlich zahlreiche Schildkrötengattungen untersucht und der Nachweis geführt, dass sich die Reptilien in folgende zwei grosse Abtheilungen spalten lassen: 1. in solche, bei denen ein breiter Bogen einfach bleibt, aber schmäler werden kann, oder in der Mitte eine Unterbrechung zeigt (Plesiosauria, Theromora, Squamata) und 2. in solche, in deren breitem einfachen Bogen eine Oeffnung auf- tritt, die Fossa infratemporalis, die einen oberen von einem unteren Bogen abtrennt, der Orbita mit Quadratbein verbindet (Crocodilia, Dinosauria, Pterosauria). Schliesslich wird ausgeführt, dass die Squamata nicht als Abkömmlinge von den Rhynchocephaliern, wie man bisher annahm, angesehen werden dürfen. Journ. of Morphol. (Boston) Bd. 3 pag. 467—474. in der Herpetologie während des Jahres 1889. 163 Derselbe spricht sich nach Untersuchung des knöchernen Ohres der Schildkröten und von Ichthyosaurus nochmals gegen die Huxley'schen Otica aus. Es gäbe gar keine typischen Otica, und es existiere weder bei den Ichthyopsiden noch bei. den Amnioten ein Epioticum, Die Namen Paroccipitale für Opisthoticum und Petrosum für Prooticum seien vorzuziehen. Zool. Anzeiger 12. Jahrg. pag. 46 bis 47. Betr. der Entwicklung des Schulter- und Beckengürtels bei den Reptilien und Batrachiern vergl. unter R. Wieder sheim pag. 170. Hatschek hat die Rippen aucli der Reptilien und Batrachier einer vergleichend-anatom. Betrachtung unterzogen. Er bemerkt, dass eine Vergleichung der Skelettheile nicht zu einer befriedigenden Lösung der Homologieen führe ; das Lagerungsverhältniss der Rippen- bildungen zu den Weichtheilen sei vielmehr von besonderer Wichtig- keit. Verh. Anat. Ges. 3. Vers. Berlin (1890) pag. 113—120, I2Figg. G. Baur macht Mittheilungen über den Ursprung der Abdo- minalrippen und über die Foramina im Humerus der höheren Wirbel- thiere. Echte Bauchrippen finden sich nur bei Sphenodon und den Krocodilen; die von Chamaeleon und Polychrus seien wesentlich andere Elemente. Bei den foss. Proganosauriern (s, Rhynchocephalia) fehlen Abdominalrippen; sie werden hier durch Bündel von schuppen- artigen Knochenschildern ersetzt. Ihre Homologieen werden erörtert. Ein Entepicondylloch im Oberarme haben die Proganosaurier und Theromoren, ein Entepicondylloch und ein Ectepicondylloch die Sphenodontiden und einige Humeri aus dem russischen Perm, eine Fossa entepicondyloidea und Ectepicondylloch Atoposaurus^ Sapheo- saurus und ein Theil der Nothosauriden, ein Ectepicondylloch die Schildkröten, Eidechsen und ein Theil der Nothosauriden und Rhyncho- cephalen, eine Fossa ectepicondyloidea Belodon, Champsosaunts und ein Theil der Schildkröten, kein Foramen die Pythonomorphen, Dinosaurier, Crocodilier, Pterosaurier, Plesiosaurier und Batrachier. Von den Proganosauriern leitet Verf. die Theromoren und die Säuge- thiere ab. Amer. Journ. Sc. (3) Bd. 37 pag. 312—313. A. Lavocat unterscheidet in seiner Studie über Rippen und Brustkorb der Wirbelthiere [vergl. Ber. f. 1887 pag. 160] am Ster- num einen coraco-clavicularen Theil oder ein Praesternum, das bei den Fischen und Batrachiern allein auftrete, und einen costalen Theil, der bei den Reptilien und höheren Wirbelthieren hinzukomme. Mem. Acad. Toulouse (9) Bd. 1 pag. 39—56, 1 Taf. Hatschek bespricht in ähnlicher Weise wie oben die Rippen auch die paarigen Extremitäten der Wirbelthiere. Verh. Anat. Ges. 3. Vers. BerKn (1890) pag. 82—91, 7 Figg. K. Bardeleben bringt weitere Beweise für seine Annahme einer siebenfingrigen Grundform der Wirbelthiergliedmassen. Er verbreitet sich über das Vorkommen von Praepollex- und Praehallux- Resten in der Thierreihe und bemerkt, dass auch bei foss. Schild- kröten und anderen Reptilien der Nachweis eines Praepollex gelungen sei. Proc. Zool. Soc. London 1889 pag. 261—262, Taf. 30 und Verh. 11* 164 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Anat. Ges. 3. Vers. Berlin (1890) pag. 106—113, 6 Figg. — Ref. in Humboldt 9. Jahrg. (J890) pag. 176. In seinen Neuen Beiträgen zur Morphologie des Carpus der Säugethiere bespricht G. Baur vergleichend auch die Handwurzel von Chelydra serpentma{¥ig.\), Chelymys vidoriae (Fig.2), Chelodina longicollis, Terrapene und Sphenodon. Anat. Anzeiger 4. Jahrg. pag. 49 — 51, 4 Figg. P. Topinard erörtert die morphologischen Verhältnisse der Extremitätenenden in der Wirbelthierreihe. Den Urtypus der Land- thiere finde man bei den Enaliosauriern, die drei characteristische Gliederabschnitte mit den dazugehörigen Knochenreihen aufzuweisen hätten. Die Extremität sei ruderförmig, und nur der letzte Abschnitt errinnere an eine Hand. Bei den Batrachiern liegt nach dem Verf. gleichfalls noch eine Ruderhand vor. Bei den Reptilien besitze die Vorderextremität die Bildung einer Hand, während die hintere eine Inflexion im Niveau des Metatarsus, Tarsus und der Articu- latio tibiotarsalis aufweise. Revue d'Anthropol. Paris (3) Bd. 4 pag. 370—375. 0. Römer berücksichtigt in seiner Arbeit auch das Becken der Reptilien und Batrachier. Beitrag z. vergl. Anat. des' Wirbelthier- beckens auf Grund der Befunde an Protopteriis annectens. Diss. Freiburg i. Br., Lehmann 1889, 8'^ 24 pagg. Betr. W. J. Mc Kay 's Arbeit über das Skeletsystem von Amn- thoplds imtarcticvs vergl. unten Elapinae. Muslielsy stein. lieber die Morphologie der extensorischen Muskeln der Gliedmassen von Varanvs, Chmnaeleon^ Alligator, Sphenodon, CryptobnmcJivs und Necturus und über ihre Innervation berichtet eingehend H. St. John Brooks. Studies Mus. Zool. üniv. Coli. Dundee Bd. 1, Nr. 5. 17 pagg., 3 Taf., 4». — Auch separ. : On the morphology of the muscles on the extensor aspect of the middle and distal segments of the limbs; with an account of the various paths which are adopted by the nerve trunks in these Segments. Pt. I: On the extensor muscles in certain Amphibians, Reptiles etc. Dundee 1889, 4°. 17 pagg., 3 Taf. Betr. W. J. McKay's wichtiger Arbeit über das Muskelsystem von Accmthophis antarcticus vergl. unten Elapinae. Norvensystem. J. Beard's Beiträge zur Morphologie und Entwicklungsgeschichte des Nervensystems der Wirbelthiere [vergl. Ber. f. 1888 pag. 169] sind auch separat erschienen. Morphol. Studies Bd. 1, Nr. 2: The development of the peripheral nervous System in Vertebrata Pt. I. Jena 1889, 8*^. L. Edinger bringt eine Mittheilung über die Entwicklung des Hirnmantels in der Thierreihe. Archiv f. Psjxhiatrie Bd. 20 pag. 582—584. In seiner Notiz über die Bedeutung des Kleinhirns in der Thierreihe berührt derselbe auch ReptiHen und Batrachier. Beide besitzen nur ein ganz kleines Kleinhirnblättchen ; beim Krocodil ist es dreimal grösser. Verf. sieht die Bedeutung des Kleinhirns als in der Herpetologie während des Jahres 1889. 165 eines Gleichgewichtsorganes durch Experiment, pathologische Beob- achtung und Ergebniss vergl.-anatom. Untersuchung gesichert. Ber. Senckenberg. Naturf. Ges. 1889 pag. 73 — 75, Nach L. E ding er, der die Fortsetzung der hinteren Rücken- markswurzeln zum Gehirn eingehend untersucht hat, besitzt das Rückenmark der Reptilien und Batrachier keine Bahnen, die vom Vorderhirn herab zu ihm gelangen, und wahrscheinlich nur ganz wenige, die mit dem Zwischenhirn zusammenhängen. Dadurch ist es wesentlich durchsichtiger als das höherer Wirbelthiere. Beim Frosche (Fig. 3) sieht man, dass sich aus den Hinterhörnern des Rückenmarks massenhaft Faserbündel entwickeln, die durch die graue Substanz ventralwärts ziehen und sich theils vor, theils hinter dem Centralkanal mit denen der anderen Seite kreuzen. Aus der Kreuzung gelangen diese Fasern in die Vorder- und Seitenstränge, namentlich in die ersteren, und in diesen ziehen sie hirnwärts. Der Verlauf der centralen Fortsetzung der sensorischeu Bahn im Rückenmarke ist (z. B. bei Atiguis, Fig. 5) bis auf die erwähnten abschweifenden Wurzelantheile ganz der gleiche, wie der der centralen Fortsetzung der sensorischen Hirnnerven. Diesen Faserverlauf, den die ver- gleichende Anatomie erschliessen Hess, bestätige übrigens auch die Entwicldungsgeschichte. Anat. Anzeiger 4. Jahrg. pag. 121 — 128, 6 Fig. — Mehreren theoretischen Folgerungen aus dieser Arbeit widerspricht L. Auerbach. Ebenda pag. 407 — 411. — Replik von Edinger und Antwort von Auerbach. Ebenda pag. 480 — 482. S. Pansini [vergl. Ber. f. 1888 pag. 171] studierte die Nerven- endigungen in den Sehnen. Beim Frosche wird die Endplatte der Sehnen durch die Theilung einer Nervenfaser in mehrere markhaltige Fasern hergestellt und durch den Zerfall des Axencylinders dieser Fasern ein sehr zartes Netz bewirkt mit kleinen Kernen in den Knotenpunkten des Netzes und grossen Kernen in dessen Maschen. Eine Hülle fehlt dem Organe. Bei den Eidechsen sind die End- platten zahlreicher, das Axencylindernetz ausgebreiteter, die Kerne characteristischer ; bei der Schildkröte sind die Nervenendigungen spärlich. An den Enden der Sehnen und Aponeurosen bilden sie Golgi'sche Körperchen. Arch. Ital. Biol. Bd. 11 pag. 225 — 228. P. Chapot-Prevost hat die Innervation der ausserhalb der Leber gelegenen Gallenwege auch an einer Seeschildkröte ( Ch. sculpta) und einem Wasserfrosche verfolgt. Die Gallenwege sind nach dem Verf. reichlich innerviert, vornehmHch durch marklose Nerven und Nervenzellen, Die Nervenfasern legen sich an einander oder bilden Anastomosen, und die Nervenzellen bilden Ganglien, die von einer Henle'schen Scheide umgeben sind. Es lässt sich ein subseröser, ein intramusculärer und ein mucoser Plexus unterscheiden. Unter den Nervensträngen sind solche zu erkennen, die direct zu den Muskelelementen der Tunica media der Gallenwege gehen oder zur Innervierung der Blut- und Lymphgefässe bestimmt sind ; im letzeren Falle konnte oft ein directer Zusammenhang mit einem Gangjion nach- gewiesen werden. Esquisas histologicas sobre a innervagäo das vias 166 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen biliares extra-hepaticas. Concurs-These z. Erlang, d. Lehrstuhls f. Histologie. Rio de Janeiro, 1889. 7 Taf. Nene Beobachtungen über die Vertheilung und Endigung der Nervenfasern an der Blase von Emys orhicularis, Lacerta viridis, agilis und muralis, Rana escidenta und temporaria^ Salamandra ma- culosa und Molge cristata hat G. Cuccati angestellt. Die Literatur über Innervation der glatten Musculatur wird sorgfältig zusammen- getragen ; die Praeparation geschah nach der Ehrlich'schen Methode. Mem. Accad. Sc. Ist. Bologna (4) Bd. 9 (1888—89) pag. 577—588, 1 Taf. — Auch separ. : Nuove osservazioni intorno al distribuimento ed alle terminazione delle fibre nervee nella vesica urinaria di alcuni Anfibi, Rettili etc. Bologna, 4". 16 pagg., 1 Taf. — Ref. in: Arch. Ital. Biol. Bd. 11 pag. 423-424. Weitere Untersuchungen über den nämlichen Gegenstand an der Blase von Rana und Bufo bringt derselbe. Boll. Sc. Med. Bologna (6) Bd. 23 pag. 299—303, 1 Taf. — Auch separ.: Ulteriori ricerche sulle terminazioni dei nervi nella vesica urinaria della Rana escidenta e della Rana Info. Bologna 1889, 8*^. 7 pagg., 1 Taf. In Bemerkungen zum feineren Bau der Nervenfaser kommt Fr. Leydig auf einige Structurverhältnisse des Nervengewebes zu sprechen, die neuerdings von Joseph erkannt, aber vom Verf. bereits mehrfach früher veröffentlicht worden sind. Dahin gehört namentlich die in den Hohlgängen der Röhren des Riechnerven bei Sakanaiidra befindliche Materie und das Netzwerk im Innern der Röhre von markhaltigen Nerven bei Rajia und Hyla. Neue Untersuchungen am Embryo von Lacerta zeigen nun in Ergänzung zu den früheren Beobachtungen ebenfalls, dass der Inhalt der blassen Nerven zwar eine helle, gleichmässige Substanz — der Axencylinder — ist, dass aber von dem die Wand der Röhren erzeugenden Spongioplasma weg sich deutlich ein sich ins Innere fortsetzendes Fachwerk erstreckt. Auch in den markhaltigen Nervenfasern der Wirbelthiere, wie in denen der Wirbellosen, ist die Anwesenheit eines Maschengerüstes, das die eigentliche nervöse Substanz enthält, nachgewiesen. Biol. Centr. -Blatt Bd. 9 pag. 199—204. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London 1889 pag. 624—625. Auch L. Gedoelst hat neue Untersuchungen über den Zellbau der Nervenfaser angestellt. Bei zahlreichen Reptilien und Batrachiern fand er im Bereich einer Ranvier'schen Einschnürung eine voll- ständig durchlaufende oder auch siebförmig durchbrochene Quer- scheibe, die er für die Grenzmembran zweier Zellen erklärt. La Cellule Bd. 5 pag. 127—155, 1 Taf. Sinnesorgane. J. Carriere gibt einen ausführlichen Bericht über die neueren Untersuchungen von Owsjennikow, Beard, Ahlborn, Beraneck, Hoffmann, Peytoureau und Leydig über das Parietalorgan. Die Verbindung der Blase mit dem Stiele fand Verf. bei Änguis- Exeraplaren derselben Brut verschieden. Die grosse Veränderlichkeit in der Entwicklung sowohl wie im fertigen Bau des Organes scheinen ihm auf dessen geringe Bedeutung hinzuweisen. Er tadelt auch die in der Herpetologie wälirend des Jahres 1889. 167 Ausdrücke Sehstäbchen und Linse für Dinge, die von diesen Or- ganen im eigentlichen Auge grundverschieden seien. Biol. Centr.- Blatt Bd. 9 pag. 136—149. G. Born gibt ebenfalls eine kurze Zusammenfassung dessen, was wir über das Scheitelorgan wissen, ohne wesentlich Neues zu bringen. 67. Jahr.-Ber. Schles. Ges. Vat. Cult. Breslau 1889 pag. 14 — 17. Wichtige Beobachtungen hat Fr. Leydig am Parietalorgan der Reptilien und Batrachier [vergl. Ber. f. 1887 pag. 164] angestellt. Er kommt zu dem Schlüsse, dass das unter der Hautdecke der Stirn bei den Lurchen oder aber im Scheitelloch der Kriechthiere liegende Organ weder ein Auge noch ein sonstiges Sinneswerkzeug sein könne, da kein Nerv nachzuweisen sei. Es bedeutet vielmehr einen in Rückbildung und Verödung begriffenen Hirntheil, der, soweit er noch thätig ist, dem Lymphgefässsysteme dient; vielleicht ist es auch morphologisch und entwicklungsgeschichtlich mit dem Neuro- porus zu verknüpfen. Die Untersuchung wurde an Anguis, Varanus, Lacerta, Rana und Bomhinator angestellt und Zirbel, Verbindungs- strang und Stirn- und Scheitelorgan eingehend histologisch unter- sucht. Biol. Centr. -Blatt Bd. 8 pag. 708—719. Van den Bergh hält die Reste des Pinealauges für den Sitz des Ortsinnes (instinct du retour). Gazette hebd. Sc. Med. Bordeaux Bd. 10 pag. 150—153. Eine Notiz über eine Arbeit Gould's betr. des dritten Auges der Wirbelthiere findet sich in Revue Scientif. (3) Bd. 43 pag. 605 bis 606. Wegen accessorischer Parietalorgane vergl. unten auch Duval u. Kalt unter Lacertilia, Sinnesorgane. Untersuchungen über die runde Area centralis der Netzhaut bei Emys pag. 143, über die Area centralis von Lacerta^ bei der zu dieser noch eine seichte Fovea hinzukommt, pag. 146, von Croco- dilus intermediiis und Alligator, bei denen die Fovea eine lange, durch fast den ganzen Augengrund horizontal verlaufende Furche darstellt, pag. 159, und von Rana esculenta^ bei der sich die Area streifenförmig quer durch die ganze Retina erstreckt, pag. 157, hat J. H. Crievitz angestellt. Die Areabildung kann somit innerhalb beider Klassen und aller Ordnungen auftreten, ohne aber in näherer Beziehung zu den Verwandtschaftsverhältnissen der Thierformen zu stehen. Bei Salamandra maculosa scheint eine Area centralis z. B. ganz zu fehlen. Arch. f. Anat. u. Phys., Anat. Abth. Suppl. Bd. 1889 pag. 139-196, Taf. 6, Fig. 1—2, 4—5 und 9—13 und Verb. Anat. Ges. 3. Vers. Berlin (1890) p. 77-82. J. Beard hat über Nase und Jacobson'sches Organ eine ein- gehende Studie veröffentlicht. Er beschäftigt sich darin auch mit der Entwicklung des Nervus olfactorius bei denEidechsen und Schlangen und mit der Ausbildung des Jacobson'schen Organs bei denselben (Troindonotus)\ bei Schildkröten und Embryonen von Krocodilen suchte er nach letzterem vergebens. Auch bei den Batrachiern fehle 168 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen etwas homologes. Zool. Jahrb., Morph. Abth., Bd. 3 pag. 778—780 und Morphol. Studies Bd. 1, No. 4: The nose and Jacobson's organ. Jena, J. Fischer 1889, 8 f. Tafn. Verdauungsorgane. Ueber Entstehung und Bedeutung der Nebenkerne in Ausscheidungen des Pankreas verschiedener Reptilien und Batrachier hat G. Platner Beobachtungen veröif entlicht. Arch. f. mikrosk. Anat. Bd. 33 pag. 180—192, Taf. 12. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London 1889 pag. 625. S. W. Shore u. H. L. Jones berichten über ihre vergl. histo- logischen Untersuchungen der Wirbelthierleber. Von Reptilien wurden Kreuzotter und Schildkröte, von Batrachiern Frosch, Molch und BHndwühle geprüft. Journ. of Physiol. Bd. 10 pag. 408 — 428, 3 Taf. A. Pilliet hat Reste von Mesodermelementen, die die Pfortader- gefässe begleiten, bei Testudo elephantina und bei Ranu, Molge, Proteus und Caecilia hmibricoidea verfolgt. Journ. Anat. Phys. Paris Jahrg. 25 pag. 264—276. Ueber die Beziehungen der subperitonäalen und der subcutanen Fettkörper und der sie umgebenden Räume zur Pleuroperitonäalhöhle, über ihre Lagerung gegenüber den Baucheingeweiden und über ihre Function bei den verschiedenen Sauropsiden hat G. W. Butler Untersuchungen angestellt. Allen Amnioten, mit Ausnahme vielleicht der Schildkröten, gemeinsam sind subperitonäale Fettkörper, die längs der leitenden Blutgefässe gelagert sind. Sie entsprechen dem sub- peritonäalen Fette der Säugethiere und dürfen als Speicher von Nahrungsstoffen aufgefasst werden, sei es für den Sommer- oder Winterschlaf, sei es als Reservefonds für die Eiablage oder für Hungerzeiten überhaupt. Bei den Varanen scheint der Raum zwischen dem parietalen Haupttheile der Körperwand und der inneren peritonäalen Schicht, die die Baucheingeweide umhüllt, blos ein ver- grösserter Stellvertreter der Räume zu sein, die bei anderen Eidechsen die Fettkörper umgeben. Ob aber bei den Varanen die Lungen von der Baucheingeweidehöhle durch ein häutiges Diaphragma geschieden sind, wie bei den Schildkröten, erheischt weitere Untersuchung. So- weit man bis jetzt die Unterabtheilungen der Körperhöhle kennt, scheinen hierin die Varane keine besonders nahe Verwandtschaft zu den Krocodilen zu zeigen, und der einzige Unterschied zwischen den ersteren und anderen Eidechsen ist nur der, dass bei ihnen die Lungen nicht in der nämlichen Höhle mit der Leber liegen. Es ist aber fraglich, ob dieser Verschiedenheit ein besonderer systematischer Werth beigelegt werden darf. Proc. Zool. Soc. London 1889 pag. 602—613, Taf. 59—60. Bespirationsorgane. Ueber die Suprapericardialkörper und ihre Homologieen bei anderen Thierklassen macht J. F. van Be mm eleu Mittheilungen. Es sind die accessorischen Schilddrüsen de Meuron's, deren Auftreten und Entwicklung Verf. namentlich an Batrachiern, an Lacerta und Schlangen verfolgt hat. Bei letzteren treten sie symmetrisch auf, bei Lacerta dagegen unpaar, assymmetrisch. Ob bei den Krocodilen und Schildkröten Suprapericardialkörper vorkommen, in der Herpetologie während des Jahres 1889. 169 ist noch nicht bekannt. Verf. hält seine Hypothese, dass diese Organe ursprünglich ein Paar Kiementaschen gewesen seien, aufrecht. Anat. Anzeiger 4. Jahrg. pag. 400 — 407. Circulationsorgaue. In H. Strahl u. F. Carius' Beiträgen zur Entwicklungsgeschichte des Herzens und der Körperhöhlen wird auf das Coelom der Reptilien Bezug genommen. Arch. f. Anat. u. Phys., Anat. Abth. 1889 pag. 231—248, Taf. 15. Weitere Mittheilungen über die Homologieen des Arteriensystems bei den Reptilien und Batrachiern [vergl. Ber. f. 1888 pag. 174] bringt J. Y. Mackay. Memoirs and Memoranda in Anatomy Bd. 1, London u. Edinburgh 1889. pag. 111—125, 2 Taf. Notizen über die Schlagadern des Hodens der Eidechsen und des Frosches theilt A. J arisch mit. Ber. Nat. Ver. Innsbruck für 1889. Sep.-Abdr. 48 pagg., 15 Fig. In seinen weiteren Studien über das Blut, die Lymphgefässe und Lymphdrüsen in der Wirbelthierreihe [vergl. Ber. f. 1888 pag. 174] beschäftigt sich L. Cuenot mit der Entstehung und der Function der weissen Blutkörperchen und der Bildung der Lymph- gefässe, der Thyreoidea und Thymus, der Lymphsäcke und Lymph- ganglien und der Milz. Er lässt die rothen und die weissen Blut- körperchen stets hervorgehen aus Lymphdrüsen, Thyreoidea, Thymus, geschlossenen Follikeln und der Milz. Aus Bindegewebszellen ent- ständen normaler Weise nie Leucocyten. Die Lymphdrüsen bildeten sich auf Kosten verschiedener Gewebe. Den Lymphganglien der höheren Thiere entsprächen bei den Reptilien und Batrachiern die Lymphscheiden, die den grösseren Theil der Schlagadern umschliessen. Eine blutbildende Function des Knochenmarkes bezweifelt der Verf. Arch. Zool. Exper. (2) Bd. 7 pag. 1—89, Figg., Taf. 1—4. ürogenitaisy stein. Seine Untersuchungen über den Bürsten- besatz der Niere und dessen Bedeutung hat H. Lorenz auch auf Eidechse und Frosch ausgedehnt. Die Stäbchen des Besatzes messen hier 1,5 — 2 /j-. Der Besatz ist ein Bestandtheil der normalen secre- torischen Zellen; er spielt die Rolle eines Schutzorganes, das schon in der embryonalen Niere vorhanden ist. Zeitschr. f. klin. Med. Bd. 15 pag. 400-440, 1 Taf. Weitere cytologische Beobachtungen über die Samenelemente der Reptilien [vergl. Ber. f. 1888 pag. 175] bringt A. Prenant. BuU. Soc. Nancy (2) Bd. 9, Nr. 22 pag. 13. G. Rüge macht die Rückbildung der nicht ausgestossenen, also unbefruchteten Eierstockseier auch für Eidechsen, Schlangen und Schildkröten wahrscheinlich. Morph. Jahrb. Bd. 15 pag. 551. Ontogenie. In seiner ,, Theorie des Mesoderms" betitelten grossen Arbeit hat C. Rabl pag. 154 — 175, Figg., auch die Ent- stehung des mittleren Keimblattes bei den Reptilien (Eidechse, Ringelnatter) und Batrachiern (Frosch, Molch, Salamander, Axolotl) einer eingehenden Betrachtung unterzogen. Morph. Jahrb. Bd. 15 pag. 113—252, 9 Figg., Taf. 7—10. 170 Dl". Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Ueber die Entwicklung des Schulter- und Beckengürtels ver- öffentlicht R. Wiedersheim eine Reihe von Beobachtungen, die er gelegentlich an verschiedenen Entwicklungsstadien von Salamandrinen, Molchen, Axolotl, Anuren, Lacertiliern, Cheloniern und Crocodiliern angestellt hat. Becken- und Schultergürtel sind nach dem Verf. streng homolog, beide besitzen dieselbe Anlage ; sie sind phjdogenetisch und ontogenetisch jüngere Bildungen als die freien Gliedmassen, die als das treibende Princip zu betrachten sind, unter deren formativem Einflüsse Spangenappai'ate, d. h. Fixationspunkte in der Rumpfwand für die freie Extremität, entstehen mussten. Während bei den Selachiern die vordere Extremität noch im Knorpelstadium mit ihrem Spangen- apparate, ähnlich wie die hinteren Gliedmassen mit der Beckenspange, eine einheitliche Masse darstellt, ist von den Batrachiern aufwärts diese Zusammengehörigkeit nur noch im Vorknorpelstadium zu er- kennen; die knorpelige Anlage erfolgt hier für jeden Bezirk bereits getrennt. Auch für die Einzeltheile des Schulter- und des Becken- gürtels macht sich das Bestreben bemerklich, sich im Knorpelstadium getrennt anzulegen, und der Zusammenfluss erfolgt erst secundär, so dass die Annahme eines ursprünglich einheitlichen, hyalinen Knorpelblastems unrichtig ist. Im Beckengürtel stellt die Pars ischio-pubica, im Schultergürtel die Pars scapularis die phyletisch älteste Partie dar. Eine Verbindung der Pars iliaca mit der Wirbel- säule tritt erst bei solchen Wirbelthieren ein, die ihr schwimmendes Dasein theilweise oder ganz aufgegeben haben und sich der hinteren Extremitäten nicht nur als Rudei-werkzeuge, sondern auch als Stütz- organe zu bedienen beginnen; denn von diesem Augenblick an muss die Rumpflast in der Beckengegend durch die starken Strebepfeiler der Darmbeine, die die Körperlast auf die freie hintere Extremität übertragen, eine Stütze erhalten. Der Zusammenfluss der Partes ischio-pubicae beider Seiten zu einer unpaaren I^amina ischio-pubica, wie er sich bei Dipnoern, Ichthyoden und Derotremen z. Th. findet, wiederholt sich dann und wann bei Salamandrinen während des Larvenlebens. Die Pars pubica ist nicht eine erst bei den Reptilien auftretende Neuerwerbung, sondern characterisiert schon das Fisch- und Batrachierbecken, wie dies sowohl das Verhalten des Nervus obturatorius, als auch die Verhältnisse des embryonalen Schildkröten- und Krocodilbeckens aufweisen, die die Verhältnisse des Urodelen- beckens ontogenetisch wiederholen. Das Becken entsteht also nicht aus einem oder mehreren Paaren von Bauchringen, sondern der mit diesen früher verglichene Beckentheil, die Pars iliaca, ist der phyletisch am spätesten erworbene Abschnitt. Ber. Nat, Ges. Freiburg i. Br. Bd. 4. — Ref. in Amer. Naturahst Bd. 23 pag. 267. Ueber denselben Gegenstand macht R. Wiedersheim weitere Mittheilungen. Von Reptilien wurden Lacerta agiJis^ Crocodilvs hi- poj'catuf! und Chelone mida.s geprüft und gefunden, dass es nirgends mehr zu einem Zusammenflusse von Humerus oder Femur mit dem Schulter- oder Beckengürtel komme. Gleichwohl aber sei die vor- knorpelige Anlage für beide noch einheitlich. Der Verknorpelungs- in der Herpetologie während des Jahres 1889. 171 process geht regelmässig von der freien Extremität aus, Schulter- und Beckengürtel folgen mit discreter Anlage erst später nach. Im Becken erfolgt bei Lacerta der hyaline Zusammenfiuss zu einem continuierlichen Dreistrahl erst secundär. Wie bei den Lacertiliern liegen auch bei den Schildkröten Ischium und Pubis zuerst sehr nahe bei einander, und im vorknorpeligen Stadium bilden sie sogar ein ganz einheitliches Blastem, das nur in der Gegend des späteren Foramen obturatorium durch den Nervus obturatorius eine Unter- brechung erfährt. Die Krocodile schliessen sich im wesentlichen in der Beckenanlage den Schildkröten an. Von den durch den Verf. gewonnenen allgemeinen Resultaten ist für uns wichtig, dass der alte Streit, ob die Fische und die Batrachier nur eine Pars ischiadica oder auch eine Pars pubica besitzen, in letzterem Sinne entschieden wird. Die Pars pubica ist keine erst bei den Reptilien auftretende neue Erwerbung, sondern charakterisiert schon das Fisch- und Batrachierbecken. Der Beweis hierfür liegt im Verhalten des Nervus obturatorius und in den Verhältnissen, wie sie das embryonale Schild- kröten- und Krocodilbecken aufweisen. Anat. Anzeiger 4. Jahrg. pag. 437—441. — Ref. in Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 914—915. Mittheilungen über die morphologische Bedeutung des Gehör- knöchelchens bei den Reptilien macht C. K. Hoffmann. Das Gehör- knöchelchen (Stapes) bestehe aus zwei ganz heterogenen Stücken; der proximale bei weitem grössere Theil (Otostapes) sei ein Stück des knöchernen Gehöre rganes selbst, der distale viel kleinere Theil (Hyostapes), der mit dem Paukenfell in Verbindung steht, sei ein abgegliedertes Stück des Hyoidbogens. Verf. bespricht seine Entwick- lung und bemerkt, dass die Beobachtungen an Säugethieren mit diesem Befunde ganz übereinstimmen. Zool. Anzeiger 12. Jahrg. pag. 336 — 337 und Verh. Akad. Wet. Amsterdam Bd. 28 (1890) pag. 1—30, Taf. 1—3. Vergl. auch Gaskell, On the origin of the central nervous System of Vertebrates. Brain, Journ. of Neurology Bd. 12, Heft 1 bis 2, London 1889, S". pag. 1 ff., Taf — Ref. in Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 933—935. C. K. Hoffmann veröffentlicht Untersuchungen über die Me- tamerie des Nachhirns und Hinterhirns und über ihre Beziehung zu den segmentalen Kopfnerven bei Reptilembryonen. Es kommen 7 Segmente vor, "die in sehr enger Beziehung zu den segmentalen Kopfnerven stehen, was eingehend ausgeführt wird. In ganz be- stimmten Entwicklungsstadien des Nervus trochlearis lässt sich bei Lacerta ein sehr deutliches und ziemlich grosses Ganglion beobachten, das aber frühzeitig wieder vollständig verschwindet; bei Schlangen- embryonen konnte es nicht aufgefunden werden. Vielleicht hat der N. trochlearis in früherer Zeit die Schutzorgane für das Parietal- auge versorgt und sich mit dessen Rückbildung erst secundär in den Augenmuskelnerven umgebildet. Zool. Anzeiger 12. Jahrg. pag. 337 bis 339 und Arch. Neerland. Bd. 17 pag. 1002. Gh. F. W. McClure untersuchte Embryonen von ÄnoUs sagrae und Amblystoma punctatum auf die primäre Metamerie des Neural- 172 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen rohres. Er fand, dass die symmetrischen Einschnürungen oder Falten der Seitenwälle des embryonalen Gehirnes theilweise ata- vistische Reste sind einer primitiven Segmentation des Neuralrohres, die sich bis ins primäre Vorderhirn erstrecken. Zool. Anzeiger 12. Jahrg. pag. 435—438. In seiner Arbeit über die ursprüngliche Function des centralen Nervenkanals und seine Entwicklung bei den Wirbelthieren berührt A. Sedgwick auch die Verhältnisse bei Reptilien und Batrachiern. Proc. Philos. Soc. Cambridge (England) Bd. 4 pag. 325 — 328. — Ref. in Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 1019—1021. W. His stützt sich in seiner Arbeit über die Neuroblasten und ihre Entstehung im embryonalen Mark auch auf Untersuchungen an Embryonen von Eidechse, Frosch und Salamander. Arch. f. Anat. a. Phys., Anat. Abth. 1889 pag. 249 — 300, Taf. 16 — 19 und Abh. Sachs. Akad. Wiss. Bd. 26 pag. 311—372, 4 Taf. Fr. Keibel zeigt, dass bei Reptilembryonen die Sehnervenfasern von der Peripherie centralwärts wachsen, und macht es wahrschein- Hch, dass sie aus den Zellen der Netzhautanlage herstammen. Sitz.- Ber. Nat.-med. Ver. Strassburg i.E., Med. Sect. v. 14. Dez. 1888. Sep.-Abdr. 6 pagg. G. Chiarugi hat die Entwicklung des Nervus vagus, accessorius, hypoglossus und der ersten Halsnerven an Embryonen von Lacerta muralis und 7'ropido7iotus 7iatrix studiert und Mittheilungen nament- lich über die Beziehungen der aus der Nervenleiste hervorgehenden Bildungen in der Occipitalregion zu den Nervi hypoglossus und accessorius willisii gemacht. Anat. Anzeiger 4. Jahrg. pag. 31 — 32, Atti Soc. Tose. Sc. Nat. Pisa, Proc. Verb. Bd. 6 pag. 223—224 und Mem. Bd. 10 pag. 149—214, Taf. 11-12. — Vergl. auch J. F. van Bemme len unten unter Lacertilia, Ontogenie. J. F. van Bemmelen gibt an, dass sich die 4 vorderen Kiemen- taschen bei den Eidechsen und Schlangen während kürzerer oder längerer Zeit unzweifelhaft nach aussen öffnen; einen Durchbruch des fünften Kiemenspaltenpaares habe er jedoch niemals beobachtet. Ebenda macht Verf. auch Mittheilungen über die Anlage der Glied- massen- und Zungenmusculatur. Anat. Anzeiger 4. Jahrg. pag. 240 bis 255, Fig. Zu den lymphoiden Organen sind nach H. E. Ziegler nicht allein alle Lymphfollikel und Lymphdrüsen zu rechnen, sondern auch die Milz, das Knochenmark (bei Anuren und Reptilien), die Thymus und gewisse fettkörperähnliche Organe am Darmkanal und Uro- genitalsystem (bei Batrachiern und Reptilien) ; in allen diesen Organen entstehen weisse Blutkörperchen. Beim ausgebildeten Thiere ist die Entstehung der rothen Blutkörperchen an gewisse lymphoide Organe gebunden; es sind dies bei den Caudaten die Milz, bei den Anuren das Knochenmark. Sie entstehen aber nicht durch Umwandlung aus weissen Blutkörperchen. Ber. Nat. Ges. Freiburg i. Br. Bd. 4 pag. 171—182. — Ref. in Humboldt 9. Jahrg. (1890) pag. 153—156. in der Herpetologie während des Jahres 1889. 173 C. K. Ho ff mann gibt einen Beitrag zur Entwicklungsgeschichte der Urogenitalorgane von Lacerta agilis und muralis, A?iguis und Tropidonotus natrix. Er behandelt ausführlich die Anlage des Vornierenganges, der Vorniere und der Urniere, die Bildung der Segmental- oder Urnierenkanälchen, die Entwicklung des Müller'schen Ganges, der Geschlechtsdrüsen, der Hoden, des Ovariums und der bleibenden Niere (Metanephros) , die Rückbildung der Urniere und die Entwicklung der Nebennieren, die aus dem ,, goldgelben Körper" entstehen. Zeitschr. f. wiss. Zool. Bd. 48 pag. 260—300, Fig., Taf. 17—18. In seiner Arbeit über die Mesodermsegmente des Rumpfes und die Entwicklung des Excretionssystemes bei den Selachiern bespricht J. W. van Wijhe vergleichend auch die einschlägigen Verhcältnisse bei den Batrachiern und Reptilien. Arch. f. mikr. Anat. Bd. 33 pag. 461—516, Taf. 30—32. Biologisches. Ueber die Lebensweise einiger Kriechthiere des unteren Congogebietes berichtet P. Hesse. Die Krocodile sind in Westafrika die einzigen Thiere, die dem Menschen wirklich gefährlich werden können. Nur Crocodihts cataphractus und häufiger Cr. vulgaris kommen noch bei Banana vor; Cr. frontatus, der im Quillo lebt, ist vom Congo bisher nicht nachgewiesen. Innerhalb 3 Jahren kamen ein halbes Dutzend Fälle vor, dass Menschen von Krocodilen über- wältigt wurden. Ueber ihren Fang wird berichtet. Weitere Mit- theilungen beziehen sich auf Trionyx triunguis (Forsk.), auf das Eierlegen von Sternothaerus derbi/anus Gray, auf die Lebensweise von Agama colo7iorum Daud. und Ilemidactylus mahuia Mor. , der vermuthlich erst nach dem 17. Jahrhundert eingeschleppt worden ist, über Eiablage und Farbenwechsel der Chamaeleonten, über Varanus niloticus L. und die dortigen Schlangen. Innerhalb 3 Jahren ereignete sich nur ein für einen Menschen tötlicher Bissfall. Die häufigsten Giftschlangen sind Causus rhomheatus Licht, auf Moor- boden und Vipera arietans auf dem Sande; auch Dendraspis soll beim Besteigen der Oelpalmen zum Zwecke der Gewinnung von Palmwein gefährlich werden können. Zool. Garten 30. Jahrg. pag. 257—267. H. Fischer-Sigwart beschreibt anschaulich das Thierleben im Terrarium, wobei er den schweizerischen Reptilien und Batrachiern den breitesten Raum gönnt. Das Terrarium des Verf.'s hat 45 Qm Fläche. Von Beobachtungen sind besonders zu bemerken, dass (pag. 14) ein ungewöhnlich starkes ^ von Tropidonotus natrix aus Zofingen über 180 cm lang war, dass diese Art sich über Drähten im Gleichgewicht fortbewegt, und dass sie sich auch, am Schwanz- ende aufgehängt, fortschnellen kann. Die Zauberkraft ihr Opfer zu bannen, die man den Schlangen zuschreibt, erklärt Verf. für eine hypnotische Erscheinung. Auffallend klingt auch die Bemerkung (pag. 25), dass Eidechsen vor einer gesättigten CoroneUa keine be- sondere Furcht zeigten. Kleine Coronellen greifen oft grössere Eidechsen an, anscheinend nur in der Absicht, sie des Schwanzes zu 174 ßi'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen berauben. Die Geburt von 4 Jungen konnte am 1. Oktober beob- achtet werden. Eine Notiz über Tro'pido7ioU(.s tessellatus s. unten unter Colubrinae; er trägt seine Beute vor dem Verscblingen stets aufs Trockene. Weitere Mittheilungen beziehen sich auf Lacerta agüls, ihre Begattung und Eiablage, auf L. viridis, ocellata und muralis, auf Anguis und Opliisaurvs apns, Chalcides ocellatus, Chamaeleon und Tarentola und ihr Gebahren in der Gefangenschaft. Dass Emi/s im Aargau mögHcherweise wild vorkomme, wird pag. 132 angedeutet. Das Thierleben im Terrarium. Zofingen 1889, 8" pag. 5 — 138. In seinen Naturhist. Miscellaneen macht E. Hoff er Mittheilungen — zumeist biologischen Inhalts — über Anguis, Lacerta vivipara, Coronen a anstriaca, Cohiher aesculapii und Vipera ammodytes in Steiermark. 38. Jahr.-Ber. Steierm. Landes-ObeiTealsch. Graz 1889, 8*^. Versuche über Veränderungen im Rythmus der Athembewegung bei den Reptilien, je nachdem sie in der Kältestarre, resp. im "Winterschlafe liegen, oder im wachenden Zustande sind, theilt E. Couvreur mit. Compt. Rend. Soc. Bioh Paris (9) Bd. 1 pag. 470—471. Untersuchungen über den Einfluss des geologischen Alters der Untergrundschichten auf die Verbreitung der Reptilien in Portugal hat H. Gadow angestellt. Er fand, dass bei weitem der günstigste Boden für Reptilien dort der Old Red Sandstone ist, dann folgen in Bezug hierauf mesozoische Kalke, Granit, Tertiär und schliesslich paläozoisches Gestein, Granit ist mehr als zweimal günstiger als paläozoische Schichten, etwa gleich günstig wie Jura- und Kreidekalk und etwas günstiger als Tertiär. Paläozoischer Untergrund ist um vielfaches ungünstiger als Old Red und fast dreimal schlechter als Jura- und Kreideboden. Höhenlage, mittlere Jahrestemperatur und mittlere Regenhöhe haben viel weniger Einfluss auf die Verbreitung der Kriechthiere als die Beschaffenheit des Untergrundes. Die Ver- breitung der Batrachier (s. diese, Biologisches) ist eine davon wesentlich verschiedene. Bemerkenswert!! ist überdies, dass die meisten Schlangen, die die unfruchtbaren jurassischen und paläozoischen Felsen bewohnen, Eidechsenfresser sind, während die beiden froschfressenden Tropi- donotus- Arten daselbst fast fehlen. Rep. 58. Meet. Brit. Assoc. Adv. Sc. Bath for 1888 pag. 707—708. In einem „Kapitel über die Einwirkung von Klima und Boden auf die Thierwelt" gibt 0. Boettger im wesentlichen die biologischen Notizen seiner grösseren Arbeit über die Reptilien und Batrachier Transkaspiens [vergl. Ber. f. 1888 pag. 176]. Neu sind darin einige Einwürfe Alfr. Walter's pag. 35 gegen des Verf 's Erklärungsversuche für die Nasenverschlüsse der Schlangen, pag. 38 für die Streifen- zeichnung von Eidechsen und Schlangen und pag. 40 für die sogen. ,, Ohren" von Phrynocephalus mystaceus Pall. Zool. Garten 30. Jahrg. pag. 1—8 und 33—42. L. DoUo behandelt in seiner Arbeit über Flug und Flugorgane bei den Wirbelthieren pag. 161 — 166 die Flugdrachen, pag. 166 — 172 in der Herpetologie während des Jabres 1889. 175 Ptyclwzoon und Verwandte und pag. 172 — 184 die Pterosaurier, Revue Quest. scientif. Bd. 26 pag. 146—184. Palaeontologisches. In H. A. Nicholson u. R. Lydekker's Manual of Palaeontology for tlie use of Students. 2 Bde. Edinburgh u. London 1889, 8'> 1624 pagg., 1419 Figg. behandelt R. Lydekker auf pag. 1018 — 1207 die Batrachier und Reptilien. Einige vor- geschlagene Aenderungen in Nomenclatur und Systematik sollen unten bei den einzelnen Gruppen verzeichnet werden. Einen Theil der fossilen Reptilien behandelt eingehend K. A. Zittel in seinem wichtigen Werke „Handbuch der Palaeontologie Abth. I, Bd. 3, Lief. 3" auf pag. 437—632, 139 Figg. (s. Systema- tisches unter Lacertilia, Pythonomorpha, Ophidia, Chelonia, Rhyncho- cephalia, Sauropterygia, Ichthyopterygia, Theromora). Bei Besprechung von Lydekker's Cat. Foss. Rept. Brit. Mus. Bd. 1 [vergl. Ber. f. 1888 pag. 176] macht E. D. Cope einige syste- matische Bemerkungen. Eine Ordn. Proterosauria kann er ebenso- wenig gutheissen, wie er den Grund für die Abtrennung der Sauro- poden von den Crocodiliern anerkennen möchte. IJadrosaurus sei für Trachodon, Belodon oder Centemodon für Phytosaurus vorzu- ziehen. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 43. R. Lydekker bringt den zweiten der vier Theile des ,,Catalogue of the Fossil Reptilia and Amphibia in the British Museum (N. H.)" 21, 307 pagg., Figg., der die Reste der Ordnungen Ichthyopterygia und Sauropterygia der Londoner Sammlung behandelt und theilweise kurz beschreibt und abbildet. Auf pag. 9 der Einleitung werden einige Irrthümer von Bd. 1 [vergl. Ber. f. 1888 pag. 176] berichtigt: GeoscmvKs ist ein Crocodilier und = Dacosat/nts; Typus dieser Gat- tung wird G. maximys. Dermalschilder fehlen Dacoscwrvs wie Metriorhyncluis, aber Scleroticalplatten sind vorhanden; dieser Cha- racter ist deshalb in die Diagnose der Crocodilia aufzunehmen. Crocodilaemus ist von Metriorliynchus verschieden. Von Dinosauriern sind die Gatt. Bothnospondyhts und Creosaurus nicht nahe ver- wandt; die von Bothriospondylus beschriebenen Reste dürften den nordamerikanischen Gatt. Pleurocoelvs oder Cetiosaunis beizuzählen sein. Weitere zahlreiche Nachweise sind daselbst pag. 10 — 12 nach- zulesen. Auf die vielfachen und wichtigen synonymischen Bemer- kungen kann hier ebensowenig eingegangen werden, wie auf die scharfe und mehrfach neue Charakterisierung der einzelnen Ord- nungen, Familien und Gattungen (s. Ichthyopterygia, Sauropterygia). — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1890 Bd. Tpag. 342—345. Der dritte Theil dieses Werkes mit 18, 239 pagg., Figg. be- handelt die fossilen Schildkröten des British Museums. England ist daran namentlich reich im Purbeck, in der Kreide und im Eocän; die letzte Form in Norfolk, Emys orhicnlaris L., starb mit dem Postpliocän aus. Von 52 Gattungen mit 131 Arten, die R. Lydekker aufzählt, können nur 18 Gattungen und 10 Arten mit Sicherheit mit lebenden identificiert werden. Die Classification ist die von Boulenger (s. unten) vorgeschlagene, doch sind die Namen Athecae und Theco- 176 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen phora in Athecata und Testudinata geändert, und eine Gruppe Ampliichelyida wird vorgeschlagen, die die foss. Farn. Pleurosternidae umfasst und zwischen Cryptodira und Pleurodira eingeschoben wird (s. Chelonia). — Ref. in Nature Bd. 41 (1890) pag. 534. Den stratigraphischen und palaeontologischen Nachweis , dass die Schichten in Texas, aus denen Cope seine permischen Reptilien und Batrachier [vergl, Ber. f. 1886 pag. 152] beschrieben hat, wirk- lich zum Permsystem gehören, liefert Ch. A. White. Amer. Natu- ralist Bd. 23 pag. 109—128, Taf. 1. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1890 Bd. 1 pag. 98—99. Ueber die Funclstcätten von Reptil- und Stegocephalenresten im oberschlesischen Muschelkalke, ihre paläontologische Erforschung und die Literatur dieser Fossilien macht H. Kunisch eingehende Mit- theilungen (s. Nothosauridae, Placodontia; Mastodonsauridae). 67. Ber. Schles. Ges. Vat. Cult. Breslau 1889 pag. 96—105. R. Lydekker bespricht ausführlich Reste und Verwandtschaften von 5 Gattungen mesozoischer Reptilien (s. Teleosauridae ; Thero- poda, Scelidosauridae, Camptosauridae; Plesiosauridae). Qu. Journ. Geol. Soc. London Bd. 45 pag. 41—59, 9 Figg., Taf. 2. — Ref. in Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 3 pag. 288, Geol. Magaz. ^3) Bd. 6 pag. 39 und N. Jahrb. f. Min. 1890 Bd. 2 pag. 144. R. Owen, Titlepages, Prefaces and Tables of Contents to the Monographs of the Fossil Reptilia of the Wealden and Purbeck Formations, Suppl. 4 — 9; on the Reptilia of the Kimmeridge Clay; on the Reptilia of the Mesozoic Formations etc. London, 4°. 24 pagg. in: Trans. Paleont. Soc. London Bd. 42. R. Lydekker macht Mittheilungen über die Gatt. Rhinochclys und neue Cheloniden aus dem Grünsand von Cambridge und aus dem Gault, über Argillochelys, Clielone gigas Ow. und Dacoclidys aus dem London Clay, sowie über PJesiochelys und einen fraglichen Zahn von Ornithopsis aus englischem Wealden (s. Sphargidae, Chelonidae, Pleurodira, Pelomedusidae, Plesiochelydidae ; Atlantosauridae). Qu. Journ. Geol. Soc. London Bd. 45 pag. 227—246, 7 Figg., Taf 8. Derselbe gibt systematische und synonymische Bemerkungen über verschiedene foss. Reptilien und kurze Notizen über 2 neue Arten (s. Chelonidae; Atlantosauridae, Pleurocoelidae, Meg-alo- sauridae). Geol. Magaz. (3) Bd. 6 pag. 325—326. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1890 Bd. 1 pag. 466. F. W. Cragin's vorläufige Beschreibung eines neuen oder wenig bekannten Sauriers aus der Brentongruppe von Kansas ist mir nicht zu Gesicht gekommen. Amer. Geolog, v. Dez. 1888. 0. C. Marsh fand in den obercretaceischen Ceratops-'^ohichien des Ostabhangs der Rocky Mts. neben Ceratopsiden (Agathaumatiden) Dinosaurier von 2 oder 3 anderen Ordnungen und mehreren Familien, Plesiosaurier, Krocodile und Schildkröten von cretaceischem Typus sowie viele kleinere Reptilien. Amer. Journ. Sc. (3) Bd. 38 pag. 502. Eine Notiz über bisher unbestimmte Reste von Schildkröten, Krocodilen und Dinosauriern aus dem Denver-Tertiärsystem in Oregon, in der Herpetologie während des Jahres 1889. 177 das frülier der Laramiekreide zugezählt worden war, bringt pag. 276 W. Gross, Einige der Reste sollen auf Agathanmatiden (Dinosauria) schliessen lassen. Verf. versucht den Nachweis zu führen, dass diese Schichten dem Eocän einzugliedern sind. Ebenda (3) Bd. 37 pag. 261-282, Fig. L. Landesque verzeichnet aus dem Oligocän von Lamilloque im Agenais von Crocodiliern Diplocynodon ratelif Pom. u, a. Arten, von Schildkröten Ptycliogaster emydoides Pom., Testudo eurysternum Pom., Trionyx amansi Gray, sowie Schlangen- und Batrachierreste. Bull. Soc. Geol. France (3) Bd. 17 pag. 32—33. H. Schopp nennt aus dem mitteloligocaenen Meeressande von Flonheim in Rheinhessen Knochenplatten von Crocodilns, Platten und Rippenstücke von Emys hospes v. Myr. und 7V/o/i^a;-Reste, aus dem des Rothenthals bei Alzey den wohlerhaltenen und noch zusammen- hängenden Bauch- und Rückenpanzer einer noch unbestimmten Schildkröte, die jetzt im Darmstädter Museum liege. Abb. Hess. Geol. Landesanstalt Bd. 1 pag. 375. J. Leidy beschreibt aus [anscheinend pliocaenen. Ref.] Phosphat- lagern am Peace Creek, Florida, Reste von Alligator, Schildkröten, darunter Fragmente von Trionyx, und Schlangenwirbel (s. Crocodilidae; Testudinidae). Trans. Wagner Free Inst. Sc. Philadelphia Bd. 2 pag. 27—31, Taf. 4, 6. C. H. Hitchcock gibt eine Uebersicht über die neueren Fort- schritte in der Ichnologie, der Lehre von den Fusstapfen- Abdrücken fossiler Thiere. x4.us nordamerikanischer Trias sind jetzt 170 Arten von solchen Fussspurenresten beschrieben, deren Aufzählung Verf. gibt. 28 davon werden Dinosauriern, 27 Reptilien und Stegocephalen, 6 Schildkröten und 16 Batrachiern zugeschrieben. Reich an Resten davon sind besonders die Museen von Amherst und South Hadley. Es gibt sodann eine Liste der 35 an der Wethersfield-Bucht, Conn., vorkommenden Formen, zählt einige Localitäten in New Jersey und York, Penna., mit ihren Abdrücken auf und beschreibt sodann aus- führlicher einige neue Fussspuren von Apatichnus liolyocensis und crassus, Änomoepus isodactylus und cuneatiis (alle von ? Dinosauriern) und Plectopterna elegans (? Reptil oder Stegocephale), kürzer von Tlesiornis gigunteus, Trihamus magnus (beides ? Dinosaurier) und Otozoum parmni und cuudatum (? Batrachia). Proc. Boston Soc. Nat. Hist. Bd. 24 pag. 117—127. J. Eyerman zählt 4 Arten von Fusstapfenabdrücken aus der Jura-Trias von Milford, Hunterdon Co., New Jersey auf, darunter z. B. Änomoepus nmior (? n. sp.). Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia 1889 pag. 32—33. Eine Notiz über die Fussspur eines Sauriers, wohl Saurichnites cottae, aus dem Unterrothliegendeu vom Westabhange des Gottlob bei Friedrichsroda, Thüringen, bringt A. Langenhan. 67. Jahr.-Ber. Schles. Ges. Vat. Cult. Breslau 1889 pag. 84—85. J. Schaff er hat den feineren Bau fossiler Knochen studiert. In einigen Fällen, wie bei Ichthyosaurus, finden sich nicht unwesent- Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H.l. 12 178 Dr- Oskar Boettger: Bericht über die Leistniigen liehe Abweichungen von der Strnctur recenter Knochen, die vielleicht als eine niedrige Stufe der Entwicklung zu deuten sind. Die Zer- störung fossiler Knochen ging oder geht heute noch vielfach durch Organismen vor sich. Sitz.-Ber. Akad. Wien, Math.-nat. Kl., Bd. 98, Abth. 3 V. Juh 1889. Faimistisches. 0. Boettger zählt einige neue Erwerbungen (1 Eidechse, 10 Schlangen) des Nürnberger Nat. Museums aus Peru, Brasilien, Cuba und Gross-Namaland auf. Von Interesse ist nur der Fundort bei zweien (s. Colubrinae, Elapinae). Jahr.-Ber. Nat. Ges. Nürnberg 1888, Abh. Bd. 8 pag. 91—93. In Herpetologischen Miscellen bringt derselbe 11 Listen von Reptilien und Batrachiern verschiedener Provenienz. Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 267—316. E. D. Cope verzeichnet die Reptilien, die von der Expedition des U. S. Fish Commission Steamer Albatross 1887 — 88 mitgebracht worden sind. Gesammelt wurde auf Santa Lucia (W.-Indien), der Ostküste von Brasilien, in der Argentina, in Chile, bei Panama, auf den Galapagos, in Niedercalifornien und an der pacifischen Küste von Nordamerika. Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 12 pag. 141 — 147. G. Pfeffer gibt eine Uebersicht der von Fr. Stuhlmann in Aegypten, auf Sansibar und dem gegenüberliegenden Festlande ge- sammelten Reptilien. Jahrb. Hamburg. Wiss. Anstalt. 6. Jahrg. 2. Hcälfte pag. 3—10. Kurze biologische und faunistische Mittheilungen über Häufigkeit und Vertheilung der Reptilien auf den einzelnen Inseln des Mergui- Archipels und auf der Küste von Mergui bringt J. Anderson. Journ. Linn. Soc. London, Zool. Bd. 21 pag. 333 — 336. Pal aearktische Region. A. Kaiser 's Liste von Reptilien und Batrachiern aus Aegypten bietet nichts Neues. Erwähnt werden Chelone imhricata Schwgg. und eine Testvdo^ 17 Eidechsen, wovon 7 undeterminiert sind, 7 Schlangen und 2 Frösche. Ber. St. Gallen. Nat. Ges. 1887—88 (1889) pag. 181—182. — Auch separ.: Reisen durch die Sinai-Halbinsel und nach d. nördl. Arabien. 1889, 8*^. 64 pagg., 1 Karte. G. Pfeffer zählt gleichfalls aus Aegypten auf von Cairo Ptyodactylus Johahis und TanntoJa anmdaris Geoffr., Acantliodactylvs boskianus Daud., Scinciis officinalis Laur., Chalcides ocellaivs Forsk. und sepoides Aud. und vom Berg Atak bei Sues Echis fremdu D. B. Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. 6. Jahrg., 2. Hälfte p. 5 — 10. G. A. Boulenger gibt eine Liste der von M. H. Vaucher um Tanger, Marokko, gesammelten Reptihen. Es sind 11 Eidechsen, 5 Schlangen und 1 Schildkröte. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 3 pag. 303—307. H. Simroth nennt als Bewohner der Azoren Chelone mydas (nach Drouet) und Lacerta dugesi M. Edw. , die er von Graziosa, Terceira und S. Miguel erwähnt [vergl. Ber. f 1887 pag. 169]. Eine Einwanderung und Ausbreitung dieser Art scheine sehr langsam stattzufinden. Das Vorkommen von L. viridis Laur. auf Graziosa in der Herpetologie während des Jahres 1889. 179 bedürfe der Bestätigung. Arch. f. Naturg. Jahrg. 1888 Bd. 1 pag. 201 bis 202. In M. Browne's Vertebrate Animals of Leicestersbir e and Rutland. Birmingham and Leicester , Midland Educat. Comp, 1889, 8*^ 223pagg. , 4Taf. , 1 Karte werden pag. 173 — 182 neben zahl- reichen foss. Formen (namentlich aus dem Lias von Barrow-on-Soar) auch die 5 dort noch lebenden Arten von Reptilien und Batrachiern aufgezählt. W. Marshall bringt eine gedrängte Uebersicht über die geo- graphische Verbreitung der Reptilien und Batrachier in Deutschland. A. Kirchhoff, Anleitung zur deutschen Landes- und Volksforschung. Stuttgart, J. Engelhorn 1889 pag. 272—273. Die Reptilien und Batrachier der Umgebung von Aschaffenburg, Unter-Franken, zählt Fröhlich auf. Beiträge zur Fauna und Flora von Aschaffenburg. IL Mitth. Nat. Ver. Aschafienburg, Krebs 1889, 80 116 pagg. C, G. A. Brischke fand bei Steegen (Frische Nehrung), West- preussen, nur Lacerta agilis und Tropidonotus natrix, keine Kreuz- otter. Schrift. Nat. Ges. 'Danzig, N. F., Bd. 7, Heft 2 pag. 201. In seinen zoogeographischen Notizen aber Südungarn aus den Jahren 1886 — 88 behandelt A. v. Mojsisovics auch eingehend die Reptilien. Auf pag. 9 erwähnt er das Vorkommen von Lacerta muralis auf der Insel Adah-kaleh, von L. viridis bei Herkulesbad (mit 2 Nasofrenalen), pag, 10 Änguis^ Emys und Testudo graeca var, boettgeri n. um Orsova, Vipera ammodytes um Mehadia sehr gemein und pag. 11 Coltther aescidapii var. d. Schreiber bei Herkulesbad. Zu den für Bellye und Därda [in Ber. f. 1883 pag, 387] von uns bereits referierten Arten kam neuerdings (pag. 15) noch Tropidonoüis natrix var. persa Fall. Mitth. Nat. Ver. Steiermark Bd. 25, Abb. pag. 233—269, Separ.-Abdr. 37 pagg, A. Bälint berichtet über seine Reptilfunde im Szeklerlande, Siebenbürgen. Orvos-Termesz. Ertesitö Klausenburg Bd. 14 pag. 266—267 (ungar.). Notizen über die Kriechthiere und Lurche der Umgebung von Ssarapul, Gouv, Wjetka, Russland bringt L. Krulikowskij. Bull. Soc. Oural. Jekaterinenburg Bd. 11 pag. 233 ff. Einen Beitrag zur Herpetologie der römischen Campagna, Italien, brachte P. Mingazzini. Spallanzani (2) Jahrg. 15, Heft 5 — 6 (1886). 3 pagg, A. Palumbo zählt von Selinunt, Sicilien, auf Clemmys lutaria Herr., Lacerta viridis Daud. mit den vars. mentocaerulea und hili- neata, L. muralis Wgl., Tarentola mauritanica, Hemidadylus turcicus, Chalcides ocellatus, Zamenis gemo)ie?isis mit den vars. carbo?iaria und variegata, CoUiher aesculaini, Tropidoiiotus viperinus und Vipera aspis. Testudo graeca finde sich in der Prov. Trapani, nicht aber in der Umgegend von Castelvetrano. Naturalista SiciHano 9, Jahrg. pag. 51 — 52. F. Minä-Palumbo bringt den Anfang seiner Beschreibung der 12* 180 Dr. Oskar Boett.ger: Bericht über die Leistungen Reptilien der Madonien, Sicilien, und will zugleich alle bis jetzt von der Insel erwähnten Arten aufzählen. Es werden pag. 68 — 71 abgehandelt Testudo graeca L. in der Umgebung des Aetna in tieferen Lagen, auf der ganzen Nord- und Südküste, selten im Innern der Insel, und T. ibeva Pall., sicher nur verschleppt, aber an ver- schiedenen Orten jetzt wild. Ebenda 9. Jahrg. Aus Prevesa, Epirus, nennt 0. Boettger 11 Reptilien, darunter Hemidactylus turcicus L., Ophisaurus apus Pall., Lacerta muj'alis Laur. typ., Ahlepliarvs pannonicus Fitz., Coluher aescidapii Host (neu für ganz Griechenland), Tropidojiotus natrix var. p)ersa Pall. und Vipera ammodytes L. Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 269 — 273. Von Corfu verzeichnet derselbe 7 Reptilien aus der Ausbeute der Gebr. Henneberg, darunter neu für die Insel Hemidactyhis turcicus L. und Anguis fragilis L. Ebenda pag. 273 — 276. Derselbe zählt die von 0. Retowski zwischen Constantinopel und Batum am Südrande des Schwarzen Meeres gesammelten Reptilien auf. Es sind Ophisaurus apus Pall., Lacerta depressa var. modesta Bedr. und Zamenis gemone7isis var. trahalis Pall. von Sinope, Anguis fragilis var. colchica Dem. von Trapezunt und Risa und Lacerta depressa Cam. typ. von Batum. Ebenda pag. 203 — 206. Eine Liste der von J. E. T. Aitchison während der Reise zur Grenzbestimmung Afghanistans [vergi. Ber. f. 1887 pag. 171] gesammelten Reptilien bringt G. A. Boulenger. Es sind 1 Schild- kröte, 21 Eidechsen und 13 Schlangen (s. Testudinidae; Geckonidae, Agamidae, Anguidae, Varanidae, Lacertidae, Scincidae; Typhlopidae, Boinae, Colubrinae, Dipsadinae, Elapinae, Viperinae). Trans. Linn. Soc. London (2) Zool., Bd. 5 pag. 94—106, Taf. 8—11. — Ref. in Nature Bd. 40 pag. 413—414. A. M. Nikolskij verzeichnet pag. 290 — 292 Lacerta vivipara^ Vipera herus und Ra7ia temporaria als einzige Kriechthiere der Insel Sachalin. Die Insel Sachalin und ihre Wirbelthier-Fauna. St. Petersburg 1889, 8^ 25, 334 pagg. (russ.). F. Müller nennt von Jokohama, Japan, Elaphis virgatus Schlg., Ophites japonicus Gthr. und Trigonocephalus hlomlioffi Gthr. Verh. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 693—696. Nordanierikauische Region. Eine Zusammenstellung der Reptilien des Staates Wisconsin hat W. K. Higley gegeben. Trans. Wis. Acad. Sciences, Arts and Letters Bd. 7 (1888). 0. P. Hay's Catalog der Reptilien des Staates Indiana [vergl. Ber. f. 1887 pag. 172 und f. 1888 pag. 183] ist auch in Indiana Agricult. Report 1886 erschienen. Vom Silver Lake, Oregon, nennt E. D. Cope Uta stanshuryana B. G. , Sceloporus tfudidatus Harl. var., Eutaenia sirtalis pickeringi B. G., Crotalus conßuentus Iccontci Hallow. und von Batrachiern llyla regilla B. G. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 975. Derselbe verzeichnet aus Nieder-Californien Phyllodactylus tuberculosus Wgm., Sceloporus zosteromus Cope, Uta stanshuryana B. G., Callisaunis drucontoides Blv., Cnemidophorus tesscllatus tessellatvs Say in der Herpetologie während des Jahres 1889. 181 und tessellatus tigris B. G. , Cn. sexlineattis L. ; Chilomeniscus cinctus Cope, Bascanium laterale Hallow. , Pltyophis vertebralis Blv. und Crotalus adamanteus atrox B. G. , von der pacifischen Küste Nord- amerikas Xanfnsia rwersiana Cope aus San Clemente Island und von British-Columbia Gerrhonotus ^nulticarinattis principis B. G, Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 12 pag. 147. Indische Region. 0. Boettger verzeichnet pag. 25 von Bombay Eehis carinata Schnd. , Hydrophis cyanocinctus Daud., Gongylophis conicus Schnd., Ilemidactylus coctaei D. B. und Opldops microlepis Blfd., pag. 297 — 305 von Stadt Madras 16 Reptilien, darunter die für dort neuen Seeschlangen Distira rohvMn Gthr., HydropMs cuerulescens Shav^ und ca7itoris Gthr. und Enhydrina valakadien Boie. Ber. Senckenberg-. Nat. Ges. 1889. F. Müller zählt von Cochin, Malabarküste, auf Varanus hengalensis D. B. ; Tropidonotns stolatus Schlg. , Cerherus rhynchops Gthr., Dendrophis pictvs Schlg., Lycodon aulicus Gthr. und Uydroplik curtus Gthr., von den Malediven Lycodon ? howringi Gthr. Verh. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 694—697. J. Anderson nennt 53 ReptiHen von Mergui, dem Mergui- Archipel und den Nachbargebieten und zwar von Mergui und allen Inseln Crocodilus porosus Schnd. und Gecko verticillaüis Laur., von Mergui speciell Hemidactylus frenatus Schlg., Gehyra mxdilata Wgm., Draco taeniopterus Gthr. und maculatus Gray, Calotes versicolor Daud. und emma Gray, Mahuia multifasciata Kühl, Lygosoma imdti- fasciatimi Blyth und albopunctatum Gray; Xenopeltis unicolor Reinw., Compsosoma radiatuvi, Ptyas korros und Tropidonotns suhminiatus Reinw., Tr. chrysargus Schlg. neu für die Tenasserimprovinz , und punchdatus Gthr., Cerbents rhynchops Schnd., Hipistes hydrinus Cant., Psammodynastes pulveruUntvs Boie, Dendrophis caudolineatus Gray, Chrysopelea ornata Shaw, Tragops prasinus Reinw., Lycodon aulicus und Naja tripudians L. , Hydrophis jerdoni und robustus Gthr., cyanocinctus Daud., grucilis Shaw, jayakari Blgr. neu für Hinterindien, und hardwickei Gray, sowie Enhydrina valakadien Boie, von King Island Cyclemgs dhor Gray, Trionyx subplunus Geoff.; Ilemidactylus frenatus, H. garnoti D. B., Gehyra mutilata, Draco taeniopterus, Acanthosauru crucigera, Blgr., Calotes versicolor und em- ma, Varanus salvator Laur. und nebidosus Gray, Mabuia mtdtifas- ciata, Lygosoma maculatum, L. olivaceum Gray ; Tropidonotus jun- ceus Cant., nigrocinctus Blyth und triangidigerus Reinw., Hypsirhina enhydris Schnd., Hipistes hydrinus, Psammodynastes pulverulentus, Pytho7i reticulatus Schnd., Naja tripudians und Ophiophagus elaps Schleg., von Ross Island Chelone mydas L., von Kisseraing Is- land Tragops prasinus, Naja tripudians, Bothrops gramineus Shaw und Bothr. sp. cf. porphyraceus (auch von Elphinstone Island und Perak bekannt), von SuUivan Island Gehyra mutilata, Äcantho- saura armata Gray, Calotes emma, Varanus salvator, Mabuia mtdti- fasciata, Lygosoma maculatum und albopunctatum; Tropidonotus junceus, Lycodon aidicus, Dipsas carinata Reinw. neu für die Tenas- 182 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen serimprovinz , und Pytlion retiadatus, von Elphinstone Island Draco taeniopterus, Calofes emmu, Varanus salvator, Lygosoma inacii- latum und albojyunctatttm ; Compsosoma melannrum Sclilg., Tropldo- notus chrysargus, Tragop>s prasimis^ Bothrops gramineus und Bothrops sp. (s. oben), von Rangoon Simotes hicatenatus Gthr. und von Tavoy Simotes trinotatvs D. B. Journ. Limi. Soc. London, Zool. Bd. 21 pag. 342 — 349 und Contributions to the Fauna of Mergui and its Archipelago. London, Taylor & Francis 1889, 8". Bd. 1. F. Müller verzeicbnet von Deli, Sumatra, Compsosoma mela- nurum var. hivirgata Jan, Tropidonotus flaviceps Cant., Gonyoso^na oxyceplialiiiin var. rufescens F. Müll., Tragops prasinus var. citrina F. Müll., Xenoderma javanicum Reinw. und CoUophis intestinalis var. malayana Gthr. Verb. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 693 — 695. E. Modigliani bringt Materialien zur berpetologischen Fauna von Nias. Neu für die Insel sind von den 29 gesammelten Arten die folgenden 7: Compsosoma melanun/m Scblg., Cerbems rhyncliops Scbnd., Gonyosoma oxyceylialum, und Am,hlycephalus hoa Boie, Pytlion reticulatus Scbnd., Bothrops wagJeri Scblg. und eine neue Äphaniotis (s. Agamidae). Alle gefundenen Arten sind mit genauen Ortsangaben versehen. Am Schlüsse der Arbeit folgt eine Aufzählung aller bis jetzt von Nias erwähnten Arten ; es sind 12 Eidechsen und 27 Schlangen. Ann. Mus. Civ. Stör. Nat. Genova (2) Bd. 7 pag. 113—124, Taf. 1. 0. Boettger nennt 11 bereits früher in der Literatur aufge- führte Reptilarten von der Insel Nias. Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 306—308. F. Müller verzeichnet von Gadok, Java, Gehyra mutilata Wgm., Draco f cornidiis Gthr., Calotes juhatus D. B., Varanus sal- vator Daud., Tachydromiis scxlineatus Daud.. Lygosoma chalcides h.] Typhlops lineatus Gthr., Cylifidrophis rufus Laur., Python reticulatus Scbnd., Calamaria limiei Boie und var., Oligodon suhquadratus D. B., Ptyas korros Reinw., Compsosoma radiattim und melamirum D. B., Tropidonotus quincunciatus var. tnelanozosta Grav., Tr. trianguligerus Boie, subminiatus Reinw. und vittatus Boie, Hypsirhina plumbea Gthr., Gonyosoma oxycephalum Boie, Dendropliis pictus Scblg., Pra- gops prasinus D. B., Ophites stibcinctus Gthr., Dipsas multimacidata Scblg., Callophis intestinalis var. javanica Gthr., Naja tripudians L., Bungarus fasciatus Scbnd. und semifasciatus Kühl und Trimeresui^us erythrurus Cant. Verb. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 690 — 701. 0. Boettger gibt eine Liste von 4 Eidechsen und 4 Schlangen aus Surabaja, Nordost-Java. Keine für die Insel neue Art. Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 305—306. Von Christmas Island, im Süden von Java [vergL Ber. f. 1888 pag. 174] erwähnt J. J. Lister überdies noch einen Gecko sp., Ablepharus sp. und Chelone mydas L. Rep. 58. Meet. Brit. Assoc. Adv. Sc. Bath for 1888 pag. 709. Eine kurze Mittlieilung über eine Reptil- und Batrachiersamm- lung von Borneo und der Insel Palawan macht F. Mocquard. Die aus 70 Arten bestehende Fauna zeigt durch ihre Verwandt- in der Hei-petologie während des Jahres 1889. 183 Schäften wiederum, dass die Thierwelt der niederländisch -indischen Inseln aufs engste mit der der Halbinsel Malakka und Indo- Chinas zusammenhängt. Auf dem Kina Balu, Borneo, wurde eine Frosch- larve mit grosser ventraler Saugscheibe gefunden, bei der die mit 3 kräftigen Zahnleisten versehene Mundöffnung innerhalb dieses Ventral- discus liegt. Sie wird auf eine noch unermittelte Rhacophoms- Art bezogen. Compt. Rend. Seances Congr. Intern. Zool. Paris 1889 pag. 79—81. Kurze Notizen über die Reptilfauna von Leyte, Philippinen, über Crocodihis^ Draco, LopJwru und ihre Schwimmfertigkeit, Naja und Python und dessen Gefangenleben bringt J. B. Steere. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 105—107. Fr. de P. Sanchez gibt eine ausführliche Schilderung der herpetologischen Verhältnisse des Districtes Surigao auf Nord- Mindanao, im wesentlichen gestützt auf des Ref. Namenliste der philippinischen Kriechthiere. Er nennt überdies pag. 294 Chelone imbricata L. von Zamboanga, Butüan und Baganga, Thalassochehjs olivacea Eschsch. von der pacifischen Küste Nord - Mindanaos und Pelochelys cantoris Gray von Mainit auf Mindanao. Landschildkröten, also wohl Cychmys amhoineiisü Daud. , pag. 295 fänden sich auch auf Butiian. Andeutungen des Verf.'s ebenda lassen vermuthen, dass das Krocodil von Tayabas und Laguna de Bay zu Cr. porosus Schnd., das von Jolö, Palawan und Tamontaca ' aber zu Cr. palustris Less. gehören dürfte. Draco spüopterus Wgm. wird pag. 297 von Surigao, LopJn/ra amboinetisis Schloss. pag. 208 von Binan, Prov. Laguna (Ijuzon), Python reticulattis Schnd. pag. 300 von Mainit (Mindanao) und PJaturus laticaiidatus L. von Taganaän (Mindanao), Trimeresurus flavomaculatus Gray pag. 301 von der Insel Balagnän und Tr. hombroni Guich. pag. 302 von Jolö angegeben. Cartas de los P. P. de la Compania de Jesus d. 1. Misiön d. Filipinas Bd. 8, Manila, Chofre y Cia., 8«. pag. 293—301. A. Günther bringt einen Dritten Beitrag zur Kenntniss der Reptilien des oberen Yangdsy-Gebietes [vergl. Ber. f. 1888pag. 186]. A. E. Pratt sammelte bei Itshang, Prov. Hubei, Japalura yunna- jiensis Anders., Achalinus rufescens Blgr., Tropidonotus swinhoei Gthr. und je einen neuen Eumeces, Ahlahes und Trimeresurus. F. W. Styan sandte von Kiukiang Alligator sinensis Fauv. (s. Scincidae ; Colu- brinae, Crotalinae). Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 4 pag. 218—223. Afrikanisclie Rogion. G. Pfeffer zählt von Sansibar und von der gegenüberliegenden Küste Ostafrikas auf von Sansibar Hemidadylus mahuia Mor., Varanus niloticus L., Lygosoma sunde- valli Pts., Ablepharus boutoni Desj.; Coronella olivacea Vi^. und einen neuen Gerrhosaurus , aus Usegua Hemidactylus mabuia, Agama mossambica Pts., Gerrhosaurus 7iigrolineatus Hall.; Chamaeleon dilepis Leach; Psayjimophis sibUans Boie, aus Ungüu Hemidactylus mabuia, Agama mossambica\ Lycophidium horstocki Schlg., Boodon quadri- lineatusD. B. und einen neuen Zonurus, aus Korogwe am Rufu Lygodactyhcs picturatus Pts., aus Bagamoyo Rhamphiophis rostratus 184 Dr. Oskav Boettger: Bericht über die Leistungen Pts. und Psammophis sibilans, aus Usambaa Lygodactylus picturatus, Mübuia striata Pts.; Philothamnvs irrcgnlaris Leach., Ileterolepis hicarinatus D. B. und Boodon quadrilineatns, aus Kidudu am Lungo Psammophis sihüa7is und ohne nähere Fundortsangabe aus Ost- afrika Mahuin varia Pts. (s. Zonuridae, Gerrhosauridae). Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. 6. Jahrg. 2. Hälfte pag. 5 — 10. 0. Boettger gibt die Liste von 14 Reptilien aus Pondoland in Kaffraria. Neu für KafFraria dürften davon sein Pachydactylus macitlatus Smith, Agania atra Daud. , Chamaesuura angidna L., Nucras delalandei M. Edw., Alabuia varia Pts.; TypJdops hibroni Smith, Glauconia nigricans Schlg., Coronella cana L., Philothamnus punctatus Pts., hamprophis rufulns Licht., Boodon Uiieatus D. B. var., Dendraspis angvsticeps Smith und ein neues Chamaclcon (s. Chamae- leontidae). Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 290 — 295. Derselbe verzeichnet aus Botschabelo bei Middelburg 13 Rep- tilien und nennt als neu für Transvaal Pachydactylus capensis Smith, Agamn acuhata Merr. und atra Daud., Zonurus cordylvs L. var., Eremias li?ieoocellata D. B.; Chamaeleon parvilohus Blgr. ; Philo- thamnus punctatus Pts., Lycophidiuyn cupense Smith und Lamprophis rufulus Licht. Ebenda pag. 286 — 290. F. Müller zählt von Harrysmith, Capland, auf Zonurus giganteus Smith, Nucras delalandei Blgr.; Typhlops bibro?ii Smith, Coronella cana L., Psammophylax o'liombeatus Schlg., Lamprophis rufulus und Ahactulla natalensis Smith, Leptodira rufescens Gmel. und Vipera arietans Schlg. Verb. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 690 bis 700. F. Mocquard bringt eine Liste von 3 Eidechsen, 1 Chamaeleon und 11 Schlangen aus Ludinia-Niari am Niari nördlich des Congo- Unterlaufes in Französisch-Congo. Es sind Agama colonorum Daud., Varamis niloticus L. und Feylinia ciorrori Gray; Chamaeleon parvilobus Blgr. ; Elapops petersi Schlg., Coronella fuliginoides Gthr., Bothr opldhalmus lineaius var. infuscafa B. Pts., Hydraethiops mela- nogaster Gthr., Dryophis kirtlandi Hallow. , Boodon quadrilineatus D. B., Crotaphopeltis rufescens Gmel., Atractaspis irregularis Reinh., Causus rhombeatus Licht., Dendraspis angtisticeps Smith und eine neue Lycodon-dJiwAiohQ Gattung (s. Colubrinae). Bull. Soc. Philomath. Paris (8) Bd. 1 pag. 145—148, Taf. 2. 0. Boettger nennt von Kamerun 13 Reptilien und 1 Anuren (s. Ranidae). Neu für dort sind Typhlops eschrichti var. kraussi Jan und var. conqeda D. B. und Ileterolepis poensis A. Smith. Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 276—280. F. Müller verzeichnet von der Goldküste Typhlops liberiensis Hallow., Elapops petersi Jan, Coronella variegata und Dromophis praeornatus Pts., Rhachiodon scaber D. B., Iloluropholis olimceus A. Dum. und Causus rhombeatus D. B. Verh. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 690—695. in der Herpetologie während des Jahres 1889. 185 Tropisch-amerikanische Region. E. D. Cope verzeichnet von Santa Liicia (Westindien) Anolis aUigator D. B. ; Liophis ornatus Garm. und Bothrops carihaeus Garm.; von den Abrolhos-Insehi an der Ostküste Brasiliens Taragnira torquata Wied, von Buenos Aires IJydroinedusa tectifera Cope, aus Chile Lioluemus chüensis Less. von Thome und L. tenuis Bell und Opheomorphus chamissonis Wgm. von Lota, aus Panama Gonatodes albigularis fuscus Hallow., Anolis penlaprion Cope und Pelamis bicolor Daud., von den Gala- pagos-Inseln PhyllodactylKs tuherculosus Wgm. von Chatham* Ph. galapagoensis Pts. und eine neue Art, Tropidurus grayi Bell von James, Gardner's, Indefatigable , Albemarle und Hood Island, Tr. pacificus Stdchr. von Abingdon Island und eine neue Art, Ambly- rhynclms crisfatus BeU von Abingdon, Duncan, Hood, James, Gardner's und Chatham Island; Opheomorphus chamissonis von James Island und Testudo nigrita Less. von Albemarle Island. Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 12 pag. 141— 147. H. W. Feil den gibt eine Liste der Reptilien von Barbados. Zoologist (3) Bd. 13 pag. 295-298 und 352—353. 0. Boettger nennt von Trinidad Hemidactylus mabuia Mor. ; Typhlops retiadatvs var. iroscheli Jan und Leptodira annulata L. Ber. Senckenberg. Nat, Ges. 1889 pag. 25. F. Müller zählt von Caratal, Venezuela, auf Scytule neuwiedi D. B., Rhmostoma nusuum Wgl. und Elaps midtifasciatiis Jan. Verh. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 695. E. L. Holmberg berichtet in seinen Reiseskizzen aus den Misiones der Argen ti na, dass er im oberen Paranä nicht einen einzigen Kaiman gesehen habe, obgleich solche vorkommen sollen. In Santa Ana erhielt er Caiman latirostris und je einen Dryophylax^ Heterodon und Oxyrrhopus. Bol. Acad. Nac. Cienc. Cördoba Bd. 10 pag. 297—299. 0. Boettger macht eingehende Mittheilungen über die Reptil- fauna von Pacasmayo in Nordwest-Peru. Von den 10 aufge- zählten Arten sind die beiden Schlangen Dryophis acuminatvs Wied und Leptodira anmdata L. neu für die dortige Gegend (s. Gecko- nidae, Amphisbaenidae ; Colubrinae, Elapinae). Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 308—316. Australische Region. M. Weber hat Varanus togianus und Lophura celehensis Pts., die bis jetzt nur von den Togean-Inseln be- kannt gewesen waren, auch auf Celebes gesammelt. Tijdschr. Ned. Dierk. Ver. (2) Bd. 2, Versl. pag. 73. Im Jahre 1889 erschienen von F. Mc Coy's ,,Prodromus of the Zoology of Victoria". Melbourne, 8^ die Decaden 18 — 19. Die Abbildungen der 3 darin geschilderten Eidechsen sind unten ver- zeichnet (s. Agamidae, Scincidae). J. D. Ogilby nennt von Lord Howe Island abgesehen von Chelone mydas, die aber seit 1789 nicht mehr von dort erwähnt wird, nur die 3 Eidechsen Phyllodactylus gueniheri Blgr., Gehyra 13(3 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen oceanica Less. und Lygosoma Uchenigerum O'Shgn. Mem. Austral. Mus. Sydney No. 2 pag. 51. Systematisches. E. Häckel scheidet die Reptilien in die 9 Ordnungen: Tocosauria, Autosauria, Ophidia, Crocodilia, Chelonia, Halisauria, Pterosauria, Dinosauria und Theriosauria. Natüri. Schöpfungsgeschichte, 8. Aufl., Berlin pag. 636. A. K. Zittel theilt die Klasse der Reptilien in folgender Weise ein : I. Ordn. Ichthyosauria. VI. Ordn. Lepidosauria. IL -,, Sauropterygia. 1. Unterordn. Lacertilia. III. „ Testudinata. 2. „ Pythonomorpha. 1. Unterordn. Trionychia. 3. ,, Ophidia. 2. ,, Cryptodira. VII, Ordn. Crocodilia. 3. ,, Pleurodira. 1. Unterordn. Parasuchia. IV. Ordn. Theromorpha. 2. „ Eusuchia. 1. Unterordn. Anomodontia. VIII. Ordn. Dinosauria. 2. „ Placodontia. 1. Unterordn. Sauropoda. 3. „ Pariosauria. 2. ,, Theropoda. 4. ,, Theriodontia. 3. ,, Orthopoda. V. Ordn. Rhynchocephalia. IX. Ordn. Pterosauria. Handb. d. Palaeontologie Abth. 1, Bd. 3 pag. 449—450. In seiner Synopsis der Wirbelthierfamilien stellt E. D. Cope Reptilien und Batrachier als Monocondylia und Batrachia unter seine Craniata und theilt die Monocondylia wiederum in die Unterklasse Reptilia und Aves. Die Ordnungen der Reptilien sind bei ihm Ichthyopterygia, Testudinata, Theromora, Plesiosauria, Ornithosauria, Dinosauria, Crocodilia, Rhynchocephalia und Squamata, und letztere werden wiederum in Lacertilia, Pythonomorpha und Ophidia einge- theilt (s. diese). Amer, Naturalist Bd. 23 pag. 849 - 869. Eines der wichtigsten Ereignisse in diesem Jahre